Archiv für 17. Oktober 2017

"...damit nicht das ganze Volk verdorben werde." Luther predigt in der nach ihm benannten Straße gegen die Juden. Foto: as

„…damit nicht das ganze Volk verdorben werde.“ Luther predigt in der nach ihm benannten Straße gegen die Juden. Foto: as

Eine Kundgebung zur Umbenennung der D.-Martin-Luther-Straße am vergangenen Sonntag zeigt: Sowohl mit Blick auf Martin Luther, als auch auf die Regensburger Lehrerin Elly Maldaque besteht nach wie vor einiger Aufklärungsbedarf.

Einige Passanten bleiben am Sonntag interessiert, manchmal etwas ungläubig stehen. Ist es der schwarz gewandte Prediger, der schreiend fordert, Ehebrecherinnen zu rädern und jüdische Synagogen abzufackeln? Das Streichorchester, das in den Pausen immer wieder kurze Stücke zum Besten gibt? Oder ist es einfach die Tatsache, dass die D.-Martin-Luther-Straße am Sonntag nicht als übliche Hauptverkehrsachse durch die Regensburger Altstadt dient, sondern komplett gesperrt und mit Bierbänke bestückt ist und bei dem sonnigen Wetter den Eindruck erweckt, als wäre die breite Straßengabelung vor dem Neuen Rathaus einer der gemütlichsten Plätze in Regensburg?

"Auf Gedeih und Verderb auf die Verwaltung angewiesen"? Altbürgermeister Josef Schmid. Foto: Archiv/ as
Berufungsprozess im Wenzenbacher Finanzskandal

„Willst Du auch sowas?“

Der frühere Geschäftsführer der Gemeinde Wenzenbach hat bei seiner Zeugenaussage im Berufungsprozess gegen Altbürgermeister Josef Schmid offensichtlich mehrfach die Unwahrheit gesagt. Nach dem Motto „Willst Du auch sowas?“ scheint er nahezu strategisch andere in unrechtmäßige Auszahlungen der Gemeinde verstrickt zu haben.