Musikvideo vom Klubbb3 mit Gloria von Thurn und Taxis

Polyamouröser Okkultismus mit Migranten auf Schloss St. Emmeram

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Drei Migranten aus dem Zauberland waren kürzlich mit weißen Rössern in Regensburg auf Schloss St. Emmeram, um unsere Fürstin, Gloria von Thurn und Taxis, mit okkulten Zaubersprüchen zu bezirzen und entgegen gottgewollter Beziehungs- und Sexualmoral zu offenbar polyamouröser Sündhaftigkeit zu verführen. Eine sozio-theologische Einschätzung.

Klubbb3 mit Gloria von Thurn und Taxis. Ein okkultes Unterfangen. Foto: Electrola / Universal Music GmbH.

Klubbb3 mit Gloria von Thurn und Taxis. Ein okkultes Unterfangen. Foto: Electrola / Universal Music GmbH.

Wie bitte? Polyamouröser Okkultismus mit Migranten auf Schloss St. Emmeram? Ja. So zumindest geht es aus einem Musikvideo mit dem Titel „Märchenprinzen“ hervor, das eine orthografisch zweifelhaft agierende Pick-Up-Gang aus dem Zauberland namens „Klubbb3″ an diesem Donnerstag veröffentlicht hat. Im Video bekennt Gloria von Thurn und Taxis, die in ihrem Leben bereits erfolgreich geheiratet, drei Kinder geboren und reichlich Eigentum geerbt hat, dass sie schon lange auf eben jene Märchenprinzen warte.

Abendland statt Zauberland! Wer denkt an unsere Kinder?

Im Video sieht man wie sich Florian Silbereisen, Jan Smit und Christoff De Bolle mittels verschiedener Scheinjobs unserer Fürstin nähern, um mit ihr letztlich völlig enthemmt zu tanzen und zu singen. Das ketzerische Ritual verleitet Gloria sogar dazu allen drei Märchenprinzen vor laufender Kamera ihre Liebe zu gestehen. Und das alles, wo doch ihr verstorbener Ehemann nur wenige Meter vom Drehort entfernt in der Familiengruft beigesetzt ist.

Wo soll das alles hinführen? Was sollen bloß unsere Kinder denken, denen wir mühsam unsere fürs christliche Abendland konstitutiven Werte wie Keuschheit, Ehe und Abtreibungsverbot beizubringen versuchen? Sollen sie etwa davon ausgehen, dass es ganz normal sei sich in drei zufällig angerittene Migranten zu verlieben? Ganz Deutschland fragt sich nun: Was ist nur los mit Ihrer Durchlaucht?

Was ist nur los mit ihr? Gloria von Thurn und Taxis. Foto: Archiv/ Staudinger

Was ist nur los mit ihr? Gloria von Thurn und Taxis. Foto: Archiv/ Staudinger

Okkulte Zeilen

Handelt es sich bei dem Video um eine bewusste Abkehr Glorias von ihren Positionen, wonach der Mensch ein „monogames Tier“ sei und Promiskuität der Gesellschaft schade? Für unsere streng gläubige Fürstin unwahrscheinlich. Wahrscheinlicher ist, dass sie unter Einfluss des okkulten Treibens von Klubbb3 nicht mehr ganz bei Sinnen war. Mehrmals finden sich im Song „Märchenprinzen“ heidnische Phrasen und Zauberformeln, die geeignet sein könnten die fürstliche Frömmigkeit zumindest zeitweise zu brechen.

Weil die drei Zauberländer laut eigener Auskunft von einer „bösen Fee“ verflucht wurden, soll Gloria den Fluch via Magie wieder aufheben. Sie wird aufgefordert „Abara Kadabara […] / Simsalabim und dreimal schwarzer Kater / ich bin so verliebt“ zu singen. Und sie tut es! Ein klarer Verstoß gegen den Katechismus.

Die drei apokalyptischen Reiter

Ihre häretische Botschaft untermalen Klubbb3 überdies mit grässlichster Musik direkt aus dem Reich der Finsternis. Stümperhaftestes Zusammenklatschen von Beat und Melodie trifft auf markerschütternde Gesangseinlagen wie vom Teufel persönlich. Das Lied ist ein einziger Ausdruck völliger Abgestumpftheit und Gleichgültigkeit gegenüber Musik. Eine Absage an alle Zivilisationsbemühungen, roher Nihilismus, erbarmungslose Barbarei.

Wenn man Klubbb3 bei ihrem Götzendienst völlig unkoordiniert auf dem Schlosshof herumhumpeln und -gestikulieren sieht, kann man sich kaum vorstellen, dass die christliche Hölle ein schlimmerer Ort sein soll. Wären die drei ein Quartett, müsste man sie für die apokalyptischen Reiter halten.

