Ruhe vor dem Sturm. Fotos: MirwaldDie Tische in der besten Lage zur Projektionswand füllen sich stetig. Wer es um diese Zeit nicht schafft, sich einen guten Platz zu sichern, der muss wohl später, beim Anpfiff, mit der zweiten oder dritten Reihe vorlieb nehmen. Im schlimmsten Fall sitzt man, versteckt vor der Leinwand oder schlimmer noch vorm Ober, hinter Kastanien. Eine guter Rat: Kleine Grüppchen oder einzelne Gäste sichern die nötigen Plätze für Nachzügler. Es ist gerade mal 16.15 Uhr. Das Wetter spielt mit, der Zirkus kann beginnen. Vor der Leinwand vor dem Spiel Am Nachbartisch nehmen zwei Herren platz. Seit etwa einer Woche sind die beiden Freunde aus der Gegend um Frankfurt nun mit dem Fahrrad unterwegs. Die Frage, die sie treibt: Wo wird die Nationalelf zu sehen sein? Hier, im großen Freiluftraucherzimmer Spitalgarten findet sich die Antwort. Zur linken der Dom, im Rücken die Steinerne Brücke, vor sich die Leinwand im wetterfesten Rahmen. Das ist die verdiente Belohnung nach 760 Kilometer auf dem Sattel. Jan, der Ober im Service, findet noch Zeit, sich seinen Gästen in tschechischer Eleganz zu widmen. Essen wird serviert und auf eine Halbe Bier muss niemand allzu lange warten. Das aber sollte sich bald ändern. Zwei KaiserEine halbe Stunde später. Die leeren Stühle an den bereits besetzen Tischen werden von den Nachzüglern freudig in Beschlag genommen: Die beiden 5er auf weißem Trikot – je ein ‚Der Kaiser‘ samt Spielführerbinde – waren auch schon da. Ein Lehmann saß auf einem guten Platz. Auch ein Sigi war unter den Wartenden. Noch ahne ich nicht, dass sich in mir bald der Wunsch regen wird, diesen Sigi auf dem Platz zu sehen und nicht hier, am Bier, sich beim Zuschauen quälen. Vielleicht aber wäre dieser Sigi auch nicht besser. Das Heer der schwarz-rot-goldenen Fähnchen und Bändchen wächst unbekümmert an. Die ganz Jungen erwarten das Spiel fast andächtig auf ihren Stühlen. Auf der Leinwand vor dem Spiel Im Zweiten dreht sich alles um die Euro 2008! So vernimmt man es vom unsichtbaren Sprecher, noch bevor die Szene von den Experten in Bregenz bestimmt werden muss: Alle sind sie wieder da. Johannes B., der Koch, Ex-Fifa-Pfeife Urs Meier, der Sezierer Jürgen Klopp. Ähmm, alle? Nein, nicht alle! Einer fehlt noch, ER fehlt. Und wo ist ER? ER ist im Gespräch mit Frau Kathrin Müller-Hohenstein und warnt: „… vor allem im Mittelfeld vor einer rustikalen Gangart der Kroaten,“ weiß aber auch, dass diese „der Schiedsrichter schon unterbinden“ werde. Sein Fazit: „… also ich glaube nicht, dass wir heute irgendwie größere Probleme auf dem Platz sehen werden.“ Sein Tip: 2-0. ER meint einen Sieg für Deutschland, nicht anders rum. Das aber sollte sich bald ändern. Auf der Leinwand, das Spiel Ab jetzt: Nur noch Maßn.Klagenfurt: Endlich! Die Reporterstimme Béla Réthys aus den Lautsprechern neben der Leinwand kündigt den Beginn der Übertragung an. Jan reagierte seit dem Anpfiff auf jede Bestellung stets gleich mit freundlichen Akzent: „Nehmts lieber a Maß, geht schneller!