Beiträge mit Tag ‘Armut in Regensburg’

Zu den Gemeinschaftsdusche im Keller schafft es Frau X. nicht. Behindertengerecht sind sie ohnehin nicht.

Zu den Gemeinschaftsduschen im Keller schafft es Frau X. nicht. Behindertengerecht sind sie ohnehin nicht.

Nach einem Anruf hat Rechtsanwalt Otmar Spirk eine Bewohnerin in der Aussiger Straße besucht. Sein erschütternder Bericht und ein Appell.

Von Otmar Spirk

Bis zur Haustür schaffe ich es noch, professionell cool zu bleiben. Dann schüttelt es mich, und die Tränen laufen nur so herunter. Ein Teil von mir wünscht sich, das hier nie gesehen zu haben.

Zuständig für die städtischen Notwohnungen: Sozialbürgermeisterin und aktuelles Stadtoberhaupt Gertrud Maltz-Schwarzfischer 
und Sozialamtsleiter Wilhelm Weinmann. Foto: Archiv
Modellprojekt gegen Obdachlosigkeit beendet

„Durchaus positiv“ oder „Rohrkrepierer“?

Die Stadt hatte 2016 mehrere leerstehende Stadtbau-Wohnungen angemietet, um darüber Obdachlose wieder in ein reguläres Mietverhältnis zu vermitteln. Nach etwas mehr als einem Jahr ist das Projekt beendet. Die Hälfte der Betroffenen musste wieder zurück in die städtischen Notunterkünfte und ob es eine Fortsetzung gibt, steht noch in den Sternen.

Gerät häufiger wegen fragwürdiger Entscheidungen in die Kritik: das Jobcenter Regensburg.
„Destruktive Politik“

Jobcenter kehrt zu rechtswidriger Praxis zurück

Mehrere Urteile von Sozialgericht und Landessozialgericht interessieren das Jobcenter Regensburg ebenso wenig wie eine Grundsatzentscheidung des Bundessozialgerichts: Trotz eindeutiger Rechtslage wird Forensik-Insassen die Wiedereingliederung und Resozialisierung erschwert, indem die Behörde ihnen Leistungen verweigert. Vor Gericht unterliegt man regelmäßig – auf Kosten der Steuerzahler.

Preise, wohlklingende Worte und bunte Broschüren gibt es vom Betzirk Oberpfalz zum Thema Inklusion. Das konkrete Verwaltungshandeln ist weniger bunt und fröhlich. Foto: Bezirk
Exklusion statt Inklusion

Wie der Bezirk Oberpfalz mit einem Schwerstbehinderten umspringt

Ohne eigenes Fahrzeug ist der schwerstbehinderte Franz K. weitgehend isoliert. Er kann weder seine Verwandten besuchen, noch sonst am sozialen oder kulturellen Leben teilnehmen. Doch der Bezirk Oberpfalz verweigert dem 50jährigen die entsprechende Beihilfe für den Unterhalt seines Autos. K.s Wunsch nach Teilhabe am gesellschaftlichen Leben sei nicht gewichtig genug.

"Sensationelle Zusammenarbeit": Oberbürgermeister Joachim Wolbergs, Gabriele Anderlik, Birgitt Ehrl und Bürgermeisterin Getrud Maltz-Schwarzfischer. Foto: as
Personalmangel im Jobcenter

„Hoffnungslos überfordert und personell unterbesetzt“

Durchweg positive Worte findet der Oberbürgermeister anlässlich von zehn Jahren Hartz IV und zehn Jahren Jobcenter Regensburg. Darüber, dass in der Behörde erheblicher Personalmangel zu Lasten aller Beteiligten zu bestehen scheint, will bei der Jahrespressekonferenz niemand reden. Auch spätere Nachfragen werden nur ausweichend beantwortet.

"Stimmungsmache geht mir auf den Senkel." OB Wolbergs Foto: Archiv/ Stadt Regensburg
Debatte im Stadtrat

OB watscht Mieterbund ab

Einstimmig lehnte der Stadtrat am Mittwoch eine Eingabe des Mieterbundes ab. Ein positives Ergebnis aber hatte die Debatte: Künftig soll die Stadtbau 13 leerstehende Wohnung für Menschen in schwierigen Lebenssituationen zur Verfügung stellen.