Im Rechtsstreit mit Diözese Regensburg: Der Spiegel legt Berufung ein

Print page
Im Rechtsstreit unserer Redaktion mit der Diözese Regensburg hat das Landgericht Hamburg der Diözese am 11. März in fast allen Punkten recht gegeben. Demnach bleibt es uns derzeit bei einer Strafandrohung von bis zu 250.000 Euro untersagt unsere Einschätzung zu einer Schweigevereinbarung zwischen der Diözese und einem pädophilen Pfarrer mit der Familie eines Missbrauchsopfers zu wiederholen. Bereits im Januar hatte das Nachrichtenmagazin Spiegel in einem ähnlich gelagerten Fall ebenfalls vor dem Landgericht Hamburg gegen die Diözese verloren. Demnach darf das Magazin durch entsprechende Formulierungen nicht mehr den Eindruck erwecken, die Diözese Regensburg „habe durch die Vermittlung der Geldzahlung des Kaplans an die Missbrauchsopfer erreichen wollen, dass der Vorfall nicht angezeigt werde oder sonst an die Öffentlichkeit gelange“, so das Gericht. Dies sei zwar in dem beklagten Spiegel-Bericht vom Februar 2010 („Die Scheinheiligen“) nicht offen behauptet worden, aber, so das Landgericht Hamburg weiter: „Aufgrund der gewählten Formulierungen und der Art der Darstellung gewinnt der Leser aber auch nach der Überzeugung des Gerichts zwingend einen entsprechenden Eindruck.“ Die Formulierung bleibt damit vorerst untersagt. Wie uns nun bestätigt wurde, hat das Magazin gegen diese Entscheidung Berufung beim Oberlandesgericht Hamburg eingelegt. Ein Termin zur Verhandlung steht noch nicht fest. Auch unsere Redaktion wird gegen das Urteil des Landgerichts Hamburg vorgehen, so bald uns die schriftliche Urteilsbegründung vorliegt. Wir rechnen damit in den nächsten zwei bis drei Wochen. Am Mittwoch hat das NDR-Magazin ZAPP unter dem Titel „Das Schweigegelübde der Woche“ über unseren Fall berichtet. „Wo der Geist des Herrn weht, ist Freiheit“, heißt es darin. Wer uns beim Rechtsstreit mit der Diözese Regensburg unterstützen möchte, kann das unter folgender Bankverbindung mit dem Betreff „LG Hamburg“ tun. Wir bedanken uns bei allen bisherigen Spendern, die uns seit 11. März mit 1.784,96 Euro (Stand: 18. März) unterstützt haben. Verein zur Förderung der Meinungs- und Informationsvielfalt e.V.. Volksbank Regensburg (BLZ 750 900 00) Kontonummer: 63363 BIC: GENODEF1R01 IBAN: DE14750900000000063363
Wir werden Spenden und Kosten regelmäßig offen legen. Bitte geben Sie bei der Überweisung an, ob Sie mit der Veröffentlichung Ihres Namens auf unserer Spenderliste einverstanden sind.

Trackback von deiner Website.

Bitte unterstützen Sie eine unabhängige Berichterstattung in Regensburg.

 
Verein zur Förderung der Meinungs- und Informationsvielfalt e.V.
IBAN: DE14750900000000063363
BIC: GENODEF1R01

Kommentare (51)

  • Alexander Gruber

    |

    Die Kampagne des Spiegel ist obszön und primitiv, vor allem das Titelbild. Der Spiegel war jedoch stets eine Gossenzeitschrift. § 166 StGB ist meiner Meinung
    hier eindeutig verwirklicht.

  • Veronika

    |

    @Alexander.Gruber:

    Da schreiben Sie schon richtig, …

    aber (und dies muss auch kommen) wir sind in einem freiheitlich-demokratischen Staatswesen, Existenz und Fortbestand des Staatswesens hängen – von Staats wegen – nicht davon ab, welcher und ob irgendjemand überhaupt eine kodifiziert durch „Kirchen“ vertretene Weltanschauung besitzt. Nicht vergessen: Die „Kirchen“ haben sich mit konkordatären Vereinbarungen „auf die Ebene des Staatswesens/ von Staatswesen“ begeben. Diese dann auch danach zu beurteilen ist Aufgabe und Verpflichtung jedweden demokratischen Staatswesens, sowie der freiheitlichen Presse. Gut, das Bild ist etwas „hart“, aber erklären Sie einmal einem Nichtchristen das für uns Katholiken sicher kommende „Jüngste Gericht“ und die „Hölle“, wobei es Letztere ja einmal gibt, das andere Mal wieder nicht geben soll. Der Begriff „Drohung“ bekommt hier gleich einen ganz anderen Inhalt. Übrigens ist diejenige Organisation, die sich ein Medienreferat leistet, leisten kann, weil man scheinbar zu Medien/ zur Presse anders sprechen muss, wie zu den „normalen Gläubigen“, durchaus in Kenntnis der Gepflogenheiten in diesem Staat.

  • gifthaferl

    |

    Da sollten Sie sich aber beeilen einen Volksaufstand anzuzetteln, iss ja schon länger her, der „obszöne“ Titel, sonst wird das unglaubhaft mit dem „gestörten öffentlichen Frieden“ – nicht wahr?

  • Veronika

    |

    @ Alexander.Gruber (Zusatz):

    Mit dem § 166 StGB habe ich übrigens sowieso meine Probleme (seit ich diesen überhaupt kenne), denn für die missbrauchenden Priester gilt dann wohl auch die Bibelstelle, wer sich an Kinder vergreift, dem gehöre ein Mühlstein um den Hals, …
    Nur gut, dass man in den Kirchen immer dann „liberaler“ ist, wenn es den eigenen Wirkungskreis betrifft.

  • Mathilde Vietze

    |

    Wie gut, daß es Magazine wie den „Spiegel“ gibt; er ist eine durch und durch seriöses Blatt, das sich nicht scheut,
    Dinge beim Namen zu nennen. ,

  • Mathilde Vietze

    |

    Mein Gott, Alexander!

