Korruptionsaffäre

Tiefe Verstrickungen

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Drei Beschuldigte im Knast – untergebracht in verschiedenen Haftanstalten, Zeugen, die unter Druck gesetzt wurden, konspirative Treffen der Verdächtigen in der Kanzlei eines bekannten Regensburger Rechtsanwalts und früheren Jahn-Präsidenten: Was nun in immer kürzeren Abständen in der Regensburger Spendenaffäre, die sich zwischenzeitlich zur Korruptionsaffäre ausgewachsen hat, ans Tageslicht kommt, klingt wie das Drehbuch für einen spannenden Thriller, zumindest einen Schwafi-Roman.

Bei den Verstrickungen zwischen den beiden Oberbürgermeistern und Bauunternehmer Tretzel geht es immer wieder um den SSV Jahn. Foto: Archiv/ Staudinger

Bei den Verstrickungen zwischen den beiden Oberbürgermeistern und Bauträger Tretzel geht es immer wieder um den SSV Jahn. Foto: Archiv/ Staudinger

Wie aus den Haftbefehlen für Oberbürgermeister Joachim Wolbergs, Bauträger Volker Tretzel und den technischen Leiter der Stadtbau, Franz Wild, hervorgeht, wurden die Telefone der Beteiligten abgehört (die Mittelbayerische Zeitung hatte als erste darüber berichtet), ehe man schließlich zu dem Schluss kam, sie in U-Haft zu nehmen, um überhaupt noch ein rechtsstaatliches Verfahren garantieren zu können. Die Ermittler befürchteten Verdunkelungs- und Fluchtgefahr. Ein Treffen des Trios in der Kanzlei des früheren Jahn-Präsidenten und Verteidigers von Franz Wild, Ulrich Weber am 30. Dezember, soll stattgefunden haben, um Beweise zu vernichten oder zu manipulieren. Weber wollte dies auf Anfrage unserer Redaktion nicht kommentieren.

Mittlerweile scheint vieles vorstellbar

Informationen, denen zufolge in der vergangenen Woche mehrere Banken durchsucht und dabei Schließfächer von Beschuldigten geöffnet wurden, in denen sich teils erhebliche Mengen an Gold und Bargeld befunden haben soll, mochte die Staatsanwaltschaft ebenso wenig kommentieren wie einen angeblichen Fund von 170.000 Euro Bargeld in der Wohnung von Joachim Wolbergs. Fest steht aber: In Regensburg scheint mittlerweile vieles vorstellbar.

UPDATE: Gegenüber dem Fernsehsender TVA hat die Anwaltskanzlei von OB Wolbergs den Bargeld-Fund zwischenzeitlich dementiert.

Vorstellbar scheint – zumindest Einigen – zum Beispiel ein Oberbürgermeister, Hans Schaidinger, der gegen Beratervertrag und Segeltörn den Wahlkampf seines Parteifreundes boykottiert, um Joachim Wolbergs ins Amt zu verhelfen, der dann die gemeinsame Vereinbarung mit Tretzel einlöst und diesem die Nibelungenkaserne zuschustert. Eine entsprechende Theorie hatte der einstige CSU-OB-Kandidat Christian Schlegl vor wenigen Tagen geäußert.

Der SSV Jahn als Bittsteller

Wird verdächtigt, der Architekt des Spendenkonstrukts zu sein: der technische Leiter der Stadtbau und frühere Tretzel-Mann Franz Wild. Foto: Archiv/ Staudinger

Wird verdächtigt, der Architekt des Spendenkonstrukts zu sein: der technische Leiter der Stadtbau und frühere Tretzel-Mann Franz Wild. Foto: Archiv/ Staudinger

Tatsache ist, dass es Durchsuchungen beim SSV Jahn Regensburg gab und es den Verdacht gibt, dass Sitzungsprotokolle bei dem Verein manipuliert wurden. Aussagen des früheren Aufsichtsrats Christian Schlegl gegenüber der Kripo zufolge, die uns vorliegen, sei der Verein immer nur Bittsteller bei Volker Tretzel gewesen.

Es sei unausgesprochen im Raum gestanden, dass der SSV Jahn bei einer Vergabe der Nibelungenkasene an Tretzel eine bessere Förderung erhalten könne. Tretzel habe stets wissen lassen, er müsse noch mit dem damaligen OB Hans Schaidinger telefonieren. Dann sei in der Regel auch das Geld geflossen. Stets mit dabei: Franz Wild, damals noch bei Tretzel beschäftigt, jetzt bei der Stadtbau GmbH.

Tina Lorenz zog – unter wüsten Beschimpfungen – Konsequenzen

In einem anderen Licht erscheint zwischenzeitlich auch der Rückzug von Piratin Tina Lorenz Ende Juli aus der Koalition. Bereits vor einer Woche hatten wir darüber berichtet, dass Lorenz die Koalition verlassen hatte, weil sie sich im Rahmen eines internen Koalitionstreffens von Wolbergs unter Druck gesetzt fühlte, wie sie bei der Staatsanwaltschaft aussagen solle.

Die Koalitionäre in trauter Eintracht: Tina Lorenz zog als Einzige frühzeitig Konsequenzen. Foto: Archiv/ as

Die Koalitionäre in trauter Eintracht: Tina Lorenz zog als Einzige frühzeitig Konsequenzen. Foto: Archiv/ as

Wörtlich habe der OB gesagt: „…und wenn Euch die Staatsanwaltschaft fragt, sagt ihr gefälligst, dass das alles genau so Eure Idee war.“ Am heutigen Mittwoch zogen andere Medien nach.