“ Die Gäste im Biergarten klatschen zum Auftakt. Bedienungen laufen beherzt durch den Garten. Die hinter Krugkränzen versteckten Fäuste, natürlich nur noch Maßen, stemmen das Bier zu den Gästen. Und jeder dieser Gäste steckt genau in der Mitte der dichten Menge. Schwere Arbeit. Anpfiff Das Spiel läuft. Der Reporter umschmeichelt gerade die Spielszene auf der linken Seite der Deutschen. Er spricht vom „antizipierenden Spieler“ und meint wohl, dass da einer gut aufgepasst hat. Der Gegner sei nicht leicht zu spielen, schließlich habe er ein recht flexibles Mittelfeld. Klinsmann – wir erinnern uns, der vom Sommermärchen Teil 1, habe in solchem Zusammenhang auch schon mal von einem „Abmühungskampf“ gesprochen. Schnell wird auch Réthy klar: „Der Gegner ist schwieriger als Polen.“ Irgendwann, so ziemlich genau in den Sekunden zwischen der 23. und 24. Spielminute ist die 11 zur Stelle. Srna bringt die Kroaten mit 1:0 in Führung. Vier Minuten zuvor läuft Gomez ins Abseits, vier Minuten später vergibt er vor dem Tor. Eines wird immer deutlicher: Das Leben ist kein Streichelzoo, für niemanden, nirgendwo, schon gar nicht für Deutschland in Klagenfurt. Jetzt wird Metzelder durch Szenenapplaus an seinen Auftrag erinnert, Poldi gefoult und Torschütze Srna sieht auf kroatischer Seite gelb. Ballack und Frings „bringen keinen Groove rein“. Letzterer tritt einen Freistoß ohne Erfolg. Vor der Halbzeitpause wird vom belgischen Unparteiischen noch ein Vorteil abgepfiffen, ein Ball von Lehmann souverän auf der Linie am übertreten der selben gehindert, auf einen Jansen hingewiesen, der „nicht stattfindet“ und auf einen Pletikosa, der es „schön“ hat. Es wird Bier getrunken und kurz vor Abpfiff zur Halbzeitpause die Pole-Position für das Rennen um die besten Plätze auf dem Pissoir gesucht. Halbzeitpause. Endlich Ein Kaiser braucht Trost.Neben den regen Diskussionsrunden der Experten vor Ort und auf dem Weg zum Klo gewinnt die Fernsehübertragung eine weitere Qualität: Eine Baumarkt-Kette lässt ihre „Mitarbeiter“ ein Liedchen trällern. Ein der guten Musik geneigter Zuhörer wäre wohl bereit, Freddie Mercury in seinem viel zu frühen Ableben posthum recht zu geben. Ein Kreditkartenunternehmen lässt vor laufender Kamera einem seiner beiden Bälle die Luft raus. Ein Telekommunikationsdienstleister – es ist der, der nicht bis 2 zählen will – wirbt um Neukunden. Exkurs Ich erinnere mich: Ich wollte es mit besagtem Telekommunikationsdienstleister versuchen. Der aber hat mir – nach Wochen der Hoffnung auf eine flotte Datenleitung – kleinlaut den Antrag storniert. Begründung: Technisch (für ihn) nicht machbar. Ich erinnere mich: Ich wohne nicht mehr hinter den sieben Bergen, ich wohne inmitten einer großen Stadt. Ich erinnere mich: Obwohl kein Vertrag zustande kommt – in der Kundendatenbank dieser Montabaur AG bin ich wohl unwiederlöschlich gelandet. Seitdem versucht man mich aus der Marketingzentrale heraus mit dem Hinweis auf die „so beliebten“ Produkte – halt nur nicht für mich, aus technischen Gründen versteht sich – als ProfiSeller zu gewinnen. Tja, könnte ich mich von der Leistungsfähigkeit der Herrschaften doch nur selber überzeugen. Was bleibt, ist nur die indifferente Angst, im Falle eines Vertragsabschlusses abgelauscht zu werden. Wieder Anpfiff Mertesacker mit Pass auf Klose. Die Hoffnung ist zurück auf den Gesichtern der Biergartenbesucher. Weniger optimistisch meinen andere in Richtung Spieler: „Mann, Mann, macht doch mal was“, gefolgt von einem „das gibt’s doch nicht.“ Nachzügler kommen zum Spektakel. Der Ton vor der Leinwand wird rauer, das Spiel nicht schöner: „Schau mal, wie der den an der Hose zieht, der will den unbedingt ficken.