Kolumne

Die Marzahnisierung Regensburgs

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Der Autor hat seine Jugend in Regensburg verbracht und lebt heute in Berlin. Er ist froh, nicht 2017 in Regensburg aufwachsen zu müssen.

Kolumne von Flamingo (Maximilian Schäffer)

Zweimal in der Woche reise ich beruflich nach Marzahn-Hellersdorf. „Reisen“ ist ein bewusst gewähltes Wort in diesem Zusammenhang, denn mein Anfahrtsweg aus dem Westen der Stadt Berlin beträgt im Durchschnitt eine gute Stunde – dreißig Kilometer Luftlinie innerhalb der metropolitanen Grenzen.

Kaum Erklärung bedarf es mittlerweile deutschlandweit, wenn man von diesem Bezirk der Hauptstadt spricht. Von Wolfgang Herrndorfs „Tschick“ bis hin zu Cindy aus Marzahn und unzähligen Folgen „Asi-TV“ auf den einschlägigen Sendern, die angeblich oder tatsächlich, immer aber selbstverständlich höchst seriös dokumentarisch, an diesem Ort spielen. In den 70er- und 80er-Jahren als Vorzeigeprojekt des sozialistischen Wohnbaus von der DDR-Regierung aus dem Boden gestampft, zogen bald viele Familien aus den heute hippen Vierteln „Prenzlauer Berg“ und „Friedrichshain“ in den äußeren Osten.

Es blieb die Stadtstruktur, aber nicht das Lebensgefühl

Dort gab es separate Kinderzimmer, dichte Fenster und Türen, Zentral- oder zumindest Ölheizung und Parkplätze vor der Haustüre. In den heruntergekommenen Altbauten, nahe der Stadtmitte, wollte niemand leben, der nicht gerade Künstler war oder rustikaler Romantik verfallen. Doch wie für viele Teile der DDR, kam auch für Marzahn-Hellersdorf die Wende und die stolzen, „anständigen“ Neubaubewohner erlebten auf einmal die Kehrseite der Schlafstadt. Als Arbeits- und Perspektivlosigkeit, die Menschen wie biblische Plagen heimsuchten, blieb das an Stadtstruktur, was zuvor zwar das Auge sah, das Lebensgefühl aber noch nicht.

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Der Niedergang kam schnell und die, die beim gesellschaftlichen Umbau Glück gehabt hatten, zogen wieder nach innen oder gleich nach ganz außen. Seit den 90ern findet man in den Betonschluchten weitestgehend kulturelles Brachland: Plattenbauten und Baumärkte, die in den letzten Jahren leidlich bunt angestrichen wurden, um wenigstens die allzu erdrückende, monotone Gräue aufzubrechen. Mag das Bild von der mittags zigarettenstopfenden Mutter auf der ausgebleichten Couch, apathisch Daily-Soaps konsumierend und Junk-Food essend, auch ein reichlich klischeehaftes sein – wer einmal dort war, kann es sich als Lebenswirklichkeit vorstellen. Wer allerdings dort aufwächst, ist sich gewiss, dass es nicht immer so ist, es nicht die Hölle auf Erden ist, aber ein Adjektiv wie „schön“ oder „gemütlich“ wird man aus pragmatischen Gründen kaum benutzen.

Für mich war Regensburg meistens nicht Kircherl und Gasserl, sondern Plattenbau und Baumarkt

Ich habe meine Jugend im Regensburger Stadtnorden verbracht. In jenem Blindfleck zwischen den Stadtteilen Reinhausen, Konradsiedlung und Weichs, der sich vor allem durch den Standort Gewerbepark kennzeichnet. Fast alles hier ist ebenfalls in den frühen 1980er-Jahren entstanden: Wohnblöcke, Parks und eine Kirche, die aussieht wie ein Wohnblock. Wenn mich jemand fragte, wo in Regensburg ich wohnte, gab ich meistens zur Antwort: „Pfarrei Heilig Geist“, „Alex Center“ oder „Bowlingbahn“. Schlicht gab es kein Wort für diese Siedlung entlang der Isar- und Brandlberger-, bis vor zur Donaustaufer- und Vilsstraße – als deren Teil meine Freunde und ich uns aber diffus zählten.

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Für mich war Regensburg meistens nicht Kircherl und Gasserl, sondern Plattenbau und Baumarkt. Das fing ästhetisch bei meinem Wohnhaus an und hörte beim Schulgebäude auf. Als ich letztens, nach mehrmonatiger Abwesenheit, wieder in Regensburg ankam, konnte ich zunächst keinen Unterschied zu meinem aktuellen Arbeitsplatz am U-Bahnhof Hellersdorf feststellen. Die gleichen geraden Alleen und Kastenhäuser, die gleiche substanzielle Leere. Der erste große Unterschied meiner Jugend zu einer im Berliner Osten war jedoch die Erreichbarkeit und Präsenz einer anderen Stadt in der Stadt. Schließlich hat Marzahn-Hellersdorf doppelt so viele Einwohner und fast die gesamte Fläche von ganz Regensburg. Ich stelle mir also vor, in einer aufs zehnfache, in alle Himmelsrichtungen angeschwollenen Isarstraße aufzuwachsen und werde instant depressiv.

