Beiträge mit Tag ‘Gedenken’

Gedenkweg für die Opfer des Faschismus

„Jeder hatte die Wahl“

Bemerkenswerte Rede von Generalvikar Michael Fuchs beim diesjährigen Gedenkweg für die Opfer des Faschismus. Leider fehlte die letzte Konsequenz.

Michael Fuchs (re.) konnte sich nicht dazu durchringen, auch die Wahl von Bischof Buchberger zu erwähnen. Foto: Werner

Michael Fuchs (re.) konnte sich nicht dazu durchringen, auch die Wahl von Bischof Buchberger zu erwähnen. Foto: Werner

„Die Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln ist unsere Losung. Der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel.“

Mit dem „Schwur von Buchenwald“, der anlässlich der Befreiung des Konzentrationslagers am 19. April 1945 verlesen wurde, schließt Luise Gutmann am Sonntag auf dem Dachauplatz den diesjährigen „Gedenkweg für die Opfer des Faschismus“. Und es würde die Anwesenden, die im Anschluss Beifall spenden und das „Lied der Moorsoldaten“ singen, wahrscheinlich überraschen, dass sie sich mit dieser Zustimmung ins Visier des Verfassungsschutzes rücken. 

Porträt von Hans Herrmann im Regensburger Rathaus. Foto: Stadt Regensburg
Mitläufer-Stellungnahme für Hans Herrmann

Chrobaks und Löfflers tendenziöse Parteinahme

Die Stellungnahme zu Nazi-Bürgermeister Hans Herrmann soll nach dem Wunsch von Oberbürgermeister Wolbergs Basis für „eine unvoreingenommene, offene Diskussion“ sein. Ein Faktencheck der Ausführungen von Stadtheimatpfleger Werner Chrobak und Professor Bernhard Löffler offenbart krasse Fehlstellen und eklatante Beschönigungen.

Ernst Grube1
Stellungnahme zu NS-Bürgermeister Herrmann

Ein manipulatives Machwerk

Der Holocaust-Überlebende Ernst Grube ist über die aktuelle Stellungnahme zu NS-Bürgermeister Hans Herrmann entsetzt. Tatsächlich gehen dessen Verfasser Werner Chrobak und Bernhard Löffler mit den Fakten sehr selektiv um. Allzu Belastendes wird einfach weggelassen oder beschönigt.

Stellungnahme zu Hans Herrmann

„Musterbild des Mitläufers“

Ist der BVP-NSDAP-Politiker Hans Herrmann ein geeigneter Namenspatron für eine Schule? Zwei Historiker, die im Auftrag der Stadt eine Stellungnahme abgegeben haben, beantworten diese Frage nicht. Das sei ein „politisches, kein geschichtswissenschaftliches Unterfangen“.

Erinnerungspolitik in Bamberg und Regensburg

Zwei Städte – zwei Wege

Regensburg und Bamberg: Beide Städte schmücken sich mit dem Titel „Weltkulturerbe“, in beiden gibt es eine über tausendjährige Geschichte jüdischer Gemeinden, die von den Nazis vernichtet wurden. Damit hören die Gemeinsamkeiten auf. Während Bamberg sein jüdisches Erbe sichtbar macht und jüdisches Leben im Stadtbild wieder präsent ist, verharrt Regensburg in seiner Erinnerungskultur bei den Römern.

Stadtrat gedachte der Machtübernahme

Bemerkenswert und doch geschichtsvergessen

Zur 80. Jahrestag der Machtübernahme der Nationalsozialisten hat Oberbürgermeister Hans Schaidinger im Stadtrat eine bemerkenswerte Gedenkrede gehalten. Bemerkenswert insofern, weil er sich erstmals konkret mit frühen Opfern des NS-Regimes beschäftigte: mit Kommunisten und Sozialdemokraten.In anderen Teilen seiner Rede zeigte sich der Oberbürgermeister schlecht informiert, zum Teil verlor er den Überblick und nicht zuletzt zeigte er sich – wie es schön diplomatisch heißt – geschichtsvergessen.