Kolumne

Hinterhältige Jungfrauen und ein Anfang

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Kommentarbox_Floßmann„Ich bin bestimmt ein goldener Gott“, denkt das zum wortaffinen Schreiberherz gehörige Erbsenhirn und klemmt sich voller heuchelndem Tatendrang hinter den Laptop. Eine Kolumne soll es also dieses Mal sein, wie überaus interessant. Ganz blöd ist man natürlich nicht, zur Sicherheit tippt man aber doch nochmal unauffällig das Wort „Kolumne“ in die Google-Suchleiste ein und klickt etwas beschämt durch die ausgespuckten Beiträge. „Weniger recherchiert als die Glosse“, steht in den Weiten des Internets geschrieben. Ein kleiner Schauer der Erleichterung durchläuft den eigenen Corpus, schließlich klingt „wenig recherchiert“ (wie leicht sich doch bestimmte Dinge durch das Weglassen nur zweier Buchstaben in ein viel schöneres Licht rücken lassen) schon mal ganz ausgezeichnet.

Man fasst Mut: Wenig recherchieren, das traut man sich selbst durchaus zu, das ruft ja förmlich frohlockend „Schakeline!“ Seine ganz eigene Note dürfe der Autor darüber hinaus dem Schriftstück verpassen. Mensch, das wird ja immer besser. Wenn dem so ist, dann wird jetzt aber sofort einmal geschickt ein „ich“ im Text platziert. Mit zunehmender Zuversicht öffne ich kühn ein neues Word-Dokument, nehme einen großen Zug aus der Teetasse – für nächstes Mal ist dann das Glas Rotwein mit Kippe und Pink Floyd geplant, das wirkt weltgewandter – und lasse die Finger in froher Erwartung über der Tastatur schweben, ähnlich dem Schwerte über dem Haupt von
Damokles.

Jetzt kommt bestimmt die Eingebung ums Eck geflogen…

So. Jetzt kommt’s dann bestimmt gleich ums Eck geflogen, die Eingebung. Man möchte schließlich etwas schreiben, ausgefuchstes Gedankengut zu Papiere bringen und im Optimalfall dabei so unfassbar gewieft und klug wirken, dass es der lesenden Audienz die Schlappen von den Füßen channelt. Nun ja, aber so leicht sich das auch anhören mag, so kompliziert kann sich dieser feine Übergang vom „uninspiriert einzelne Tasten betätigen“ zum „über die Tastatur Fliegen“ gestalten. „Eine Initiation muss her!“, sinniere ich promptschwärmerisch. „Weichgespülte Akademikerscheiße!“ ruft nun der, der jeden Tag körperlich – womöglich körperlichst – arbeiten muss. Recht hat er. Keine Angst. Es folgt kein vor Selbstmitleid triefender Exkurs, ebenso wenig ein Abriss der berühmtesten Schreibblockaden dieses Planeten.

Wer schreibt, der schreibt eben auch oft nicht. Ganz einfach deswegen, weil nicht alles des Aufschreibens würdig ist. In dieser Erkenntnis liegt ja die größte Krux des Schreiberlings begraben und trotzdem ist es nicht gänzlich wahr, denn auch ein völlig inkonsequentes Sinnieren über Nichtigkeiten kann auf das Gegenüber überaus imponierend wirken. Oft und ausgiebig wurde diese mannigfaltig nuancierte Problematik bereits von cleveren Kerlchen wie Goethe, Bukowski und tausend gescheiten Menschen dazwischen thematisiert. Es ist somit fast alles gesagt, was gesagt werden muss und zwar in weitaus weiseren Worten, als dass sie einer Einfaltspinseline wie mir auch nur ansatzweise einfallen würden. Deswegen: Nein. Hier wird nicht gemeckert – zumindest nicht gleich beim ersten Mal – denn wer schreiben darf, der ist bis zu einem gewissen Grade privilegiert. Das Schreiben an und für sich ist eine wunderbare Tätigkeit, die Entzückung bei der perfekten Wortfindung gleicht in etwa einem mittelguten Orgasmus. Und nicht vieles im Leben gleicht einem mittelguten Orgasmus, das nur vorneweg.