Ausgeburt der (sub-)urbanen Langeweile

Es war immer wichtig, in Sichtweite von Einfamilienhäusern und Bungalows zu sein, eine homogene Altstadt als Beispiel des „schönen“ Stadtbaus zu haben und Kultur und Sozialleben in Reichweite. Ich mochte es, in der Altstadt, in Kumpfmühl oder dem Kasernenviertel nicht die Leere wie im Stadtnorden vorzufinden, den ich nicht hasste, der mir aber schon immer als Ausgeburt der (sub-)urbanen Langeweile galt. Einen Großteil meiner – noch früheren – Kindheit verbrachte ich zudem im Kasernenviertel, zwischen Papier Liebl und Metro. Meine Großeltern waren Erstbezug in einem der in den 1950er-Jahren erbauten Mehrfamilienhäuser in den Straßen mit Blumennamen.

Auch kein architektonisches Highlight, war diese Gegend aber von nicht annähernd ähnlicher Trübnis geprägt. Zudem gab es etwas, was man heute in den Großstädten wieder trendbehaftet „Kiezleben“ nennt. Der nächste Supermarkt mit dem Nötigsten war in bequemer Reichweite, es gab mindestens fünf Kneipen und Restaurants, eine Kleingartenanlage, ein Jugendzentrum und viel Grün. Die Leute mochten dort nicht weg, waren vielmehr in ihrer Ecke als in der Stadt zuhause und sprachen miteinander.

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Wohin führt dieser Artikel also, ist doch in Regensburg immer noch alles weitestgehend in Ordnung? Man kann in der Isarstraße, wie im Kasernenviertel, gut und vergleichsweise schön leben und selbstverständlich hat jede Großstadt notwendigerweise ihre grauen Wohnviertel. Die ewigen Problemecken „Humboldtstraße“ und „Aussigerstraße“, die das Synonym für soziale Horrorszenarien in der Domstadt geben, sind im Vergleich zu den traditionellen Arbeitervierteln der Hauptstadt wahre Paradiese der Heimeligkeit. Ich, der ich alle paar Monate in Regensburg bin, stelle allerdings einen rapiden Verfall im Stadtbild fest. An jeder Ecke sehe ich nurmehr Kästen, die zu Wohnparks arrangiert in jede Ecke gepflanzt werden. Unten ein Biomarkt, zwei Arztpraxen, ein Friseur, irgendwo zwei Kinderspielgeräte, Rasenfläche dazwischen und viel Fenster – natürlich auch ökologisch 1a.

Wenn das Wohnqualität im Jahr 2017 ist, hat man wohl in 100 Jahren Stadtgestaltung eher intellektuell abgebaut. Denn was man von Marzahn-Hellersdorf lernen sollte, ist, dass Schnellbausystem, Kulturlosigkeit und allzu homogene Mieterschaft umso schneller zum gesellschaftlichen Gift werden, wenn sich etwas fundamental ändert. Was passiert also, wenn es in Regensburg nicht nur mehr 2,5 Prozent Arbeitslose gibt, die schicken Einweg-Häuser verfallen und aus diversen Gründen nicht renovierungswürdig sind? Wer will schon ein Kartenhaus sanieren? Man schafft sich so zukünftige Ghettos innerhalb der Stadt, die aus Profitgier und Geschmacklosigkeit entstanden sind, ohne Identität und Leben.

Die größte kulturelle Leere herrscht bald im Stadtkern

Das Perfide an Regensburg ist, dass die größte kulturelle Leere bald im Kern herrscht. Die ganze Altstadt ist mittlerweile mehr Disneyland als Oberpfalz. Zwischen blitzsauberen Fassaden und Straßen, glänzen vor allem die Läden der „schönen Dinge“ – im Bayerischen früher abfällig „Klinklerklankerl“ genannt. Es gibt nur noch Souvenirs, Kleinigkeiten, Boutiquen, Gourmet-Produkte und Kunsthandwerk. Was früher logischerweise nur an den Touri-Sammelpunkten anzutreffen war (Steinerne Brücke) beherrscht jetzt die gesamte Altstadt. Der Gemüseladen „Sarik“ fiel mir letztens fast schon auf, da er zwischen Gloria-Kino und Kaufhof noch das einzig belebte Geschäft ohne Glasfassade und Edelstahlrahmen zu sein scheint.