Die übrigen Koalitionspartner wollen die Aussage nicht bzw. so nicht gehört haben oder können sich daran nicht mehr erinnern. So oder so: Der Rückzug Lorenz‘ im Juli – ohne öffentlich schmutzige Wäsche zu waschen – ehrt die Stadträtin. Sie hat als einzige in der Koalition frühzeitig ihre Konsequenzen gezogen. Ein Anzeigenblatt, das beim Aufbau einer (zwischenzeitlich von der Realität überrannten) Verteidigungsfront für den Oberbürgermeister zu wüsten Beschimpfungen unter der Gürtellinie griff und dessen verantwortlicher Redakteur selbst in die Affäre verstrickt zu sein scheint, wäre gut beraten, sich dafür zu entschuldigen.

Eine Wahlkampfschlacht ohne Buchführung

Bekannt wurde durch Recherchen des Bayerischen Rundfunks nun auch, dass der OB-Wahlkampf der Regensburger SPD annähernd so viel gekostet hat wie jener der Genossen in Berlin: fast 1,2 Millionen Euro. Zwischen 2013 und 2015 flossen dafür fast 870.000 Euro an Spenden. Eine ordentliche Buchführung oder einen Budgetplan gab es der Berichterstattung des BR zufolge nicht. Und abgesehen von Joachim Wolbergs scheint die Regensburger Parteispitze weder von den Ausgaben noch den Einnahmen eine Ahnung gehabt zu haben, ja nicht einmal Interesse. Zurück blieb ein überschuldeter Ortsverein, über den der Wahlkampf abgewickelt wurde und eine SPD-Parteispitze, die nun händeringend versucht, den Schaden einzudämmen.

Die SPD ringt mit sich selbst, die CSU macht Wahlkampf

Ringt um den richtigen Umgang mit der Affäre - und mit ihrer Partei: SPD-Vorsitzende Margit Wild, MdL. Foto: Archiv/ om

Ringt um den richtigen Umgang mit der Affäre – und mit ihrer Partei: SPD-Vorsitzende Margit Wild, MdL. Foto: Archiv/ om

Nach zähem Ringen hat man sich schließlich entschlossen, Wolbergs den Rücktritt nahezulegen. Gestern hat man sich mit der Bitte um eine unabhängige Untersuchungskommission an die Bundes-SPD gewandt. Welche weiteren Schritte es im Zuge der parteiinternen Aufklärung – so sie denn tatsächlich kommt – geben wird, bleibt abzuwarten. Nach wie vor lehnen einige Stadträte der SPD-Fraktion, aber auch Mitglieder des Stadtverbandes die nun vollzogenen Schritte ab. Kurz gefasst: Mangelnde Transparenz, mangelndes Interesse an den Vorgängen rund um Spenden, Wahlkampffinanzierung und Aufklärung waren und sind kein ausschließliches Problem der Parteispitze, es reicht bis weit hinein in die Basis.

Die CSU macht bei alledem ebenfalls nicht die beste Figur. Sie kann sich zwar zugute halten lassen, die Vergabe des Nibelungenareals an Tretzel abgelehnt und sogar eine Rechtsaufsichtsbeschwerde veranlasst zu haben. Allerdings kann dies auch der praktizierten Fundamentalopposition im Stadtrat geschuldet sein. Strategisch geschickt mag es auch gewesen sein, sich unmittelbar nach Bekanntwerden der Ermittlungen gegen Hans Schaidinger von diesem zu distanzieren. Ansonsten folgen aber bislang lediglich tägliche Pressemitteilungen, in denen das Krisenmanagement der SPD kritisiert und mit Rücktrittsforderungen von Ex-Fraktionschef Norbert Hartl bis hin zur SPD-Vorsitzenden Margit Wild um sich geworfen wird. Das klingt sehr nach verfrühtem Wahlkampf.

Schlegl will offene Fragen beantworten

Will alle unsere Fragen "konkret" beantworten. CSU-Stadtrat Christian Schlegl Foto: Archiv/ Stadt Regensburg

Will alle unsere Fragen „konkret“ beantworten. CSU-Stadtrat Christian Schlegl Foto: Archiv/ Stadt Regensburg

Eine parteiinterne Aufklärung über die Wahlkampffinanzierung zu Zeiten von Hans Schaidinger 2008 steht dagegen aus. Ebenso liegen bislang noch nicht alle Zahlen und Informationen zum Wahlkampf von Christian Schlegl 2013 auf dem Tisch – allen anderslautenden Behauptungen zum Trotz.

Wir haben Christian Schlegl einige Fragen zum Spendenaufkommen Tretzels bei CSU und der Schlegl-nahen Liste „Bürger für Regensburg“, zu seinem Wissen über Querverbindungen zwischen Politik, dem Bauträger und dem SSV Jahn sowie zu seinem eigenen Verhalten gegenüber Hans Schaidinger zugeschickt. Er hat zugesagt, diese Fragen alle „konkret“ zu beantworten. UPDATE: Schlegls Antworten

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Kommentare (81)

  • Angelika Oetken

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    Und dass das Bistum Ulrich Weber zum „unabhängigen Ermittler“ für die Missbrauchstaten, die an seinen Einrichtungen verübt wurden ernannt hat, steht mit der Immobilienschmiere im großen Stil in keinem Zusammenhang? Die wählen doch sonst immer Leute, die sie gut im Griff haben.