Der Titel muss fetzen…

Was während dieser tumben Herumschweiferei jetzt enorm lange auf der Strecke bleibt, ist der passende Titel. Selbigen braucht es nämlich ganz dringend, um diesem amateuresken Unternehmen hier einen kernigen Bezugspunkt zu geben. „Der Titel deiner Kolumne muss irgendwas sein, dass dich jedes Mal wieder aufs Neue an dein Grundthema erinnert und dich immer wieder motiviert, ja mitreißt. Und fetzen muss er, verdammt nochmal! Genauso wie der erste Satz. Du musst die Leute fesseln, abholen, gleich klarstellen, wer und was du bist“, sagte jüngst ein Bekannter bei einer nächtlichen Zusammen- (nicht Nieder-) kunft an meinem Küchentisch. Genervt zog ich eine Augenbraue hoch, betonierte mir ein weiteres Stamperl Ouzo ins Gesicht, versuchte, mich an den ziemlich nichtssagenden ersten Satz meiner Kolumne zu erinnern und philosophierte in Angriffsposition irgendetwas dahin von wegen abgefuckter Leistungsgesellschaft und sozialem Druck.

Trotz meiner kindlichen Anti-Haltung war mir tief im Innersten natürlich 1. klar, dass ich viel zu besoffen bin, um noch vernünftig konversieren zu können und 2. deutlich bewusst, dass er ja leider irgendwie recht hatte. Mumpitz. Ich hasse es, wenn andere Recht haben, schließlich lebe ich seit Jahren sorglos getreu dem Motto: Ich habe immer Recht und die anderen tragen immer Schuld. „Fetzen“ muss der Anfang, fetzen, was für ein bescheuertes Wort. Das habe ich dann meinem Bekannten auch gleich noch an den Kopf geworfen und bin solange auf der ekelhaften Ästhetik dieser Begrifflichkeit herumgeritten, bis wir endlich zu einem anderen Thema wechselten. Fetzen also… und eine größtmögliche Offenheit muss sie irgendwie auch garantieren, sonst droht man noch im selbst-gewebten Korsett der eigenen Möglichkeiten (Achtung, Zitat!) zu ersticken und das wäre unvorteilhaft.

Eine akute Nähe zum richtigen Leben lässt sich nicht leugnen…

Ewigkeiten brütet man vor sich hin, verwirft eins ums andere und verflucht die eigene Hirnflüssigkeit, die gallertartig wie zäher Kaugummi zwischen den Synapsen zu kleben scheint. Von geistigen Blitzen keine Spur, komfortable Taubheit wohin die Nerven sich auch winden. Selbst die sonst beliebte Technik des Neologisierens klappt dieses Mal nicht und das, obwohl ich doch Neologismen fast noch mehr liebe als mittelgute Orgasmen. Innerlich raufen sich schon die Haare selbst vom Schopfe, doch dann – in einem unbeobachteten Moment – schleicht sich tatsächlich ein Gedanke ins Oberstübchen, dessen nähere Betrachtung nicht ganz sinnlos erscheint. „Aventiure, Aventiure, Aventiure“ hallt es wie ein hypnotisches Mantra im Ohr nach… Oh, Aventiure! Eines meiner vielen Lieblingsworte. Wie Schuppen fällt es mir von den Augen. Der Titel muss natürlich die „Aventiure“ beinhalten.

Aber eine Aventiure, was ist das? Nun denn, die Aventiure ist eigentlich ein Teil der Gattung des mittelhochdeutschen Abenteuerromans, wobei der Zufall hier eine übergeordnete Rolle für das Schicksal des Protagonisten spielt. Gerne kreuzen dessen Weg allerlei Kreaturen wie Zwerge, Harpyien oder hinterhältige Jungfrauen, die nackt an Felsen gekettet und von Drachen bewacht auf ihre Erlösung warten, dann aber ihrem Erretter hinterrücks ein Bein stellen oder so. Eine akute Nähe zum richtigen Leben lässt sich also nicht leugnen. Außerdem ist die Aventiure ein vom Aussterben bedrohtes Wort, das ganz dringend den Anstoß zum Revival und Neuanstrich nötig hat. Ein dualer Streich sozusagen. Erleichtert lacht man sich ins Fäustchen und sinnt nach einer passenden Ergänzung.