Ab dem Mittelalter hat Regensburg nichts mehr zu bieten. In dieses Disneyland pflanzt man nun wiederum auch Neubaubunker, wie das neue, sogenannte „Karmeliten-Palais“, oder das tolle neue „Museum der Bayern“ am Donaumarkt, die neue Vierkantecke am Amtsgericht, das halbneue obere Mittelstandsghetto in der Wöhrdstraße…. es nimmt kein Ende. Alles muss sauber, modern und glatt sein, „wie man es heute halt so hat“ – sprach der imaginäre Bauernfünfer imaginär und stampfte den nächsten überirdischen Luftschutz aus dem Boden.

Doch auch Touristen sind nicht dumm und sehen was sie sehen. In der Altstadt aber wünscht man sich das positive Ghetto der Reichen, Schönen und Reisenden. Die Studenten sind insofern erwünscht, wenn sie am besten an der OTH Maschinenbau studieren und bald in der umliegenden Industrie den Wohlstand aufrecht erhalten. Ansonsten braucht man das Gesinde, das nur laut ist, die Innenstadt verdreckt, nichts für die Wohnungen zahlen will und ständig besoffen am Brunnen rumhängt, aber nicht unbedingt innerhalb der Stadtmauer.

Karmeliten

Jetzt müssen am besten auch noch die Kneipen zu weiteren Läden für die „schönen Dinge“ werden. Ein bis zwei Craft Beer und dann nach Hause, wieder „Sleep, Eat, Work, Repeat“. Dass man sich die jugendlichen Säufer selbst in die Innenstadt geholt hat, als man die Wohnviertel entkernt und nur noch Glasfassadenkästen gebaut hat, in denen niemand eine Kneipe haben will und soll, das kapiert man nicht. „Fair feiern“ soll man, nachdem man schon fair gearbeitet und gewohnt hat.

Das böse Erwachen kommt, wenn das Geld weg ist

Ich bin froh, dass ich nicht 2017 in Regensburg aufwachsen muss, denn es verkommt mir immer mehr zum grauen Loch nach der Art von Marzahn-Hellersdorf. Die Erwachsenen wohnen und arbeiten nur noch – die Jungen geben sich im enteigneten Muster-Zentrum einmal die Woche die Kante. Am liebsten in abgetrennten Gehegen, in Disko-Vierteln und möglichst kleingehaltenen Kneipen-Reservaten. Eine Lebensrealität, geschaffen von autoritären Planern ohne Empathie.

Wohin das führt, wird man spätestens sehen wenn das Geld weg ist. Dass es jemals weg sein wird, kann sich heute in Regensburg niemand vorstellen. Ähnlich wie eine etwaige spontane Inhaftierung des Oberbürgermeisters. Das böse Erwachen kommt immer dann, wenn Systeme zusammenbrechen – dann genügt die arrogante Selbstgerechtigkeit nicht mehr. Unterm Strich bleibt irgendwann, was man sich seit Jahren in aggressiver Weise durch Korruption und Ignoranz anlegt: Ein dröges Freiluftmuseum, gerahmt von einer unattraktiven Schlafstadt.

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Kommentare (27)

  • Christian

    |

    „Eine Lebensrealität, geschaffen von autoritären Planern ohne Empathie.“ Mehr gibt es nicht zu sagen! :(

  • Mr. T

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    Ganz meine Meinung! Mich erinnern diese Ghettos für den gehobenen Mittelstand in Regensburg auch immer an die Trabantenstadt aus Asterix oder Pariser Banlieus. Mir würde es grauen wenn ich dort leben müsste. Schau mer mal wie es dort in 20 Jahren ausschaut …

  • Mickl

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    Der Artikel trifft den Nagel auf den Kopf.

  • joey

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    was passiert, wenn „das Geld weg“ ist, ist genauso unbestimmbar, wie wenn der Strom weg ist oder sonst irgendeine Apokalypse.
    Es wird immer irgendeine Art von Geld geben – ob es nun Euro heißt oder Gold oder Getreide. Je primitiver der Tauschhandel, desto mehr Bedeutung hatte Regensburg.

    Konkret ist das Bauen von weißen Kisten sicher nicht die Lösung für alle Zeiten. Die bestehenden Kisten (siehe Fotos) können uns das zeitgeschichtlich beweisen. Jede Art von Uniformität ist ungünstig. Vielfalt ist aber nicht planbar, ist angewiesen auf das kreative Chaos, das jeder Stadtgestaltungskommission und Bauträgergroßvergabe grundsätzlich zuwider ist.

