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Archiv für 17. Februar 2009

Es wirkt wie eine Wiederholung des Szenarios von 2007. Wie damals steht auch in diesem Jahr die Wahl eines neuen CSU-Kreisvorsitzenden für die Stadt Regensburg an. Dafür braucht es die Stimmen der Delegierten aus den Ortsverbänden. Und um diese Delegierten kämpfen die verfeindeten Lager. Die Mehrheit in den Ortsverbänden muss her. Während im Stadtsüden – dort sitzt Christian Schlegl, damit das Schaidinger-Lager, fest im Sattel – oder im Äußeren Westen – Stammland des Kreisvorsitzenden Dr. Franz Rieger – keine Wechsel zu erwarten sind, gibt es aber auch den einen oder anderen Wackelkandidaten. Nachdem der wichtige Ortsverband Altstadt zuletzt an die Schaidinger-Gegner ging, kommt jetzt den Wahlen im Ortsverband Innerer Westen eine entscheidende Rolle zu. Hier wird Ende Februar gewählt. Und der Dreck, mit dem sich beide Lager bewerfen, stinkt noch genau so wie 2007. Manfred Hetznegger, im Kommunalwahlkampf ein Unterstützer von Hans Schaidinger, ist ausgezogen, um dem derzeit amtierenden Vorsitzenden die Mehrheit abzujagen. Der heißt Dr. Florian Kastl, ist erklärtermaßen ein Freund von Franz Rieger, und soll, wie wiederum Hetznegger gegenüber einer Tageszeitung erklärt, in der Vergangenheit den Ortsverband vernachlässigt. Daneben haben sich beide – Kastl und Hetznegger – gegenseitig vorgeworfen, Schindluder mit neuen Mitgliedern getrieben zu haben. Dann kam noch Bürgermeister Gerhard Weber ins Spiel, der sich ebenfalls für eine Ablösung Kastls stark macht. Unter anderem durch Anrufe bei Mitgliedern, die er – via Sekretärin – von seinem Büro aus getätigt haben soll. Heißt es aus der Jungen Union. Weber kann sich nur an einen Anruf „erinnern“. So weit: das Übliche im christsozialen Schlammloch. 2007 waren gegen Bürgermeisterin Petra Betz ähnliche Vorwürfe laut geworden. Und auch die etwas schwereren Geschütze, die nun aufgefahren werden, sind nicht das allerneuste. Manfred Hetznegger soll seinen Wohnsitz nur pro forma – zum Zwecke der Wahl – in den Inneren Westen verlegt haben, heißt es in einem anonymen Brief, der am Montag an mehrere Medien verschickt wurde. In Wahrheit wohne Hetznegger weiter im Stadtsüden. Alles Lüge, sagt dazu Manfred Hetznegger, der vermutet, dass „da wohl jemand seine Felle davon schwimmen sieht“. Er sei „definitiv umgezogen“, seine Eigentumswohnung im Stadtsüden habe er sogar vermietet. „Wenn das mit der Dreckschmeißerei so weiter geht, überlege ich mir, ob die CSU die richtige Partei für mich ist.“ Diese Frage haben sich – bei der Schlammschlacht vor zwei Jahren – schon andere gestellt. Sie verließen die CSU und gründeten deren feindselige Schwester CSB. Diese CSB wiederum freut sich derzeit offenbar diebisch. Parteigründer Dr. Gero Kollmer hat eine Liste von Anfragen an Oberbürgermeister Hans Schaidinger gesandt und sich dabei auf Gerhard Weber eingeschossen. Der habe durch seine Anrufe bei CSU-Mitgliedern „Mittel, auf die er aufgrund seines öffentlichen Amtes Zugriff hat, für private Zwecke genutzt.“ Damit habe Weber nicht nur „fundamentale ethische Schranken“ durchbrochen, nein, „er hat eine handfeste Straftat begangen“, heißt es in der entsprechenden Pressemitteilung. Bleibt abzuwarten, wann welche Seite der anderen mit Rechtslastigkeit kommt. Irgendwelche alten Geschichten, die bislang keinen interessiert haben, finden sich zweifellos auch noch 2009. Und dass sich die Christsozialen auf ein bestimmtes Niveau der Auseinandersetzung nicht herablassen, darf getrost vergessen werden. Man erinnere sich an 2007.

Bischof Müller geht gegen
drei Theologie-Professoren vor

Immer seltsamer gestaltet sich das Verhalten mancher kirchlicher Würdenträger, wenn es um die Rehabilitation des englischen Holocaust-Leugners und Bischofs Richard Williamson durch Papst Benedikt XVI. geht. Nach einem Artikel der „Süddeutschen Zeitung“ wirft nun Bischof Ludwig Gerhard Müller drei Regensburgern Theologie-Professoren vor, mit ihrer Unterstützung der Petition Vaticanum II den Papst beleidigt zu haben. Angeblich […]

Regensburger Parteien im Internet:
Wenig Licht, viel Schatten!

Manchmal können Wähler den Eindruck gewinnen, die Politik habe einen anderen Zeitbegriff. Kündigt beispielsweise ein Minister an, in Kürze einen Gesetzesentwurf einzubringen, dauert es im besten Fall ein halbes Jahr. Auch die Parteien im Regensburger Stadtrat haben ein teilweise eigenartiges Verhältnis zur Zeit. So finden sich auf mancher Parteien-Homepage unter der Rubrik „Aktuelles“ Termine, die […]

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