Erst „zu klein“, jetzt ganz groß? Stadtrat diskutiert Ernst-Reuter-Platz

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So sieht die Idealvorstellung für den Ernst-Reuter-Platz aus: Eine Stadthalle ohne Hotel. Plan: Stadt RegensburgDas Ergebnis steht fest. Nachdem die große Koalition bereits ihre Zustimmung signalisiert hat, wird die Verwaltung am Mittwoch beauftragt, abschließend zu prüfen, ob eine Stadthalle am Ernst-Reuter-Platz realisierbar ist. Sollte das nicht der Fall sein, wird der Standort Unterer Wöhrd weiterverfolgt. Die gemeinsame Sitzung der Ausschüsse für Stadtplanung, Kultur sowie Wirtschaft und Beteiligungen (Mittwoch, 17.00 Uhr, Neues Rathaus) ist der erste Termin, bei dem die Untersuchungen der Verwaltung von insgesamt acht Standorten offiziell vorgestellt werden.

Für ihre Standortuntersuchung holte sich die Verwaltung externen Rat, die Denkmalpfleger Dr. Peter Morsbach und Dr. Wolfgang Eichinger saßen mit am Tisch. Die Verkehrsplanung übernahm die R+T Darmstadt.

Bei der planerischen Umsetzung der Stadthalle selbst wurde erneut die Städtebau Helmut Baum GmbH mit ins Boot geholt. Bereits seit 1998 arbeitet die Stadt Regensburg mit diesem Unternehmen in Sachen Stadthalle zusammen. Vor zehn Jahren erstellte die Baum GmbH ein Planungs-, Marketing- und Betriebsführungskonzept. Auch an den Architekten- und Investorenwettbewerben war die Gesellschaft beteiligt, unter anderem in der Jury.

Bei einer Standortuntersuchung im Jahr 1999 war die Baum GmbH noch zu dem Ergebnis gekommen, dass der Standort Ernst-Reuter-Platz „zu klein“ sei und damit „nicht weiterverfolgt“ werde. Neun Jahre später sieht die Welt bei diesem langjährigen Auftragnehmer der Stadt Regensburg offenbar ebenso anders aus wie bei der Verwaltung. Der von Günther Riepl seit Jahren favorisierte Ernst-Reuter-Platz wurde dieses Mal eingehend untersucht und steht – wie bereits seit längerem bekannt – als neuer Standort-Favorit fest. Insgesamt neun Kriterien waren es, anhand derer die Verwaltung die Standortqualität per Schulnoten bewertete. Die Punkte wirtschaftlicher Betrieb und Stadtentwicklung/Standortimage – vor allem auf die Altstadt bezogen – wurden dabei doppelt gewichtet.

Standort Ostdeutsche: Das Ende einer Schnaps-„Idee“

Raus: Der Standort Ostdeutsche Galerie. Modell: Stadt RegensburgRollt man das Feld von hinten auf, liegt der Standort Ostdeutsche Galerie im Stadtpark in der Bewertungsmatrix der Verwaltung „deutlich abgeschlagen“ an letzter Stelle (Note: 3,3). War Ende 2007 noch von der Mittelbayerischen Zeitung diese Standortidee ins Spiel gebracht und gemutmaßt worden, dass hinter der Ostdeutschen „so viel Freiraum“ wäre, „dass man einen Anbau erstellen könnte, ohne einem Baum einen Ast krümmen zu müssen“, sind es insbesondere Umweltbelange, die dem Standort seinen letzten Platz bescheren. Als „dauerhafte Entwertung der kleinklimatischen und Erholungsfunktion des Parks“ beschreibt die Verwaltung die Folgen eines Stadthallen-Baus. „Daneben käme es auch zu erheblichen Eingriffen in die Biotopfunktion.“ Nicht nur Äste müssten gekrümmt, sondern 39 Bäume, die unter die Baumschutzverordnung fallen, gefällt werden. Damit landet die einstige „Idee“ auf dem Abstellgleis. Geschätzte Kosten: 91 bis 100 Millionen Euro.

