Zwei Fehler gilt es zu korrigieren. Erstens: Nicht Marion Puhle hat die Ausländerbehörde Regensburg als „besonders restriktiv” bezeichnet, das war ein Amtskollege aus einem Nachbarlandkreis. Nicht die Ausländerbehörde Regensburg, sondern die in Gütersloh ist zuständig für die Abschiebung von Frau J.. Die Regensburger Beamten sind dafür aktuell mit drei anderen Abschiebungen befasst. Auch darunter ist wieder eine schwerkranke Frau. Jetzt muss aber erst einmal ein Gutachten erstellt werden, dass nachweist, dass diese Frau – eine Iranerin – unter einem „Posttraumatischen Belastungssyndrom” (PTBS) leidet. Eine gerade laufende Therapie reicht dafür nicht nicht. Im Zweifel gegen den Flüchtling. Nicht als „Kanaken” beschimpfen, sondern wie „Kanaken” behandeln Bleiben wir beim Thema. Fehler korrigieren. Dass Herbert Schlegl Parteifreunde als „Kanaken” beschimpft hat, war ein solcher. Der hat ihn seinen Posten gekostet. Hätte er mit Gesetzen und sympathischen Hardliner-Tum dafür gesorgt, dass Menschen wie „Kanaken” behandelt werden, wäre er einer der beliebtesten Politiker in Bayern und vielleicht sogar Ministerpräsident. Das aktuelle Beispiel können Sie am Samstag in Regensburg beobachten, wenn unser „Christlich-Sozialer” Landesvater Günther Beckstein Regensburg besucht. Der würde auch Jesus abschieben, ist aber gaaanz nett. Herzlich willkommen! …(ent)spannende Lektüre!

Die Versorgungslage ist schlecht und vieles ist futsch

Die Versorgungslage ist schlecht. Nach der Wahl. In der CSU. Viele, viele Sitze: futsch! Die Begrüßung im Fleischfachgeschäft mit „Guten Morgen, Frau Stadträtin?” oder im Wirtshaus mit „Noch ein Bier, Herr Stadtrat?” Futsch! Aber: Das sind Einzelschicksale. Tragisch, aber nicht so schlimm wie die Folgen fürs große Ganze. Die Mehrheit im Stadtrat ist nämlich auch: […]

Der GU-Leiter und Menschen, die sich Gedanken machen sollten

Ich würde mir Gedanken machen. Wenn ich Weitspringer wäre und bei meinem Sprung zur Goldmedaille in einer Sandgrube landen würde, in der wenige Wochen zuvor Menschen hingerichtet wurden. Das wird in chinesischen Stadien vor großem Publikum gemacht, um eine „harmonische Gesellschaft” aufzubauen und „unerwünschte Elemente” loszuwerden. Ich würde mir als Sportler Gedanken machen, wenn mir […]

Lidl heißt jetzt Stasi und die Stadtbau stiehlt sich aus der Verantwortung

Haben Sie’s schon gehört? Lidl heißt jetzt Stasi. Als ich auf stern.de Auszüge aus den Überwachungsprotokollen der Discounter-Detektive lese, wird mir richtig schlecht. Auch wenn die sprachliche Unbegabtheit der Spitzel – nennen wir sie einfach IM Lidl – durchaus einen gewissen Humor birgt. Aber selbstverständlich sind das „alles Einzelfälle”. Das wird jetzt bedauernd behauptet. Proteste […]

Ob nun Sicherheit oder Schilder – alles hat seinen Preis

Ostern ist vorbei. Die richtig dicken Eier werden aber jetzt gelegt. Von IOC-Präsident Jaques Rogge zum Beispiel. Der wehrt sich vehement gegen einen Boykott der Olympischen Spiele in China und meint, dass die Olympia mehr Offenheit und weniger Gewalt in den Tibet-Konflikt bringen würden. Wirkt ja schon jetzt: In Tibet gibt es rund 130 Tote. […]

Meine Fürbitte: „Herr, lass Hirn vom Himmel fallen”

Papst Benedikt hat etwas ausgegraben! Eine alte Fürbitte zur Karfreitagsmesse. „Wir wollen beten für die Juden. Dass unser Gott und Herr ihre Herzen erleuchte, damit sie Jesus Christus erkennen, den Heiland aller Menschen.” Diese Fürbitte gab es ja schon einmal – fast 500 Jahre lang bis kurz nach dem II. Weltkrieg. Dann hat ein anderer […]

Mit Verlaub, Herr Bischof: Hat vielleicht die Justiz die Kinder missbraucht?

Bischof Müller regt mich auf! Seine Reaktion auf den Prozess gegen den pädophilen Priester Peter K., der vorgestern zu drei Jahren Gefängnis verurteilt wurde: Die Justiz ist schuld! Die Medien sind schuld! „Wir sind Kirche” ist schuld! Und irgendwelche „interessierten Kreise” sind schuld! Müller selbst trägt offenbar überhaupt keine Verantwortung. Zumindest hat er sie nicht […]

Provisorien sind Herrn Schaidinger ein Fest

Nein. Lyra spielen und von den Winzerer Höhen herab singen hat man Hans Schaidinger gestern nicht gehört, als die Protzenweiherbrücke in Flammen stand. Aber eine Pressemitteilung ließ er verfassen. „Alles für die positive Entwicklung Stadtamhofs getan” habe man, lässt er verkünden. Das hat sicher etwas mit dem Brückenbrand zu tun. Ich weiß nur nicht genau […]

Will der Herr Architekt einem Obdachlosen noch schnell „eine mitgeben”?