Ein Text ohne wirkliche Aussage…

„Aventiuren des Alltags“ kommt es schließlich aus meinem Munde und nach mehrmaligem Aussprechen fühlt sich die Überschrift zwar leicht versnobbt, aber doch immer solider, immer schöner auf den Lippen an. Dies rührt natürlich vordergründig vom alliterativen Charakter der Komposition und wir alle wissen spätestens seit Formaten wie „Bauer sucht Frau“, dass die Verwendung von kessen – Verzeihung – anregenden Alliterationen à la „die bumsebienige Bauersbraut Bertine“ ein brutaler Bringer ist. Hintergründig fließt durch den Alltag eine kulturwissenschaftliche Grundkonstante in die Kolumne mit hinein und fügt sich somit gleichzeitig auch noch hervorragend in das „Berufsprofil“ (nennen wir es optimistisch ruhig einmal so) der Schreiberin. Die Offenheit ist auch gegeben, denn was ist schließlich breiter gefächert als der menschliche Alltag? Nicht sehr viel, da sind sich zumindest die europäischen Ethnologen einig.

Zwerge, Literatur, Drachen, Sex, Popkultur, Nachtleben, Harpyien, Gentrifizierung, Familie, AC/DC, Saunabesuche und immer wieder diese verflucht hinterhältigen Jungfrauen. Der Alltag ist eine verdammt unvorhersehbare Aventiure. Punkt. Ausrufezeichen. Ziemlich erstaunt wird man gewahr, dass man gerade eben den Text seiner ersten Kolumne verfasst hat, ohne dabei eine wirkliche Aussage getätigt zu haben. Viel Lärm um nichts, ein Haufen aneinandergereihter Zeichen, die auf den ersten Blick sinnhaft erscheinen, eigentlich aber völlig inhaltsbefreit sind. Hach…Fast schon eine Errungenschaft.

Zur Autorin

Jacqueline Floßmann ist 26 Jahre alt, das wird sich aber noch ändern. Sie stammt aus einem unmalerischen oberbayerischen Dorf. Das größte Highlight des Ortes? Der Kaugummiautomat links vom Misthaufen. Trotzdem hat sie nach dem Abitur Vergleichende Kulturwissenschaft in Regensburg studiert und steht wohl oder übel kurz vor dem Erlangen der ihr gebührenden Masterwürde. Aktuell arbeitet sie als Schreiberline beim Classic Rock Magazin, nebenbei vollbringt sie als Rock und Metal-DJane kometenhaft misslungene Kunststücke vor sehr wenig Publikum. Die Dame führt ein brisantbenebeltes Leben auf der Überholspur zwischen Regensburg und dem Alpenvorland und ist bekannt für ihren megalomanischen Ouzo-Konsum sowie einen außerordentlichen Geschmack bezüglich AC/DC-Songs. Kurz: Schakl F. ist der personifizierte Bürgerschreck der Neuzeit, eine Mischung aus Hippiebaronin und Easy Rider, Protzrakete und White-Trash-Poetin, eine Maul- und Klauenheldin!

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Kommentare (33)

  • Christian Feldmann

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    Sorry, einen solchen Text hab ich zum letzten Mal vor einem knappen halben Jahrhundert in unserer Schülerzeitung gelesen. Allerdings war er erheblich knapper, treffsicherer, witziger und bissiger.

  • Günther Herzig

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    Das war jetzt sicher notwendig, einen so unfreundlichen Kommentar abzugeben!?

  • Peter Lang

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    Oh je, kaum ist die quälende „Ankerkind“-Kolumne verschwunden, kommt jetzt was über Schreibblockaden, oder was? Darauf haben wir gewartet. Vielleich ein bisschen weniger Ouzo konsumieren, dann könnt es vielleicht was werden. Schakeline, tu mal lieber die Omma winken!

  • Christian Feldmann

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    @Günther Herzig: Nochmal sorry, wenn ich mich entschließe, einen RD-Kommentar zu lesen, erwarte ich ein gewisses Maß journalistischer Qualität. Und darf mich wohl ärgern, wenn ich kostbare Lebensminuten für so ´nen Schrott verschwendet habe. „Zu meiner Zeit“, wie wir Journalistenopas gern sagen, haben Redakteure so einem in die Beschreibung der eigenen Schwierigkeiten beim Verfertigen von Gedanken und Texten verliebten Nachwuchs freundlich auf die Schulter geklopft und das Elaborat dezent im Papierkorb versenkt.