“ Zaungäste drängeln sich von der Donauseite her auf dem Betonsockel am Holzgatter zum Spitalgarten. Rakitić von rechts außen auf den Arm von Lehmann. Von dort auf den Pfosten – es sind jetzt 61 Minuten und 40 Sekunden gespielt – vom Pfosten auf Olić, von Olić zum 2:0. Unmutiges Schweigen. Jan trägt sein Bier und Lissi im Service ganz vorn an der Front beginnt damit, die ersten zahlungswilligen Gäste abzukassieren. Im Ausschank fängt man an, die Taktik zu ändern. Die abfallende Trinklaune zeigt Wirkung. Der Schankkellner schenkt das Bier wieder willig in den kleineren Krug. Dann dauert es 17 lange Minuten. Tor ... Endlich: Lahm-Ballack-abgefälscht auf Podolski-Tor! 2:1. Manche hält’s dann doch nicht auf den Sitzen. Die Kommentare einiger anderer Zuschauer am Donauufer werden nicht jugendfreier. Auf eine Wiedergabe wird an dieser Stelle bewusst verzichtet. Noch mehr Unmut zieht der „Schweini“ auf sich. In einer überflüssigen Szene lassen sich seine sportlichen Unterarme in der Verlängerung zu einer Unsportlichkeit hinreissen. Rot. Aus. Für ihn und kurz darauf für uns. War’s schön? Schön war’s nicht. Jetzt nur wieder schnell aufs Klo. Vor der Leinwand nach dem Spiel ... ErlösungDer ruhigste Platz am Abend wär der hinter der Leinwand gewesen. Im leeren Nebenzimmer wirft ein einsam schnurrender Projektor seine Bilder spiegelverkehrt auf die Folie nach vorne. Und sonst? Das zweite Spiel, begleitet von viel Rechnerei über die anstehenden letzten Chancen für die Gruppe B und ihren möglichen Konsequenzen, ist abgepfiffen. Heim geht’s. Einer erkennt die Zeichen der Zeit und wandelt anderen Pfaden: Den Polen gleich, sieht er sich schon als Sieger in einer motorisierten Disziplin. Vorm großen Tor zum Biergarten erwartet ihn – ... die Zeichen der Zeit.ich stell mir vor, es wär der unbekannte Sigi – mit neun Wimpeln bestückt und geschmückt seine zweite große Leidenschaft. Unter diesem Eindruck mache ich mich auf den Weg. Bei Diba kann ich nicht vorbei. Erst nach zwei Kugeln Eis trägt mich mein Radl Richtung Bett. Und dann bleibt doch noch etwas stärker in Erinnerung, als das gesehene Spiel der Deutschen. Am rechten Straßenrand stadtauswärts in Höhe Stöbäusplatz zwingt mich ein letzter enttäuschter Fan freundlich vom Rad. Lallend mit an mehreren Stellen gut gerötetem Gesicht entschuldigt er sich für seinen Zustand. Er sei trotz Brille mit dieser gegen einen Pfosten an der Bushaltestelle gelaufen. Unter diesem Eindruck stehend und sich bei mir mehrmals entschuldigend, bittet er mich um Hilfe bei der Suche nach der Sehhilfe. Die findet sich auch, wenngleich schwieriger als gedacht, weil weitaus weiter vom Hindernis entfernt, als zunächst vorstellbar. Muss ein ganz schöner Schlag gewesen sein. Seine Gesichtsblessuren verstehe ich jetzt viel viel besser, einen Finderlohn von zehn Euro lehne ich dankend ab. Er abschliessend: „Du weißt ja nicht, wie es als Brillenträger ohne Brille ist.“ Noch hat er recht. Trotzdem: Hätt‘ ich doch einfach heute Nachmittag nur nicht gesehen, was ich gesehen hab. Gut‘ Nacht. FeierabendNachtrag Sigi muss es mit dem Motorsport wohl wirklich ernst sein: Seine Trainingsschuhe hat er, für alle weithin sichtbar, wohl endgültig an die Ampel gehängt. Wer sich beeilt, wird sie da auch noch hängen sehen.

