Beiträge mit Tag ‘Lappersdorf’

Defizit von rund 700.000 Euro für 2017 zu erwarten

Markt Lappersdorf verschleiert tatsächliche Kosten fürs AURELIUM

Die Kosten für die Herstellung und Einrichtung des Lappersdorfers Kultur- und Begegnungszentrums AURELIUM sind höher als bislang öffentlich bekanntgegeben. Ebenso die jährlichen Fixkosten, die im laufenden Betrieb des Zentrums anfallen. Diese unpopuläre Erkenntnis haben sowohl Bürgermeister Christian Hauner (FW) als auch der Kämmerer Robert Weilhammer neulich in einer eigens anberaumten Marktgemeinderatssitzung zwar angedeutet, die tatsächlichen Summen aber nicht unmissverständlich beziffert.

aureliumDSC_6255

Zur Klärung der tatsächlichen Baukosten stellte unsere Redaktion an Bürgermeister Hauner detaillierte An- und Nachfragen zu noch unbekannten Einzelkosten und zur Art der Bilanzierung. Diese will die geschäftsführende Beamtin des Marktes, Sabine Schick, aber nicht beantworten. Begründung: Dies stelle einen „unverhältnismäßigen Aufwand“ für die Verwaltung dar und von daher bestehe kein presserechtlicher Auskunftsanspruch. Stattdessen lässt sie uns jene Präsentation zukommen, die, zusammengestellt von der Marktverwaltung, in der Marktgemeinderatssitzung eigentlich für Transparenz und Offenlegung aller Kosten hätte sorgen sollen. Da man im Lappersdorfer Rathaus offenbar glaubt, die tatsächlichen Bau- und Fixkosten des vor einem Jahr nach fast dreijähriger Bauzeit eröffneten AURELIUM willkürlich verschleiern und öffentlich präsentieren zu können, hat regensburg-digital nachgerechnet.

Faschingszug 2015 in Lappersdorf: Die Freien Wähler nehmen das goldene Dachl mit Humor.
"Bürgertreff" mit goldenem Dachl - aber ohne Konzept

Lappersdorf: Mehr Glanz geht nicht!

Als Ersatz für einen nicht gebauten Bürgersaal und nach vielfachem Wechsel in Planung und Ausführung soll in Lappersdorf nach Monaten Verspätung voraussichtlich Mitte Oktober 2015 ein Kultur- und Begegnungszentrum eröffnet werden. Während sich die bei der Grundsatzentscheidung im Herbst 2012 genannten Kosten von rund vier Millionen Euro trotz verkleinerter Ausführung mehr als verdoppeln dürften, versucht der Markgemeinderat derzeit ein bislang nicht vorhandenes Nutzungskonzept zu erarbeiten. Noch ist nicht absehbar, ob die tatsächlichen Herstellungskosten für den angeblich nach mittelalterlichem Vorbild erbauten „Kulturstadel“ zuletzt nicht doch die zehn Millionen Grenze überschreiten werden. Zwischenbilanz eines strittigen Prestige-Projekts.