  • Immanuel K. Anti

    |

    Beginnen wir mit dem gemeinsamen öffentlichen Verbrennen von Tonträgern von „Elvis Presley“ oder den „Beatles“, begleitet durch öffentliches gemeinsames Beten!

  • naja

    |

    Naja, ob der Spiegel ein durch und durch seriöses Blatt ist, möchte ich doch sehr in Frage stellen. Siehe Kampagnen gegen FJS-Familie, Kohl usw.

  • Alexander Gruber

    |

    Es ist für mich nicht nachvollziehbar, dass Roman Polanski ohne einer Erregung öffentlichen Ärgernisses mit einer 13jährigen schlafen kann, während jeder Fall von Missbrauch in der Kirche dazu benutzt wird um auf dem Niveau des Stürmer gegen die kath. Kirche zu hetzen.

  • Dodi

    |

    sie haben Recht, obszön und primitiv, das sind die Priester und Sie ebenso. Haben SIE was zu verbergen, weil Sie sich so für die Pädophilen einsetzen?

  • domiNO

    |

    Ach mei, der Alexander sollte sich mal nen Rechtskommentar zulegen. Wenns ihm zu teuer it, kann er ja auch im Internet recherchieren. Es sei ihm versichert, dass die kath. Kirche genug Anwälte beschäftigt, die – soweit sein vermuteter Straftatbestand vorläge – eingeschritten wären, wenn er nur annähernd recht hätte.

  • Karl Murxi

    |

    Ob Mathilde weiß, daß der Gründer und Spiritus rector des angeblich so seriösen „Spiegel“, Rudolf Augstein, Mitglied im „Reichsverband der deutschen Presse“ war, der „Nicht-Arier“ aus der Öffentlichkeit ausschloss? Im übrigen unterstützte Augstein als Autor den“Völkischen Beobchter“, das Zentralorgan der NSDAP, gerne nachzulesen in der „Biographie“ Augsteins, der der langjährige Spiegel-Redakteur Peter Merseburger verfasst hat (Merseburger, Peter, Rudolf Augstein. Biographie, München 2007, S. 39 ff., insbesondere S. 55). Er schreibt: „Einmal das Leben wägen, dem Tod ins Auge, das kalte, klare schauen, unbewegt! Das Leben einfach wie Hirten leben, einmal das Herz in Händen halten jung und groß – das bist du, o Zuchtmeister Krieg! Wen Du packtest und wieder ließtest, der ist gefeit.“ Verherrlichung des Krieges? Kein Wunder, daß der Gute seine Kreatur „Spiegel“ selbst als „Sturmgeschütz“ bezeichnete, angeblich „Sturmgeschütz der Demokratie“, aber offensichtlich in Nachfolge der zuchtmeisterlichen Sturmgeschütze unweit des russischen Orel … Beweis für die Hypothese einer Kontinuität zwischen Hitlerdeutschland und der Bundesrepublik Deutschland? Von einer Heiligsprechung Augsteins sollte da aber doch sehr deutlich abgesehen werden, und auf sein national vergiftetes Evangelium – natürlich antikirchlich geprägt – können wir gerne verzichten. Naturgemäß konnte er mit Konrad Adenauer nichts anfangen, ja er bekämpfte ihn, vertrat der doch erfolgreich all das, was Augstein (preußische Prägung seiner Kindheit!) in Wirklichkeit ablehnte: Öffnung Deutschlands weg vom gescheiterten Kulturbegriff hin zur Zivilisation des Westens etc.

    Insofern das Statment von Alexander Gruber kann man nur unterstützen!

  • gifthaferl

    |

    Ich hoffe wirklich sehr, dass Sie nicht von sich sagen müssen, Sie hätten auch nur 1 Semester Jura studiert.
    Was hat nun Polanski mit Stgb § 183a zu tun, den sie nun anscheinend auch noch mit dem §166 verwechseln?
    Erregung öffentlichen Ärgernisses und Störung des öffentlichen Friedens sind zwei verdammt verschiedene Stiefel – und Polanski wurde verurteilt – freilich nicht nach StGB §183a – wie auch, da er den Straftatbestand nicht erfüllte – zumal nicht in Deutschland!

    Über Sexualstraftaten wie sexuellen Missbrauch darf aber Ihrer Ansicht nach nicht berichtet werden, sonst ist das „Stürmer“?
    Oder nur nicht, wenn es sich bei den Tätern um katholische Priester handelt?

    Schön vertuschen und den gnädigen Mantel des Schweigens über die scheinheiligen Täter, wie’s der Brauch ist bei den Katholen, und auf die Opfer geschissen – auch auf zukünftige, aber klar – wen interessiert das, solange nur der Schein der „Heiligkeit“ bleibt, nicht wahr!?

    Man möchte in Köpfe die solches mit Inbrunst verbreiten nicht schauen müssen!

  • domiNO

    |

    Ich bin entsetzt, welche Literatur Sie statt der von Ihnen so bezeichneten „Gossenzetschrift“ Spiegel Sie lesen, um die Kommentare hier damit überhaupt vergleichen zu können. Ich möchte Ihr Referenzpresseorgan nicht kennen lernen.

  • jochen

    |

    Ich kann Ihnen in Ihren Ausführungen nur zustimmen. Vieles im Spielel ist sehr zwielichtig, was an der mangelnden Recherche liegt!
    Hier, auf dieser Seite, wird schon immer mit zweierlei Maß gemessen. Das kann man ja lesen. Wenn Roman Polanski mit Kindern schläft, egal ob in Deutschland oder anderso, muss er bestraft werden, aber er geht straffrei aus – ist das jetzt ein Kavaliersdelikt? Nur weil man Roman Polanski heißt. Dafür haben anscheinend so manche hier Verständnis. Gehts noch!!!!!
    Aber ihr vielen Kirchenhasser seid so verblendet, dass ihr Dinge nicht mehr objektiv betrachten könnt und nur noch euren Hass durch unwahres Geschreibsel ausdrückt. Aber das ist man ja von dieser Seite gewohnt.

  • vera

    |

    Wo bin ich denn hier gelandet?!

