Archiv für 25. Juli 2013

Nach Kritik an Tausendpfund GmbH: Eine Mieterin berichtet. Weil mit der Tausendpfund GmbH eine private Wohnbaugesellschaft an den Beratungen zum Mietspiegel teilnimmt, ist der Mieterbund aus dem entsprechenden Arbeitskreis ausgestiegen (wir haben am Mittwoch berichtet). Tausendpfund sei schon mehrfach auffällig geworden, so der Mieterbund. Der Mietspiegel werde zulasten der Mieter ausgelegt. Das Unternehmen hat sich bislang nicht zur Kritik des Mieterbundes geäußert. allerdings erreichte uns heute ein Leserbrief von Sabine Lankes. Sie ist langjährige Mieterin bei der Tausenpfund GmbH. Wir veröffentlichen ihr Schreiben ungekürzt. Ich bin seit über 10 Jahren Mieterin bei der Wohnbau Regensburg (davor schon mit meinen Eltern als Kind). Leider hat sich das Auftreten der Wohnbau seit einiger Zeit negativ verändert. Früher zählte man als Mieter noch etwas und man bekam Wohnungen auch nur wenn man den strengen Wohnbauauflagen entsprach (gesichertes Einkommen, gute Deutschkenntnisse, usw.) Heutzutage zählt so etwas leider bei der Mieterauswahl nicht mehr. Gibt es dann mit neuen Mietern Probleme und man beschwert sich z. B. weil zwei Mal wöchentlich die Polizei kommt oder allgemein weil die neuen Mieter sich an keine Hausordnung (Nachtruhe usw.) halten und man wendet sich an seinen Vermieter, bekommt man nicht selten die Aussage: „Wenn Ihnen etwas nicht passt, können Sie ja ausziehen. Die Zeiten haben sich halt geändert.“ „Wir hätten viel zu tun, wenn man bei über 800 Mietparteien auf jeden Mieter eingeht.“ Auch bei den Mieterhöhungen muss ich leider Herrn Schindler vom Mieterbund zustimmen. Genau aus diesem Grund bin ich jetzt Mitglied beim Mieterbund, weil man meine Miete erst um über 30 Prozent erhöhte aufgrund von Modernisierungsmaßnahmen und knapp ein Jahr später wieder erhöhen wollte. Dieser Mieterhöhung habe ich nicht zugestimmt und wurde prompt von der Wohnbau verklagt. In erster Instanz vor dem Amtsgericht Regensburg habe ich gewonnen, aber dies konnte die Wohnbau nicht so auf sich sitzen lassen. Jetzt ist die Berufung vor dem Landgericht anhängig. Ich bin gespannt, was hier für Urteil gefällt wird. Sollte ich hier wiederum gewinnen, wird der Rechtsstreit sicher wieder nicht beendet sein und die Wohnbau sicher weitermachen, weil Niederlagen sind schlecht fürs Geschäft und können nicht hingenommen werden. Soviel zum guten Umgang mit den Mietern. Wenn man sich alles gefallen lässt, ist alles gut. Wenn nicht, ist man nicht gerne gesehen bei der Wohnbau.