Standort Friedenstraße: Unattraktive Altstadtverbindung

Unattraktiver Standort neben Arcaden und Ärztehaus: Friedenstraße. Modell: Stadt RegensburgEs folgt der (frühere) SPD-Favorit Friedenstraße. Die doppelte gewichtete Note Vier in punkto Stadtentwicklung und wirtschaftlicher Betrieb beschert den vorletzten Platz. „Kein prägendes Regensburg-Erlebnis“, die Verbindung zur Altstadt durch Arcaden und Bahnhof „nicht sehr attraktiv“, „kein angemessenes Umfeld“ sind nur einige wenige Schlagworte aus der Bewertungsmatrix. Ein Kultur- und Kongresszentrum an der Friedenstraße könne „nicht überzeugend vermarktet werden“ lautet das Urteil der Untersuchung. Die Note: eine glatte 3,0. Kostenschätzung: 80 bis 90 Millionen.

Dann folgen drei Standorte mit der Note 2,9, denen letztlich ihre Lage keinen „Stockerl-Platz“ beschert.

Standort Bäckergasse

Viele Unwägbarkeiten: Der Standort Bäckergasse. Modell: Stadt RegensburgDa wäre zunächst die Bäckergasse. Vierer hagelt es für das „eingeschränkte ÖPNV-Angebot“ und (doppelt gewichtet) für den kaum zu machenden wirtschaftlichen Betrieb. Die Hotelsituation am Standort Bäckergasse wird insgesamt als unbefriedigend beurteilt, „mit negativen Konsequenzen auf die Vermarktbarkeit des Standorts“. Ein neues Hotel – wie es mit einer Stadthalle grundsätzlich geplant ist – sei an der Bäckergasse zwar grundsätzlich möglich, allerdings „würde die Gewinnung eines namhaften Betreibers (…) nicht einfach werden“. Unsicher ist zudem, ob die derzeit noch privaten Immobilien auf dem Gelände von der Stadt erworben werden können und, ob eine Bebauung aus wasserrechtlicher Sicht überhaupt möglich ist. Kostenschätzung: 80 bis 90 Millionen.

Standort Prüfeninger Straße: Ein begrenztes Erlebnis

Kein echtes Regensburg-Erlebnis: Standort Prüfeninger Straße. Modell: Stadt RegensburgWeniger schwerwiegende, aber immer noch „sehr hohe Beeinträchtigungen“ für den Stadtpark als bei der Ostdeutschen Galerie werden dem E.ON-Gelände an der Prüfeninger Straße bescheinigt. Ebenso wie bei der Ostdeutschen fährt der Standort die Note 5 beim Kriterium Umwelt ein. Ebenso negativ zu Buche schlägt die Entfernung zur Altstadt beim Punkt Standortimage. „Nur ein sehr begrenztes Regensburg-Erlebnis“ sei an der Prüfeninger Straße geboten. Gesamtkosten: 80 bis 90 Millionen Euro.

Standort Ladehofstraße: Der heimliche Dritte

Nicht vorstellbar: Standort Ladehofstraße an der Kumpfmühler Brücke. Modell: Stadt RegensburgNicht anders geht es dem Standort Schenker-Areal/Ladehofstraße. „Die fußläufige Erreichbarkeit des Standortes ist heute unattraktiv“, heißt es unter dem Punkt Verkehr. Als „kultureller und gesellschaftlicher Mittelpunkt Regensburgs“ sei die Ladehofstraße nur schwer vorstellbar, ein wirtschaftlicher Betrieb nur sehr schwer möglich. Hier hagelt es eine (doppelt gewichtete) 4. Eigentlich schade. Denn in punkto Funktionalität und Städtebau versprächen sich die Planer jede Menge Vorteile: „Ein Brückturm bildet eine interessante Torsituation und enthält kulturelle und gastronomische Nutzungen, die neuen Platzraum beleben.“ Als einzigem unter den acht Standorten wird der Ladehofstraße eine „Aufwertung des Kriteriums Naturschutz“ bescheinigt. Großzügige Grünflächen und Bepflanzungen wären geplant. Dennoch gibt es in punkto Umwelt nur die Note 2, während der Petersweg (Platz 3) hier mit einer Eins bewertet wird. Geschätzte Kosten für die Ladehofstraße: 80 bis 90 Millionen.