  • Alexander Gruber

    |

    Mein Referenzpresseorgan war der Rheinische Merkur vor seiner Übernahme durch die ZEIT. Auch kath.net gefällt mir oder der Osservatore Romano. konkret ist auch nicht schlecht. Ich habe zwei Gesetzeskommentare im StGB Widmann/Schmitt/Satzger und Fischer. Aber wenn Sie eine Ahnung von Jura haben, dann wissen Sie, dass es oft eine hM und eine MM gibt. Die CCC ist ja nun leider nicht mehr in Kraft (Scherz)!

    PS: Ich habe Verständnis für Leute, die ihre BeatlesCD verbrennen.

  • Alexander Gruber

    |

    Ich bin Diplom-Jurist. Studiert habe ich in Augsburg. Im April beginne ich mit meinem Referendariat.

  • luna schneck

    |

    Bischof Müller ruft auf zum Beten für die Opfer in Japan. Das ehrt ihn ja, diese Tragödie ist grausam.
    Aber, für die Opfer seiner Arbeitnehmer, für die er die Verantwortung hat, aber nie dafür eingetreten ist, hat er wohl kein Mitgefühl, hab noch nichts mitbekommen, dass hier ein Aufruf gestartet wurde.
    Müller sie tun mir leid. Gerichtliche Klagen , wozu, bei all diesem Elend auf der Welt, wär das ganze viele Geld nicht besser auszugeben?
    Übrigens Herr „Bischof“ Müller, sind die Missbraucher (diese armseligen Männer, die sich an Kinder vergehen mussten) die Toten, denn nun im Himmel oder in der Hölle? Egal wie lange ich nachdenke, ich komm auf kein Ergebnis
    Ich glaub die will keiner, oder? Selbst der Teufel kann die doch nicht wollen, also trifft man die dann im Himmel wieder? Brrrr… mich schüttelts.

    Bussi U.

  • domiNO

    |

    Ach so, jetzt wirds mir klar, er will hier durch massives Anbiedern an die altehrwürdige heilig-katholische Kirche potentielle einschlägige Klienten angeln und übt schon mal, eine entsprechende Position zu vertreten, die nicht notwendig seine ist.
    Von mir gibts zu diesem Thema keinen weiteren Kommentar mehr.

  • VonFernSeher

    |

    Im Regensburger Stadttheater. Nachos mit Salsa La Costeña sind das neue Popcorn.

  • Dolittle

    |

    Der Herr Diplomjurist wird also auch so einer der Winkeladvokaten, die sich das Recht so hinbiegen, wie es die Interessen, die sie vertreten, gerade erfordert… Mal kucken, wie er sich so im Referendariat so schlägt, wenn der Staat austestet, welche zukünftigen Juristen am schnellsten und erfolgreichsten ihre Akten vom Tisch kriegen. Rechtsverdreherei ist da nicht gerne gesehen.

    Die Gotteslästerung in § 166 StGB ist im Übrigen längst abgeschafft. Jetzt heißt es dort ganz neutral „Beschimpfung von Bekenntnissen“. Und die Beschimpfung reicht auch noch nicht aus, jene muss objektiv „geeignet sein, den öffentlichen Frieden zu stören“. Fühlt sich der eine oder andere fundamentalistische Katholik in seinem Frieden gestört, reicht das noch nicht aus. Auch wenn er das gerne hätte, so findet sein individuelles sittliches Anstandsgefühl seine Grenzen in den Grundrechten Dritter. Hier also der Presse- und Meinungsfreiheit, deren große Bedeutung für das freiheitlich-demokratische Gemeinwesen vom Bundesverfassungsgericht häufig genug betont worden ist.

    Im Übrigen wird jener öffentliche Friede durch eine autoritäre, undemokratische und frauenfeindliche Katholische Kirche wesentlich mehr gestört, als durch die Kritik an jener Organisation. Das gilt erst recht, wenn sich jene Kirche glaubt über das Recht setzen zu dürfen und Straftaten ihrer Würdenträger vertuschen zu müssen.

  • Thomas Häntsch

    |

    Ach, Herr Gruber,
    Sie mögen sicher in der Juristerei beschlagen sein, doch vom Leben verstehen Sie scheinbar nicht viel. Wenn dem nicht so wäre, würden Sie die Realitäten wahrnehmen. Sie verstehen es sehr gut, in bekannter Art und Weise mit einem Typus von Fensterpredigt gegen fortschrittliches Gedankengut anzurennen. Doch die Zeit ist nicht stehen geblieben. Der „Spiegel“ und andere Medien, ich selbst schreibe und das auch für einen Pressedienst, sind diejenigen, welche die Tatsachen in der Kirche und die von den Herren der Kirche selbst aufgestellten (heute überholten) Moralvorstellungen gegeneinander stellen und Schlüsse daraus ziehen. Wenn in der katholischen Kirche Wort und Tat eine Harmonie bilden würden, dann hätte man vielleicht keinen Ansatzpunkt für Artikel, gegen den Sie jetzt vorgehen werden. Im Übrigen sollten Sie sich als Jurist die Urteile der letzten Jahre anschauen. Sie werden feststellen, dass sich die Gerichte inzwischen an Recht und Gesetzt halten und entsprechend urteilen. Staatliches Recht, Herr Gruber, nicht das verschrobene Kirchenrecht.
    Guten Tag.