  • Reiner Wehpunkt

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    Der OB-Wahlkampf hat fast 1,2 Millionen € gekostet und „zurück blieb ein überschuldeter Ortsverein“?
    Das kann doch gar nicht wahr sein! Was ist das für ein Alptraum von Sumpf? Das muss doch in der Führungsspitze der Partei bekannt gewesen sein – oder sind das Peanuts?

  • aucheinehemaliger

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    Ist das der Uli Weber, der bei den Domspatzen “aufklärt“?

  • hutzelwutzel

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    Respekt! Neben bestem Dank für die unparteiische Berichterstattung, ja überhaupt, dass Bericht erstattet wird, die rhetorische Frage, ob das jetzt die Qualifizierung Regensburgs zur „Boomtown“ darstellen soll.

    Da braucht wirklich niemand mehr eine sizilianische, albanische Mafia, oder gar die Triaden! Wie hieß noch einmal der Buchtitel von Wilfried Scharnagl: „Bayern kann es auch alleine!“ ;-)

  • Allein gegen die Mafia

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    „Informationen, denen zufolge in der vergangenen Woche mehrere Banken durchsucht und dabei Schließfächer von Beschuldigten geöffnet wurden, in denen sich teils erhebliche Mengen an Gold und Bargeld befunden haben soll, mochte die Staatsanwaltschaft ebenso wenig kommentieren wie einen angeblichen Fund von 170.000 Euro Bargeld in der Wohnung von Joachim Wolbergs.“

    — Das ist Satire, oder? BITTE!!!

  • Candiszucker

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    Ich bin beileibe kein Wolbergs-Unterstützer, aber es ist doch interessant, wie sich die CSU „reinwaschen“ will. Die CSU/Stadtosten-Candis-Schmack-Kungelei hat auch ein „Gschmäckle“ …

  • Joe Kermen

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    @Reiner Wehpunkt:
    Welche Parteispitze meinen sie? Die Kommunale mit Wolbergs und Hartl? Die Landesspitze oder die Bundesspitze? Davon abgesehen: Keine Buchführung = keine Belege = keine dummen Nachfragen von der Spitze…zumindest bis so ein blöder pflichtbewusster Kassenprüfheini drüberstolpert. Von den 1,2Mio. bleiben ja nach den Spenden nur noch ca. 320 000 Euronen übrig.
    Für einen Ortverein eine Überschuldung – in einer Welt von großen Zahlen tatsächlich Peanuts.

    So ganz allgemein würde ich sagen: Nächstes Jahr gibt´s ne Netflix-Serie zu der Story. Als Folgeformat von „Narcos“ vielleicht ;-)
    Woher aber schon wieder die ganzen Informationen zusammengetragen wurden, vor allem die mit dem ganzen Gold und Bargeld, das würde mich schon mal wieder interessieren. DREI Beschuldigte im Knast? Ich dachte der Tretzel-Stadtbau-Mann wurde nicht in U-Haft genommen sondern wieder laufen gelassen oder wann hat sich das geändert? (Nebenbei bemerkt: Wieviel Sinn macht ein Portrait-Bild wenn man das komplette Gesicht verpixelt?) Warum muss man Frau Lorenz in jedem zweiten Artikel so hervor heben? – Umgekehrt warum macht das unser Monopol-Medienhaus nicht? Also gar nicht.

    Auf die Antworten von Herrn Schlegel bin ich schon gespannt. Sein TVA-Interview war ja nicht wirklich informativ – eben nur Wahlkampf. Wenn auch geschickter. Sehen wir doch mal ganz offiziell sagen wird „Er kann´s!“
    Die OB-Neuwahl scheint ja nur noch eine Frage der Zeit zu sein.

  • Stefan Aigner

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    @Joe Kermen

    Franz Wild ist weiter im U-Haft. Er wurde nicht laufen gelassen.

    Frau Lorenz heben wir hervor, weil andere das nicht für notwendig halten.

    Die OB-Neuwahl steht in meinen Augen noch in weiter Ferne.

  • reminder

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    @Joe Kermen: Frau Lorenz belegt, dass man auch/gerade als Koalitionsmitglied Wolbergs gegenüber durchaus früher hätte misstrauisch werden können.
    Insofern straft ihre Erwähnung alle Verdrängungskünstler und Leugner Lügen, die Anderes behaupten.

    Man muss aber vielleicht wirklich aufpassen, dass sie dadurch genau für diese Scheinheiligen nicht erneut zu einer Reizfigur, d.h. abermals zu einem willkommenen Ziel für die unsäglichsten Angriffe wird.

    Davon abgesehen @regensburg-digital: Ausdrücklichen Dank für die Unerschrockenheit Ihrer Berichterstattung! Und für die Möglichkeit, sich mit Kommentaren an den Diskussionen zu beteiligen. Es ist zwar leider auch ziemlich bestürzend, aber angesichts der Korruptionsaffaire und der Berichterstattung in den anderen lokalen Medien eben auch mal wieder unübersehbar, wie wichtig es ist, dass es gerade in Regensburg so einen Nachrichten-Blog gibt. Danke!