Standort Petersweg: Der unheimliche Dritte

Kosten nicht darstellbar: Standort Petersweg. Modell: Stadt RegensburgAuf Platz 3 liegt knapp vor den drei vorgenannten, wie schon erwähnt, der Standort Petersweg (Note: 2,8). Der Favorit von Teilen der Post-Donaumarkt-CSU hat das seiner Lage mitten in der Altstadt zu verdanken. Die bringt jeweils eine (doppelt gewichtete) Eins in punkto Stadtentwicklung und wirtschaftlicher Betrieb. Ebenso eine Eins gibt es für das Kriterium Umwelt. Dann ist es mit der Freude aber auch schon vorbei. Eine Fünf in Sachen Individualverkehr, ebenso in punkto Kosten, Umsetzungsrisiko und Denkmalpflege. „Dringend abgeraten“ wird aus Sicht der Denkmalpfleger von einer weiteren Beplanung des Areals. Mehrere Denkmäler, die bereits unter gesetzlichem Schutz stehen, befinden sich in unmittelbarer Nähe. Archäologen rechnen aufgrund der dort vermuteten und bekannten Bodendenkmäler mit „einer mehrjährigen Grabungskampagne, (…) deren Kostenvolumen – soweit derzeit abschätzbar – die Millionengrenze deutlich überschreiten dürfte“. Das Fazit der Verwaltung: „Die Realisierung eines Kultur- und Kongresszentrums erscheint damit auch wirtschaftlich nicht mehr darstellbar.“ Kostenschätzung: über 120 Millionen Euro. Trotz Platz 3 ist dieser Standort wohl definitiv draußen.

Standort Unterer Wöhrd: Ein neuer Ansatz

Wird günstiger: Standort Unterer Wöhrd. Modell: Stadt RegensburgChancen darf sich noch der Favorit der Grünen ausrechnen. Der Standort Unterer Wöhrd landet – mit der Note 2,6 – auf Platz 2. Die einst als Ausschlusskriterium formulierte millionenteure Altlastensanierung fällt nun flach: Die Untersuchung: „Ein neuer Ansatz geht davon aus, dass kontaminierte Bereiche nicht überbaut werden und damit auch kein Sanierungsbedarf entsteht.“ Dazu benötigen die Stadtplaner allerdings das Grundstück der Jugendherberge. Vom Deutschen Jugendherbergswerk hat man allerdings bislang die Nachricht, dass man dieses Haus „auf gar keinen Fall“ aufgeben wolle. Träumen bleibt trotzdem erlaubt. Es gibt verschiedene Varianten, um den Unteren Wöhrd zu überplanen: Entweder die Stadthalle entsteht auf dem westlichen – altstadtnäheren – Teil des Unteren Wöhrd, ein Hotel in der Nähe der Nibelungenbrücke oder umgekehrt. Negativ, mit einer Vier, schlagen an diesem Standort lediglich die Kosten zu Buche: 91 bis 100 Millionen. Würde man beim Grundstückswert allerdings die Flächen abziehen, die sich bereits in Besitz der Stadt Regensburg befinden, läge der Kostenrahmen auch hier zwischen 80 und 90 Millionen Euro.