  • Günther Herzig

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    Gleichfalls sorry
    Verzeihen Sie mir, dass ich Sie nicht kannte. Ihr dezenter Hinweis auf die Art von Opa, der sie sind, ließ mich googeln. Und jetzt verstehe ich auch, dass und warum Ihre Lebensminuten kostbar sind. Mein Mehrwert aus unserer „Begegnung“ ist erweitertes Wissen. So hat jetzt fast jeder etwas gewonnen, auch Frau Floßmann, die sich mehr bemühen wird oder die auf den künftigen Einsatz eigener Lebensminuten verzichten wird. So werden Menschen ermutigt!

  • liltroll

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    Grauenhafter Stil, fürchterlich bemüht und sprachlich völlig überfrachtet; vom Inhalt ganz zu schweigen – ein Gefühl von Fremdschämen stellt sich ein. Klarer Fall von „Gut gemeint ist das Gegenteil von gut gemacht“.

  • Mathilde Vietze

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    Lieber Christian Feldmann, ich teile voll und
    ganz Ihre Meinung!

  • Kulturwaerter

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    @Peter Lang: Jacqueline`s Kolumne kann bedauernswerter Weise mit Deinem vollkommen beliebigen, konsequent sinnentleerten (und darauf ist Verlaß:) möglichst belanglosen Geschreibsel im „Kulturjournal“ nicht ganz mithalten! Realsatire gibt es eben nur von echten Kolumnisten in der „Realität“. Darf auch mal lustig sein, z.B. zu Fasching oder wegen den Ostereiern, die nerven – doch nicht.

  • Magnus

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    Ich muss mich leider Christian Feldmann und Peter Lang inhaltlich anschließen.

    Was hat ein solcher Beitrag bei Regensburg Digital verloren? Er liest sich tatsächlich wie ein arg bemühter Artikel aus der Schülerzeitung. Und den Einwurf mit dem „Ankerkind“ kann ich hundertprozentig so unterschreiben.

    Regensburg Digital publiziert so großartig recherchierte Artikel, die man sonst in keinem anderen Medium in Regensburg findet und legt immer wieder die Hand auf die Wunde in dieser Stadt. Da gehören solche „journalistischen“ Schreibübungen definitiv nicht dazu.

  • Lenerl

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    Tja, Jaqueline, was soll man sagen? Du darfst die Oppas nicht so schocken! Das packen die nicht beim ersten Mal. Jetzt hast Du ihnen Angst gemacht, dass sie wieder was von ihrer mittlerweile kostbaren Lebenszeit verschwenden. Das ist eine spezifische Störung des Alters, das verstehe ich.
    Das Werk einer jungen Frau wird durch die Kommentare alter Männer doch erst komplett. Es ist ein Meisterwerk geworden, Jaqueline, herzlichen Glückwunsch! Und Du kannst dir das mit dem Omma winken natürlich sparen. Das macht u.a. der Oppa mit dem Kulturjournal ganz gut. ;-)
    Herr Herzig, es ist schön, dass Sie die Regel bestätigen, indem Sie die Ausnahme bilden!

  • Günther Herzig

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    Kontrovers! Was will die eigentlich? Stört Euer provinzielles Hickhack! Vielleicht kann die nicht einmal kochen?
    Wer hier schreibt, ist entweder dafür oder dagegen.
    Und dann gibt sie, noch nicht richtig trocken hinter den Ohren an, dass sie dabei ist einen Master zu erwerben. Jetzt müssen sich alle noch mehr anstrengen mit ihrer Kritik, weil die ja am Ende Angriffe parieren kann, auf italienisch oder englisch, beides fließend, sagt sie, ungarisch und spanisch, wohl nicht fließend. Ob das alles wahr ist, wird nun mancher respektlos einwerfen. Es scheint so, dass sie eher in das aktuelle Jahrhundert gehört, manch anderer wackere, gnadenlose Kritiker in das Jahrhundert davor.
    Ihr Beitrag hat mich nun auch nicht gerade begeistert. Das ist aber für mich kein Grund sie herabzuwürdigen.

