Aus dem Stadtrat I: Künstler, halt die Klappe!

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Sie mögen Jakob Friedl: Kulturanstifter Lankes und Mierswa haben ihm im vergangenen Jahr den Kulturpreis der Josef Alzheimer Stiftung verliehen.
Hans Schaidinger mag, wie er selbst sagt, junge Künstler. „Auch wenn das keiner glaubt.“ Und für einen jungen Künstler, nämlich Jakob Friedl, der seit Juli 2009 den „Europabrunnendeckel“ am Ernst-Reuter-Platz bespielt, hatte er sogar „ein echtes Faible“. „Ich hab ihm sogar Geld gegeben“, bekennt Schaidinger am Dienstag unter staunendem Raunen im städtischen Planungsausschuss. Vermutlich meint Schaidinger mit dem Geld, dass „er“ Friedl gegeben hat, 1.000 Euro von der REWAG-Kulturstiftung und weitere 750 Euro aus dem Verfügungsfonds des Kulturreferenten. „Mehr finanzielle Unterstützung gab es von der Stadt nicht und schon gar nicht von Herrn Schaidinger privat“, sagt Friedl. „Er hat mich nach der Sitzung nicht einmal gekannt, als ich ihn angesprochen habe.“ Und ab sofort ist es mit mögen, Faible und Geld endgültig vorbei. Friedl hat sich nämlich unbotmäßig verhalten. Und jetzt trifft ihn die volle Härte Schaidingerschen Liebesentzugs.

„So einfach ist die Welt.“

„Es gefällt mir nicht, dass er die Stadt herablassend behandelt hat“, sagt Schaidinger am Dienstag, ohne konkreter zu werden, spricht nur noch kurz von „schäbig“. Deshalb sehe er keine Veranlassung mehr, Friedl weiter zu unterstützen. „So einfach ist die Welt.“ Basta! „Wahrscheinlich stinkt es ihm, dass ich Probleme mit Teilen der Stadtverwaltung auf meiner Internetseite dokumentiert habe“, glaubt Friedl. „Das war eben Teil des Projekts.“ Mittlerweile werden Eingaben Friedls für ein neues Projekt von den zuständigen Gremien der Stadt nicht mehr behandelt, Briefe werden nicht beantwortet. Schaidinger gibt gar vor, diese nicht zu kennen.
Mit schräger Kunst am Europabrunnendeckel ist es erst mal vorbei.
Friedl hat 25.000 Euro bei einer überregionalen Kunststiftung beantragt.Von diesem Geld wollte er Künstler zu engagieren, die jeweils zwei Wochen am Brunnendeckel arbeiten. Er selbst wollte das Projekt weiter als „Kunsthausmeister“ betreuen und flankierend Lesungen oder kleine Konzerte organisieren. Dazu hätte er das OK der Stadtverwaltung gebraucht. Aber nix da.

Vertagen, verschieben, absagen

Eine erbetene schriftliche Stellungnahme gab es nicht. Friedls Antrag wurde immer wieder zeitlich ver- und von einem Gremium zum anderen hin- und hergeschoben. Erst wurde ihm zugesichert, seine Idee selbst in der „Kommission Kunst und Bauen“ vorstellen zu können. Das wurde kurzfristig abgesagt. Ein Brief Friedls wurde den Kommissionsmitgliedern nicht zugeschickt und schließlich war die Bewerbungsfrist verstrichen. Mittlerweile hat er die mündliche Auskunft, dass die Stadt ihn nicht weiter unterstützen werde. Eine schriftliche Stellungnahme gibt es nicht. Den Einwand von Stadträtin Irmgard Freihoffer (Linke), man solle eine Unterstützung doch davon abhängig machen, ob Friedls Projekt nun sinnvoll und kreativ sei oder nicht und nicht davon, ob Schaidinger ihn persönlich möge, ließ der OB unkommentiert.

Das 300.000 Euro-Loch

Anlass der Diskussion im Planungsausschuss war ein Antrag der Grünen, die einen Sachstandsbericht zum Europabrunnendeckel erbeten hatten. 2003 wurde das 300.000 Euro teure Loch am Ernst-Reuter-Platz ausgehoben, um dort einen „Europabrunnen“ zu bauen. Der Bau soll auf ein Versprechen Schaidingers an den ehemaligen CSU-Abgeordneten Benno Zierer zurückgehen. Ein Jahr später wurde das Projekt aus finanziellen Gründen vorläufig gestoppt. Seitdem liegt dort ein von Leuchtsäulen erhellter und im Sommer von Geranien-Töpfen flankierter Holzdeckel. Dafür, dass seit sieben Jahren nichts passiert, macht Schaidinger die Stadthallen-Diskussion verantwortlich. Man halte den Platz eben frei. „Das weiß jeder. Das habe ich auch schon oft genug gesagt. Nur schreibt das keiner.“ Was hiermit erledigt wäre. Schließlich wird unbotmäßiges Verhalten in der einfachen Welt des Hans Schaidinger schnell mit Liebesentzug geahndet. Wer will das schon riskieren…

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Kommentare (48)

  • Pragmatiker

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    Ich bezweifle, dass das Verhalten der Stadt in allen Facetten rechtmäßig ist.

