Beiträge mit Tag ‘Obdachlosigkeit’

Zu den Gemeinschaftsdusche im Keller schafft es Frau X. nicht. Behindertengerecht sind sie ohnehin nicht.

Zu den Gemeinschaftsduschen im Keller schafft es Frau X. nicht. Behindertengerecht sind sie ohnehin nicht.

Nach einem Anruf hat Rechtsanwalt Otmar Spirk eine Bewohnerin in der Aussiger Straße besucht. Sein erschütternder Bericht und ein Appell.

Von Otmar Spirk

Bis zur Haustür schaffe ich es noch, professionell cool zu bleiben. Dann schüttelt es mich, und die Tränen laufen nur so herunter. Ein Teil von mir wünscht sich, das hier nie gesehen zu haben.

Zuständig für die städtischen Notwohnungen: Sozialbürgermeisterin und aktuelles Stadtoberhaupt Gertrud Maltz-Schwarzfischer 
und Sozialamtsleiter Wilhelm Weinmann. Foto: Archiv
Modellprojekt gegen Obdachlosigkeit beendet

„Durchaus positiv“ oder „Rohrkrepierer“?

Die Stadt hatte 2016 mehrere leerstehende Stadtbau-Wohnungen angemietet, um darüber Obdachlose wieder in ein reguläres Mietverhältnis zu vermitteln. Nach etwas mehr als einem Jahr ist das Projekt beendet. Die Hälfte der Betroffenen musste wieder zurück in die städtischen Notunterkünfte und ob es eine Fortsetzung gibt, steht noch in den Sternen.

Jobcenter1
Behörde sieht keinerlei Verantwortung

„Befehlsnotstand“ im Jobcenter: Schwerkranker erhält erneut keine Leistungen

Zum sechsten Mal in Folge verweigert das Jobcenter der Stadt Regensburg dem schwerkranken Adriano M. Arbeitslosengeld II. Wieder muss das Sozialgericht entscheiden. Dort hat die Behörde bislang jedes Mal verloren. Doch das scheint egal zu sein. In einer Stellungnahme argumentiert Jobcenter-Geschäftsführerin Birgitt Ehrl mit „Befehlsnotstand“. Verantwortlich sei die Bundesagentur für Arbeit. Bericht und anschließender Kommentar.

Acht Monate lebte Adriano M. auf der Straße. Wäre es nach dem Jobcenter Regensburg gegangen, wäre er abgeschoben worden. Foto
Unmenschliche Methoden gegen Schwerkranken

Jobcenter Regensburg: Ein Mensch wird erledigt

Chorea Huntington ist eine schreckliche Krankheit. Sie zerstört langsam das Gehirn. Sie endet immer tödlich. Die Betroffenen leiden an zunehmenden psychische Störungen, Gedächtnisverlust und verlieren die Kontrolle über ihre Muskulatur. Einher geht das fast immer mit Depressionen. Adriano M. leidet an dieser Krankheit und das ist seine „Sozialbehörden“-Geschichte. Über seinen Rechtsanwalt Otmar Spirk hat der 54jährige uns mitgeteilt, es sei ihm ein großes Anliegen, dass sie erzählt wird.