Archiv für 23. Februar 2008

Nach schweren Monaten darf sich Schlegl über einen Aufsichtsratsposten freuen und in Neunburg dafür sorgen, dass alles sauber läuft.Eilige Abstimmung per Brief: Der loyale CSU-Stadtrat erhält zum Abschied ein eigenes Austraghäusl Der Lohn ist vermutlich verdient. Die letzten Monate waren nämlich keine leichten für den Schlegl Franz. Aus Loyalität mit Oberbürgermeister Hans Schaidinger gab er im Zuge der CSU-Schlammschlacht sein Amt als Ehrenvorsitzender im Ortsverein Konradsiedlung ab. Seinen Listenplatz bei der CSU für die Kommunalwahl hat er geräumt. „Um Jüngeren Platz zu machen”, sagt er offiziell. Nach 36 Jahren scheidet er aus dem Stadtrat aus. Und auch die Stadtbau-Affäre bleibt dem Schlegl Franz sicher in schlechter Erinnerung. 30 Jahre ist Schlegl Mitglied im Aufsichtsrat der Stadtbau. Dass der 68jährige selbst dann nichts von der Bestechungsaffäre (Wohnungen gegen Bares) mitbekommen hat, als er im Prüfungsausschuss einem ersten Anfangsverdacht nachgehen sollte, warf – wohl zu Unrecht – ein schlechtes Licht auf ihn. „Wir haben sorgfältig gearbeitet, aber wir erhielten nicht alle Informationen”, meinte Schlegl vor nicht all zu langer Zeit etwas frustriert, um sich gegen den Eindruck der Schlafmützigkeit zu wehren. Doch wo Schatten ist, da wächst auch Rettendes heran, auch für den Schlegl Franz. Der wird zum Abschied und als Lohn für all die Mühen mit einem kleinen, aber feinen Posten bedacht. Demnächst darf er sich im Aufsichtsrat der Stadtbau Neunburg vorm Wald engagieren – gegen Aufwandsentschädigung versteht sich. An der Neunburger Wohnbaugesellschaft ist die Regensburger Stadtbau beteiligt. Traditionell sitzt der Geschäftsführer der Regensburger Stadtbau auch im Neunburger Aufsichtsrat. Doch weil Martin Daut gefeuert wurde, ist dieses Pöstchen frei und man hat es dem Schlegl Franz gegeben. Ganz unkompliziert. Eine größere Diskussion darüber hielt man nicht für nötig. Und die notwendige Abstimmung wurde per Brief erledigt. Der landete Mitte der Woche im Briefkasten der einzelnen Stadtbau-Aufsichtsräte, die freilich, ebenso wie Schlegl, mehrheitlich der CSU angehören. Unterschrift drunter. Fertig. Wer dahinter Postenküngelei vermutet, ist vermutlich böswillig. Freilich, eigentlich hätte der Posten – wenigstens übergangsweise – eher mit Klaus Nickelkoppe besetzt werden müssen. Der war Dauts Stellvertreter und übernimmt derzeit übergangsweise das Amt als Stadtbau-Geschäftsführer. Aber vermutlich ist Nickelkoppe zu oft krank. Zuletzt geschah dies – recht spontan – als er sich im Stadtrat zur Bestechungsaffäre äußern sollte. Gut ist es auch, dass Oberbürgermeister Hans Schaidinger sich auf Schlegls Loyalität verlassen kann. Denn Franzens Sohn ist gleichfalls Stadtrat: Christian Schlegl war einst der Hoffungsträger der Regensburg-CSU. Heute, im Zuge der Schlammschlacht, ist der Junior wegen seiner offenen Gegnerschaft zum CSU-Kreisvorsitzenden Franz Rieger, die im „Dossier Rieger“ gipfelte, arg in Bedrängnis geraten. Besäße er nicht das Wohlwollen des Oberbürgermeisters, wäre er vielleicht schon längst aller Posten ledig. Auch das war sicher nicht leicht für den Schlegl Franz. Doch nun wartet auf ihn der verdiente Lohn.