  • frage

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    was will uns der autor mit dem beitrag sagen? dass er nicht zufrieden ist? nun – es ist ansichtssache wie man verschiedene faktoren interpretiert. marzahn hat auch mehr zu bieten, wenn man denn hinter die fassade schauen möchte. mir kommt der artikel so vor, als wenn da jemand enttäuscht ist, weil sich etwas in eine andere richtung entwickelt, als die, die er gerne hätte. würden heute keine touristen die innenstadt von regensburg befallen, der stadtkern wäre brachland. das geschäftliche treiben hat sich ins netz verlagert. kleine tolle geschäfte, dich auch ich während meiner jugend in regensburg gerne benutzt habe, können sich auf dauer nicht halten oder es findet sich kein nachfolger. da wir alle keine hellseher sind, bin ich ganz froh, dass der stadtkern jetzt anderweitig genutzt und nicht abgerissen wurde. es besteht durchaus die möglichkeit, dass sich der zustand auch wieder ändert. und wenn nicht: ob jemand durch pizza und souveniers oder durch nähgarn und füller seinen lebensunterhalt bestreitet, ist seine eigene entscheidung.

    die regensburger innenstadt hat einiges zu bieten. auch der regensburger norden oder das kasernenviertel. monotone bauten liegen auch im auge des betrachters. den stil den die heutigen bauten haben, nennt man bauhaus-stil. den gibts schon länger und er ist in deutschland auch durchaus beliebt, u.a. auch wegen günstiger finanzieller aspekte bei einer renovierung. es ist ein zeitloser stil. sehen sie sich beim nächsten regensburg besuch mal die bungalows am sallerer berg an. bauhaus stil der 60er jahre. derzeit wird viel renoviert und gebaut, da die leute aussterben und die neue generation saniert. im gleichen stil. mag an bauvorschriften liegen, könnte aber auch sein, dass sich einiges doch bewährt hat.

    man kann jetzt kitschbauten dom oder altes rathaus mögen oder den anderen stil. wobei ich kitsch nicht missverstanden haben möchte: die gebäude sind toll! aber halt auch teuer… ich glaube aber kaum, das ein stilmittel die lebensqualität fordert oder mindert. man mag es oder man mag es nicht. die lebensqualität kommt von den menschen, die in den gebäuden leben. die machen ein viertel aus. nicht die gebäude. das haben sie grob angeschnitten, dann aber vernachlässigt.

    ansonsten liest sich ihr bericht nämlich so: „in den plattenbauten wohnen die asozialen harzer und ich bin heilfroh da raus zu sein. ich bin jetzt was besseres.“

    das wage ich nämlich zu bezweifeln.

  • mkveits

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    Das „Gesicht“ der Stadt – ist es nicht auch dem Einfluss der Lobbyisten geschuldet, die im Wirtschaftsreferenten einen Ansprechpartner finden, der gleichzeitig Finanz- und Wissenschaftsreferent ist (wofür es auf Bundesebene gleich drei Ministerien bedarf).

    Über das Paradies der Lobbyisten und die Weigerung vor allem der Union, verpflichtende Register etc. einzuführen, berichtet Bayern 2.

    http://www.br.de/radio/bayern2/lobbyismus-lobbyisten-kontrolle-100~_node-203af9ae-619d-4828-b28b-a6c20fc61235_-9b3a76910b6a22c237c7ea12f95e7b425b989156.html

    http://www.regensburg.de/rathaus/aemteruebersicht/wirtschafts-wissenschafts-u-finanzreferat

  • Dolittle

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    Vor ein paar Tagen war ich wieder in Regensburg.
    Die Stadt wird immer hässlicher.
    Der Oberpfälzer würde sagen: „Münchnerischer.“ Ohne Rolex am Handgelenk traut man sich gar nicht mehr in die Altstadt. Drumherum sind auf jedem freien Fleck archetektonische Scheuslichkeiten entstanden, seelenlose Investorenarchitektur, protzig, auf Profit gestylt. Aber auch in der Altstadt, die Fehler der 1960er und 1970er Jahre stur wiederholend – da sich die Prinzipien nicht geändert haben.

    Schon immer mit Abscheulichkeiten vom Agrippina-Hochhaus über die Uni bis Königswiesen oder dem geschilderten Viertel am Gewerbepark gesegnet, war das Regensburg, das ich in den 1980er und 1990er Jahren erlebte, noch in Teilen romantisch und charmant. Die Stadt war eine einzigartige Mischung aus Alt und Neu. Die Altstadt war ein bisschen schick und bot viel echtes Mittelalter, aus Unkraut in den Fugen und Efeu am Haus, aus Ölofen und Etagen-WCs, aus Punker-Mike am Haid- und Säufern am Arnulfsplatz. Drumherum gab es Luft, Industriebrachen wie am Hafen oder der Bahn nach Nürnberg, ein Prüfening noch als richtiges Dorf, das Schloss dort verträumt, leicht verschlafene Einwohner und viel Platz für Kneipen und Experimente.

    Vorbei. Heute möchte ich nicht mehr in der Stadt leben, die ich einst als schönste Stadt Deutschlands empfunden habe. Glattgeschniegelt, steril, auf Profit gebürstet, das Geld aus jedem Pflasterstein triefend. Irgendwie kein Wunder, dass hier ein OB jeden Bezug zur Realität verliert und nichts daran findet.

