Archiv für 4. August 2008

Schaidinger: \"Vorher gab es keinen Anlass, ein Gutachten zu machen.\" Foto: ArchivBei einer kurzfristig anberaumten Pressekonferenz am Montag vormittag nahm Oberbürgermeister Hans Schaidinger zur Sperrung der Steinernen Brücke Stellung. 1952 habe es zum letzten Mal ein Gutachten gegeben. Damals sei allerdings nur die Sicherheit der Brücke für Fußgänger geprüft worden. „Seitdem gab es keinen Anlass, ein Gutachten zu machen.“ Der mehrfach geäußerten Ansicht, dass es schon immer offensichtlich gewesen sei, dass das Brückengeländer dem Aufprall eines Busses nicht standhalten könne, kommentierte Schaidinger nicht weiter, erklärte aber: „Solange ich kein Gutachten habe, muss ich nichts tun. Habe ich aber ein Gutachten und tue nichts, komme ich ins Gefängnis.“ Am Freitag hatte der Oberbürgermeister kurzfristig die Sperrung der Steinernen Brücke – auch für Taxis und Busse – verfügt. Ein von der Stadt Regensburg in Auftrag gegebenes Gutachten habe dafür den Ausschlag gegeben. Nachdem ein Linienbus des RVV Anfang Mai ungebremst gegen eine Hausmauer gekracht war, habe man dieses Gutachten in Auftrag gegeben. „Es wurde geprüft, was auf der Steinernen passiert, sollte ein Busfahrer einen Schwächeanfall haben.“ Als Ergebnis folgte die Sperrung. Bereits seit 1997 ist die Steinerne Brücke als Ergebnis eines Bürgerentscheids für den Pkw-Verkehr gesperrt. Oberbürgermeister Hans Schaidinger damals nach dem Bürgervotum: „Wir müssen jetzt das Hauptproblem angehen, dass nicht an einem Abend zu lösen ist. Und das sind die Busse auf der Brücke.“ Insofern: Problem gelöst!