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Vorwürfe beim Prozess um "Horror-Haus von Höxter"

Vorzeigepsychiater Osterheider im Zwielicht

Wegen Zweifeln an seiner Unparteilichkeit, Schlampereien und falschen Angaben vor Gericht macht der Regensburger Professor Michael Osterheider im Zusammenhang mit dem Prozess um das „Horror-Haus von Höxter“ aktuell Schlagzeilen. Das Gericht erwägt sogar, die Staatsanwaltschaft gegen ihn einzuschalten. Doch es ist nicht das erste Mal, dass Osterheider als Sachverständiger fragwürdige Arbeit abgeliefert hat.

Professor Michael Osterheider bei einem Vortrag im Bayerischen Justizministerium im Juli 2017. Foto: Justizministerium

August 2017: Professor Michael Osterheider bei einem Vortrag zu „Kein Täter werden“ im Bayerischen Justizministerium. Foto: Justizministerium

Als 2014 das Wiederaufnahmeverfahren im Fall Gustl Mollath vor dem Landgericht Regensburg stattfand und als im selben Jahr die Regensburgerin Ilona Haslbauer nach sieben Jahren aus der geschlossenen Forensik entlassen wurde, waren sie Thema: Die oft drastischen Folgen schlampiger und oberflächlicher Arbeit mancher Gutachter vor Gericht. Nicht nur mit dem Vorwurf der Schlamperei, sondern auch falscher Abrechnung und Lügen ist aktuell einer von Regensburgs Vorzeigepsychiatern konfrontiert: Professor Michael Osterheider, Führungskraft am Lehrstuhl für Forensische Psychiatrie der Universität, Leiter des Präventionsprojekts „Kein Täter werden“, Koordinator des vom Bundesfamilienministerium geförderten Forschungsprojekts „Mikado“ zur Prävention gegen sexuellen Missbrauch und gefragter Berater der Politik zu Fragen der Pädokriminalität. Es ist nicht das erste Mal, dass Osterheider durch seine fragwürdige Arbeit als Sachverständiger auffällt, wenn auch abseits des öffentlichen Interesses, doch dazu später.