    Auf, Ihr Rechtsanwälte Regensburgs: Mag keiner von Euch einen mittellosen Künstler unterstützen und einen Prozess gegen die Stadt gewinnen, der bestimmt als netten Nebeneffekt auch etwas Werbung für Eure Kanzlei bringen würde?

  • Neuromancerr

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    1A Artikel!

  • Jochen Schweizer

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    Toller Artikel.
    Ist für Hr. OB Schaidinger nun auch eine Spende der REWAG Kulturstiftung, die von allen Strom- und Gaskunden finanziert wird, nun sein Geld?

  • grace

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    Halt wieder mal nach Gutsherrenart der ganz besonderen Art.
    Hier sollte der Rechtsweg beschritten werden.

  • grace

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    Es gab aber Künstler, wie u.a. Florian Seidl, deren Namen in Regensburg sehr angesehen waren.
    Da wurde gar nicht hart durchgegriffen.

  • Radlertölpel

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    Eines voweg: Das Projekt der künstlerischen Zwischennutzung des Europabrunnendeckels durch den Fvfu-uüiUF.e.V. wurde vor über einem Jahr beendet, gerade als es anfing wirklich interessant zu werden und sich weitere Akteure fanden. 2 Monate, nachdem es erstmal möglich wurde z.B. regelmäßig Lesungen zu veranstalten…. Mein Eindruck ist der, dass hier einfach nichts entstehen durfte, das weiter reicht als ein künstlerisches Einzelprojekt.

    Nach der Sitzung, habe ich im Treppenhaus den interessierten Stadträten nochmals meine Eingabe an die Stadtentwicklung von Anfang August, die am 19.Oktober von der Kommission Kunst und Bauen behandelt wurde (oder auch nicht***), verteilt und hatte so zuletzt auch die Gelegenheit mit Herrn Schaidinger zu reden. Er werde sich meine Eingabe an die Stadtentwicklung, die ich in der Kommission Kunst und Bauen erläutern wollte und ihm nun persönlich ausgehändigt habe, durchlesen und mir selbstverständlich persönlich antworten. Mal sehen ob ihn das dazu anregt, sich etwas konkreter mit dem Thema einer künstlerischen Zwischennutzung auseinanderzusetzen. Derlei Perspektiven und Alternativen zum Europabrunnen standen ja in seiner Stellungnahme in der Sitzung nicht zur Debatte.Da ging es nur darum, dass man nicht weiß, ob irgendwann einmal der Busbahnhof verlegt würde usw. So lange tut es seiner bisherigen Ansicht nach die unbenutzte Holzkistze des (im Rahmen des Projekts renovierten) Europabrunnendeckels auch – ohne künstlerische Bespielung oder ohne weiter darüber nachdenken zu müssen, ob der Europabrunnen überhaupt gebaut werden sollte. Womit das Thema an sich erledigt wäre. Es sei denn, manche Leute in der Politik und der Verwaltung beschäftigen sich doch noch irgendwann mit dem Thema.
    Meiner Meinung nach hinterläßt der nie gebaute Europabrunnen eine bauliche Situation, die durchaus entwicklungsfähig ist. So genial hätte man das gar nicht planen können.

    Brief an die Fraktionen für die Sitzung:
    http://europabrunnendeckel.de/download/Europabrunnendeckel11.12.t daandieFraktionen.pdf
    und der Podkast für die Kommission Kunst und Bauen, die bewusst darauf verzichtet hat, mehr zum Thema zu hören, als gestern im Stadtrat seitens Herrn Schaidinger zu erfahren war. Ich finde das bodenlos!!!:
    http://europabrunnendeckel.de/?p=2249 (Geschützt: Was wird 2012 ???? (Geheimwort:”streng geheim!”)