  • W.Müller

    |

    Das obige Bild des kath. Würdenträgers, die Hand am Glied, (fehlt nur noch „ Lasset die Kindlein zu mir kommen“) sagt mehr als 1000 Worte und wieder war es mal der Spiegel, der Schrecken der Spitzbuben und Vertuscher. (Montag ist Spiegeltag auch im Bundestag) Am Aufheulen der Ertappten kann man jeweils die Wahrheit am besten erkennen. (Ob es die Waffenschiebereien des FJS, die Bargeldzahlungen an Kohl, die Partei-Spendenaffären mit Hilfe der katholischen Kirche etc. waren, der Spiegel hat sie alle aufgedeckt. Wenn Leute wie Alexander Gruber ihre Meinungsbildung aus Rheinischer Merkur (war kurz vor der Pleite) und den noch schwachsinnigeren Kath. Net beziehen, ist sein Niveau und seine Statements erklärlich oder er will sich dem Bischöflichen Ordinariat als tapferer Gotteskrieger andienen, die haben großen Bedarf an Rechtsberatung. Nicht umsonst ist der Spiegel die einzige deutsche Zeitung, die in englischer Sprache weltweit von New York bis Hong Kong zu haben ist und praktisch ohne Anzeigen auskommt. Schauen sie doch mal ins Impressum und sehen von wo aus ihre hochkarätigen Korrespondenten vor Ort weltweit kompetent berichten und praktisch von jedem Staatsmann weltweit empfangen werden, sogar vom Papst.
    Verehrte Kommentatoren in dieser schweinischen Angelegenheit haben sie mit hervorragenden Argumenten eindeutig Stellung bezogen gegen Alexander Gruber, den lieben Paul und Genossen Vertuscher (Wessen Brot ich esse dessen Lied ich singe oder singen werde).
    Weitere Argumente kann ich mir deshalb sparen.
    Kein Pardon mehr für die christlichen Kinderficker und ihre noch schlimmeren Vertuscher

    W.Müller (Heide)

  • Martin Oswald

    |

    kreuz.net dürfte Ihnen noch mehr gefallen.

  • Veronika

    |

    Danke, für diese offenherzigen Worte, Herr Gruber!
    Wenn Sie schon in Augsburg, so nahe bei Ex-Bischof Mixa Jus studiert haben, warum sehen Sie nicht zu, dass Sie in irgendein Bischöfl. Konsistorium kommen. Da hätten Sie doch sehr viel Spass und Arbeit, vor allem wenn Sie dann – fernab vom Osservatore und vor allem vom CIC nur noch nach diözesanen Vorschriften juristisch arbeiten, und so manche Sache dann vielleicht doch nicht mit dem eigenen Gewissen „vereinbaren/ verarbeiten“ können.
    Für Ihr Referendariat die wirklich besten Wünsche! Sie werden wohl sehr schnell erleben, dass im aktiven juristischen Bereich so Manches rein gar nichts mit Paragrafen zu tun hat, obwohl danach auch Recht gesprochen wird.

  • Veronika

    |

    Also bei „frauenfeindliche kath. Kirche“ muss ich entschieden protestieren! Überall in der Röm.-Kath. Kirche sind Frauen, tun dort deren höchst respektierten Dienst. Nur das Diakonat oder gar die Priesterweihe und Folgendes sind Männern vorbehalten. Ist aber doch auch klar, denn eine Frau kann Kinder bekommen, und könnte – dies nur als weiteren Punkt – deren Kindern dann in einem solchen Umfeld Posten übertragen. Da kämen wir dann wieder ins Mittelalter zurück, wo dies aber auch Männer zustande gebracht hatten. ;-)

  • Pragmatiker

    |

    (Zitat W.Müller):
    „Nicht umsonst ist der Spiegel die einzige deutsche Zeitung, die in englischer Sprache weltweit von New York bis Hong Kong zu haben ist und praktisch ohne Anzeigen auskommt.“

    — Äh, lieber Herr Müller, auch wenn ich Sie jetzt unsanft auf den Boden der Tatsachen zurückbringen muss:

    „Der Spiegel“ ist meilenweit davon entfernt, „ohne Anzeigen“ auszukommen. Im Gegenteil: Er finanziert sich zu mehr als 50 % durch Anzeigen (wie übrigens beinahe jede andere Zeitschrift und Zeitung auch, Ausnahmen wie „Test“ bestätigen die Regel).

    Und darüber, was Spiegel-Redakteure tatsächlich „aufgedeckt“ haben (und wie oft sie stattdessen auf Stories aufgesprungen sind, die andere aufgedeckt haben), kann man ebenfalls anderer Meinung sein.

    Es soll Menschen geben, die den „Spiegel“ als „Bild-Zeitung für Intellektuelle“ bezeichnen.

    Ich bin einer davon.

  • Roland Hornung

    |

    @ Pragmatiker

    Ich stimme Ihnen zu ! Ich gehe sogar so weit, den Spiegel als “ Bildzeitung für Pseudo-Intellektuelle “
    zu bezeichnen :-)

    Die dortigen Recherchen sind keineswgs immer gut, oft wird oberflächlich berichtet, manches ist sogar
    falsch. Was “ Nahost “ betrifft – unsere Kernkompetenz – kann man wohl der Spiegelredaktion durchaus
    ( über deren Berichterstattung ) sagen : “ Setzen, mangelhaft ! “

    Markige Sprüche ersetzen leider oft fehlende Qualität. Und leider lassen sich viele Leser von markigen
    Sprüchen anscheinend beeindrucken ?

    Natürlich ist vieles “ relativ „. Im Vergleich zum noch viel, viel schlechteren “ Focus “ ist der “ Spiegel “
    richtig gut.
    Es stellt sich natürlich jetzt die interessante Frage, welches deutsche Presse-Organ denn dann
    wirklich “ gut “ ist ? :-)

    Ihr Roland Hornung

  • Pragmatiker

    |

    >> Natürlich ist vieles ” relativ “. Im Vergleich zum noch viel, viel schlechteren ” Focus ” ist der ” Spiegel ”
    richtig gut.

    Da haben Sie recht!

    >> Es stellt sich natürlich jetzt die interessante Frage, welches deutsche Presse-Organ denn dann
    wirklich ” gut ” ist ?

    Ich würde Ihnen gerne eine Antwort geben, allerdings nicht an dieser Stelle. Würde unglaubwürdig rüberkommen und mir wohl als plumpe Schleichwerbung ausgelegt.

    – Am besten dürfte es aber immer noch sein, mit angeschaltetem Hirn alles mögliche quer zu lesen (ich nenne jetzt keine Namen, da auch die Z aus HH, die S aus M und die F aus F überschätzt werden). Also regelmäßig auch den „Spiegel“ lesen (im Bewusstsein, wie boulevardesk der mittlerweile ist), dreimal im Jahr die „Bild“ und notfalls sogar ab und an die MZ. Und natürlich ab und zu auch ausländische Medien. Die haben oft einen ganz anderen Blickwinkel.