Standort Keplerareal: Kleiner Platz, ganz groß

Wird\'s was am Ernst-Reuter-Platz? Modell: Stadt RegensburgDas ist allerdings alles Makulatur, sollte der Ernst-Reuter-Platz auch die eingehenderen Untersuchungen überstehen. Das Urteil liest sich geradezu märchenhaft. Die Lage direkt an der Altstadt wird als „ausgesprochen günstig“ beurteilt. Zwar müsste die Verkehrssituation rund um das Gelände völlig neu organisiert werden, allerdings versprechen sich die Planer davon durchweg positive Effekte. Der Busbahnhof Albertstraße würde aufgelöst. Die Busse würden über einen neuen zentralen Busbahnhof unmittelbar beim Bahnhof abgewickelt. Die Albertstraße hingegen soll für den Pkw-Verkehr geöffnet werden. Die Maximilianstraße würde verkehrsberuhigt. Die Nähe des Ernst-Reuter-Platzes zu Bus und Bahn bietet eine konkurrenzlos gute Verkehrsanbindung. Durch die unmittelbare Nähe des Hotels Maximilian könnte auf den Bau eines neuen Hotels verzichtet werden, stattdessen entstünde eine attraktive verkehrsberuhigte Zone. Und: „Aus Betreiber- und Vermarktungssicht stellt der Ernst-Reuter-Platz einen nahezu idealen Standort dar.“ Auch für eilige Besucher biete sich ein „prägender Eindruck“, generell ein „Höchstmaß an Bequemlichkeit“. Folgerichtig gibt es zwei doppelte Einsen in Sachen Stadtentwicklung und wirtschaftlicher Betrieb. So weit zum Märchenhaften. Nun zu den Problemen: Da wären zum einen die von Oberbürgermeister Hans Schaidinger als Hauptrisiko (Bürgerinitiativen-Phobie) ausgemachten 34 Bäume auf dem Areal des gerade im Umzug begriffenen König-Ludwig-Denkmals. Diese Bäume fallen unter die Baumschutzverordnung und gehören zum Alleengürtel. Der Freistaat Bayern müsste einer Abholzung zustimmen. Bedenken gibt es aber auch aus Sicht der Denkmalpfleger. Neben Resten eines mittelalterlichen Klosters und einer römischen Siedlung werden auch Teile des mittelalterlichen jüdischen Friedhofs auf dem Gelände vermutet. Es sind vertiefende Untersuchungen notwendig.

Ungeklärt für den Bau einer Stadthalle insgesamt ist nach wie vor, wie das Ganze finanziert werden soll. Ebenso wie für ein neues Fußballstadion, den Sauren Gockel und das Neue Rathaus setzt die Koalition auf die umstrittene Methode PPP-Modell. Welche Kosten damit langfristig auf die Stadt zukommen werden, ist unklar. Ebenso, ob es zu den Kosten eingehendere Informationen für die Bürger geben wird.

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Kommentare (12)

  • Veits M.

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    Die jetzt aufgezeigten Vorteile des E-R-P auch als solche darzustellen ist ein Fortschritt in der Verwaltung. Keine Frage.

    Ehe man sich jedoch mit dem WIE beschäftigt, gilt es, die Frage nach dem OB glaubwürdig zu beantworten – und zwar vorab,jetzt!

    Gemeint ist die Frage der Finanzierbarkeit.

    Anregung:

    All diejenigen, die seit 20 Jahren und mehr vehement eine Stadthalle fordern, sollten sich gemeinsam – KUNO lässt grüßen – Gedanken machen, wie ZWEI GENERATIONEN die Summe von etwa 400-500 Millionen Euro (Lebenszyklus der Halle)aufbringen können.

    Federführend könnte ein lokales Banken-Konsortium gestaltend aktiv werden, um unter dem Stichwort CSR (Corporate Social Responsibility) tätige Verantwortung für die Entwicklung der Stadt und ihrer Bürger zu übernehmen. Konkrete Anstöße hierzu könnten aus der Führungsspitze der IHK kommen mit dem Ziel, zunächst die Regensburger DAX-Unternehmen und führende international tätige Unternehmen mit ins Boot zu nehmen.

    Die Lösung über PPP ist abzulehnen. Bei dem Schuldenberg (www.statistik.regensburg.de) der Stadt, der schon heute nicht mehr rückführbar erscheint, ist eine Verlagerung weiterer immenser Schulden zu den Kindern und Enkeln unverantwortlich. Soziale Gerechtigkeit, auch Generationengerechtigkeit sieht anders aus, jedenfalls die Vertreter der SPD sollten das noch wissen!