  • Medienbeauftragter

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    Es tut mir in der Seele weh, dass ich dem Beitrag des Gastautoren Maximilian Schäffer so uneingeschränkt Recht geben muss, als hätte ich ihn selbst geschrieben.
    Oder dem Kommentar von „Dolittle“: „Heute möchte ich nicht mehr in der Stadt leben, die ich einst als schönste Stadt Deutschlands empfunden habe.“
    — Noch lebe ich hier, zumindest zeitweise, aber wie lange noch? Mit jeder neuen Flachdach-Bausünde der immer gleichen Investoren wird Regensburg hässlicher. „Ein dröges Freiluftmuseum, gerahmt von einer unattraktiven Schlafstadt“ trifft es so schmerzlich gut. Schmeisst unsere Stadtverplaner und Trabantenbaureferenten mitsamt ihrem Anhang aus der Stadt!!!

  • Matthias B.

    |

    Das Candisviertel, Königswiesen oder die Klötze in Werft- und Wöhrd-Straße, lieber Herr/Frau/Fräulein „frage“, haben mit „Bauhaus“ so viel zu tun wie ein Jungesellenabschied mit Trinkkultur. Nicht von ungefähr hat sich die Bewohnerschaft im Candis- und im Marina-Quartier seit ihrer Entsehung von Kurzem zu 100 Prozent selbst ausgetauscht. Bewohner der Penthouses ausgenommen.

  • Doris Plurrer

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    @Dolittle
    ‚Die Stadt wird immer hässlicher…Drumherum sind auf jedem freien Fleck archetektonische Scheuslichkeiten entstanden..‘
    Ich glaub die Leute haben verstanden und versuchen diesen Zustand mit Piercing, Tattoo ,zerrissenen Hosen und Fastfoodketten zu begegnen.

  • Taxifahrer

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    Der ganze Artikel. Von vorne bis hinten. Dummes Zeug.

  • Lothgaßler

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    Als langjähriger Bewohner der Altstadt (zugezogen 1984) fallen mir gute wie schlechte Entwicklungen auf.
    Die Altstadt wurde bewusst umgestaltet, sie ist immer weniger Lebensraum für Altstädter. Das gilt zumindest für verkehrsgünstige Lagen, bzw. Lagen in Geschäftsstraßen (so nenne ich das mal) bzw. der Fußgängerzone. Neben der Verdrängung von Einzelhändlern durch Filialketten und einem dichten Netz an Gastronomie jeglicher Richtung, sind viele Flächen durch Büros, Kanzleien, Ärzte usw. belegt. Damit verschwindet und verödet das Anwohnerleben in diesen Bereichen.
    Hinzu kommt, dass die Altstadt natürlich (und das soll sie auch) ein Ort der Begegnung und abendlichen Vergnügung ist. Allerdings mit hoher Verdichtung und bei verfallenden Sitten der Gäste. Hier wohnen weder Gastwirte noch Gäste, und dann muss man/frau auch keine Rücksicht mehr nehmen. Lärmschutzkataster hin, Lärmschutzplanung her, es tut sich wenig bis nix. Der teure Wirtschaftsstandort braucht alle Freiheiten, sonst stimmen die Kassen nicht mehr.
    Wenn also Altstadt-Regensburger nix auf Touristen geben (wie heute in der SZ gelesen), oder über Studenten in Feierlaune schimpfen (wie oben angemerkt), dann hat das auch nachvollziehbare Gründe. Es gäbe ja auch ein gepflegtes Miteinander, dann aber müsste irgendwann am Abend auch mal Schluss sein. Die gern zitierten Südländer feiern nicht die Nächte durch, probier das mal in der Altstadt von Neapel, so schnell wirst du nie wieder rennen.
    In meiner unmittelbaren Umgebung kenne ich kein hier wohnendes Kind, da ist keines „zuhause“, alles viel zu laut und ohne Freiraum. Übrig bleiben solche wie ich, die sich noch wehren und noch dran glauben, dass sich wieder etwas bessert. Und es bleiben für kurze Zeit, mal ein halbes Jahr, mal etwas länger, die nie hier heimisch werdenden Kurzzeit-Regensburger.
    Vor vielen Jahren, damals noch mit Kraft in Vereinen aktiv, äußerte ich mal in einem Verfahren an die Stadtverwaltung, dass es (es ging damals um Burgweinting) auch darum ginge dem Stadtteil eine Identität zu geben bzw. zu bewahren, statt ein Allerweltsgesicht zu verpassen. Zugegeben, das war sachfremd, aber der Gram über den Siedlungsbrei und die Katalogarchitektur hats mir rausgerissen.

  • Tobias

    |

    Ich sehe es anders. Wenn ich in das Kasernen- oder Ostenviertel gehe, sehe ich schimmelige, muffige Häuser aus dem 1930er Jahren, bei denen der „Garten“ entweder aus dem Rasen links und rechts vom Weg zur Haustür besteht oder überwucherte, vor allerlei wildem Grünzeug schon stinkende, verwahrloste Gärten (in der Nähe des Eichamts, wie heißt die Straße noch mal?).