    Ich war übrigens doch überrascht, wie oberflächlich das Thema behandelt wurde. In der Tagesordnung stand, dass Frau Schimpfermann Bericht erstatten würde. Ich dachte, es würden vielleicht ein paar historische und aktuelle Pläne erläutert werden. Aber offenbar will man sich auch nicht mit dem einst geplanten Europabrunnen befassen. Warum? An der Zeit kanns nicht gelegen haben.
    Ein paar Zeilen zur Art der „Interaktivität“ des durchschreitbaren Glaskristalls des einst geplanten Europabrunnens meinerseits:
    http://europabrunnendeckel.de/download/Europabrunnendeckelinteraktiv7.12.2011.pdf

    Hintergrundrundinformationen zur Geschichte und Umgebung des Ortes findet man hier:
    http://europabrunnnendeckel.de/?p=377

    (***oder auch nicht, das Schreiben wurde ja von Herrn Meyer von der städtischen Galerie entgegen seinen wiederholten Zusagen überraschenderweise aus „formalen Gründen“ nicht an die Mitglieder der Kommission weitergeleitet, wie ich 7 Tage vor der Sitzung auf Nachfrage erfahren musste. Ebenso, dass ich der Kommission nun doch nicht in einem 10 minütigen Lichtbildvortrag erläutern dürfe, worin mein Anliegen im Allgemeinen und Speziellen besteht… Entgegen jeder Zusage seitens Herrn Meyers und der Empfehlung der Baureferentenrunde, die die Kommission Kunst und Bauen beauftragt hatte, sich mit meinem Anliegen zu beschäftigen. Ich frage mich, auf welcher Informationsgrundlage also über was genau entschieden wurde? )

  • mkveits

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    Es muss daran erinnert werden: Dieser Brunnen und die Aufstellung des B-Plans entlang der verlängerten Max-Straße Richtung Bahnhof hatte nur e i n e n Zweck: Den E-R-Platz als Standort für das RKK zu verhindern. Eine Art Nacht- und Nebelaktion, um den Standort Donaumarkt aus bekannten Gründen zu retten.

    Der E-R-Platz ist heute jedoch der auserkorene Platz für die Stadthalle; die Bürgerschaft hat zwei Mal „JA“ zum Bau der Stadthalle gesagt und damit Stadtrat und Verwaltung beauftragt, diesen Bau dort in die Tat umzusetzen. Es ist ureigene Aufgabe der gewählten Stadträte, diesen Willen des Souveräns ohne schuldhaftes Zögern umzusetzen – ein gutes Thema für die weihnachtlichen Gespräche der Edlen, wie sie derzeit auf dem Markt der Eitelkeiten angeboten werden.

    Nun sind aber alle in den Brunnen gefallen. Vielleicht ließe sich daraus/darin eine Art Biotop anzüchten, woraus der Baum der (Stadtentwicklungs)Weisheit erwüchse, dass alle wesentlichen Maßnahmen der städtischen Entwicklung in die Zeit nach 2014 zu verlegen seien, unter der Leitung eines neuen, jungen Stadtoberhaupts, der das mitwirkende – nachhaltige – Engagement der Bürgerschaft als Bereicherung erkennt und gewillt und in der Lage ist, dieser auf Augenhöhe zu begegnen.

    Der Neue sollte sich mihin bestens mit der Aarhus-Konvention auskennen, damit die Bürgerschaft zu ihrem Recht kommt und der Geist der Kooperation wieder in die Domstadt einzieht. Solange gilt: Zeit gewinnen!

  • irokese

    |

    Ob besoffenes Teenie-Gegröle in Endlosschleife und rote Popos Kunst sind, will ich nicht beantworten. Fakt ist: Ich will nicht immer und überall Kunst sehen. Es muss auch mal möglich sein, durch die Stadt zu gehen, ohne an jeder Ecke mit „Kunst“ konfrontiert zu werden. Mit Verlaub: Was am Europabrunnen passierte, war einfach grottenschlechte Kunst. Und davon hat’s in der Stadt schon genug!
    Auch bei einem bis in extenso strapazierten Kunstbegriff sind die Elaborate von Herrn Friedl nichts weiter als sein persönliches Tralala. Damit verschone man mich! Es kann sich in Regensburg jeder seine Kunst hinstellen wo er will, wenn er nur dafür zahlt. Bismarckplatz mit der unglaublich schlechten Neustifter-Plastik, Welterbedenkmal an der Wurstkuchl etc. pp. Lasst uns endlich unseren öffentlichen Raum. Und der kommst auch gut ohne Kunst aus.
    Ich werde meinen Stromanbieter wechseln. 1000 EUR von der REWAG für diesen Murcks? Ich fass es nicht. Dass ich Herrn Schaidinger jemals vollumfänglich zustimmen würde, hätte ich bis dato auch nicht für möglich gehalten…

  • Dubh

    |

    „Es gefällt mir nicht, dass er die Stadt herablassend behandelt hat“, sagt Schaidinger am Dienstag“
    pruuust

    Die Stadt?