    Und dann sich eine eigene Meinung bilden.

    Leider (ja: leider!, zumindest aus Sicht ernsthafter Journalisten) sind einige Blogs (z.B. Rgbg-dig.; niggemeier.de; scienceblogs, Bildblog, uva) inzwischen oftmals „besser“ (will sagen: unabhängiger, objektiver, recherchierter, …) als die ehrwürdigen Verlags-Dickschiffe aus den Häusern Holtzbrinck, Gruner&Jahr & Co.

    Wer heute gut informiert sein will, kommt ums Bloglesen daher nicht mehr herum.

  • Dolittle

    |

    Nicht frauenfeindlich?

    Ne, richtig, das wird wettgemacht durch eine gottgleiche Marienverehrung, durch die hierdurch verursachte Überhöhung der Jungfräulichkeit und weiblichen Unschuld und viele, viele Häushälterinnen, die aufopferungsvoll den Priestern erst die Ausübung ihres Amtes ermöglichen.

    Natürlich können mit Recht nur Männer Stellvertreter Gottes auf Erden sein, können nur Männern Sakramente vorzunehmen Obwohl sowohl für Staat und Recht kein Unterschied gemacht wird, als auch vor Gottes Angesicht alle gleich sind. Denn alle Jünger Jesu waren nun mal Männer. Weil zu der Zeit auch nur Männer Kaiser waren oder Ehebrecherinnen noch gesteinigt und Aufrührer/Gotteslästerer noch gekreuzigt wurden, müsste eigentlich auch dies noch heute entsprechend befolgt werden.

    Leider gibt es zu viele gottlose Personen, die die Diktatur eines säkularen liberalen Staates errichtet haben, der die Meinungsfreiheit als Götzen verehrt und die konsequente Befolgung der Gebote Gottes verhindert. Aber gerade deshalb ist es legitim, mit allen Mitteln, die dieser Staat in seiner Naivität zur Verfügung stellt, gegen Gotteslästerung und Hetzkampagnen gegen die Heilige Katholische Kirche unbarmherzig vorzugehen. Unbarmherzig!

  • Roland Hornung

    |

    Eigentlich gibt es nur zwei Möglichkeiten, die Halbwahrheiten der Presse zu entlarven:

    a.) Man recherchiert selbst – das geht aber meist nur regional

    b.) Oder man versteht selbst wirklich etwas von der Sache

  • Pragmatiker

    |

    So ist es, und so bin ich auch darauf gekommen, dass die Spiegel-Redakteure zu den beiden einzigen Themen, von denen ich wirklich viel verstehe, definitiv & regelmäßig Bullshit schreiben (oder dass sie schlicht zu faul oder zu unfähig sind, vernünftig zu recherchieren).
    Und wenn dies bei den restlichen Ressorts auch so sein sollte… ojeoje.

    Aber es gibt ein paar wenige seriöse Medien. Natürlich nicht im TV (oh Graus!) oder Rundfunk (würg! (*)), auch nicht bei den Blättern mit hoher Auflage, aber es gibt sie. Und eben immer öfter online.

    (*) Bitte kommen sie mir jetzt nicht mit BR2! Höre ich meist gerne, allerdings seit kurzem nicht mehr so gerne. Nämlich seitdem sie den unglaublich dummen und tendenziösen Esoterikschinken „Am Anfang war das Licht“ in den Himmel gelobt haben. Seitdem hat sich meine Meinung über diesen Sender doch sehr relativiert.

  • Roland Hornung

    |

    @ Pragmatiker

    Ja, Zustimmung ! Zu meinem Gebiet schreibt der “ Spiegel “ auch meist oberflächlichsten Krampf,
    oft miserabel recherchiert oder eben sehr “ markig formuliert“, was der toitschen Seel ja meist gut
    gefällt :-(

    Man kann – eher als eine Art “ empirischer Beweis „, ob eine Zeitung gut oder schlecht ist – ja mal
    bei den wichigsten Zeitungen/ Zeitschriften nur “ sein(e) Spezialgebiet(e) “ darauf hin abklopfen, wie
    das dort jeweils behandelt wird, und bekommt dann schon einen ersten Eindruck. Bei den meisten Zei-
    tungen kommt es ja auf Werbe-Einnahmen ein, und diese wiederum hängen von der verkauften Auflage
    ab, also muss man „verkaufsorient “ berichten, eben so, was der Deutsche hören will, dass eben Otto
    Normalverbraucher und Lieschen Müller genau ihre Meinung bestätigt bekommen :-(
    Dazu ein Schuss markiger Worte ( “ wir sind wieder wer“, “ denen haben wir es gezeigt „, und ähnlichen
    Quatsch ), und das ergibt bei vielen großen Zeitungen dann die Presse-“ Qualität “ :-(
    Der “ Spiegel “ ist da auch eher unterer “ Durchschnitt „.

    Sicher gibt es ein paar ( kleinere ) Presse-Organe oder blogs, die auch gut berichten.