    Fordern und fördern ist angesagt.

  • Veits M.

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    Ergänzend zu CSR sei hingewiesen auf:

    „Corporate Social Responsibility“, sprich: verantwortungsbewusste Unternehmensführung, ist in aller Munde. Wie selbstverständlich berichten die Wirtschaftsteile aller großen Zeitungen über die Aktivitäten von Unternehmen, die sich auf irgendeinem Gebiet besonders engagieren.“

    Quelle: http://www.blaetter.de
    Aktuelle Ausgabe 10´08
    „Nachhaltigkeit light“ von Heike Leitschuh

  • Roland Hornung

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    Üble Typen in der Albertstrasse

    HEUTE, gegen 11 Uhr, Busbahnhof, attackierte ein seltsamer “ Typ „( vielleicht rechtsextrem,
    vielleicht nur betrunken oder extrem aggressiv ? ) zwei moslemische Damen ( mit Kopftuch ) vehement und schreiend, ich ging dazwischen ( sicher zu leichtsinnig von mir, weil er viel stärker war – aber er verschwand
    wider Erwarten )…

    Solche Szenen sind a u c h ein Grund, das RKK dorthin zu bauen, um die Gegend um den Bahnhof etwas sicherer und menschenfreundlicher werden zu lassen…
    Euer Roland Hornung

  • Joachim Datko

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    Zu 07. Okt 2008, 08:17 „Federführend könnte ein lokales Banken-Konsortium gestaltend aktiv werden, um unter dem Stichwort CSR (Corporate Social Responsibility) tätige Verantwortung für die Entwicklung der Stadt und ihrer Bürger zu übernehmen.“
    ===
    Banken sind Wirtschaftsunternehmen, sie sollen sich meiner Ansicht nach auf ihren Geschäftsgegenstand konzentrieren. Sie haben keine spezielle Verantwortung gegenüber der Stadt. Nicht das sich am Ende Politiker um Banken kümmern und Banken um den öffentlichen Bereich.

  • Veits M.

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    @Joachim Datko

    Selbst eine Hypo Real Estate steht zu ihrer gesellschaftlichen Verantwortung (LINK zu „Sustainability = Nachhaltigkeit).

    Ich meine, die Bürgerschaft sollte diese auch aus der Sozialbindung des Eigentums herrührende Selbstverpflichtung der Unternehmen ernst nehmen, aufgreifen und – natürlich – einfordern! Denn eine Infrastrukturmaßnahme wie eine Stadthalle hilft auch und gerade den Unternehmen, ihren Shareholdern und Stakeholdern, im internationalen Wettbewerb (der Städte) zu bestehen.
    http://www.hyporealestate.com/eng/3278.php

    Ich rege an, die Websites der in R. tätigen DAX-Firmen zu konsultieren. Regelmäßig findet man dort Hinweise zur „Sustainability“, zu „CSR“ etc. Die sog. Nachhaltigkeits-Berichterstattung ist in den Unternehmen heute nicht mehr wegzudenken. Der nächste Schritt ist, deren glaubwürdige Umsetzung in der Gesellschaft zu begleiten, einzufordern.

    Auch in der IHK gibt es einen Nachhaltigkeits-Beauftragten. Dort laufen die maßgeblichen Kanäle zusammen.

    Ich meine, das von mir angeregte Nachdenken über eine dritte Art der Finanzierung einer Stadthalle wäre eine Chefaufgabe, z.B. des IHK-Präsidenten und anderer. Sie könnten so Leadership und gelebte CSR unter Beweis stellen. Und einen gemeinsamen Betrag leisten, dass die in der R. Gesellschaft bestehende SPALTUNG überwunden wird.

    Ich bin mir sicher: Die Bürgerschaft würde sich solcher Anstrenungen nicht entziehen.

  • Mathilde Vietze

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    Wie die diversen Rückmeldungen zeigen, gibt es
    leider Leute, deren Lebensphilosophie heißt:
    „Ich bin dafür, daß ich dagegen bin“. Und mit
    diesen Berufsquerulanten werden dann Leute,
    die eine konstruktive politische Kritik üben,
    in einen Topf geworfen. Die Berufsquerulanten
    sind die besten Helfershelfer der Ewiggestrigen.