    Oder in Anlehnung an Louis XIV „L’État, c’est moi“ etwa Klein Hänschen höchstselbst?
    „La ville c’est moi!“

    Mei, ein lupenreiner Demokrat halt, wie Putin.

  • Dubh

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    „Fakt ist: Ich will nicht immer und überall Kunst sehen. Es muss auch mal möglich sein, durch die Stadt zu gehen, ohne an jeder Ecke mit “Kunst” konfrontiert zu werden.“

    Echt jetzt?
    Sie wollen die ganze Altstadt samt und v.a. den Dom abreißen?

    Find ich klasse, so ein alltes Graffel als Baukunst und auch noch erhaltenswert einzustufen ist ja auch oberidiotisch.

  • Radlertölpel

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    @irokese
    von den Tausen Euro habe ich eine ZugangsKlappe in den Brunnen gebaut, und Material für Regale, Arbeitstische Fenster und eine Treppe….nicht zu vergessen die Maulwurfstomperinstallation. (Strominstallation hats auch gebraucht). Das Geld war innerhalb von einer Woche ausgegeben. Der nächste Schwung Material zur Deckeldachsanierung damit es nicht mehr hineinregnet kam vom Tiefbauamt. Wenn man sich bei der Stadt nicht so anstellen würde, könnte diese Infrastruktur wenigstens vorübergehend anderen Interessierten zu Gute kommen.
    -Ach so stimmt du willst ja von Kunst an jedem Eck verschont bleiben. Mir gings früher ähnlich nur mit Autos. Man gewöhnt sich an alles.-

    Übrigens 1000€ von der REWAGstiftung entsprechen über 1000€ Rewag Rechnungen!

  • Veronika

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    Wird Regensburg jetzt langsam aber sicher richtig zur Provinz?
    Gut, das mit dem 2003 geplanten, und 2004 dann plötzlich nicht mehr realisierbaren Europabrunnen kann man vielleicht auch ganz anders erklären. Benno Zierer war das Ziehkind eines ehem. Ministers Dr. August R. Lang, und dieser musste Anfang 2004 eine allzu grosse „staatliche Niederlage“ einstecken. Da war dann nix mehr mit Geld „von oben“. 2004 ist dieser dann verstorben, also war’s auch nix mehr mit dem Europabrunnen. Aber plötzlich gegen Kunst zu sein, und sich so „eingeschnappt“ zu verhalten, so ist mir Euer OB eigentlich gar nicht bekannt! Vielleicht ändert sich das aber auch ganz schnell wieder! Man sollte die Hoffnung nie aufgeben!

  • irokese

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    Um Himmls Willen! Will Herr Friedl jetzt auch noch Fassaden gestalten?

  • Tommy

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    1. Schaidinger verhält sich seinem Wesen entsprechend. Ein Skandal. Einen schlimmeren Kunstbegriff hat höchstens die Regensburger SPD.

    2. Schaidinger`s Frechheiten führen bei mir trotzdem nicht zu einer Solidarisierung mit dem penetranten Pseudodadaisten Friedl, der mit seinem als Exzentrik getarnten Narzissmus agressiv-missionarisch alles „verkünstelt“ was nicht bei drei auf dem Baum ist.
    Autoritär und drohend öffentlichen Raum zu beanspruchen ist nämlich nicht nur Schaidingers Lieblingsbeschäftigung. Die narkotisierende Ignoranz Friedls gegenüber allen und allem, die/was nicht 100 Prozentig seinem Projektplan folgen mögen/mag, ist zum Weglaufen und hat mit demokratischer Aneignung öffentlichen Raums für ALLE nichts zu tun.

  • Monika Hendlmeier

    |

    @Veronika

    Was ist mit “staatliche Niederlage” 2004 des eh. Ministers Gustl Lang gemeint? Lang ist bereits 1993 aus dem bayerischen Kabinett ausgeschieden.

  • Schrittmacher

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    @Tommy: Ich bin also ein Pseudodadaist, da möchte ich dich bekehren:
    http://www.fucking-space.org/programm.html
    Den Reader kann ich dir gerne zukommen lassen, ich hinterleg ihn dir! (missionier)
    auch so ein „Dadaisten“kongress:
    http://www.interfiction.org/archiv/archiv_2009/abstracts-cv/jakob-friedl/
    Dadaismus hat mich zwar mit 19 fasziniert in der Zwischenzeit hat sich aber auch viel getan. Es tut mir leid für dich, wenn Kunst erst nach 100 Jahren bei Dir ankommt, auch bezweifle ich stark, dass du dich mit Dadaismus auskennst. Ansich wär das ja kein Problem, aber wenn du mich unbedingt anpissen willst…