  • eingeborener

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    Liebe Schreiberin, Sinnentleertes zu schreiben, halte ich für keine Kunst, sondern eher für einen Ausdruck der Sinnlosigkeit der Kultur, in der wir leben.
    Da ich mich eher mit der Frage beschäftige, inwieweit es für mich und die meinen ein sinnvolles Leben im hiesigen Sinnentleerten geben kann , vermisse ich hier den Nährwert. Zumindest interessant hätte ich es gefunden, wenn Sie Ihre gern zugestandene Formuliergabe für Beobachtungen über sich selbst, oder andere eingesetzt hätten.

  • mk

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    Der Weg entsteht im Gehen

    Ein erster kleiner Schritt zum „Prix Concourt“? Schon de Beauvoir geißelte die Unterdrückung weiblicher Kreativität, Intellektualität und Lust.

    https://juliakorbik.com/

    Vom „Goldenen Gott“ ggf. zur „Die Goldene Stadt“ (Sabrina Janesch, Rowohlt), für die John Waynes hier, die womöglich über die „Aventiuren des Alltags“ hinaus Lust auf „einen großen Abenteuerroman“ haben, geschrieben von einer Frau, über den Sten Nadolny meint:

    „Makellos gschrieben …. farbig und unvergesslich.“

    Wanderer, nur deine Spuren
    sind der Weg, und weiter nichts;
    Wanderer, es gibt den Weg nicht,
    er entsteht, wenn man ihn geht.
    Erst im Gehen entsteht der Weg
    und wendet man den Blick zurück,
    so sieht man auf den Pfad,
    den niemals erneut man je betritt.

    Antonio Machado y Ruiz (1875 – 1939)

  • Magnus

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    Eigentlich ist mit dem Satz „Ganz einfach deswegen, weil nicht alles des Aufschreibens würdig ist“ alles Notwendige mitgeteilt. Daran hätte sich die Schreiberin halten können.

  • Helmut Bieler-Wendt

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    Nun ja…..
    schade eigentlich.
    Nun ja.

  • hutzelwutzel

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    Im Gegensatz zu Herrn Feldmann erwarte ich hier keine „Heiligenbiografie“. LOL
    Es darf also ruhig etwas fetziger, moderner und aufheiternd sein.
    Gut gemacht!!! ;-)

  • Markus Frowein

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    Hach, wie schön ist es doch, endlich wieder einmal wahre Kunst zu sehen!

    Ein Rudel hungriger Wölfe fällt über eine vermeintlich sinnentleerte Aktion her und
    versteht nicht, dass das darüber-herfallen der eigentliche und einzige Sinn dieser
    Aktion war, was bei Kunst aber wegen der Planlosigkeit nie vorher abzusehen ist …

    Jetzt fehlt nur noch die Frage: „Was kriegen Sie denn dafür?“, dann heule ich mit.

    Vielen Dank, Jacqueline

    MfG Markus Frowein

  • Ernst Seler

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    Gesamtkunstwerk (mit Kommentaren).

    Das Zeitalter der „Opas“ (z.B. an der Regierung, Philosophie, Rechtswissenschaften) geht irgendwie zu Ende. Es springt die Frage nach Wertigkeit des „Orgasmus“ aus den Zeilen, erst beim Vorlesen fällt auf „… und lasse die Finger in froher Erwartung über der Tastatur schweben, ähnlich dem Schwerte über dem Haupt von Damokles.“
    Die städtische „männliche Elite“ fragt sich „journalistisch“, was wollen wir mit „Hinterhältige Jungfrauen und ein Anfang“.
    Als sich das Bild von „Jacqueline Floßmann“ – ist bewußt inszeniert – las ich den Artikel nicht, um die Sphäre eines so jungen Menschen als Mit-Opa nicht innerlich zu berühren. Als ich den ersten bissigen Kommentar fand, interessierte der Artikel… .
    Er las sich „musikalisch“ und ist mit seinen Klängen ein passender Akkord zur Gegenwartsgeschichte auf allen Ebenen. „…freundlich auf die Schulter geklopft“ das ist wie aus der Zeit gefallen und hinge vom „Opfer“ ab, wie dies „sexuell“ empfunden wird (auch wenn nicht so gemeint), in diesen aufregenden Zeiten.