    Dass es nicht überall so aussehen kann wie an der Regenbrücke / Reinhausen (zwischen Frankenstraße und Donaustauerfstraße), wo die tollen, bunten Häuser stehen und Angler stehen IM (!) Regen fischen ist klar. Aber warum das Gerede? Woher soll der Platz kommen? Ich wohne in einem 8-Stöcker, links herum sind weitere 8-Stöcker, 1968er Baujahr. Laut dem Artikel ist das bereits „Marzahn“. So ein hanebüchener Unsinn, dieser Artikel!

    Ich beschäftige mich seit Jahren mit Dresden Gorbitz – das ist ein ganz anderer Schlag. Da hätte ich diesen Artikel verstehen können. Aber: Dort würde ich sogar eher noch wohnen, als in Regensburger Durchschnitt. Meine Tante wohnte dort eine Zeit langt, deshalb weiß ich, wovon ich spreche. Denn dort wurde tatsächlich geplant. Nahverkehr und -versorgung, Schulen, Schwimmbäder, Mietpreise gering und einheitliche Grünanlagen. Nur, weil die Fassaden nicht ansehnlich sind, heißt das nicht, dass die Lebensqualität schlecht ist.

    Wenn ich Bauherr wäre, würde ich auch lieber einen sauberen, weißen Klotz bauen, als ein pseudo-mittelalterliches „Etwas“, auf Grampf..

  • Giesinger

    |

    @frage
    Erlernen Sie doch bitte wieder die Groß- und Kleinschreibung und stellen sie sodann Ihren Beitrag erneut ins Netz. Ich weigere mich so etwas zu lesen bzw. zu entziffern.
    Dazu ist mir meine Zeit zu Schade.

  • altstadtkid

    |

    „Am liebsten in abgetrennten Gehegen, in Disko-Vierteln und möglichst kleingehaltenen Kneipen-Reservaten. Eine Lebensrealität, geschaffen von autoritären Planern ohne Empathie“!
    Danke, als Anwohner der Obermünsterstraße kann ich Ihnen sagen dass se noch schlimmer ist!
    Die Discos und Kneipen sind in den 70ern entstanden und dienten als Geldwaschanlage
    für die Münchner Rotlichtszene, der halbe Stadtrat ist da in den „Puff“ raufgefahren.
    Am Schluss haben Sie Ihnen sogar eine Spielbank genehmigt, die wurde aber dann vom LKA wegen Falschspiels abgebaut, dann war dieser Spuk vorbei, die Clubs und Kneipen aber, blieben bis heute.
    Aber das ist allerdings schon sehr,sehr lange her :o)

  • hf

    |

    „Ab dem Mittelalter hat Regensburg nichts mehr zu bieten.“

    ich denke schon, dass so mancher neubau nach 1600 durchaus reizvoll ist. viele heute als organisch empfundene strukturen sind übrigens erst im 20 jahrhundert entstanden und ihre „deutsche gemütlichkeit“ war bisweilen politisches kalkül.

    bestimmt gabs auch leute, die im 12 jahrhundert gesagt haben, dass man sowas neumodernes wie stenhäuser, eine brücke oder einen dom doch gar nicht braucht, holz- und lehmhütten tun es ja auch…

    nicht, dass mir die neuen betonklötze gefallen, aber man kann jetzt geschmack nicht wirklich diktieren. man stelle sich mal das baurecht vor, das jede, JEDEN, zu irgendeiner zuckerbäckerkacke zwingt. und: nix ist für die ewigkeit! gerade die schnell-schnell-bauten sind zur not auch gleich wieder eingerissen und ersetzt.

    aber hier gehts ja nicht um fakten, sondern um gefühle oder.

  • hawa

    |

    Ich pflichte dem Autoren bei, jedoch wen wundert diese Entwicklung? Ist sie doch Ausdruck der maximierend profitorientierten Wirtschaftsordnung ohne Kontrolle und demokratische Planung und Entscheidung. Ausserdem frage ich mich schon lange, wieso Architekten so lange studieren müssen, wenn dann solche Monströsitäten wie beschrieben herauskommen. Meine Devise hingegen: „Städte für Menschen“ (nach Jan Gehl, einen der führenden Städteplaner, sollte man mal zur Kenntnis nehmen!).

