Beiträge mit Tag ‘Bürgerbeteiligung’

Nach drei Stunden Debatte

350.000 Euro für „Nonsense-Politik“

Die Koalition beschließt nach hitziger Debatte die umstrittene Bürgerbefragung zu Kongresszentrum, Busbahnhof in Co. Bei der Stadtratssitzung kam es zu Tumulten auf der Zuschauertribüne.

Der Politaktivist Kurt Raster und einige Mitstreiter protestierten auf der Zuschauertribüne. Foto: Bothner

Der Politaktivist Kurt Raster und einige Mitstreiter protestierten auf der Zuschauertribüne. Foto: Bothner

Von Michael Bothner

Nach über drei Stunden und einer hitzigen Debatte ist es amtlich: Die bereits im Vorfeld scharf kritisierte Bürgerbefragung zur Neugestaltung des Bahnhofsareals kommt. Die bunte Koalition stimmte mit einer knappen Mehrheit von 25 Stimmen geschlossen für den Vorschlag der Verwaltung. Kurz bevor Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer die Abstimmung durchführte, warfen Aktivisten, die gegen den geplanten Bau am Ernst-Reuter-Platz seit Wochen protestieren, Flyer von der Zuschauertribüne und entrollten ein Transparent mit der Aufschrift „Nein zum RKK“. Initiator war das Bündnis „Recht auf Stadt“ um Kurt Raster. Fast eine Blaupause zu den Protesten, als vor über zehn Jahren Hans Schaidinger ein RKK auf dem Donaumarkt durchsetzen wollte.

Das Hochhaus am Ernst-Reuter-Platz: "Rückbau ab Januar 2018". Foto: Herbert Baumgärtner
RKK: Befragung und Entmietung

Keplerhochhaus: Diakonie kündigt „Rückbau ab Januar 2018“ an, aber…

Ende Oktober sollen die Fragebögen für die Neugestaltung des Areals zwischen Bahnhof und Ernst-Reuter-Platz verschickt werden. Ein zentrales Projekt: das Kultur- und Kongresszentrum. Im Vorfeld wird bereits mit der Entmietung des Luther- und Kepler-Wohnheims begonnen. Die Diakonie kündigt Bewohnern den Abbruch des Gebäudes ab Januar 2018 an. Doch so einfach geht das nicht.

Denkmalwächter, der kein Blatt vor den Mund nimmt: Professor Achim Hubel.
"Gefälligkeitsgutachten"

Erster Gegenwind für RKK-Pläne

Nach der Bürgerbeteiligung zur Umgestaltung des Areals zwischen Hauptbahnhof und Ernst-Reuter-Platz kritisiert der Arbeitskreis Kultur die von der Stadt in Auftrag gegebene Bedarfsanalyse für ein Kultur- und Kongresszentrum (RKK) als „Gefälligkeitsgutachten“. „Noch ein Kongresszentrum für Regensburg ist mehr als überflüssig“, schreibt der Verein in einer aktuellen Stellungnahme.

Bürgermeisterin Getrud Maltz-Schwarzfischer (Mitte) nimmt Stellung zum Beteiligungsprozess. Foto: om
Bürgerbeteiligung zum RKK

Gelingt der Stadt die Grablegung eines Mythos?

Die Stadt Regensburg hat einen Bürgerbeteiligungsprozess zur Neugestaltung des Bahnhofsareals und zu einem möglichen Neubau eines Kultur- und Kongresszentrums initiiert. Im Zuge dessen fanden flankiert von einer großen Kommunikationskampagne im März und Mai zwei dreitägige Ideenwerkstätten statt. Letzte Woche wurden erste Entwürfe und mögliche Lösungsvorschläge eines Regensburger Dauerbrenners präsentiert. Gelingt der Stadt damit endlich der große Durchbruch?