  • erich

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    mich würde interessieren ob es in anderen an Regensburg grenzende Städte wie z.B. Amberg, Schwandorf, Neumarkt, Straubing und die anderen und ihre kleineren Gegenstücke auch so mafiös und korrupt zugeht, mich würde es nicht wundern irgendwie sind die doch alle miteinander bekannt und verbandelt.

  • Mery

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    Tja lieber Bürger der Stadt Regensburg, wählt weiter die CSU und SPD,aber bitte danach nicht Jammern….

    System Politik in Bayern,wird sich nichts ändern,,Macht und Geld,,und ein Packt mit dem Teufel !!!!

  • Angelika Oetken

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    @Mery,

    ja, ein wahres Teufelspack!
    Jetzt, wo langsam alles heraus kommt, müssten eigentlich immer mehr Leute ihre Schlüsse ziehen. Um so etwas zu konstruieren, braucht man schon eine tiefgreifend kriminelle Einstellung. Vor allem ist das Muster so bekannt: die eigentlichen Nutznießer haben ihre Beute doch längst in Sicherheit gebracht. Aktuell werden ein paar Bauern geopfert.

    Hoffen wir, dass genug ehrliche Menschen heimlich Unterlagen kopiert haben und an sicheren Orten aufbewahren.

    VG
    Angelika Oetken

  • Stadtbürger

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    Das mit den 170.000 Euro Bargeld in der Wohnung bei Wolbergs ist ein Scherz, oder?

  • Hans Dampf

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    Die Passage mit Gold und Bargeld finde ich jetzt etwas too much. In der aktuellen Situation bitte nur berichten was belegt ist. Post Faktisch bzw alternative Fakten gibts immer und ich lese deshalb RD da ich der Berichterstattung bis jetzt immer glauben konnte. Unbelegte derartige Aussagen finde ich kontraproduktiv. Gibts dazu Belege?

  • Regensburgerin

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    Woher kommt den diese Information das 170.000 Euro gefunden wurden, ich glaube langsam, da dichtet jeder etwas dazu um sich wichtig zu machen !

    So eine Bericht Erstattung über Unwahrheiten wirklich braucht niemand, Fakten wären mal ne tolle Sache.

  • Stefan Aigner

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    @Hans Dampf, Regensburgerin, Stadtbürger

    Die Information stammt aus dem Umfeld der Ermittler, ist also mehr als nur irgendein Gerücht, aber es wird von der Staatsanwaltschaft nicht kommentiert. Entsprechend habe ich es mit dieser Einordnung auch für erwähnenswert gehalten, aber eben nur unter „ferner liefen“ und nicht als Schlagzeile.

  • Lothgaßler

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    Sollten beim Treffen am 30.12. tatsächlich Beweise manipuliert oder vernichtet worden sein, dann kommts drauf an, wie gut diese feine Gesellschaft gearbeitet hat.
    Den Herrschaften war völlig klar, worauf die Sache hinausläuft. Weitere Mitwisser und Helfer dürfte es geben.
    Die Rolle des Dr. Eckl ist schon kurios, nun fügt sich das Bild zusammen. Das Anzeigenblatt Wochenblatt hat also Meinungsmache für Wolbergs betrieben, obwohl Dr. Eckl es hätte besser wissen können. Postfaktischer Journalist Dr. Eckl!?
    Wenn sich die übrigen Koalitionsmitglieder auch an die „Argumentationshilfe“ des OB erinnern könnten, dann wären sie nun schwer in Erklärungsnöten. Also besser nix gehört und nix erinnert. Frau Lorenz hat also damals nicht einfach die Nerven verloren und keinen Bock mehr gehabt, sie hat schlicht die Korruption als solche erkannt und ihre Moral nicht geopfert. Die übrigen Koalitionäre müssen schon ziemlich abgebrüht sein, um das Unanständige und Korrupte als übliches Politgeschäft abzutun.

  • Angelika Oetken

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    @Lothgaßler,

    „nix gehört und nix erinnert“: es gibt verschiedene wirksame Methoden um Menschen gefügig zu machen. Vermutlich hatte man gegen Frau Lorenz einfach nichts in der Hand. In solchen Fällen wird dann zu Polemik und öffentlicher Diffamierung gegriffen.

    VG
    Angelika Oetken

  • Regensburger

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    Man kann nur noch den Kopfschütteln, welche Hexenjagd Regensburg heimgesucht hat. Dieser Bericht ist dafür ein weiteres Beispiele. Wilder Gerücht (siehe Bargeld bei OB Wolbergs) werden ohne jeden Beleg in die Welt geblasen. Solche Behauptungen ohne Quellenangabe aufzustellen, ist schon ein starkes Stück.

    Wie mit Wolbergs umgegangen wird, mittlerweile auch von meiner ehemaligen Partei, macht mich nur noch traurig und wütend. Sowohl der Politiker wie auch der Mensch wurden und werden vernichtet. Gleiches gilt für Norbert Hartl. Franz Schindler, den ich immer noch sehr schätze, hatte und hat recht, wenn er von einer Schmutzkampagne gegen Wolbergs gesprochen hat.

    Und irgendwo sitzt nun der feine Herr Landeskassier und reibt sich die Hände, dass sein Plan aufgegangen ist. Den Schaden haben Wolbergs, die SPD und die Stadt Regensburg zu tragen. Sein Verhalten bleibt für mich, auch wenn das auf diesem Blog nicht gerne liest, der eigentliche Skandal.

