Radschnellweg statt A3-Ausbau

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ÖDP-Fraktion fordert kostengünstige Alternative zum „Wahnsinnsprojekt“

Regensburg. „Ein Rad-Schnellweg von Ziegetsdorf bis Neutraubling: diese Idee ist Wasser auf unsere Mühlen!“ schwärmt Astrid Lamby, stellvertretende ÖDP-Fraktionsvorsitzende und Mitglied der Arbeitsgruppe Radverkehr. Schon oft hat sie sich selbst über die schlechte Radanbindung der Nachbarstadt geärgert. „Im Rahmen der Haushaltsdebatte ist die fehlende Verkehrswende unser vordringlicher Kritikpunkt. Hier müssen schnell große Taten erfolgen: für Radverkehr und ÖPNV“, so Fraktionsvorsitzender Benedikt Suttner. Die ÖDP-Fraktion kann sich das Projekt Rad-Schnellweg aber nicht nur im Rahmen des geplanten Autobahn-Ausbaus vorstellen. „Sollte der A3-Ausbau aber, was wir nicht hoffen, tatsächlich kommen, wäre es schon wahnwitzig, den Rad-Schnellweg nicht auf jeden Fall zu bauen“, meinen die beiden ÖDPler.  In den Niederlanden wurden Radschnellwege entlang von überlasteten Autobahnen anstelle eines Ausbaus umgesetzt. Mit gutem Erfolg übrigens. Und mit einem Bruchteil an Kosten und Flächenverbrauch. „Für alle eine Win-Win-Situation“, findet auch Klaus Wörle vom ADFC Regensburg. Da der Radschnellweg nur zum Teil auf dem Gebiet der Stadt Regensburg liegt, hat Lamby auch schon eine Idee: „Warum holen wir nicht alle Zuständigen an einen runden Tisch? Ich werde das in der nächsten Arbeitsgruppe Radverkehr einmal vorschlagen!“ Vielleicht können unser Oberbürgermeister, Landrätin Tanja Schweiger und Vertreter der angrenzenden Gemeinden hier Neuland betreten und deutschlandweit eine Vorreiterrolle übernehmen. Vielleicht sind wir in der Umsetzung ja sogar schneller als Nordrhein–Westfalen. Dort ist nämlich gerade eine Gesetzesänderung auf den Weg gebracht worden, die Radschnellwege als neue Wegekategorie „Radschnellverbindungen des Landes“ als Landesaufgabe vorsieht. Von einer Gesetzesänderung sind wir in Bayern zwar noch weit entfernt, aber gelungene Projekte wie ein florierender Radschnellweg könnten den Weg dafür ebnen. Denn gute Alternativen zum motorisierten Individualverkehr sind bislang Mangelware. Nicht zuletzt im Rahmen der Elektromobilität könnten (E-) Bikes gegenüber dem Auto hier ein weiteres Mal die Nase vorne haben!

 

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Kommentare (1)

  • eRadschnellweg

    |

    Im Hinblick auf das Gelände wäre ein eRadschnellweg sicherlich sinnvoller.

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