    Der Antrag der Grünen über den die Geschichte des Ortes Bericht zu erstatten, sich grundlegende Gedanken über die Zukunft des Ortes zu machen und z.B. über einen Wettbewerb zur Gestaltung des Ortes auszuloben, wurde in der Sitzung niedergebügelt. Alles garnicht nötig! Ich habe der Verwaltung oft genug nahegelegt andere Künstler einzuladen, damit das nicht alles an mir hängenbleibt, denn das ist eine Sackgasse. Da gebe ich jedem recht der die Unzulänglichkeiten meiner Kunst kritisiert. Nur wie soll das gehen wenn ein öffentliches Nachdenken über den Ort unerwünscht ist? Objektiv an den Rahmenbedingungen zu arbeiten wird nur möglich sein wenn auch Andere seitens der Stadtverwaltung eingeladen sind zu probieren den Ort temporär zu bespielen.
    Weg damit! Weg! Weg!Weg! Wääg!

  • Veronika

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    Sicher, denn der neue Ministerpräsident wollte ihn nicht mehr haben. Dann hatte er seine „Zelte“ wieder in seiner Heimat aufgeschlagen, und ist – man darf es wohl so schreiben – 2004 in eine Ermittlungssache um bei einem Bankraub in Frankfurt gestohlene Wertpapiere im Wert von zig Millionen Euro „involviert“ worden. Dies war kurz von seinem Ableben!

  • irokese

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    O je, mein Kommentar wollte eigentlich als „Kunst“ verstanden werden. Aber ich seh‘ schon. Nur die eigene Kunst ist als solche auch genehm… Tja, reingefallen!

  • Veronika

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    ich möchte hier natürlich niemandem etwas unterstellen, aber die Sache damals war auch in Bezug auf die Presseberichte höchst mysteriös.

  • Biochips

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    @Schrittmacher

    wer sich in den öffentlichen Raum stellt bzw. drängt sollte auch kritikfähig sein.
    Das bist Du, wie ich Deiner Antwort entmehme, aber offensichtlich nicht.

  • Nebenschauplatz

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    Kritikfähig sein ist das eine, sich hier öffentlcih beschimpfen lassen noch mal was anderes.
    @ irokese: jede Kunst ist persönliches Tralala und mir fällt keine_e (gute) Künstler_in ein, die nicht exzentrisch gewesen wäre. welche narzistischen Bedürfnisse bewegen dich denn, dass du hier ein Geschimpfe los lässt, das sich vielleicht auf dem Niveau von Schaidinger (der persönliches Beleidigtsein in den Vordergrund stellt), bewegt, aber mit substanzieller Kritik nichts zu tun.
    Herr Friedl wird hier in den Kommentaren persönlich angegriffen, das hat mit seiner Kunst nichts zu tun. Was sollen solche Kommentare zu so einem Artikel? Soll das hier eine Plattform werden, auf der persönliche Befindlichkeiten in der Öffentlichkeit breit getreten werden.
    Meiner Ansicht nach kann man gute Kunst auch daran messen, wem man dabei auf die Füße tritt. Das scheint bei dem Europabrunnenprojekt wohl der Fall gewesen zu sein.
    Öffentlichkeit unterscheidet sich vom Privaten genau dadurch, dass dort auch Dinge ihre Berechtigung haben, die einzelnen Miesepetern nicht gefallen müssen. Mir wärs auch lieber, es würden sich in der Altstadt nicht ein Cafe neben die nächste Boutique reihen und es gäbe mehr lebendige, für alle offene Projekte. Ich stell mich aber nicht öffentlich vor solche Einrichtungen und beschimpfe lauthals die Besitzer.

  • irokese

    |

    „Meiner Ansicht nach kann man gute Kunst auch daran messen, wem man dabei auf die Füße tritt.“
    Seit wann ist „auf-die-Füße-treten“ ein Gradmesser für Kunst? Dann scheine ich ja ein grandioser Künstler zu sein, weil ich mit meinen Kommentaren Ihnen und Herrn F. persönlich auf die Füße getreten bin.
    Logich, oder?

  • Nebenschauplatz

    |

    @irokese: „Jemandem auf die Füße treten“ ist seit dem Zeitpunkt ein Kriterium für Kunst, seit dem „narzisstische Exzentrik“ eins ist. Was anderes fällt mir auf deinen Blödsinn nicht ein.

  • Adelheid Müllerschön

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    Ich bin irokese und nicht Tommy – etwas durcheinander heute, was?
    Ich persönlich habe nichts gegen narzistische Exzentrik und auch nichts gegen die Gleichsetzung von Kunst und Blödsinn, was Herr F. ja eindringlich dokumentiert hat. Hi, hi.

