In eigener Sache

Kurze Pause, gute Wünsche und eine kleine Bilanz

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Kommentarbox_Aignerregensburg-digital steuert zielsicher sein zehnjähriges Bestehen an. Doch vorher legen wir eine kleine Pause ein, wollen uns bedanken und eine kurze Bilanz ziehen.

Wie jedes Jahr legen wir vom 24. Dezember bis zum 6. Januar eine kleine Redaktionspause ein. Wir wünschen allen, die hier mitlesen, fröhliche Weihnachten, erholsame Feiertage ein gutes Rüberrutschen nach 2018. 

Wir bedanken uns vor allem bei allen unseren Freunden, die uns mit Rat, Tat, Informationen oder einfach mal einem Schulterklopfen immer wieder zur Seite stehen, bei allen unseren Förderern, die regensburg-digital finanziell unterstützen, obwohl sie auch kostenlos lesen könnten und bei unseren Werbekunden, die uns teilweise schon seit vielen Jahren die Treue halten und auf unserer Seite Anzeigen schalten, ohne dazu einen (mittlerweile vielfach üblichen) Gefälligkeitsartikel zu bekommen oder diesen auch nur zu fordern.

Damit beweisen sie ein echtes Verständnis von Pressefreiheit und sorgen für unser (nach wie vor bescheidenes) Budget, dank dem wir auf regensburg-digital immer wieder größere Recherchen veröffentlichen, klare und deutliche Standpunkte vertreten, die einigen nicht gefallen und Themen setzen, die in der ungleich finanz- und personalstärkeren Tagespresse nicht oder allenfalls vernachlässigt vorkommen. Das können wir, weil unsere Unterstützer (abgesehen von einer kleinen, einstelligen Zahl, die uns in den letzten Jahren den Rücken gekehrt hat) außer Journalismus keine Gegenleistung in Form von PR-Artikeln oder sonstigen Gefälligkeiten wollen.

Wir müssen niemandem einen Gefallen tun und werden das auch nicht. Wir berichten unabhängig, aber mit Haltung und wenn es sein muss, dann scheuen wir auch nicht die Auseinandersetzung mit Institutionen, Unternehmen und anderen Medien in dieser Stadt, von denen einige uns – überregionaler Resonanz und Zitierung zum Trotz – totschweigen und andere sich mehrfach mit erfolglosen Diffamierungskampagnen gegen regensburg-digital im Allgemeinen und einzelne Mitarbeiter im Speziellen versucht haben.

Im kommenden April gibt es regensburg-digital seit zehn Jahren – manchen Tiefen, Durststrecken und andauernd knapper Ressourcen zum Trotz. Betrachtet man die Leserzahlen war 2017 mit knapp zwei Millionen Zugriffen das erfolgreichste Jahr unserer Geschichte, obwohl im Schnitt täglich lediglich ein Beitrag erschienen ist (Verantwortlich für diesen eher niedrigen Ouput ist der hier schreibende Chefredakteur, der bis August 2017 noch mit der Führung eines anderen Betriebs beschäftigt war.). Fast 7.000 Mal wurden unsere Artikel kommentiert.

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SZ-Kittel-MZ
Unser Pressespiegel

Über 20 Mal wurde entweder unsere Berichterstattung andernorts erwähnt oder wir wurden zu Themen in der Regensburger Stadtgesellschaft als Experten interviewt – unter anderem Bayerischer Rundfunk, Süddeutsche Zeitung, tz, Münchner Merkur, taz, TVA, Deutschlandradio, Bildzeitung. Generell arbeiten wir mit einigen Kolleginnen und Kollegen verschiedener Medien sehr vertrauensvoll zusammen.

Das Wichtigste über alledem: Spaß und Motivation haben in den letzten zehn Jahren allen Widrigkeiten zum Trotz nicht abgenommen. Wir haben neue (freie) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dazu gewonnen, die auch 2018 – je nach Zeit und Finanzlage – dazu beitragen wollen, dass regensburg-digital eine wichtige Ergänzung und ein notwendiges Korrektiv in der hiesigen Medienlandschaft bleibt, und die sich – auch das ist uns wichtig – bei regensburg-digital „ausprobieren“ dürfen. Wir sind kein Unternehmen oder Medienhaus, sondern ein journalistisches Projekt, bei dem jeder und jede, ganz ohne Slogans und PR-Gewäsch nach besten Wissen und Gewissen ehrliche Arbeit liefert.

In diesem Sinne ein paar geruhsame Tage und entspanntes Rüberrutschen. Wir lesen uns im nächsten Jahr. Und wenn Sie uns unterstützen wollen,…aber das kennen die meisten von Ihnen/ Euch ja schon.

Stefan Aigner

Stefan Aigner hat vor etlichen Jahren ein Studium abgeschlossen, zwischendurch als Verkäufer, Kurierfahrer und Gastronom gearbeitet und ist ein wenig in der Weltgeschichte herumgereist. Seit 2004 ist er Journalist in Regensburg. 2008 hat er nach einem einvernehmlich beendeten Projekt für ein Anzeigenblatt regensburg-digital gegründet. Daneben ist er gelegentlich als Referent unterwegs und organisiert Workshops, unter anderem für die Bundeszentrale für politische Bildung, DVV International und an verschiedenen Hochschulen.

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Kommentare (11)

  • Mr. T

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    Geht’s in Urlaub? Hat der Kittel zum Jagdausflug eingeladen? ;-)

    Danke für die Arbeit und weiter so im nächsten Jahr!