  • der senft

    |

    @ frage
    Mir ist aufgefallen, dass Sie einen noch katastrophaleren zustand Regensburgs zeichnen als der autor selbst. Regensburg ohne touristen = brachland? Anderweitige nutzung des stadtkerns = touristenattraktion und sonst nichts? Das ist sehr bitter für eine einst florierende mittelalterliche stadt, die meiner meinung nach heute nicht nur für eine notwendige übernachtung genutzt wird.
    Dann ist mir Ihr verständnis von (bau)stilen aufgefallen. Ich selbst mag kein profi sein, das bin ich mit einiger sicherheit nicht, aber dennoch verstehe ich unter romanischer oder gotischer gebäudegestaltung nicht kitsch und kitsch mit alt und teuer gleichzusetzen, ist für mich das absolute gegenteil. Kitsch verbinde ich mit billig und massenhaft produzierter ware, mit charakteristika, die die wünsche der käufer bedienen: kulleraugen, bunt, ein bisschen glitzer, je nach kaufwilligem publikum. Dass ein bayerisches idyll durch kühe, weiß-blauem himmel und einem pfeife rauchenden, quetsche spielenden großvatr geprägt ist, rührt auch von der heimischen tradition. Kann kitschig wirken, aber dennoch zur realität gehören.
    Und dann das bauhaus. Wie sogar auf wikipedia zu lesen ist, sei bauhaus die verknüpfung von kunst mit handwerk, um sich von der industrialisierung zu emanzipieren, statt handwerkliche entwickelte ornamente in massenproduktion auf den markt zu schmeißen. Ein gutes beispiel wäre da eventuell das wand-tattoo.
    Was der autor in meinen augen kritisiert, ist das, was ich mit eigenen augen in der Paarstraße, am Reinhausener Damm und in der Ziegetsdorferstraße (einfach googeln und es wird Ihnen gleich ins auge stechen; kleines selbstexperiment) gesehen habe: retorten-bau. Immer gleiche kopien, ein wenig variiert, fürs werbefoto noch ein bäumchen gepflanzt und eine schaukel hingestellt, fertig.
    gerade beim anblick des ersten beispiels war ich so stark an den plattenbau in osteuropa erinnert (und damit kenne ich mich aus), dass ich mich fast setzen musste.
    und das ist das, was angeprangert wird: industriell produzierte und wahllos in die landschaft gesetzte beton-bunker, die mit viel hippem lebensgefühl verkauft werden, jedoch leblos sind und erdrückend wie kalkweise rauputzwände.

    Was mich allerdings wundert, und das geht an den autor Flamingo, ist die kritik am kunsthandwerk (denn echtes kunsthandwerk hat viel mit den menschen zu tun, die es betreiben und hat für mich das potential für ein gespräch oder austausch) und die fehlende erwähnung von restaurant-ketten und die uniformierung der altstadt. Schon gehört, dass ein vapiano-restaurant nochmal sein glück in Regensburg versucht? Neben dean & david, hans im glück und co
    Das ist der moment, in dem die stadt zur kulisse wird und das leben sich nur noch im vorgegebenen rahmen abspielt: hier bestellen, da abholen und am platz bitte die fresse halten, die kleine Ann-Sophie ist gerade ins suppen-koma gefallen und tyrannisiert sonst das ganze lokal.
    Stadt und architektur sind (leider ?) nicht nur stilmittel, sondern ein erlebbares medium der zeit, der geschichte. Als bestes beispiel dient wohl die Steinerne brücke, die auf ihre funktion hin begradigt wurde, um sich den füßen und segways (bald, sehr bald) der anspruchsvollen anzuschmiegen. Wie soll man sich da die mühen und die bedeutung der brücke damals vorstellen können, die angebauten mühlen, die buden, die polternden pferdewagen? Uns fällt nichts besseres ein, als alles möglichst eben zu machen und hier und da ein foto zu schießen, am besten mit sonnenuntergang und der neuen und doch immer gleichen ray ban brille im gesicht.

  • El

    |

  • Michelle

    |

    Altstadtkind – sind Sie wirklich eines? Rotlichtmilieu in der Obermünsterstraße, gesteuert aus München? Schon wieder Verschwörungstheorien. Wenn man die vorherigen Bilder anschaut, kann ich die der Umgebung der Isarstraße, die so sehr verunglimpft wird, gar nicht zuordnen. Nur Bild 4 und das ist die Brandlberger Straße. Was der Autor so von sich gibt, kann ich gar nicht nachvollziehen. Auch ich bin in diesem Viertel aufgewachsen und ich sage immer wieder, ich hatte eine schöne Jugend. Der nahegelegene Albert-Schweitzer-Park (damals leider Hans-Herrmann-Park) war unser Treffpunkt. Mit Berlin Mahrzahn kann ich die Isar-/Brandlberger-Straße usw. gar nicht vergleichen, da diese Häuser zwar in Betonbauweise und mit Flachdach ausgestattet sind, jedoch mit herunteruntergekommenen Plattenbau (Berlin Mahrzahn) nichts gemein haben. Der Autor hat scheinbar ein Problem. Ich jedenfalls habe mich weder im Kasernenviertel noch am Galgenberg aufgehalten, weil es dort angeblich besser war. Das waren für uns damals no go areas-

  • altstadtkid

    |

    @Michelle
    Das können Sie gerne nachprüfen, das ist keine
    Verschwörungstheorie, in Rgbg ging früher auch schon was

