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Archiv für 11. Mai 2011

„Diese Zeitschrift ist ganz ohne Kapital gegründet worden, nicht aus prinzipiellen Gründen, sondern weil kein Kapital da war.“ Was der deutsche Autor und Publizist Erich Mühsam 1911 als Vorwort in der ersten Ausgabe der von ihm herausgegebenen Zeitschrift „Kain“ geschrieben hat, gilt auch für regensburg-digital.de. Seit drei Jahren gibt es unser unabhängiges und chronisch unterfinanziertes Online-Magazin.

100.000 Zugriffe im Monat

Auch wenn es nicht wirklich Grund zum Jammern gibt: Wo am Anfang 400 Leserinnen und Leser täglich standen, gibt es heute eine Seite, die derzeit etwa 100.000 Mal im Monat aufgerufen wird. Immer wieder sorgen wir mit unserer Berichterstattung auch für überregionale Resonanz. Wo am Anfang null Euro an Einnahmen standen, ist es mittlerweile möglich Büro, technische Infrastruktur und eine (noch bescheidene) Aufwandsentschädigung für einen Vollzeit-Journalisten und gelegentliche freie Mitarbeiterinnen zu bezahlen. Wie geht die Boomtown mit den hier lebenden Flüchtlingen um? Wer verdient hinter der schönen Welterbe-Fassade eigentlich mit? Wie steht es um die Arbeitsbedingungen in den ach so heimeligen Traditionsbetrieben? Wie sinnvoll ist es, eine erzreaktionäre Kirchenleitung zu hofieren, nur weil die katholische Kirche zu den größten Grund- und Immobilienbesitzern zählt? Wie glaubwürdig ist die Berichterstattung einer Mittelbayerischen Zeitung mit weitgehender Monopolstellung, deren Herausgeber gleichzeitig IHK-Präsident ist? Hier eine PDF-Ausgabe mit ausgewählten Artikeln der letzten Wochen zum Download.

Zahlende Leser garantieren Unabhängigkeit

Solche Fragen greift regensburg-digital.de auf, ermöglicht eine Debatte darüber und bezieht Stellung, abseits der zwanghaft „topaktuellen“ Berichterstattung anderer Medien. Wir glauben, dass weniger mehr ist und die steigende Zahl der Zugriffe gibt uns recht. Unsere Unabhängigkeit verdanken wir vor allem Leserinnen und Lesern, die uns über eine Mitgliedschaft im „Verein zur Förderung der Meinungs- und Informationsvielfalt“ unterstützen. Derzeit hat dieser Förderverein rund 100 Mitglieder, die zwischen 5 und 30 Euro monatlich bezahlen und damit zwei Drittel unserer Finanzierung ausmachen. Die Mitgliedschaft im Verein ist jederzeit kündbar, leichter als jedes Zeitungsabo (Hier die Satzung als PDF).

Werbekunden, die sich nicht einmischen

Langsam, aber stetig steigt auch die Zahl unserer Werbekunden, auf die wir an dieser Stelle hinweisen. Auch sie nehmen keinerlei Einfluss auf unsere Berichterstattung, im Gegenteil: Der eine oder andere war bereits Gegenstand kritischer Betrachtungen. Ein kleineres, aber stetig wachsendes Standbein sind die Micropayment-Systeme Flattr (Erklärung im Video) und PayPal, über die Leser freiwillig für einzelne Artikel bezahlen. Derzeit können wir von diesen Einnahmen die Kosten für unseren Server decken. Wenn Sie möchten, dass es regensburg-digital.de weiterhin gibt, unterstützen Sie uns durch eine Mitgliedschaft oder eine (steuerlich leider nicht absetzbare) Spende an unseren Förderverein. Die größte Unabhängigkeit garantiert eine Finanzierung auf breiter Basis, durch die Leserinnen und Leser. Sie sind im Übrigen die einzigen, denen wir uns verpflichtet fühlen. Kritik, Korrekturen oder Ergänzungen zu und an unserer Berichterstattung ist (abgesehen von rassistischen und strafrechtlich relevanten Behauptungen) jederzeit in unserem Forum möglich.

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    „Die Sprache der Straße“ – Druckerstreik beginnt

    Den Druckern geht es gut. Zu gut, meinen die Arbeitgeber, die selbst betonen, wie schlecht ihr Geschäft laufe. Sie fordern deshalb: Mehr Arbeit für weniger Geld. Das sei alternativlos und sichere Arbeitsplätze. Betrachtet man aber die Druckereien in der Region, kann es so schlecht nicht laufen. „Argumente zählen bei Tarifauseinandersetzungen nicht“, sagt Gewerkschaftssekretärin Irene Salberg. Sie spricht von einem „Klassenkampf von oben nach unten“.

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