  • Tommy

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    Ich schrieb „als Exzentrik getarnter Narzissmus“.
    Gegen Exzentrik in all ihrer Form habe ich nämlich, schongleich in der Kunst, auch nichts… ;-)

  • Ernst Restelmann

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    @irokese

    “ Fakt ist: Ich will nicht immer und überall Kunst sehen. Es muss auch mal möglich sein, durch die Stadt zu gehen, ohne an jeder Ecke mit “Kunst” konfrontiert zu werden.“

    Da stimme ich völlig mit Ihnen überein. Regensburg läuft Gefahr, zur Kunst-Metropole zu werden. Die Stadt fördert mittlerweile in einem Ausmaß, das jeder Beschreibung spottet. Kunst, Kunst, Kunst. Überall.

    In diesem Sinne: Augen zu und durch!

  • Ignatius von L.

    |

    sagen Sie das Herrn/Frau Nebenschauplatz. Jetzt wird’s komplett dada odervielmehr gaga..

  • Nebenschauplatz

    |

    na dann geht das eben an „Tommy“. Ich finds total daneben, sich hier nicht mal unter dem eigenen Namen einezutragen und dann jemanden so anzugreifen. Straßenpöplerniveau. Auch gegen Narzissmus bei Künstlern nichts einzuwenden-Ich versteh aber schon mal nicht, wie du überhaupt auf so eine schräge Beurteilung von Kunst kommst. Du machst dich mit deinen Beleidigungen hier offen zum Idioten. Und bist noch dazu zu feige, deinen wirklichen Namen zu nennen.

  • Adelheid Müllerschön

    |

    „Ich finds total daneben, sich hier nicht mal unter dem eigenen Namen einezutragen!“
    Herr/Frau/Fräulein nebenschauplatz! Da haben Sie korrekt nochmal recht.

  • Tommy

    |

    @nebenschauplatz
    Spiegel, Spiegel, Doppelspiegel, 4fach Spiegel, Endlosspiegel.

  • Radlertölpel

    |

    Schon blöd, dass auch hier im Forum nicht wie in der Tagesordnung vorgesehen die Frau Schimpfermann etwas zum anscheinend nicht mehr geplanten Europabrunnen erzählt sondern von Herrn Schaidinger persönlich vertreten wird (gib dich endlich zu erkennen du Mischung aus Irokäse und Hinterzimmerkritiker!) so wissen wir immer noch nicht, was >(und unter welchen Voraussetzungen denn nun eigentlich die Kommission Kunst und Bauen, in der zum ersten mal das Kulturreferat in ? weisungsgebundenen? Person der Leiters der städtischen Galerie zuständig wurde, entschieden hat. (CSU & Spd, BBK, Baureferat, Kulturreferat, Verteterin der Galerien, die noch nie da war…)

    streng geheim , da rundum peinlich : Hier nochmals der Podcast für die Kommission:http://jakob-friedl.de/?p=2249
    Hier ein Video mit Kindergegröle,Bild Text und Ton in dem Geld von der Rewagstiftung und Hunger eine Rolle spielt und szenisch nachempfindet warum es nach erfolgreicher Deckelsanierung Anfang 2010 nicht für BrunnenWasser aus der Leitung nicht reichte, (Schaidinger hatte sich persönlich dagegen ausgesprochen 150€ von der REWAGStiftung für einen Wasserzähler bereit zu stellen, damit ein Installationsmeister die Installation (3000€) umsonst übernimmt und weitere Wasserkünstler angelockt werden… ich behalf mir später mit einem Wasserturm auf versteckter Kernschmelzbasis neben der POPOmalkabine (auch Kino).<Hier das Video: http://europabrunnendeckel.de/?p=513
    <<<<<<Auch nachzulesen bei der Kostendokumentationhttp://europabrunnendeckel.de/?p=222:
    Und da ein Video von der DeckelSanierung mit Material vom Tiefbauamt.:http://europabrunnendeckel.de/?p=522
    ..
    ach egal: Niemand hat die Absicht einen Europabrunnendeckel zu bauen oder auch nur im entferntesten darüber nachzudenken.
    Die lästige Aufgabe die Funktionsweise des Europabrunnens im Stadtrat zu erklären sparte man sich aus verständlichen Gründen (was spricht denn eigentlich für einen Europabrunnen?), das Europabrunnendeckelprojekt ist Tabu oder wird mit Irokeses Worten abgehandelt (und das im Stadtrat wo so ein Schmarrn auch noch die Mehrheit kriegt).

    Das hat mich dann doch etwas irritiert.