  • null,nix

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    Zu ‚Pflege der Regensburger Landschaft‘ spende ich morgen einen mehrstelligen Beitrag.
    Wer macht‘s nach?
    PS. Wenn‘s geht beim nächsten Mal weniger Nullen beim IBAN

  • Sebastian Wild

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    Wir haben zu danken lieber Stefan, denn wenn es r-digital und euch nicht gäbe würden wir so vieles in dieser Stadt nixht erfahren…
    Ich unterstütze euch auch weiterhin!

    Erholsamen Urlaub euch und kommt gut rüber und auf die nächsten 10 Jahre :)

  • Günther Herzig

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    Eigentlich habe ich nichts zu sagen. Ich erlebe hier Journalismus, wie ich ihn mir vorstelle, informativ, etwas unterkühlt, unaufgeregt und ohne Geifer.
    Danke mit den besten Wünschen für 2018.
    Günther Herzig

  • aucheinehemaliger

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    Einfach mal DANKE!

  • RECHTSANWALT OTMAR SPIRK

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    Lieber Stefan Aigner, liebe andere Artikelschreiber,
    Rd ist das einzige kontinuierliche Sprachrohr und Diskussionsforum der Zivilgesellschaft in Regensburg. Dafür meinen großen Respekt und Dank.
    Ich wünsche euch, dass eure Arbeit noch viel mehr fördermitglieder bekommt, da gute Arbeit auch gut bezahlt werden sollte.
    Und ich wünsche mir viel Berichterstattung über die Projekte für eine humane umgangskultur in Regensburg,und über alles, was uns Menschen hilft. freundlicher bis liebevoll mit uns selber und mit anderen umzugehen.Denn auch wenn wir vieles Sozialpolitische derzeit nicht erreichen werden: Niemand kann uns hindern, miteinander gut umzugehen und Freude zu haben. Aber gerade das braucht in diesen Zeiten Förderung.

  • Giesinger

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    Die Pause tut bestimmt gut, ich kenne Sie schon vom letzten Jahr.
    Es wurde soviel vorgelegt seitens des Chefs und seiner Redaktion, da komme ich jetzt wohl gerade während der anstehenden faden Tage der „Staden Zeit“ dazu, so manchen Artikel nachzulesen. Ich gehe mal davon aus, daß die Kommentarfunktion aktiviert ist, und sich ein „Hiwi-Redakteur“ bei Zeiten um die Zuschriften kümmern wird. (Durchlassen oder nicht). Letztes Jahr hat das auch prima funkioniert, wo doch damals gerade das „Wolbergs-Thema“ sehr akut und aktuell war.

    Erholsame Tage!
    Giesinger

  • R.G.

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    Wie die Erfindung des Buchdrucks mit beweglichen Lettern die Gesellschaft nachhaltig veränderte, erst zu mehr Informationsmöglichkeit für den kleinen Bürger und sehr bald auch mehr Kontrolle und Zensur, eignete sich das www grundsätzlich dazu, mehr UND weniger Bürgerfreiheit zu ermöglichen.

    Im Moment schlägt das Pendel in Richtung totale Kontrolle bis hin zur Vorausberechnung der von uns wahrscheinlich morgen vertretenen Meinung, und der Dienstbarmachung dieses Wissens durch Tyrannen.
    Wir sollten daher die Seiten stärken, die jetzt noch mutig weiter frei berichten und die uns auch warnen, wo uns Entmündigung oder speziell für Regensburg, Enträumlichung, droht.

    Damit sie diese Sicherungsfunktion unserer Bürgerlichen Freiheiten weiter ausüben können, heißt es, sie verantwortungsbewusst finanziell zu tragen.

    Das Herz lacht mir, weil auf rd neben dem Bemühen um jornalistische Sorgfalt noch die Grundregeln des guten Layouts, wonach die freie Fläche mindestens so wichtig sei wie die bedruckte, beherzigt wird. Es sind Kleinigkeiten wie der im Vergleich zu anderen Webauftritten etwas größere Raum zwischen den Texten, die die Seitenmacher als wirkliche Profis von der Pike an ausweisen.

    Schreiben, Bloggen und Layouten kann heute jeder, es fällt daher auf, wenn eine Seite Mehrwert besitzt, hier den, nach echten Journalistischen Grundregeln zu berichten, UND als Dienstleister der Meinungsvielfalt, alle irgendwie zumutbaren Lesermeinungen zu zeigen, Pro und Kontra.

    Dieser geschenkte freie Raum ermöglicht uns persönliche (Meinungs-) Weiterentwicklung.

  • Thik

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    „Vor einer Überschätzung des Internet hat der Computerkritiker Joseph Weizenbaum gewarnt. „Das Internet ist wie ein riesiger Misthaufen“, sagte der Informatiker am Freitag beim Kongress „Gutenbergs Folgen“ in Mainz. Im weltweiten Datennetz gebe es aber einige Perlen zu finden. Dies gelinge jedoch nur mit der Fähigkeit, gute Fragen zu stellen. “
    https://www.heise.de/newsticker/meldung/Weizenbaum-Das-Internet-ist-ein-riesiger-Misthaufen-30053.html
    Gute Erholung.

  • Nocheinüberlebender

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    Hä? Schon wieder Pause… Na ja, will man Euch auch mal zugestehen :) Liebe Grüße und Erfolg im kommenden Jahr, nebst einem schönen Weihnachtsfest…

  • Roland Hornung

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    D a n k e – und alles Gute, Gesundheit, Zufriedenheit und Wohlergehen im neuen Jahr 2018!

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