Go Schlachthof!

Wirklich bemerkenswert. Das war das Kunstprojekt „Go East“, mit dem die letzten zehn Tag einige Gebäude in der Ostengasse zu neuem Leben erweckt worden sind. Da könnte man glatt auf die Idee kommen, diese Gebäude dauerhaft für Kunst- und Kulturprojekte zu nutzen. Und: Da gäbe es noch so einige Areale, die man mit solchen Projekten […]

Zur EM: Fahnenappell!

Wer sie noch von dem deutschen Sommermärchen 2006 im Keller hatte, holte sie wieder raus. Die scharz-rot-goldenen Fahnen flattern wieder an allen Autofenstern. Wer seine von der Weltmeisterschaft nicht recyceln konnte, kaufte sich eben eine neue Fahne. Egal ob Baumarkt oder Ein-Euro-Laden: Überall werden diese Fähnchen angeboten. Von etlichen Regensburger Balkonen hängt die Bundesflagge herunter […]

Ja, wo parken sie denn?

Medienwirksam hat unser neuer Behinderten-, Sozial- und Kinderbürgermeister Joachim Wolbergs den ersten der neuen Behinderten-Stadtpläne, getreu dem Motto „Tue Gutes und lass die Medien darüber berichten!“ an einen Rollstuhlfahrer übergeben. So weit ist es aber mit der Behindertenfreundlichkeit nicht her, wie ein Streich der Stadtplaner zeigt: Den einzigen Behindertenparkplatz am Albertus-Magnus-Platz (nähe Bismarckplatz) blockiert für […]

Brückenbauer spalten

Brücken bauen. Das heißt eigentlich: verbinden, zusammenführen, versöhnen. In Regensburg schafft man es mit Brückenbauten hingegen zu spalten und zu polarisieren. Und dass die Bürger selbst entscheiden dürfen, ob nun ein Bauwerk wie die Sallerner Regenbrücke sinnhaft ist oder nicht, scheuen die mit spärlicher Stimmenzahl gewählten Entscheider offenbar wie der Teufel das Weihwasser. Was so […]

Unbotmäßige Untertanen

Erinnern Sie sich? An Campa? So hieß die Firma, die sich vor knapp zwei Jahren in Regensburg ansiedeln wollte, um im Hafen Biodiesel zu produzieren. Aus Raps. Doch die Bürger waren böse. Sie beäugten das Vorhaben kritisch. Sehr zum Unwillen der Stadtspitze. Die knappste zunächst mit Informationen, handelte im Eiltempo 900 Einwendungen an einem Tag […]

Schweigend dabei sein

Jetzt dabei sein! Beim Schweigemarsch! Den veranstaltet die Konradsiedler-CSU am 6. Juni in der Sandgasse. „Für den Bau der Sallerner Regenbrücke und der Osttangente“. Aufgerufen sind dazu „alle, die gegen den Lärm und den Verkehr und für mehr Wohnqualität im Stadtnorden kämpfen wollen.“ Witzig, dass die CSU dazu gerade die Sandgasse beschweigen will. Die bekommt […]

Qualitätsvolles Böllern

Brot und Böller. Das Regensburger Umweltamt hat bei der heurigen Maidult alle Hände voll zu tun. Zuerst wollte man das Böllerschießen zum Dult-Auftakt untersagen. Dabei fuhr den emsigen Beamten die CSU-Fraktion in die Parade. „Nix da“, meinte der neue Fraktionschef Christian Schlegl und setzte sich vehement dafür ein, dass weitergeböllert werden darf. Es wäre auch […]

Beeindruckende Prosit-Penetranz

Depressionen. In die möchte man verfallen, wenn man der „Bachler Band(e)“ zuhört. Die hat am Freitag die ehrenvolle Aufgabe übernommen, den politisch prominent besuchten Dult-Auftakt im Hahn-Zelt musikalisch zu umrahmen. Der Oberbürgermeister hat gerade den Festzug begleitet, und gemeinsam mit seiner Gattin den Zaungästen huldvoll zugewunken (viele winken zurück, ein paar winken ab). Hinterdrein trippeln […]

Kurven und Zusatzeinkünfte

Dultzeit ist Spaßzeit. Da wird gefressen (quasi überall), gesoffen (in Bierzelten), gefahren (mit „Fahrgeschäften“), geschaut und gekurvt. Den richtigen Humor ins Spiel bringt dieser Tage nämlich der RVV. Der hat eine herzallerliebste Zeitungsannonce für den Dultbus geschaltet: „Ihr RVV-Busfahrer Kurt. Der kriegt immer die Kurve.“ Der Kurt schon. Sein Kollege am Dienstag hat die Kurve […]

Wahlversprechen und Kartoffelsuppe

„Ich war’s nicht, Gerhard. Ehrlich.“ Für Petra Betz war es beileibe nicht vergnüglich, dass sie bei der Bürgermeister-Wahl zwei Stimmen von unbekannter Seite erhalten hatte. Das erzeugt Misstrauen. Das kann unter Parteifreunden böse enden. Sehr nachdrücklich und fast ein wenig ängstlich versuchte Frau Betz ihren einstigen Amtskollegen Gerhard Weber davon zu überzeugen, dass sie schon […]

Mein Freund Max hat sich vermehrt

Mein Freund Max hat sich vermehrt. Das heißt seine Frau Inga. Ich kann sie nicht leiden, sie kann mich nicht ausstehen. Zum Glück wohnt Inga in NRW und zur Taufe werde ich nicht erwartet, da tut es eine nette Karte. Ich finde eine besonders kitschige, die Inga entweder gefällt oder ihr erneut meine Abneigung deutlich […]