    Ute Hick die Leiterin des Stadtplanungsamtes hätte ihm Schaidinger doch am Dienstag ergänzend zur Seite stehen können, sie saß ja schließlich auch schon beim Architekturkreis zusammen mit Kunstexperten auf dem Podium und schon die empfahlen eine Auseinandersetzung mit dem Thema und eine andere Zusammensetzung der Kommission (mit mir als vetoberechtigtes Jurymitglied). Zudem hatte die Baureferentenrunde hatte ja entschieden, dass ich mein Anliegen in der Kommission vortragen soll. (siehe:STRENG GEHEIM)

    Durfte Frau Hick da nichts dazu sagen? (Oder wollte sie das aus verständlichen Gründen nicht?)
    Egal, denn als Platzhalter, den man seitens der Stadtverwaltung nicht anders als mit den Werkzeugen der Stadtreinigung (Blumenkübel, Waldkulturerbe, Streusalz haufenweise bis Anfang April, Ordnungsdienst, Polizei) beikommen kann macht sich unser südliches Tor zur Regensburger Altstadt allemal gut genug. Wie schon Irokese treffend anmerkte, wird man ja eh an jedem Eck von Kunst belästigt.

    Die Mehrheit im Stadtrat hat eine Schere im Kopf!
    …und den Maulwurf kann man nur mit Felsbrocken:
    http://www.youtube.com/watch?v=9rt4dZt4oro

    :

  • irokese

    |

    Ach du meine Güte, was für ein wirres Zeug. Sich selbst mal nicht so wichtig nehmen!
    Gute Kunst setzt sich (irgendwann) ganz von selbst durch, auch ohne OB und Stadtplanungsämter und ohne Kulturreferate.

  • Nebenschauplatz

    |

    @Irokese
    und grottenschlechte Kunst, setzt die sich auch einfach so von selbst durch?
    Mit deiner Aussteigermentalität ziehst du dich ganz fein raus. Na dann bleib doch im guten Kunstrahmen und gehin die nächste Galerie! Da hast du dann deine gute Kunst, die nicht ohne Galeristen auskommt…

    „Gute Kunst setzt sich (irgendwann) ganz von selbst durch, auch ohne OB und Stadtplanungsämter und ohne Kulturreferate“..so ein beschränkter Algemeinplatz, der Ob und die Verwaltung werden dir zustimmen.
    Übrigens wär ich ja froh, wenn sich das einfach so abspielen könnte, ohne Genehmigungen usw.,
    für alle Vorbeilaufenden, jeden Alters…weil es sich durchgesetzt hat.

  • Dubh

    |

    @ irokese

    „Gute Kunst…………………“

    Mehr als die Verwendung solcher Bezeichnung braucht’s dann nicht, um über Ihre Kunstvorstellung
    umfassend Bescheid zu wissen.

    Sie meinen „schöne“ Bilder/Kunst, Erbauliches, ein bisserl Verherrlichung von Heldentum vielleicht auch noch?

    Kunst von und für Biedermänner und Brandstifter?

    Sowas wie eine Piaf Imitatorin ohne jeden Ab- und Hintergrund, einfach nur sauber?
    Ja, sowas gefällt vorgeblichen Saubermännern, die in Regenburg den Ton angeben, immer.

  • irokese

    |

    Als ob aus Herrn Fs. Schrott je so etwas wie die ars electronica erwachsen könnte… Träumen Sie weiter. Am roten Arsch erkennt man den Pavian.

  • Radlertölpel

    |

    @irokese
    Jetzt wollen wir aber mal das Niveau ganz hoch aufhängen!

  • Nebenschauplatz

    |

    Sag mal, was willst du denn eigentlich? Das hier ist nicht dein persönlicher Diss-Thread. Entweder du bringst ja was, was tatsächlich mit Kunst oder der Kunstpolitik der Stadt zu tun hat oder du hälst einfach mal die Fresse. Letzteres ist in deinem Fall wohl immer das beste.

  • Adelheid Müllerschön

    |

    Auch wenn ich nicht in allen Punkten mit Herrn Irokese d’accord gehe, er hat wenigstens den Anstand gewahrt und Sie, lieber Nebenschauplatz, nicht einfach geduzt. Und jemandem einfach entgegenzuschleudern, „die Fresse zu halten“, weil einem dessen Meinung nicht behagt, halte ich ehrlich gesagt nie für angebracht und undemokratisch. Sie setzen sich ja selbst ins Unrrecht mit derlei Vorhaltung.