Ich wundere mich. Warum hat Architekt Martin Scheurer den Guerilla-Gärtner Amaro Ameise eigentlich wegen „Hausfriedensbruchs und Sachbeschädigung” angezeigt? Amaro hat Scheuerers Grundstück im Stadtgraben am Peterstor zwei Jahre lang sauber gehalten. Er hat einen schönen Garten angelegt. Er hat nichts kaputt gemacht und irgendwie für gute Stimmung gesorgt. Kann sich Herr Scheuerer darüber nicht freuen, […]

Eine kleine Auszeit für die antifaschistische Ader

Sauber hingekriegt hat Hans Schaidinger das! Weil nur Linke und CSB eine Empfehlung zur Stichwahl aussprechen (für Wolbergs), sieht sich der CSU-Oberbürgermeister(-Kandidat) gestärkt. Warum? Weil „nur ganz Links und ganz Rechts” den Herrn Wolbergs empfehlen, meint er. Und das ist für Schaidinger „ein deutliches Signal, was die bürgerliche Mitte sagt”. Da hat er die Unentschiedenheit […]

Echt witzig – dieser schale Beigeschmack

Es ist witzig, was eine Tageszeitung in dieser Stadt betreibt. Gestern lese ich dort in Bezug auf Herbert Schlegl (Rücktritt wegen „Kanake”) einen Kommentar. Profund und mutig wird dort festgestellt: „Hätte Schlegl am vergangenen Montag oder Dienstag seinen Rücktritt erklärt, es wäre für die Regensburger erklärbar, einleuchtend gewesen.” Richtig! „Jetzt hat die Affäre einen äußerst […]

Bei Schlegl-Tourette braucht es keine Entschuldigung

Entschuldigungen. Wer sich entschuldigt, gesteht ein Fehlverhalten ein. Wer sich entschuldigt, drückt ehrliches Bedauern aus. Wer sich entschuldigt, zeigt Einsicht, Anstand, Stärke. Ein Beispiel aus der Praxis: Kanake. Das schreie ich, als gerade ein Kollege von mir das Büro betritt. „Es ist mir ein Bedürfnis, die Situation klarzustellen”, lasse ich meinen Vorgesetzten fünf Tage später […]

Neun Tage nichts Neues – dann wird gewählt

Noch neun Tage kämpfen SPD-Wolbergs und CSU-Schaidinger um den Oberbürgermeister-Posten. Giganten sind es, die da darum ringen, wer im Stadtrat moderieren und des Bürgers Wunsch erfüllen darf. Gigantisch sind denn auch die Unterschiede. Während der eine, Wolbergs, in seinen Stadtratsreihen zu wenig Linientreue hat, verliert der andere, Schaidinger, gerade seinen treusten Parteisoldaten (Herbert Schlegl) an […]

Rudis Berichte über Regensburg sind ein Hort der Objektivität

Die Bewunderung fällt über mich her wie ein Raubtier, als ich den machtvollen Artikel von Rudolf Neumaier am Montag in der Süddeutschen Zeitung lese. Er beschäftigt sich mit der Regensburger CSU. Ich bin beeindruckt, wie viel Überblick dieser Mann vom Bayerischen Leitmedium hat, ohne sich am Sonntag überhaupt bei der Wahl in Regensburg blicken zu […]

Fair, ein Hetzer, irr und wirr

Beschäftigen wir uns mit einem Namen. Christian Karembeu. Der hat 17 Geschwister. Er ist mittlerweile 37 Jahre alt und wird von Kollegen als selbstbewusst und meinungsfreudig beschrieben. Er war Mitglied der französischen Nationalelf. Mit der wurde er Weltmeister. Zwei Mal holte er mit Real Madrid die Champions League und so ist es kein Wunder, dass […]

Eine Entschuldigung, ein Ausblick und ein Aufruf

Ich gehe in Sack und Asche. Eine Gegendarstellung hat der Betroffene zwar nicht gefordert. Trotzdem möchte ich an dieser Stelle dringend etwas richtig stellen: Ulrich Perchermeier hat niemandem einen Stinkefinger gezeigt. Aber weil ich schlampig recherchiert, der Aussagen von Personen vertraut habe, die ich für vertrauenswürdig hielt und – das ist eigentlich der größte Fauxpas […]

Ob Gott oder Gottl – es ist jedes Mittel recht für das Wohl der Stadt

Göttlich amüsiere ich mich über ein Wahlgeschenk, das mir heute in die Hand gedrückt wird, als ich durch Stadtamhof schlendere. Ein Tütchen ist es, dessen Inhalt fürwahr christlich ist. Jürgen und Rudi Eberwein lächeln mir mit leicht geröteten Näschen von ihren christsozialen Wahlkärtchen entgegen und bitten – „näher am Bürger” – um meine und auch […]