    – Es las sich inspirierend, ernsthaft, danke…. .

  • Schwalbe

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    Frau Faßmann hat nichts zu sagen, wird sich dessen bewusst … und schreibt es auf. Dass das Nichts in Worte gefasst und dem Rest der Welt (oder einem kleinen Teil davon) präsentiert wird, ist nun gar nicht so selten, wenn auch – zumindest für den „Rest“ – ziemlich witzlos.
    Seinen Wert bekommt ein solcher Text erst durch die Reaktionen, also hier: Kommentare; so gesehen schließe ich mich hiermit diesem nichtigen Kunstwerk an, wobei es einerlei ist, ob ich es ganz toll oder total sch…e finde.
    Besonders erhellend ist die Beschreibung, der Text habe sich „musikalisch“ gelesen und er habe „Klänge“ und sei ein „Akkord“; das ist sicher alles richtig und trifft vermutlich auch zu (ich habe es nicht probiert) wenn man ihn rückwäts liest.

  • Schwalbe

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    Korrektur zu meinem post:
    Floßmann heißt die Künstlerin, Entschuldigung.

  • Thomas

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    Ich möchte nur kurz anmerken, dass der einzig wahre „Golden God“ Dennis Reynolds heißt und aus Philadelphia stammt.

  • Rosalia Genoveva

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    Die Kritik war noch viel zu schwach, sagt dem Fazi sein Schulfreund.

    Weil wozu haben wir dene Kleinen gleich nach dem erschten Wort ein Händi in die Hand druckt, nur
    damits die Alten nicht störn, wenn die damit bschäftigt seind, im Computer andere Leut niederzmacha!

    Weil das ist Hochkutltur, sagt er, Sprache muss ma als Kriegsgerät verstehn, nachher passts!

  • Joselb

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    Oh Schackeline,

    ach hätten Sie doch die Finger von billigem Ouzo und der Tastatur gelassen. Sie scheinen ein echtes Männerproblem zu haben, nach zu viel des Schnapses: unbedingt zu wollen und doch nicht zu können.

    Als ich angefangen habe zu lesen, bin ich ins Grübeln gekommen:
    „wortaffines Schreiberherz“, „voller heuchelndem Tatendrang“, „tippt man aber doch nochmal unauffällig“, „klickt etwas beschämt durch die ausgespuckten Beiträge“, „kleiner Schauer der Erleichterung durchläuft den eigenen Corpus“.

    Was soll dem Leser die Schwülstigkeit sagen? Das ist, wie später treffend kommentiert wurde, unteres Schülerzeitungsniveau, einfach blamabel. Eigentlich wollte ich nicht weiterlesen, habe den Rest dann doch überflogen. Besser wurde es nicht. Fast wären mir Schauder (ja, Schackeline, so heißt das richtig, nicht „Schauer“) über den Rücken gejagt, aber nicht einmal dafür hat es gereicht. Auch dafür war es zu belanglos.

    Den besten Ratschlag haben Sie sich selbst gegeben: „für nächstes Mal ist dann das Glas Rotwein mit Kippe und Pink Floyd geplant“.

    Vielleicht wird´s dann was!

  • Ernst Seler

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    „Die Zugehörigkeit zum intellektuellen Pöbel manifestiert sich in keiner Eigenschaft deutlicher als in der Unfähigkeit, die literarische Qualität eines Textes zu würdigen, dessen inhaltliche Tendenz einem zuwider ist.“

    Finde gerade zufällig obigen Text im Internet, bewußt keine Quellenangabe, es zählt der Gedanke.