  • ice2k17

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    Persönlich empfinde ich sowohl die Berichterstattung von MZ und r-digital als das, was sie sein soll: Berichtend. Darüber freue ich mich. Christian Eckl liefert langsam nur Geschwurbel und sieht sich selbst im mitten drin in diesem Provinzkrimi. Etwas, das er m.E. gar nicht nötig hat. Die Süddeutsche versteigt sich aktuell zu sehr in der eigenen Überzeugung von der Schuld Joachim Wolbergs und Konsorten und dem angeblichen Sumpf in unserer Stadt. Die StA ist eine Anklagebehörde, das ist ihr Job. Die können, müssen aber nicht richtig liegen. Ich meine wir sollten alle abwarten, ob das was passiert ist tatsächlich so hoch bestraft wird. Die Leute sind jetzt alle Vor-Verurteilt, das ist letztlich auch die Verantwortung aller Medienschaffenden, Kommentatoren und Stammtischbrüder.

  • Renterin

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    Eine fürchterliche Schmutzkampagne !!!

    Unabhängig von allen Lügen und Intrigen würde ich Herrn Wolbergs wieder sehr gerne auf dem OB-Sessel sehen.

    Wenn in den letzten 20 Jahren Jahren mit so einer Akribie die Arbeit der Politik in dieser Stadt überwacht worden wäre, dann hätte es wahrscheinlich mehr U-Haft-Sitzer gegeben.

    Aber klar, mit der SPD wird ein Exempel statuiert.

    Und alle machen mit, sind feige, ziehen sich von Herrn Wolbergs zurück, statt hinter ihm zu stehen, vor allem die, die sich damit brüsteten, den „Joachim“ zu kennen und zu seinem Zirkel zu gehören.

    Diese Stadt trägt den Titel „Weltkulturerbe“.

    Wenn die Menschen auch zur Qualität eines Weltkulturerbes beitragen müssten, dann gehört dieser Stadt der Titel abgesprochen.
    .

    m
    Egal wie es kommt, es wird Herr

  • Musonius

    |

    @Regensburger:

    „In Deutschland gilt derjenige, der auf den Schmutz hinweist, für viel gefährlicher als derjenige, der den Schmutz macht.“

    Kurt Tucholsky

    So gesehen sind Sie, was die Rolle von Herrn Goger angeht, nicht nur Regensburger, sondern – zumindest nach Tucholsky – ein typischer Deutscher!

  • reminder

    |

    @Regensburger: Sie bemühen sich wahrscheinlich nur redlich darum, ein guter Mensch zu sein. Aber erlauben Sie mir bitte, Ihnen einige Fragen zu stellen:

    Was müsste denn passieren, damit Sie sich wieder trauen, der möglichen Realität ins Augen zu blicken? Woher kommt diese vollkommene Verweigerung gegenüber allem, das sich nicht in Ihre Denkschemata fügt? Was ängstigt Sie so sehr an der Vorstellung, sich möglicherweise in bestimmten Leuten geirrt zu haben? Warum sollte Ihnen sowas nicht passieren? Wie kam es dazu, dass ausgerechnet solche unsäglichen Gestalten wie Hartl und Wolbergs zu unangreifbaren Göttern in Ihrer kleinen Welt wurden? Dass Sie sogar – nachdem Sie von diesen Leuten wahrscheinlich aufs Schlimmste hinters Licht geführt worden sind – alles abwehren, was dem Ansehen der mutmaßlichen Betrüger in Ihren Augen Schaden zufügen könnte? Wieso sind sie innerlich so abhängig von diesen Unpersonen? Warum verunglimpfen Sie dafür mit derart närrischer Beharrlichkeit einen Schatzmeister und Staatsanwalt, der letztlich gar keine andere Wahl hatte, als die von ihm festgestellt Auffälligkeiten zu melden?

    Sie sind eben getäuscht worden, wie alle anderen auch. Willkommen im Club. Sie sind nicht allein. Die ganze Stadt steht unter Schock. Das ist schlimm genug. Sich das einzugestehen, wird Sie sicherlich nicht gleich umbringen. Ganz im Gegenteil: Wie sonst wollen Sie diese widerwärtigen Vorgänge hinter sich lassen und Ihren Seelenfrieden wiederfinden? Vertrauen Sie dem alten Kant: Haben Sie Mut, sich Ihres eigenen Verstandes zu bedienen.

    Ich wünsche Ihnen jedenfalls alles Gute!

  • GKAK

    |

    @Regensburger

    Bei ihrem Kommentar fehlen mir fast die Worte. Die Informationen von dem Bargeldfund bei Wollbergs werden auch im bayerischen Rundfunk verbreitet. Man kann das für möglich halten oder nicht. Es ist aber doch Alltagswissen, dass jemandem eher geglaubt wird, wenn er bisher immer die Wahrheit gesagt hat. Wenn jemand nachweislich schon öfters gelogen hat, wird man doch misstrauisch sein. Oder ist das bei Ihnen anders ?

  • reminder

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    @Rentnerin: Darf ich auch Sie auf den @Regensburger gewidmeten Kommentar von mir verweisen? So ähnliche Fragen wollte ich Ihnen nämlich auch schon lange mal stellen.
    Auch Ihnen alles Gute.

