MdL Margit Wild erklärt zum Equal Pay Day: „Lohnlücken endlich schließen!“

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Zum Equal Pay Day, der dieses Jahr  am 19. März stattfindet, erklärt die SPD­Stadtverbandsvorsitzende und Landtagsabgeordnete Margit Wild: „Die Lohnlücken zwischen Männern und Frauen sind seit vielen Jahren bekannt. Trotz vieler Aufrufe und des politischen Drucks hat sich bislang rein gar nichts geändert. Es wird Zeit, dass der Gesetzgeber eingreift“.

Der Equal Pay Day markiert den Zeitraum der unbezahlten Tage, die Frauen mehr arbeiten müssten, als die Männer. Die 22% Lohnlücke entsprechen 79 Tagen. Von 1. Januar bis zum 19. März arbeiten Frauen im Jahr 2016 somit umsonst. „Der hohe Lohnunterschied ist wirklich durch nichts mehr zu rechtfertigen“, kritisiert Wild. Deutschland liege damit in europäischen Vergleich auf dem drittletzten Platz. „In Bayern ist der Gender Pay Gap mit 25% sogar noch einmal deutlich höher – und das im wirtschaftlich stärksten Bundesland!“, so die Regensburger Abgeordnete.

Zwei SPD-Anfragen im Landtag zufolge verdienen beispielsweise weibliche Ingenieure 4.367 € Brutto. Bei den Männern sind es 5.694 Euro, das ist eine Differenz von 1.327 Euro. „Dieses Minus findet sich nicht nur auf dem Lohnzettel, sondern auch in der Rente wieder“, unterstreicht Wild. In Deutschland wird der Equal Pay Day seit 2008 begangen. „Die Bundesregierung hat erklärt, den Lohnunterschied bis 2020 auf dann 10% senken zu wollen. Bislang sehe ich wenig Entwicklung in diese Richtung“, so Wild. Daher unterstützt die Politikerin den Vorschlag von Familienministerin Manuela Schwesig, die die Gehälter in Firmen offen legen will. „Transparenz trägt zur Lohngleichheit bei. Da geht es nicht um Neid. Bei Beamtinnen und Beamten und in Berufen mit Tarifverträgen kann jeder interessierte Mensch die Gehälter nachvollziehen – wieso soll das nicht auch in Wirtschaftsunternehmen so sein?“, fragt Wild. Sie sieht die skandinavischen Länder als Vorbild bei der Gleichstellung von Mann und Frau: „Ich wünsche mir eine intensivere gesellschaftliche Diskussion zur Gleichstellung“.

Transparenz sei eine wichtige politische Forderung, die sich in vielen Bereichen durchsetzt. Dass Gehaltsstrukturen in Unternehmen ebenfalls offengelegt werden, sieht Wild als logische Folge: „Das hat auch etwas mit Demokratisierung und Gerechtigkeit zu tun“. Die Landtagsabgeordnete wünscht sich, dass der Equal Pay Day bald Geschichte wird: „Je eher wir nicht mehr über eine Gender Pay Gap sprechen müssen, desto besser“.

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