    Ihr Roland Hornung

  • Helmut Matias

    |

    na und, was hast du schon für die Menschheit geleistet? MfG

  • Helmut Matias

    |

    Das frage ich mich auch!
    MfG

  • W.Müller

    |

    @GHornung Pragmatiker
    Sie haben ja völlig recht, dass es von Spezialisten wie sie von verschiedenen Sachgebieten , Kritik geben kann. Ich will ja auch keine Spiegelwerbung machen. Nur Eines ist wichtig für unsere über Allem stehende demokratische Lebensform, umfassende von Machthabern nicht beeinflussbare Informationen zu erhalten. Zeitschriften wie der Spiegel, Regensburg-Digital zBsp. erfüllen dies in hervorragender Weise und nehmen kostenintensive Abmahnungen und Klagen in Kauf um ihre Leser ohne Beeinflussung durch jegliche Machthaber, zu informieren.
    Welche Zeitungen sonst, haben z. Bsp. die Diözese Regensburg als Planet des Schreckens detailiert dargestellt mit dem Papstbruder Ratzinger als Hauptdarsteller. Regensburg-digital hat die Missbräuche der Diener Gottes an Kindern dort penibel aufgedeckt. Dass man sich dabei viele Feinde bei den Ertappten erwirbt, dürfte Allen klar sein. Was mich viel mehr beeindruckt hat, ist das spontane Spendenaufkommen und die unzähligen positiven Forumsbeiträge der Bürger für die Unterstützung regensburg-digital bei der Abmahnung durch Bischof L.Müller. (vox populi-vox dei) Wenn sie verehrte Forumsteilnehmer für ihre eigenen Wissensgebiete besonders hohe Anforderungen an Informationen stellen, stehen ihnen hochspezialisierte Fachzeitungen für praktisch jedes Wissensgebiet zur Auswahl. Die Zeitungen, müssen auch und ihre Auflage denken, zu hochspezialisierte Ausführungen würden nur Wenige kaufen, die extrem hohe Auflage des teueren Spiegel (4€) kaufen die Menschen wegen der hervorragenden Informationen (schauen sie mal ins Spiegelarchiev, einzigartig in der BRD, da finden sie jede Einzelheit über jeden Vorgang seit 60 Jahren)
    Danke fürs Lesen, keine Gnade für die Kinderficker und Vertuscher

    W.Müller

  • Pragmatiker

    |

    Der Spiegel ist wichtig, keine Frage, lieber W.Müller.
    Allerdings wäre mir ein Spiegel noch viel lieber, der nicht so derart, gerade in den letzten Jahren, auf den Boulevard schielen würde, und der nicht so verdammt oft Fakten zugunsten einer schmissigen Pointe beiseite lassen würde.

    Positiv am Spiegel sind mir in letzter Zeit eigentlich nur die (schon immer hervorragenden) Gerichtsreportagen von Gisela Friedrichsen und die durchdachten Kommentare von Jakob Augstein aufgefallen. Das aber ist leider viel zu wenig für ein Organ, das von Weltrang sein möchte (und diesen Anspruch auch haben sollte).

    Hingegen extrem negativ aufgefallen ist mir zum Beispiel die lächerliche Titelgeschichte über die Bild-Zeitung neulich. Da stand nicht mehr drin, als man seit Jahren ohnehin bei Bildblog.de nachlesen konnte, ergänzt durch ein harmlos-doofes Interview mit Bild-Chefredakteur Diekmann, das jeder 17-jährige Schülerzeitungsredakteur besser, bohrender und kritischer geführt hätte. Peinlich, peinlich für ein angebliches „Sturmgeschütz der Demokratie“, liebe Spiegel-Redakteure! Habt Ihr in Hamburg niemanden, der gute Interviews führen kann? Und niemanden, der selber etwas (womöglich sogar Neues) zur Bild recherchieren kann? Wäre das Interview von Bild-Mann Diekmann nicht autorisiert worden, wenn es kritischer und strategisch geschickter geführt worden wäre? Diese angebliche Bild-„Enthüllungsgeschichte“ (in Wahrheit nur ein peinliches „Die Bild-Zeitung ist schlecht-warum, wissen wir auch nicht so genau“ Geschichtchen) war ein journalistisches Armutszeugnis.

    des Spiegel hat mich endgültig davon überzeugt, dass der Spiegel hoch überschätzt wird.

  • Roland Hornung

    |

    @ Pragmatiker

    Ich kann und will hier nur voll zustimmen !

    Der Spiegel hat sicher seine Stärken, er ist auch wichtig – aber: Er wird weit überschätzt !

    Auch was “ Nahost “ betrifft, rechechiert er oft falsch ( oder gar nicht ? )., auch hier schielt er nach dem
    Boulevard und schreibt oft das, was man in Deutschland in gewissen Kreisen gerne hört. Mit der Realität
    hat das dann allerdings kaium etwas zu tun :-)

  • W.Müller

    |

    Verehrte Forumsteilnehmer
    Leider ist unser Thema Missbrauch durch Diener Gottes in der Diözese Regensburg durch die Spiegeldebatte etwas in den Hintergrund geraten. Lassen sie mich den neuesten Bericht von Spiegel-Online wiedergeben vom 25.03.2011. Dies sollte ein Maßstab für Regensburg sein. Seinen Sexualtrieb an Kindern der Diözese Regensburg zu befriedigen, darf für die Diener Gottes nicht unvorstellbar billiger sein als in USA. Die Schäden an den Kindern sind weltweit gleich.

    Sexueller Missbrauch
    Jesuiten zahlen 166 Millionen Dollar Entschädigung

    Späte Entschädigung für Opfer sexuellen Missbrauchs in den USA: Jesuiten im Nordwesten der USA wollen etwa 500 Personen insgesamt 166 Millionen Dollar zahlen. Mitglieder der katholischen Glaubensgemeinschaft hatten sich an den Opfern vergangen.
    Info

    Seattle – Jesuiten im Nordwesten der USA haben Entschädigungszahlungen von 166 Millionen Euro zugestimmt. Das Geld soll an etwa 500 Personen gehen, die in Einrichtungen der katholischen Ordensgemeinschaft missbraucht wurden. Nach Angaben der „Seattle Times“ ist es die bisher größte Summe, die eine Glaubensgemeinschaft innerhalb der katholischen Kirche zahlt.

    Die Einigung verlangt auch, dass sich die Glaubensgemeinschaft schriftlich bei den Opfern entschuldigt und ihnen Zugang zu ihren persönlichen Akten, etwa zu medizinischen Dokumenten, verschafft.

    Im Nordwesten der USA unterhält die Glaubensgemeinschaft Schulen in den US-Bundesstaaten Oregon, Washington State, Idaho, Montana und Alaska. Die Opfer waren in diesen fünf Staaten in Einrichtungen der Glaubensgemeinschaft Schüler.

    Viele der Missbrauchsopfer waren Indianer oder Ureinwohner Alaskas. Manche von ihnen wohnten in abgelegenen Dörfern oder gingen in katholische Internate. Opfer warfen den Jesuiten vor, die Dörfer und Reservate als Abschiebeort für Problempriester benutzt zu haben. „Vielleicht war der Gedanke: ‚Kleine indianische Mädchen sagen nichts'“, sagte ein Opfer laut der „Seattle Times“. Die Glaubensgemeinschaft hat diesen Vorwurf bestritten.

