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Normalerweise „freut es“ Hans Schaidinger, wenn etwas nach Plan verläuft. Das Hochwasser verläuft „nach Plan“ – und das freut ihn überhaupt nicht. Von Stefan Aigner und David Liese
Rot steht ihm ein paar Monate vor der Wahl besonders gut: Horst Seehofer machte sich ein Bild von der Situation an der Werftstraße.

Rot steht ihm ein paar Monate vor der Wahl besonders gut: Horst Seehofer machte sich ein Bild von der Situation an der Werftstraße. Fotos: Liese

Als am Montag um 16 Uhr zur Pressekonferenz in der Greflingerstraße geladen wird, liegt der Pegelstand der Donau an der Eisernen Brücke bei etwa 6,30 Meter und steigt stündlich um etwa 5 cm. „Das haben wir so erwartet, das war auch so prognostiziert. Allerdings hat man gehofft, dass das nicht so eintritt“, sagt Oberbürgermeister Schaidinger. Zwischen 23 und 24 Uhr in der Nacht vom Montag auf den Dienstag wird damit gerechnet, dass der Pegel die kritische Marke von 660 Zentimetern erreicht. Dann werden die Barrieren in der Werftstraße überströmt – Grund zur Panik bestehe nicht, sagt Schaidinger.

Keine Panik in der Bevölkerung

In der Bevölkerung scheint solche Panik auch nicht zu herrschen – eher ein professioneller Umgang mit dem Leben am Fluss. Das bestätigen sowohl der Leiter des Ordnungsamts Alfred Santfort, bei dem zwar „die Telefondrähte glühen“, wie er sagt. Allerdings ginge es meistens eher darum, Informationen zu erhalten („Wird meine Straße überschwemmt?“ „Wann wird meine Straße überschwemmt?“…). Ähnliches sagt der Leiter der Berufsfeuerwehr, Johannes Buchhauser. Speziell in der Werftstraße hätten die Leute ihre Gebäude bereits selbst gut gegen die drohende Überschwemmung gesichert.

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Sobald die Barrieren in der Werftstraße überströmt werden, werde man anfangen zu pumpen. Wie lange das funktioniert und man standhalten kann, könne man nicht sagen. „Naturgewalten“, meint Schaidinger und zuckt mit den Schultern. „Dazu gibt es keine Erfahrungswerte. Aber wir werden kämpfen, solange es geht.“ Möglicherweise lasse sich eine schlimmere Überflutung der Werftstraße verhindern. Sein Fazit: Es gibt keine Entwarnung, aber man habe die Lage im Griff.

5 Millionen für den Hochwasserschutz

In den letzten 5 Jahren hat die Stadt Regensburg laut Schaidinger 5 Millionen Euro für vorläufigen Hochwasserschutz (ober- und unterirdisch) ausgegeben. Leicht durchzusetzen gewesen sei dies nicht, vor allem habe es Widerstände im Freistaat gegeben. Zum Vergleich: Ohne die Hochwasserschutzmaßnahmen hätte man bereits bei einem Pegelstand von 580 Zentimeter die Katastrophe ausrufen müssen. „Vielleicht haben wir Glück.“, sagt Schaidinger.
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Hier wird heute Nacht ein Übertreten des Wassers über die aufgestellten Barrieren erwartet: Die Regensburger Werftstraße.

Übrigens: Ein Szenario, bei dem 2000 Menschen evakuiert werden müssten, wie das Regensburger Wochenblatt berichtete, gibt es nicht. Buchhauser sagt: „Selbst wenn alle neuralgischen Straßen überschwemmt werden würden, wären insgesamt 1100 Personen entlang des Regens und der Donau betroffen.“ Theoretisch sei man aber auf 2000 Menschen vorbereitet.

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