Sechs Jahre Stabilität! Der Loser-Connection sei Dank

Begeistert waren die Regensburgerinnen und Regensburger über die Betonmehrheit der CSU in den letzten zwölf Jahren. Das hat das Wahlergebnis gezeigt. Die Hälfte der Wähler war gleich so zufrieden, dass sie das Wählen sein ließ. Und überhaupt: Nicht Beton. „Stabilität“ war es, was diese absolute CSU-Mehrheit sicherstellte. Das sagt jedenfalls Christian Schlegl. Neuer CSU-Fraktionschef und […]

Korruptions-Memory wieder aktuell

Aus aktuellem Anlass haben wir unser Anit-Korruptions-Memory neu aufgelegt. Der Bericht des Rechnungsprüfungsamtes zeichnete vergangene Woche ein verheerendes Bild von den Bauvergaben der Stadtbau GmbH. Aufträge wurden willkürlich vergeben. Eine Praxis, die der Korruption Tür und Tor öffnet, wie der Stadtrat einhellig befand. Von der Geschäftsführung war, wie bereits üblich, niemand anwesend. Hans Schaidinger als […]

Beeindruckendes Spar-Verhalten

Teuer. Das sind Mitarbeiter der Stadtverwaltung, die sich mit aufopferungsvoller Konsequenz für den Erhalt einer Freisitzverordnung von Neunzehnhundertirgendwann einsetzen. Diese Verordnung nervt Wirte und löst bei auswärtigen Besuchern ungläubiges Staunen aus. Sie sorgt für ein uniformes Stadtbild, das man noch dreist mit dem Welterbe-Titel begründet. Ja, fürwahr: Diese segensreiche Verordnung gehört zu jenen glorreichen Ideen, […]

Die Ignoranz bleibt stabil! Darauf ist Verlass!

Stabilität. „Die Fähigkeit eines Systems, nach einer Störung wieder in den Ausgangszustand zurückzukehren“ ist das. Sagt der Duden. Sagt die Physik. Insofern hat der neue CSU-Fraktionschef Christian Schlegl recht. Die Abspaltung der CSU-Stadträte Hans Melzl, Hans Renter und Armin Gugau von der CSU-Fraktion – wegen des Rauswurfs von Martina Dräxlmaier (auch gewählte CSU-Stadträtin) schaffe „Stabilität […]

20 kleine Christsoziale…

Ein Kinderlied zum Mitmachen. 20 kleine Christsoziale die sollten Rache üben, doch drei davon sind weggeblieben, da waren’s noch zehn und sieben. Dieter Baldauf 17 kleine Christsoziale, die riefen „Hans ist REX”, fällt einer weg vom Kreisvorstand, dann bleiben zehn und sechs. Volke(r)s Stimme 16 kleine Christsoziale die tanzen um den Schai…. Doch irgendwann ist […]

Ein schwarzer Tag voller Sonnenseiten

Ein schwarzer Tag für Regensburg. Die Eisbären sind pleite. Es geht um eine Million Schulden. Das Geld ist nicht aufzutreiben. Aus fürs Regensburger Profi-Eishockey bedeutet das! Na ja. Landesliga, ja vielleicht sogar Oberliga ist auch ganz nett. Das entspricht dann auch dem Interesse, das Profi-Eishockey in Regensburg bei potentiellen Sponsoren weckt: Gar keins! Vielleicht wird […]

Zahlen im Vergleich, Menschen im Vergleich

Zahlen im Vergleich. Eine Million. Soviel müsste die Stadt zum Umbau des Baseball-Stadions am Stadtrand – in Schwabelweis – zuschießen, wenn sie die Weltmeisterschaft nach Regensburg holen will. Dafür muss die Armin-Wolf-Arena ein wenig aufgemotzt werden. Es gibt schließlich Richtlinien. Der Zuschuss läuft recht unbürokratisch. Über den Stadtrat. Und der Oberbürgermeister ist schließlich auch dafür. […]

Die CSU-Fraktion kann gelassen bleiben. Es fragt sich nur, welche …

Gelassen bleiben. Das kann eine CSU-Fraktion. Zwar hat man Martina Dräxlmaier aus der Fraktion geschmissen (Weil sie so böse war.), allerdings zeigt ihr der neue Fraktionschef Christian – der Integrator – Schlegl gerade „eine Tür“. Zurück in den heimeligen Schoß des „Abnicker-Gremiums“. Sauber Abbitte leisten. Öffentlich. „Sich bei all denen zu entschuldigen, die durch ihr […]