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Offenheit schafft Vertrauen. Gestern liefert unser Oberbürgermeister dafür ein Paradebeispiel. Im Rahmen einer vermutlich entzückenden Pressekonferenz hat er die vermutlich hervorragende Zahlen für unsere wundervolle Stadt vorgestellt. Leider kann ich nur vermuten. Ich war nicht da. Da ich mich in letzter Zeit bei diversen Pressekonferenzen herumgedrückt habe, die diese Zahlen zum Thema hatten, habe ich […]

Ein messerscharfer Bombenkoffer

Sie solle die Bombe an sich nehmen, meinte ein 24jähriger Mann nur zu einer Angestellten, als er gestern, gegen 10.15 Uhr, ein Paket unter dem Arm, die Räume einer Zeitarbeitsfirma in der Maximilianstraße betrat. Vor ihren Augen legte er das Paket ab und verschwand. Die Polizei wurde alarmiert und kam mit Großaufgebot. Die unmittelbare Umgebung […]

Der diebische Herr Dr.

Bei der Doktorarbeit kupferte Christian F. zu 90 Prozent ab Wir kennen das: Wer in der Schule beim Abschreiben erwischt wird, bekommt einen „Spick-Sechser“. Nicht viel anders – nur viel weitreichender – ist es, wenn entdeckt wird, dass jemand seine „Doktor-Arbeit“ abgekupfert hat. Diese Erfahrung blieb auch dem 34jährigen Wirtschaftswissenschaftler Christian F. nicht erspart. Ausgerechnet […]

Eisbären verlassen Tabellenende

Die Eisbären haben nachgelegt. Nach dem Sieg gegen Crimmitschau und der Niederlage gegen München (in der Verlängerung) hatten sie gestern gegen Heilbronn die Nase vorn. Mit 2:1 gewann die Mannschaft von Igor Pavlov gegen den Tabellenvierten. Damit hat der EVR das Tabellenende verlassen. Die Tore vor 2.050 Zuschauern erzielten Ervin Masek (25.) und Peter Flache […]

Studie zu Hochhäusern

Vor knapp zwei Jahren hatte die Stadt eine Studie zum Thema Hochhäuser angekündigt. Nun wurde von der Stadtverwaltung und der Regierung der Oberpfalz eine Studie in Auftrag gegeben, die sich mit „der stadträumlichen Wirkung von hohen Gebäuden und anderen profilbildenden Bauwerken auseinandersetzt und Handlungsempfehlungen für den Umgang mit diesem Bautyp entwickeln soll”, schreibt die Stadt. […]

Geschlossene Veranstaltung

Wolbergs kam auf den Haidplatz – die Massen blieben trotz Freibier aus „Da könnt man fast Mitleid haben”, meint CSU-Stadtrat Hans Renter, der – zusammen mit Parteifreund Stefan Neubert auf Wahlkampftour – kurz vor 17 Uhr am fast leeren Haidplatz vorbei kommt. Wahlkampf wird auch dort gemacht. „Wolbergs kommt” heißt es auf den Plakaten, zwischen […]

Von Zebratod und Schwesternliebe

Regensburg hat ab März eine ständige Designschau Alles ist Design, vom Teekessel bis zur Autokarosserie, von der Salzstange bis zum Internetauftritt. Gutes Design überzeugt, clevere Aufmachung – die Überspitzung sei erlaubt – ist stets auch Verkaufsargument. Form ist Inhalt. Regensburg und Design, da muss man zunächst schon etwas grübeln, bis sich da gemeinsame Nenner einstellen. […]

Die Moral ist im Eimer

Der Steuerskandal um Post-Chef Zumwinkel hat die Gemüter erhitzt. Groß ist der Gesprächsbedarf, vor allem über die Frage nach dem warum, wo Spitzenmanager doch nicht gerade zu den Geringverdienern gehören. Auch Alois Faderl äußert sich dazu. Sie sagen, die Steuerhinterziehungen haben Sie erzürnt. Klar. Die verdienen so viel Geld und dass sie dann so etwas […]