  • Mr. T

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    Vielleicht wird es doch langsam Zeit, hier den Lesezwang etwas zu lockern, so dass gesetzte, ältere Herren nicht weiter gezwungen sind, den Gedanken von jungen Mädchen folgen zu müssen. Man sollte hier wie bei Wikipedia verfahren, wo man nur noch die Artikel lesen muss, die einen interessieren.
    Ich finde die Idee, übers Schreiben zu schreiben ganz cool für den Einstieg in eine Kolumne und bin gespannt, wie’s weitergeht. Dass der erste Text nicht unbedingt preisverdächtig ist, sehe ich nicht so schlimm.
    Zum Glück weiß niemand, dass dieser Kolumne ein großer Enthüllungsbericht weichen musste. So werden wir jetzt nie erfahren, warum die Bauträger mit dem Bischof im Rathaus wegen dem Jahn …

  • Günther Herzig

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    Nachdem uns nicht jedes Jahr ein Wolbergs geschenkt wird, an dem man sich abarbeiten kann, sollte Frau Floßmann ermuntert werden schnell nachzulegen. Das ist für alle, Opis und Jungvolk, gebildet oder ungebildet, konservativ oder progressiv, katholisch (wenige nach meiner Meinung), irgendwas anderes oder Atheisten, und so weiter, und so fort, das richtige Zündmittel, nachdem jetzt feststeht, dass der Testlauf der Autorin wunderbar gelungen ist.

  • Rosalia Genoveva

    |

    An dera Autorin regt mich der Name am meisten auf.

    Nicht mal getschendert, einfach nur Floßmann.
    Wo es politisch korrekt eingtlich FloßmannIn mit Binnen i, oder nach der Entmannung, Floßfrau heißen müssen tät.
    Oder Floß es.

  • Giesinger

    |

    @Rosalia Genoveva: Dieser Witz hat gesessen, der war saguat!!!

    Wenn auch eventuell etwas auf Kosten der Frau Floßmann.

    Das Bayerische ist halt schon eine ehrliche Sprache.
    Der Höflichkeit halber, würde ich in direkter Anrede natürlich „Frau Floßmann“ sagen.
    Wenn wir Giasinger uns aber z.B. über besagte Dame unterhielten, dann wäre Frau Floßmann tatsächlich d´Floßmannin.

    Bitte nix für ungut, Jacqueline Floßmann. Ihren Artikel verstehe ich einfach nicht. Mein Gehirn ist da falsch programmiert. Vielleicht wird es beim nächsten Artikel leichter für mich.

    Herzliche Grüße, Giesinger

    P.S. @Rosi
    Wer verdammt nochmal, ist denn jetzt der Fazi?

  • Giesinger

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    „sauguat“ natürlich.

    Leider kann man auf RD Tipp- bzw. Rechtschreibfehler hinterher nicht korrigieren. @Chef, wir haben schon mal darüber gesprochen.
    Für mich z.B. wäre es doch schon sehr hilfreich.

  • Progel

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    eher diffuses Gerede.
    Als „Kolumne“ mangelhaft bis ungenügend – soll wohl die Bemühungen reflektieren, eine ebensolche zu schreiben, naja.

  • FAN

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    @LENERL
    da kann ich nur beipflichten – wenigstens sind auch andere nichts so verbohrt

    weiter so :)

  • Hans-Peter Dantscher

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    Ja, Ich fordere auch schon länger eine Abschaffung des Lesezwangs von Regensburg Digital. Ist schon eine Zumutung das sich hier (junge) Leute ausprobieren können. Alternativ eine Qualitätskontrolle durch VertreterInnen der Kirchen, des Kulturjournals, der MZ und des Wochenblatts.

  • Rosalia Genoveva

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    Mir gfallat das schon, wenn sich die reifsten Leut jetzat überall in die Blogs und Foren viel mehr echauffeuren täten.

    Weil wenn ma früher benoten dürfen hat im Beruf, und nachher keine Schüler mehr dafür haben tät, und man die Zimmerpflanzen und den Kater und die Hausschuh schon alle nicht mehr versetzen könnt, weils zu blöd waren bei die Tests, was ma mit ihnen gmacht hat, dann könnt das irngdwann in die Depression führn. Und das kostet dann richtig viele Pulverln, bis ma nicht mehr merkt, was einen gstört hat.

    Es tät schon helfen, wenn man als Therapie für alle einsamen und ihres Lebensinnes beraubten Ex-Benoter unter jedem Artikel und Blogeitrag ein Bewertungssystem machen könnt zum Weiterüben.
    Wäre eine soziale Tat.

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