  • eingeborener

    |

    Die üble Entwicklung finde ich weitgehend zutreffend, aber sehr unvollständig dargestellt.
    Was ein stadtleben im Kern ausmacht, ist für mich die Quantität sowie die Qualität der Begegnung der Menschen in einer Stadt. Ein Beispiel:
    Ich bin seit langem in einem Teil der tanzszene dieser Stadt (biodanza sowie 5 Rhythmen-waves).
    Hier befriedige ich einen guten teil meines Bedürfnisses nach Nähe bzw. freiem selbstausdruck.
    Wenn ich dann z.b. lese, ein RKK muss her, sagt die stsdtspitze, frage ich mich:
    Bringt das wirklich die Menschen näher ? Bloß groß =gut ist doch einfach Schwachsinn, ausser für die geldscheffler.
    Ich würde mir von rd eine fortlaufende Serie über Stadtentwicklung wünschen, um den negativ-Trend umzukehren

  • hutzelwutzel

    |

    @Dolittle:

    Also wirklich!
    „Vor ein paar Tagen war ich wieder in Regensburg.
    Die Stadt wird immer hässlicher.
    Der Oberpfälzer würde sagen: „Münchnerischer.“ Ohne Rolex am Handgelenk traut man sich gar nicht mehr in die Altstadt.“
    —————————————————-
    Wo laufen Sie denn rum? Sie hatten nicht zufällig Ihren Rausch ausgeschlafen und waren versehentlich statt in Regensburg in Praha gelandet? ;-)
    Rolex, Schickimicki wie in München?
    Also für mich war und ist Regensburg immer noch die Provinzstadt, die es schon in den 1970er, 1980er und 1990er Jahren war.
    In den 70er als ein Fürst Hansi noch lebte, und sich die Promis nebst Schratzn beim Fürsten die Klinke in die Hand gaben, da war „Schickimicki“ in Regensburg.
    Aber jetzt?

  • Angelika Oetken

    |

    „Die Discos und Kneipen sind in den 70ern entstanden und dienten als Geldwaschanlage für die Münchner Rotlichtszene, der halbe Stadtrat ist da in den „Puff“ raufgefahren.“

    Ja, da hatten wohl ein paar Leute einen güldenen Freund.

    Bei wie vielen dieser in ihrer Männlichkeit halbierten Stadträte handelte es sich eigentlich um Ehemalige Domspatzen, wissen Sie darüber zufällig was @altstadtkind? Und was Bordellbesuche und Kontakte zu so genannten „Prostituierten“ angeht: da treffen zwei in ihrer Sexualität sehr beschädigte Gruppen von Menschen aufeinander. Je nach Art der Befragung geben 75 Prozent der Sexarbeiterinnen an, in ihrer Kindheit bereits sexuell ausgebeutet und misshandelt worden zu sein. Anders hält man diesen „Job“ wohl auch nicht aus. Die im Zuge der Missbrauchshandlungen erworbene gesteigerte Fähigkeit, gezielt zu dissoziieren hilft, den näheren Kontakt mit den Schweinen auf zwei Beinen auszuhalten. Denken Sie mal an „Farm der Tiere“.

    VG
    Angelika Oetken

  • hutzelwutzel

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    Aber wirklich! Es ist doch Spaß befreiend, wenn nicht mehr wirklich Reiche, sondern die einfachen Emporgekommenen mit geleasten Imitatationen (deren Ehefrauen eingeschlossen ;-)) durch Regensburgs Gässlein wandern. Heute mußt du aufpassen, dass du nicht – wie neulich wieder – in irgendein Messer rennst.

  • Angelika Oetken

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    Ein gut sanierter Plattenbau mit einem Umfeld, das sich an den Bedürfnissen der BewohnerInnen ausrichtet und sie einbezieht, hat eine hohe Lebensqualität. Sofern der Träger der Immobilien willens und in der Lage ist, die Voraussetzungen dafür zu schaffen.

    Der Bezirk Marzahn-Hellersdorf bietet in der Hinsicht das beste Beispiel. Es gibt neben ganz hervorragenden Quartieren mit vielen Vorteilen und einer guten, toleranten Nachbarschaft, auch das genaue Gegenteil. Diesen großen, komplexen Stadtteil und seine Bewohnerschaft pauschal zu beurteilen, birgt ein gewisses Risiko.

    Und in der Millionenstadt, in der ich lebe, gilt grob gesagt: genossenschaftlicher Wohnungsbau funktioniert, bei privaten Bauträgern sollte man immer genau prüfen, wer in Wirklichkeit dahinter steckt. Schließlich will man ja keine bösen Überraschungen erleben.

    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • hutzelwutzel

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    Schön finde ich gem. Bilddarstellung auch, dass Ihr für den „Karmeliten-Quader“ keine Regensburger Bäckerei als Mieterin gefunden hattet, sondern auf die NOberpfalz ausweichen mußtet.
    „Eberl, oder Ebert“ wie der bei der Uni oben heißt, ist doch de luxe.

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