Archiv für 8. Dezember 2008

Ist „Punktzielmunition“ tatsächlich so gefahrlos wie die Hersteller behaupten? Auch im deutschen Bundestag hegt man daran Zweifel. Das berichtet das Nachrichtenmagazin Der Spiegel in seiner aktuellen Ausgabe (Seite 67). Die bisherigen Tests zu SMArt-Geschossen (Hersteller: Diehl und Rheinmetall) seien „intransparent“, werden die Abgeordneten Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) und Andreas Weigel (SPD) zitiert. Ungeachtet der monierten Intransparenz wurde nicht zuletzt auf Druck Deutschlands „Punktzielmunition“, z.B. SMArt, vom Verbot ausgenommen (regensburg-digital.de berichtete mehrfach). Punktzielmunition: In seiner aktuellen Ausgabe berichtet Der Spiegel über Zweifler. Auch habe die Bundesregierung dafür geworben „diese ‚Smart‘-Geschosse mit selbständiger Zielerkennung nicht mehr Streumunition, sondern ‚Punktzielmunition‘ zu nennen“, so Der Spiegel weiter. Der entsprechende Sprachgebrauch soll nun auch juristisch zementiert werden. Der Spiegel zum bevorstehenden Verfahren des Rüstungskonzerns Diehl gegen regensburg-digital.de: „Diehl will sich deswegen auch nicht mehr als Streumunitionshersteller bezeichnen lassen und ist in diesem Zusammenhang gerade juristisch gegen ein Regensburger Online-Magazin vorgegangen.“ (Die entsprechende Kolumne lesen Sie hier.) Ob auch die UNO verklagt werden wird, die in einem Diskussionspapier bei den Waffenkontrollverhandlungen in Genf die sogenannte „Punktzielmunition“ unter dem Sammelbegriff „Cluster Munitions“ subsummierte? „Cluster Munitions“? Dieser Begriff galt bislang als englisches Pendant zu „Streumunition“. Vielleicht muss aber auch die Übersetzung neu geregelt werden. Am Besten gerichtlich! (Ent)spannende Lektüre!

Randale rund ums Dresden-Spiel

Sachbeschädigungen, die sich laut Polizeiangaben noch nicht genau beziffern lassen, zehn Verletzte (davon acht Polizeibeamte) und 13 Festnahmen sind die vorläufige Bilanz des Spiels SSV Jahn gegen Dynamo Dresden am Samstag. „450 Beamten plus derer der Bundespolizei“ waren laut Polizeiangaben im Einsatz, inklusive Reiterstaffel und Polizeihunde. Etwa 4.500 Besucher waren nach polizeilichen Schätzungen bei dem […]

Göttingens kulinarische Grausamkeit

Jede größere Stadt hat ihren traditionellen Weihnachtsmarkt. Manche Städte haben sogar mehrere davon. Beispielsweise Regensburg, doch nicht bei allen muss man Eintritt zahlen, um einen Glühwein trinken zu können. In jeder Stadt hat das vorweihnachtliche Markttreiben einen eigenen Namen: So sprechen die Franken von einem„Christkindlesmarkt“, bei den anderen heißt er „Adventsmarkt“, in wieder anderen Städten […]