    Die Nordwest-Provinz der Jesuiten hatte sich zuvor bereits mit 200 Opfern geeinigt, danach Bankrott angemeldet und behauptet, die Entschädigungszahlungen hätten die Rücklagen aufgebraucht. Die Opfer hatten dagegen argumentiert, die Region der Glaubensgemeinschaft sei immer noch wohlhabend, weil sie mehrere Universitäten, Schulen und Grundstücke besitze.

    Die Entschädigungszahlungen gelten als die drittgrößte Summe, die eine Glaubensgemeinschaft der katholischen Kirche je gezahlt hat. Die Diözese Los Angeles hatte 660 Millionen für 508 Opfer aufgebracht, die Diözese San Diego 198 Millionen für 144 Opfer.
    Link:http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,753274,00.html

    Keine Gnade für Kinderficker und deren Vertuscher

    W.Müller

  • Alexander Gruber

    |

    @W.Müller

    Bei dem einfachen Schreibstil und dem Ausspruch „Keine Gnade“ würde es mich nicht wundern, wenn Sie für die Todesstrafe für … sind.

  • VonFernSeher

    |

    Wie wäre es denn, wenn Sie beim nächsten Mal einfach nur verlinken und nicht den ganzen Beitrag herüberkopieren. Sonst ist es dann vielleicht nicht der Spiegel, sondern die FAZ und Herr Aigner muss sich noch einmal aus dem Topf für seine rechtliche Vertretung bedienen.

  • Pragmatiker

    |

    @Alexander Gruber:

    Mit Ihren tief unter die Gürtellinie zielenden Beleidigungen disqualifizieren Sie sich lediglich selber. Aber das merken Sie wohl gar nicht, Herr Gruber?

    @W.Müller:

    Das stimmt ; zwischen den genannten 166 + 660 + 198 Millionen Dollar (für knapp 1200 Opfer; also ca. 850.000 Dollar/Person) und den „bis zu 5000 Euro“, die die hiesigen Bistümer (nicht mal jedem) Missbrauchten „gnädigerweise“ hinwerfen wie einem räudigen Hund, ist durchaus eine gewisse Diskrepanz festzustellen.

    Allerdings wurde das eine vermutlich unter Beteiligung von US-Gerichten beschlossen (man hat sich „geeinigt“ – wohl nicht ohne Schlichter), das andere hingegen ist eine „freiwillige“ Leistung der hiesigen Bistümer (…ähem, wieso kommt mir jetzt bloß wieder dieses in R verbotene Wort mit Sch in den Sinn…?).

    Viel mehr als der bloße Geldunterschied pro Person …

    (die Amis haben halt auch ein bizarr ausgeufertes Justizsystem, gerade in punkto Entschädigung – und raten Sie mal, was der Rest der missbrauchten US-Opfer denn bekommt: Genau: nichts, weil die dortige Kirche jetzt angeblich oder tatsächlich pleite ist!)

    … stört mich allerdings, wie herablassend gnädig der kirchliche Umgang mit den hiesigen Opfern ist; dies lässt noch viel tiefer blicken als der offensichtliche Geiz der Oberpfälzer Katholen und deren Bigotterie bei Dingen wie Nächstenliebe, Verzicht, etc.

  • W.Müller

    |

    @ Alexander Gruber
    Ich gebe ja zu, dass ich in dieser schweinischen Angelegenheit der Diener Gottes eine einfache aber deutliche Sprache verwende. Die Todesstrafe lehne ich selbstverständlich ab, auch wenn die betroffenen missbrauchten Kinder für ihr ganzes Leben geschädigt sind und eine nachgewiesene erhöhte Selbstmordrate aufweisen. Dies hindert sie persönlich jedoch nicht, diese Vertuscher moralisch zu unterstützen.
    Lassen sie mich in Ihrem Falle unseren berühmten Heimatdichter und Anwalt Ludwig Thoma zitieren: „Er war Jurist und auch sonst nicht besonders helle“.
    Mein Vorschlag statt Todesstrafe,den angehenden Dienern Gottes einfach nur die Eier abzuschneiden, hat nur Vorteile für die Betroffenen und Allgemeinheit:
    1. Sie Können sie keine Kinder mehr missbrauchen.
    2. sie können selbst in den höchsten Tönen im kirchlichen Knabenchor singen und der Papstbruder Ratzinger braucht keine Stühle mehr nach ihnen zu werfen und er verliert sein Gebiss nicht mehr vor Wut.
    3. Agressionen wie sie Bischof Mixa hatte, würden bei den Kastraten niemals auftreten und viele Kinder würden weniger Prügel beziehen. Im alten China hatte man das schon vor einigen tausend Jahren erkannt und hat wichtige Ämter ausschließlich mit Kastraten besetzt. Papst Benedikt hätte das umstrittene Thema Zölibat vom Halse
    4. Das Gott gegebenes Keuschheitsversprechen der Diener Gottes kann leichter eingehalten werden.

    Vielen Dank für die Vorlagen die sie mir gegeben haben. Immerhin haben sie ihre Wut ganz gut unterdrückt. Dass man in der heutigen Zeit die Kirche derart offen auf ihre jahrhundertelangen Verbrechen hinweisen kann, ohne verbrannt zu werden ist der größte Fortschritt. Kämpfen wir alle dafür weiter zusammen mit Spiegel und regensburg-digital.
    Danke fürs Lesen
    W.Müller

  • Alexander Gruber

    |

    Sie fordern öffentlich zur Kastration von Priestern auf.

    § 111 Öffentliche Aufforderung zu Straftaten

    (1) Wer öffentlich, in einer Versammlung oder durch Verbreiten von Schriften (§ 11 Abs. 3) zu einer rechtswidrigen Tat auffordert, wird wie ein Anstifter (§ 26) bestraft.
    (2) Bleibt die Aufforderung ohne Erfolg, so ist die Strafe Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe. Die Strafe darf nicht schwerer sein als die, die für den Fall angedroht ist, daß die Aufforderung Erfolg hat (Absatz 1); § 49 Abs. 1 Nr. 2 ist anzuwenden.