  • Irene Stamp

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    Zu Renterin ‚eine fürchterliche Schmutzkampagne !!!‘
    Da hauts doch den Vogel raus.
    Warum treten sie nicht im Quatsch-Comedy-Stadl auf?

  • Regensburger

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    Tja, Herr Aigner, so schnell kann man seine Aussagen auch wieder korrigieren müssen. Es ehrt Sie aber, dass Sie das auch tatsächlich schnell machen.

    Zu all den Vorschreibern: Mein Ausgangspunkt ist, dass ich – auch bis zum heutigen Tag – nichts gelesen habe, was wirklich strafbar ist. Die Annahme von Parteispenden (auch solchen unter 10.000 EUR) ist genauso legitim wie eine Regierungsmehrheit, die nach ihrer Amtsübernahme andere Schwerpunkte setzt und eine Ausschreibung neu auf den Weg bringt. Das sind alles keine juristischen, sondern rein politische Fragen.

    Wolbergs wurde von seiner eigenen Partei in Gestalt des CSU-hörigen Kassiers ans Messer geliefert. Wenn der gewollt hätte, hätte er das alles auch ganz anders regeln können. Wahrscheinlich spekuliert er auf ein Dankeschön der CSU. Nachdem nun auch deren Schaidinger in die Schusslinie geraten ist, wird er darauf lange warten können.

    Mir tut es weh, zu sehen, wie unsere Stadt und ihre Kommunalpolitiker derzeit bundesweit durch den Medienkakako gezogen werden. In Regensburg sollte sich Herr Goger deshalb nicht mehr blicken lassen.

  • reminder

    |

    @Regensburger: Nun ja, Verdrängung ist auch eine beliebte – aber mittel-/langfristig meist nicht sehr erfolgreiche – Strategie zur Realitätsbewältigung. Schade.

  • Unbedarft

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    @Regensburger

    Das Update von Herrn Aigner verstehe ich ehrlich gesagt nicht als Korrektur der Passage seines Artikels.

    Er konstatiert lediglich, dass ein solcher Fund von der Anwaltskanzlei Wolbergs‘ dementiert wird.

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass Herr Aigner es nötig hat, ins Blaue hinein sowas zu behaupten, wenn ihm nicht wirklich jemand aus dem Kreis der Ermittler dies vorher glaubhaft zugetragen hatte.

    Und deshalb gehe ich davon aus, Herr Aigner wird seine Gründe haben, jetzt noch keine keine Gegendarstellung zu veröffentlichen sondern nur von von diesem Dementi zu berichten… ;-)

  • blauäugig

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    Unbeeindruckt von den bisherigen Verwicklungen führt Frau Maltz-Schwarzfischer die Wolli-Kolumne im Wochenblatt weiter – zumindest sie sieht also keinen Anlass für eine Denkpause oder gar einen Neuanfang.

  • Stefan Aigner

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    @unbedarft

    Im Moment gehe ich davon aus, dass das Dementi den Tatsachen entspricht, zumal unsere Quelle zwar bei der Behauptung bleibt, aber nicht bereit ist, sich namentlich zu äußern. Eine Gegendarstellung ist nicht angebracht, da das Ganze von vorneherein als unbestätigte Information über einen „angeblichen“ Fund deklariert war. Schlussendlich wird man bei einer Gerichtsverhandlung erfahren, wie das nun genau war.

  • Regensburger

    |

    @Unbedarft: Wenn das so zu verstehen ist, dann habe ich den Betreiber des Blogs zu früh gelobt. Nachdem an anderer Stelle von mir mehrfach Entschuldigungen eingefordert wurden (wofür eigentlich??), entschuldige ich mich dafür aufrichtig.

    @Rentnerin: Lassen Sie sich von der Schmutzkampagne weiterhin nicht beeindrucken. Es wird sich alles klären. Leider wird diese Klärung aber für Joachim Wolbergs zu spät kommen. Ich schlage vor, dass Sie Ihre ehrliche Meinung auch einmal demjenigen schicken, der das alles angerichtet hat. Die Mail-Adresse von Herrn Goger findet sich bestimmt im Internet. Vielleicht erkennt er dann, was er angerichtet hat.

  • Unbedarft

    |

    Davon gehe ich erstmal noch nicht aus…

    § 147 StPO
    Akteneinsichtsrecht, Besichtigungsrecht

    (1) Der Verteidiger ist befugt, die Akten, die dem Gericht vorliegen oder diesem im Falle der Erhebung der Anklage vorzulegen wären, einzusehen sowie amtlich verwahrte Beweisstücke zu besichtigen.

    (2) Ist der Abschluss der Ermittlungen noch nicht in den Akten vermerkt, kann dem Verteidiger die Einsicht in die Akten

    _______________

    oder einzelne Aktenteile sowie die Besichtigung von amtlich verwahrten Beweisgegenständen versagt werden, soweit dies den Untersuchungszweck gefährden kann.

    _______________

    Liegen die Voraussetzungen von Satz 1 vor und befindet sich der Beschuldigte in Untersuchungshaft oder ist diese im Fall der vorläufigen Festnahme beantragt, sind dem Verteidiger die für die Beurteilung der Rechtmäßigkeit der Freiheitsentziehung wesentlichen Informationen in geeigneter Weise zugänglich zu machen; in der Regel ist insoweit Akteneinsicht zu gewähren.