  • Radlertölpel

    |

    @Fr.Müllerschön
    da haste recht: So was sagt man nicht.
    Ausserdem schafft es Irokese doch ganz gut den Stand der Regensburger „Experten“ Diskussion zu illustrieren: Die Einen wollen dringend die Stadt reinigen, von Bettlern und Kunst gleich mit. Die Anderen sind damit beschäftigt seit 10 Jahren über Kunst an der Donau zu streiten. Und letztendlich wünscht man sich so einen Kurator wie Kaspar König um einen Wettbewerb für eine Bronzestatue zu betreuen.Ja Skulpturprojekte Münster dagegen ist ja nichts einzuwenden, da hab ich den Katalog gelesen…
    Wenn wir hier in unserer Provinzmetropole schon mal Maßstäbe setzen… dann bitte schön solche, die immer unerreichbar sein werden, weil sie nur als Waffe gegen jegliche kulturelle Regung dienen sollen.

  • irokese

    |

    Mich beschleicht irgendwie das Gefühl, Radlertölpel, Nebenschauplatz und Schrittmacher sind ein und die selbe Person. Oder zumindest die drei Persönlichkeiten einer Person.

  • Nebenschauplatz

    |

    Ich hab nichts dagegen, wenn jemand seine Meinung sagt, aber auch dafür gibts Grenzen. Sprüche wie „Am roten Arsch erkennt man den Pavian“ hat nichts mehr mit dem Vertreten der eigenen Meinung zu tun, sondern da werden irgendwelche persönliche Antipathien breit getreten. Das ist unsachlich und feig.
    Ich bin jetzt aus dieser absurden Diskussion raus. Das ist echt verschwendete Zeit.

  • Radlertölpel

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    @irokese
    Wir teilen uns je ein Pseudonym gemeinsam.

  • Dubh

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    Irrtum guter Mann.

    Am roten Arsch erkennt man mitunter, keineswegs immer und jede, allenfalls Frau Pavian in ihren fruchtbaren Tagen………………

    Ihr Biologieverstand spiegelt offensichtlich Ihren Kunstverstand.
    Sie erkennen Paviane ohne Regelschwellung jedenfalls nicht ohne dass ein Schild dransteht………….

  • Presse (kommentiert) : Jakob Maulwurf-Friedl

    |

    […] persönlich gegen ein Europabrunnendeckelprojekt aus. Samt absurder Diskussion nachzulesen auf Regensburg Digital: Künstler halt die Klappe.”(klick!!!!). Hier spielt auch das unrühmliche Vorgehen der […]

  • Radlertölpel

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    Das schöne an den POPOabdrücken war, das anscheinend die meisten Passanten sie für „M“ förmige ästhetisch aneinandergereite Farbkleckse hielten, für Kunst halt. Auf der POPOmalkabine, die auch für Schattentheater und Kinoprojektionen genutzt wurde stand „POPOMALN“, dass man hier tatsächlich POPOmalen konnte war dann doch für die meisten Besucher überraschend. Der Wasserturm mit der Mülltonne oben drauf stellte formal gesehen das überirdische Gegenstück zur unterirdischen Maulwurfstomperinstallation dar. An meinem 31 Geburtstag wurden bei der Hirnaufbruchpartie 31 Popos bemalt.( http://europabrunnendeckel.de/?p=960 ) Insgesammt wurden es über 60. Ähnlich wie die 6000 Beiträge zur Maulwurfstompetrinstallation gelangten die Popos so Eingang ins kollektive Gedächtnis. Die meisten Leute hatten schon Erfahrung mit dem Projekt gemacht, etwas aufgesprochen, sich durch die unterirdische Stadtforschungsstation führen lassen oder ihre Schatten ans Hochhaus geworfen… Anordnungskunst; und wenn man neben dem Hausmeisterischen und praktischen Elementen des Projekts auch noch die Auseinandersetzung mit den Rahmenbedingungen, die Motivationen und Visionen für den Ort und die Total-Dokumentation des Projekts hinzunimmt …. wundert es nicht, dass alles dafür getan wird, dass der Ort verfällt und nurnoch als Schrotthaufen existiert.
    Die Kulturwaerterkaste machte immer schon einen großen Bogen um das Projekt.
    Arbeiten am Raumbegriff sieht anders aus.
    Mc Monika mußte eine ganz ähnlichen Mischung aus Ignoranz und Ironie in den Kommentaren aushalten, bewundernswert dieses bewußte aus der Rolle fallen: http://www.youtube.com/results?search=Search&resnum=0&oi=spell&search_query=mc+Monika&spell=1&sa=X

  • Radlertölpel

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    gleich am Anfang muß es heißen:
    nicht: „…seit Juli 2009 den „Europabrunnendeckel“ am Ernst-Reuter-Platz bespielt,…“
    sondern:
    der von Juli 2009 bis Oktober 2010 den Europabrunnendeckel bespielte.“
    …seitdem gibt es keinen Zwischennutzungsvertrag mehr.

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