  • Norbert Steiner, CSB

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    In den kommenden Jahren muss die Stadt Regensburg etwa 400 Mio Euro schultern. Mit PPP oder ohne. Ich will kein Prophet sein, aber die städt. Steuern werden ab 2011 ins Unermessliche steigen (müssen)!
    Eine Begebenheit. Wie viele wissen war ich lange in verantwortlicher Tätigkeit in Leipzig. Dort kam mein damaliger P.-Freund Kaminski auf die glohrreiche Idee die gesamte Strassenbahn an einen amerikan. Investor zu verkaufen und zurückzumieten. Der Investor bekam für den gesamten Kaufpreis in Amerika Steuerermäßigung, natürlich in MioHöhe, und gab davon einiges der Stadt Leipzig. Die nun defekten Banken, die das Geschäft finanzierten, sind klamm. Und nun muss zur Miete die Stadt für die Zinsen des Investors haften, der ja logischerweise auch am Boden liegt. Diese ansich bundesweit verbreitete Geschäftsidee, die auch im Westen Städte veranlasste, Strassen, Kanalanlagen, Wasserwerke usw. stellt sich jetzt als Supergau dar. Das Ende von dem Lied: Der Bürger zahlt. Ach ja, noch eines: Leipzig baut einen Eisenbahntunnel mit 500 Mio Euro, tw. Steuergelder von Bund Land, EU. Und nun: Der Tunnel ist für unsere deutsche Eisenbahn nicht nutzbar. Planungsfehler?
    Und in Regensburg? Wenn ich die Statistik über den Schuldenstand der Stadt lese, frage ich mich, ob das Planungsfehler waren.

  • Joachim Datko

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    Zu „07. Okt 2008, 21:38“
    ===
    Wir sollten uns wieder zurückbesinnen auf ein einigermaßen solides Wirtschaften.

    Die Kosten für die Eskapaden der Politiker landen beim Bürger.

    Manche glauben, man müsste nur den richtigen Zauberspruch finden und schon könne man das Geld aus dem Ärmel schütteln. Abkürzungen für solche Zaubersprüche sind PPP und CSR.

    Hoffentlich entsteht am Ernst-Reuter Platz keine neue Bausünde.

  • Tom

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    Der erste vernünfitge Satz von Herrn Datko in den letzten Wochen in den verschidenen Foren.

    „Hoffentlich entsteht am Ernst-Reuter Platz keine neue Bausünde.“

    Den er räumt ein, dass dort derzeit eine alte Bausünde der 70er Jahre steht und er räumt ein, dass ein RKK dort eine Chance für die Stadtgestaltung auftut.

    Ob er sich diesbezüglich der Tragweite seiner Wort bewußt war der Herr Datko?

  • Joachim Datko

    |

    Zu „08. Okt 2008, 10:49“
    ===
    – Ich bin dagegen, dass das Gebäude auf Kosten der Stadt dem Eigentümer abgekauft wird.

    – Auch sollte man genau überprüfen, was es mit dem Grundstück auf sich hat, um finanzielle Vorteile des Eigentümers zu vermeiden. Zu welchen Konditionen hat der jetzige Eigentümer das Grundstück erhalten? Meiner Ansicht nach sollte man mit dem Grundstück den Allengürtel erweitern.

  • Tom

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    Datkos Lieblingssatz

    „Ich bin dagegen …“

    erweiterung ist völlig beliebig, weil dieser Herr immer dagegen ist.

  • Zukunftsvisionen mit Hans, Günther und Jürgen | Regensburg Digital

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    […] Standort, der zuvor noch als erster aus allen Prüfungen gekegelt worden war, plötzlich, nach eingehender Untersuchung, das Beste war, was Regensburg überhaupt passieren konnte. Stadthalle am Ernst-Reuter-Platz: Ein Wahlplakat der Freien Wähler aus dem Jahr […]

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