  • Till Rickelt

    |

    @Regensburger: Offenbar sehen weite Teile der SPD das (zum Glück) mittlerweile anders:

    „In einem Revisionsbericht aus dem Juni 2016 stellt die Bundes-SPD dem Regensburger OB ein vernichtendes Zeugnis aus. Unter anderem ist darin von „einer fehlenden finanziellen Wahlkampfplanung und einer mangelnden Kostenkontrolle“ die Rede. Das Dokument, das der Süddeutschen Zeitung vorliegt, bezieht sich auf das von Joachim Wolbergs und dessen Ehefrau verwaltete Konto des Regensburger Ortsvereins Stadtsüden. Über dieses Konto hatte Wolbergs seinen OB-Wahlkampf abgewickelt und vermutlich illegale Parteispenden aus der Baubranche empfangen.

    In ihrem Bericht führt die Bundes-SPD einen Schuldenberg von etwa 190 000 Euro zum Jahresende 2015 auf. Wie eine einzige Mängelliste lesen sich die 15 Seiten. Allein 2014, als Wolbergs zum OB gewählt worden ist, habe das Ausgabendefizit seines SPD-Ortsvereins mehr als 267 000 Euro betragen. Obwohl „hoch verschuldet“, habe der Ortsverein 2015 die Büro- und Personalstrukturen aus dem Wahlkampf beibehalten. Kosten: mehr als 90 000 Euro.

    Weiter heißt es, die Personal- und Wahlkampfausgaben hätten selbst „durch das relativ hohe Spendenaufkommen nicht kompensiert“ werden können. Ausgaben seien „teilweise (. . .) fehlerhaft erfasst“, Spendenbescheinigungen „entgegen den Vorschriften der Finanzordnung“ durch Wolbergs oder die Leiterin seines Ortsvereinsbüros ausgestellt worden“ (http://www.sueddeutsche.de/bayern/korruptionsaffaere-regensburg-spd-basis-fordert-wolbergs-zum-ruecktritt-auf-1.3347285).

    Herr Goger hat der Stadt Regensburg und ihren Bürgern einen großen Dienst erwiesen, endlich wird ein anscheinend seit vielen Jahren in beiden politischen Lagern praktizierter, höchst fragwürdiger Umgang beim Vergabeverfahren durchleuchtet. Falls Thomas Goger dabei tatsächlich, wie Sie ja wiederholt ohne jeden Nachweis behaupten, persönliche Motive verfolgt haben sollte, wäre das für die Bewertung seiner Handlung ohnehin irrelevant, denn Verdachtsmomente, dass Straftaten verübt wurden, waren ja ausreichend vorhanden. Wenn ein Bankangestellter Hinweise auf Steuerhinterziehung an die Behörden weiterleitet, kann man ja auch darüber spekulieren, ob er das aus Gewissensgründen getan hat oder weil er bei einer Beförderung übergangen wurde. Ihm niedrige Beweggründe einfach mal zu unterstellen, weil man mit den betroffenen Personen sympathisiert, ist ein ziemlich mieser Stil und wäre, falls eine Mehrheit so denken würde, die moralische Bankrotterklärung jedes Gemeinwesens.

  • Hans

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    Dieser Schatzmeister Goger ist Staatsanwalt. Er musste unbedingt so handeln wie er es tat. Völlig unabhängig von Parteiinteressen oder irgendwas sonst was nur dem Gesetz verpflichtet. Das war von ihm aus meiner Sicht pflichtschuldig und richtig.

  • Matthias B.

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    Es ist unglaublich, dass manche immer noch nicht sehen, dass Wolbergs nicht der Messias ist. Es ist wie in diesem alten Witz:
    „… auf der A3 kommt Ihnen zwischen den Anschlussstellen X und Y ein Geisterfahrer entgegen. Fahren Sie äußerst rechts …“
    „Was sagen die da? Ein Geisterfahrer? Das sind doch Tausende!“

  • Heiner NRW

    |

    Auf einer Pressekonferenz nach den Durchsuchungen im Jahr 2016 äußerte sich Herr Wolbergs sinngemäß so, dass er über die Ermittlungen froh sei. Das dürfte er nicht noch einmal sagen. Damals versuchte er auch zu erklären, weshalb er den Ortsverein, dem er vorsteht, zur Abwicklung des Wahlkampfes genutzt habe. Angeblich könne er so alles besser steuern…

    Wenn es zutreffen sollte, dass er, wie berichtet wird, andere Personen unter Druck gesetzt hat, zeigt dies sehr deutlich, wie stark er sich vor dem Auffliegen gefürchtet hat. Und genau deshalb wüsste ich auch nicht, weshalb man mit ihm Mitleid haben sollte. Er schien genau zu wissen, was er tat.

    Deshalb ist es auch wichtig, dass die Regensburger SPD der Realität ins Auge sieht und sich um eine gründliche Aufarbeitung bemüht. Auch sollte verbindlich geregelt werden, dass zukünftige Wahlkämpfe nicht mehr über einen Ortsverein, sondern über den Stadtverband abgewickelt werden.

  • Dieter

    |

    Und es gibt immer noch die Stimmen, die Goger als wahren Schuldigen hinstellen. „Man liebt den Verrat, aber nicht den Verräter“ ala Julius Cäsar oder reine Realitätsflucht?
    Bei Wolbergs scheint es eher das Christoph Daum-Syndrom gewesen zu sein. „Der Oberbürgermeister ist nicht bestechlich“. Mit Telefonüberwachung hat wohl niemand gerechnet.

