SOZIALES SCHAUFENSTER

CSU und SPD liegen in Stadt und Landkreis Regensburg noch deutlich unter dem bayerischen Landesdurchschnitt. Zum ersten Mal schickt Regensburg drei Abgeordnete nach Berlin.

Die AfD-Funktionäre Jakob Kerler und Vadim Derksen bei der städtischen Wahlveranstaltung im Leren Beutel. Foto: Staudinger

Die AfD-Funktionäre Jakob Kerler und Vadim Derksen bei der städtischen Wahlveranstaltung im Leeren Beutel. Foto: Staudinger

„Es geht mir gut – ich freue mich auch auf das, was jetzt kommt“, schreibt Astrid Freudenstein am Montagmorgen und es klingt, als hätte sie gerade eine schwere Krankheit überstanden. Nach dem Wahlergebnis vom Sonntag steht fest: Die CSU-Politikerin verliert nach dem historisch schlechten Ergebnis für ihre Partei – die stürzte von 49,3 auf 38,8 Prozent ab – das Bundestagsmandat. Sie teilt damit das Schicksal von CSU-Spitzenkandidat Joachim Herrmann, der – mangels Direktkandidatur – nicht in den Bundestag einziehen wird und nun auf einen Ministerposten hoffen muss, um in Berlin mitmischen zu dürfen. Die CSU entsendet lediglich Direkt-, aber keine Listenkandidaten.

Altenheim
"Personalmangel, tut uns leid."

Altenheim: Das ist kein Leben dort!

Nun sind sie alle tot – meine Betreuten in Altenheimen. Und bei fast allen frage ich mich, ob es nicht besser für sie war, zu sterben, als ihr Leben im Altenheim… Denn was für ein Leben war das? Trauen Sie sich, liebe Leser und Leserinnen, mit mir einen Blick in das Paralleluniversum Altenheim zu werfen? Denn gut möglich, dass wird dort landen, oder Angehörige von uns.

"Mit einer E-Mail das Lebenswerk zerstört." Norbert Hartl. Foto: Archiv/ Staudinger
SPD-Fraktion berät

Wie geht es weiter mit Norbert Hartl?

Nach Druck von Parteibasis und CSU beriet die SPD-Fraktion am Montag über den Verbleib des früheren Fraktionschefs auf den lukrativen Aufsichtsratsposten. Auch beim SSV Jahn wird diskutiert. Derweil dementiert Hartl Gerüchte über Pläne für eine erneute Kandidatur für den Bezirkstag.

"Mut zur Wahrheit", forderte ein Oberpfäler Funktionärin und meinte Antisemitismus.
"Den Holocaust? Den hat es nie gegeben..."

Wie die AfD Oberpfalz mit einer antisemitischen Funktionärin verfuhr

Eine AfD-Funktionärin im Bezirk Oberpfalz bekannte sich stolz dazu, Antisemitin zu sein, verbreitete entsprechende Verschwörungstheorien und verschickte Mails, die andere Mitglieder „teilweise dem politkriminellen Milieu“ um Holocaustleuner wie Horst Mahler und Ursula Haverbeck zuordneten. Intern drängte man sie schließlich zum Rücktritt, öffentlich äußerte man sich anerkennend über ihr großes Engagement für die Partei. Die Betroffene ist Mitglied im Kreisverband des stellvertretenden AfD-Landeschefs Werner Meier.

Glaubt an seine Kanzlerschaft: Martin Schulz. Bild: Staudinger
SPD-Wahlkampfauftritt in Regensburg

„Der Martin, einer von uns!“

Der SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz kam diesen Freitag für einen Wahlkampfauftritt nach Regensburg. Im voll besetzten Glöckl-Festzelt auf der Dult versuchte er die Unterschiede zwischen ihm und Bundeskanzlerin Merkel deutlich zu machen und forderte mehr Gerechtigkeit. Am Schluss bekam er für seinen Auftritt ein Trikot des SSV Jahn Regensburg.

Das Hochhaus am Ernst-Reuter-Platz: "Rückbau ab Januar 2018". Foto: Herbert Baumgärtner
RKK: Befragung und Entmietung

Keplerhochhaus: Diakonie kündigt „Rückbau ab Januar 2018“ an, aber…

Ende Oktober sollen die Fragebögen für die Neugestaltung des Areals zwischen Bahnhof und Ernst-Reuter-Platz verschickt werden. Ein zentrales Projekt: das Kultur- und Kongresszentrum. Im Vorfeld wird bereits mit der Entmietung des Luther- und Kepler-Wohnheims begonnen. Die Diakonie kündigt Bewohnern den Abbruch des Gebäudes ab Januar 2018 an. Doch so einfach geht das nicht.