  • jochen

    |

    @ Müller

    Wie wäre es, wenn Sie mal über die Väter, Onkel, Familienfreunde usw. auch in der gleichen Art energisch vorgehen würden, wie Sie es hier so primitiv mit Priestern und Ordensangehörigen machen. Da laufen nämlich viel viel mehr herum, die Kinder wirklich gefährlichst missbrauchen und das bleibt alles geheim, weil unsere ach so kritische Gesellschaft wieder mal bei der Masse der Täter wegschaut und die Kirche dafür anprangert. Da gibt es auch schwarze Schafe, aber schauen Sie mal die Kriminalstatisik an, da entdecken Sie gehörige Zahlen an Missbrauchsfällen, die ein Vielfaches über der angeblichen Täterrate der Kirchenvertreter liegt. Dann können Sie ihren Schlusssatz denen auch schreiben, denn da trifft er wirklich zu. Nämlich auf alle, die die Kirche kritisieren, die in letzter Zeit wirklich bemühlt ist, aufzuklären. Schauen Sie doch mal beim Kinderschutzbund rein, da lesen Sie Zahlen, die wirklich erschreckend sind.
    Aber statt wirklich etwas zu unternehmen, nämlich sich auf diese Täter zu konzentrieren, ziehen hier alle über die Kirche her – wie auf dieser Seite ja üblich.

  • Alexander Gruber

    |

    Ich halte wenig davon Diözesen gezielt in die Insolvenz zu treiben. Man kann den Schaden mit Geld ja nicht beseitigen, besonders in den USA, wo die Kirche allein auf Spenden angewiesen ist, und es für Arme kein soziales Netz gibt.

  • gifthaferl

    |

    Offensichtlich bleibt Missbrauch im familiär sozialen Umfeld nicht so geheim wie in der katholischen Kirche, sonst könnten Sie die Zahlen nicht der Kriminalstatistik entnehmen – steht es da drin, wurde das nämlich angezeigt!
    Und Väter, Onkel etc gibt es unvergleichlich mehr als katholische Priester, nicht wahr?
    Da wird es kein Wunder sein, dass die absoluten Zahlen – zumal die angezeigten – höher sind.

    „Da laufen nämlich viel viel mehr herum, die Kinder wirklich gefährlichst missbrauchen und das bleibt alles geheim, weil unsere ach so kritische Gesellschaft wieder mal bei der Masse der Täter wegschaut und die Kirche dafür anprangert.“

    Diesem Ihren Satz darf ich dann zudem entnehmen, dass Sie Missbrauch durch katholische Priester nicht wirklich schlimm finden?
    Wenn der durch die „anderen“ erst „wirklich gefährlichst“ ist.

    Williger Gehorsam dem guten Hirten, der meint es ja nur gut?
    Wir wissen es ja, die Opfer katholischer Priester sollen sich nur nicht so haben!

    Der eine will Pfaffen kastrieren, der andere NUR die „Anderen“, und der kreuz.net Fan – oh kath .net ja nur, spielt sich plötzlich als Verfechter weltlichen Gesetzes auf, obwohl er ja offensichtlich den Gottesstaat präferiert.

    So schauts aus, wenn „Menschenfreunde“ jeglicher Couleur die Sau rauslassen.

  • schorsch

    |

    alexander, du bleibst der welt als rechtsverdreher hoffentlich erspart.
    da steht, das das ein vorschlag ist,wie der arbeitgeber (kirche) in zukunft seine einstellungsbedingungen formulieren soll, mehr nicht.

  • neuhamsterdam

    |

    Zitat W.Müller >> Seinen Sexualtrieb an Kindern der Diözese Regensburg zu befriedigen, darf für die Diener Gottes nicht unvorstellbar billiger sein als in USA. <> Die Schäden an den Kindern sind weltweit gleich. <> Die Todesstrafe lehne ich selbstverständlich ab <> auch wenn die betroffenen missbrauchten Kinder für ihr ganzes Leben geschädigt <> den angehenden Dienern Gottes einfach nur die Eier abzuschneiden, hat nur Vorteile für die Betroffenen und Allgemeinheit:
    1. Sie Können sie keine Kinder mehr missbrauchen. < kastrat >> Als Kastraten bezeichnete man einen Sänger, der vor der Pubertät der Kastration unterzogen worden war, um den Stimmwechsel zu unterbinden und seine Knabenstimme (Sopran oder Alt) zu erhalten < pubertät >> Heutzutage beginnen im gesunden, wohlernährten menschlichen Körper in der Regel ab einem Alter von acht oder neun Jahren die der Pubertät zugrunde liegenden hormonellen Veränderungen. < Kind >> Nach deutschem Recht ist Kind, wer noch nicht 14

    Zitat W.Müller >> Kein Pardon mehr für die christlichen Kinderficker und ihre noch schlimmeren Vertuscher <<

    Das heisst, es wird von einem Empörten zur Verdeutlichung seiner Argumentation die Kastration von Kindern in den Raum gestellt. Mir schaudert bei dieser überspitzten angedachten Verdeutlichung.

  • schorsch

    |

    ich muss zwar zugeben das der begriff kastrat hier falsch gewählt ist, bezieht sich herr müller doch zuerst auf die schuldig gewordenen (also täter), welche dem kindesalter definitiv entwachsen sind (körpelich zumindest/geistig wohl kaum), um dann vorzuschlagen die
    ZITAT:
    angehenden diener gottes
    ZITAT ENDE zu kastrieren
    es ist ja nicht so, das kinder priester werden
    latürnich bin auch ich dagegen kindern die eier abzuschneiden(von wegen freier wille und so), aber wenn es gesammtkirchlich bei den katholiken konsens wäre, das priester eben ohne auskommen müssen, dann ist das halt (genau so wie das zölibat) einfach ein einstellungskriterium, dem man(n) sich zu unterwerfen hat

Kommentieren