Noch kann Gloria Buße tun!

Muss man sich nun ernsthafte Sorgen um die Fürstin machen? Droht ihr trotz bisher gottgefälligem Leben ein Zutrittsverbot im Paradies? Vermutlich nicht. Denn mit dem Exorzismus besitzt die katholische Kirche ein effektives und weithin anerkanntes Mittel, um besessene Christenmenschen wieder vollständig in die Gemeinschaft der Gläubigen einzugliedern. Eines muss aber auch klar sein. Den Ablass gibt es nicht geschenkt: Mit drei Vaterunser und zehn Ave Maria ist es nach „Märchenprinzen“ wirklich nicht getan.

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Kommentare (12)

  • Zacherl

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    Guat schauts aus unsa Fürstin🌝

  • Betonkopf

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    O neige, Maria, Du Schmerzensreiche, Dein Haupt.

  • Rosalia Genoveva

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    Der Fazi spottet mich heut wieder aus, weil ich mir die Namen und das alls nicht merken kann, was da schon alles gwesen ist in dem Schloss und wie dass alles miteinander geht…

    Er hat im Gedächtnistraing glernt, dass ma kleine Gedankenbrückn bauen soll, dann geht das mit dem Erinnern leichter.

    So nach der Art: Wo Knackige auf weißen Pferden reiten thuan, statt vorzufahrn in Taxis, da klärt‘ mit Oberhirten schuan, die streng kathol’sche Praxis, hört‘ Beatlodie und Gloria, die Mutter der Moral.

    Der Wein schmeckt schal.

  • Angelika Oetken

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    Vielleicht macht da eine Mami ihrem Söhnchen ein Geschenk. Auch zu Ostern muss man sich heutzutage was einfallen lassen. Hartgekochte bunte Eier und Schokoladenhasen reichen nicht mehr. Erst recht in den abgehobenen Kreisen.

  • hutzelwutzel

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    Wie immer: Gloria in excelsis Deo! ;-)

    Erinnere noch das superkurze, pinkfarbene Minikleid Ihro Durchlaucht beim Rosenkranz anlässlich des Ablebens S.D. Fürst Johannes im Dom am Strom. Irritiert, schockiert warens die Domherren, als I.D. neben diesen in der obersten Reihe des mit Blick auf den Altarraum linksseitig angebrachten Chorgestühls platzte.
    Bereits da konnte wer wollte erkennen, dass das mit der RKK nur einfach so dazugehört, zum Fürstenhaus.

  • Angelika Oetken

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    „Klubbb3“: auf welche Weise die wohl zusammen gekommen sind….

    Eins muss ich Gloria von T.u.T. lassen: sie verhehlt kaum, dass sie weiß, welche Rolle sie zu spielen hat. Ein gewisser Humor ist vorhanden, auch wenn ich so einen Zirkus angesichts der Offensichtlichkeiten eigentlich albern finde.

    Unschlagbar die Doku, in der Fürstin Gloria mit ihren Freundinnen aus der von ihr selbst gegründeten „Marianischen Frauenkongregation“ auf Pilgerreise geht
    Ein Ausschnitt https://www.youtube.com/watch?v=lOhk-8m2pP4

    Wenn der Name „Polly Hütchen“ nur nicht schon vergeben wäre…

  • Rosalia Genoveva

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    Der Fazi lässt nochmal fragn, ob das wahr ist…

    Kann ma ab jetzt mit Fug und Recht und ohne Zweifel behaupten, es gibt Zeugn, die junge und wohlgeformte Mannerleut auf Schloss E. beim gemeinsamen Reiten sahen?

    Tun am End schöne musische Zeiten wie beim Fürst selig wieder einkehren?

  • Angelika Oetken

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    Und falls bei euch in Regensburg bzw. der Oberpfalz auch Regenwetter herrschen sollte, hier gibt es eine Aufmunterung. Selten so gelacht http://www.marianischefrauencongregation.de/2007-interview.htm

    Ich wusste gar nicht, dass es eine Zeitschrift namens „Theo“ gibt.

  • Angelika Oetken

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    „Der Fazi spottet mich heut wieder aus, weil ich mir die Namen und das alls nicht merken kann, was da schon alles gwesen ist in dem Schloss und wie dass alles miteinander geht…“

    Halb so schlimm Rosalia Genoveva. Bei dieser Sache reicht es, wenn Sie die „Geschichten“ kennen. Bilder gibt es genug, offizielle sowieso. Aber auch solche, die richtig was wert sind. Es findet sich immer jemand, der da irgendwen an was-auch-immer wiedererkennt und Namen erinnert.

    VG
    Angelika Oetken

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