    Traurig ist vor allem, dass das Ganze noch Jahre so weiter gegangen wäre, hätte es nicht den Formfehler mit dem Kredit gegeben. Gibt es überhaupt andere Kontrollinstanzen? Scheinbar nein.

    Was man auch nicht vergessen sollte ist, dass es noch andere Spender und unverständliche Vergaben gab. Wird eigentlich von der StA noch in andere Richtungen ermittelt?
    Weiß man mittlerweile mehr über die weiteren Mitglieder des Ortsvereins? Gab es diese überhaupt?
    Was passiert nun mit dem Nibelungenareal?

    Fragen gäbe es noch genügend, ich hoffe, die werden auch noch gestellt. Aktuell scheint es in den Medien nicht der Fall zu sein.

  • Ronald McDonald

    |

    @ Dieter 27.01.2017, 03:55h

    „Weiß man mittlerweile mehr über die weiteren Mitglieder des Ortsvereins?“
    Man weiß, aber nicht hier auf diesem Blog.

    Man weiß mehr bei der „Mittelbayerischen“ von heute, Lokalausgabe Rgbg. Seite 27:
    „… Das Problem: Sämtliche Mitglieder des Ortsvereins scheinen abgetaucht zu sein. Die wichtigste Ansprechpartnerin zu diesen Fragen, Kassiererin Anja Wolbergs, befindet sich dem Vernehmen nach in Ostfriesland …“.

    Man weiß mehr, vielleicht, unter dieser Telefonnummer: 0941/4604-131 = Doktor Christian Eckl, promovierter Friseur (so schreibstilt er auch), Chefredakteur Wochenblatt Rgbg., WeLT N24-Korrespondent für Rgbg., Vatikanista, regensburg-digital.de-Intimfeind, vorgeblicher OB Woli-Intimus („Der Tag, an dem mein Name im Haftbefehl gegen einen Oberbürgermeister auftaucht“), Donald-Trump-Apologet („Deutschland zuerst … ein amerikanischer Präsident sich … hinstellt und zwei Kernsätze sagt: ‚Amerika zuerst‘ und ‚Ihr, das Volk , habt heute die Regierung übernommen‘ … Wissen Sie, ich glaube, in unserem Land läuft seit langem etwas falsch … Ich würde mir endlich einen Kanzler wünschen, der sagt: Erst mal kümmern wir uns um Deutschland, dann kommt lange nichts, dann retten wir die Griechen und dann Syrien. Bei uns ist es umgekehrt – auch in den Redaktionsstuben“.

  • Matthias B.

    |

    Hallo, Ronald McDonald.
    Ich habe online gelesen, was Dr. Eckl getextet hat. Da ist es freilich nicht mehr weit zu „Deutschland, Deutschland über alles“ und „… uns Deutschland und morgen die ganze Welt.“
    Aber wissen Sie was, das WB sollten wir hier nicht hochsteriliseren, das ist und bleibt ein Dr.Eckl-Blatt, da macht man sich nur die Finger schmutzig. Pfui Deibel!

  • reminder

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    @Lothgassler: Wenn ich mich nicht irre, sind Ortsvereine/-verbände von Parteien keine ins Vereinregister eingetragenen Vereine. Als Parteigliederungen unterliegen sie letztlich anderen Regularien, auch wenn sie sonst über einen vergleichbaren Aufbau etc. verfügen. Darum macht ein Blick ins Vereinsregister keinen Sinn, fürchte ich. Deshalb erfolgt die Aufsicht ja auch zunächst parteiintern, z.B. über einen SPD-Landesschatzmeister.

  • reminder

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    @Lothgassler: Korrektur! Ortsvereine/-verbände von Parteien sind nicht NOTWENDIGERWEISE ins Vereinsregister eingetragen. Und ich meine mich zu erinnern, dass der Ortsverein Stadtsüden ein nicht eingetragener Verein ist.

  • Lothgaßler

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    @reminder: Ich habs noch nicht überprüft, aber vermutlich erinnern Sie richtig. Freiwillig wird sich derzeit niemand als Mitglied dieses OV outen.

  • Angelika Oetken

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    Die MZ schrieb gestern über Volker Tretzels Baufirma:

    „Der Jurist baute ab den 1970er Jahren einen Konzern auf, der sich Alleinstellungsmerkmale ans Revers stecken darf. BTT kann es sich leisten, auf Kredite weitgehend zu pfeifen. BTT baut auch ohne Bank. Die GmbH weist für 2015, bei 65 Millionen Euro Bilanzsumme, 46 Millionen Euro Eigenkapital aus – eine Quote von sagenhaften 70,7 Prozent. Die selbe Bilanz erwähnt, dass die GmbH keine Forderungsausfälle und keine gerichtlichen Auseinandersetzungen mit Kunden zu melden hat – ein Umstand, der im Bauträger-Business eine Bemerkung wert ist. BTT gilt als verlässlicher Partner, als pünktlicher Zahler, als qualitätsbewusster Bauherr. Die Anlagen wollen selbst renommierte Architekten nicht unter „billige Kisten“ schubladisieren. Die Flächen sind zwar dicht bebaut, aber: Die Menschen leben gern dort.“
    http://www.mittelbayerische.de/region/regensburg-stadt-nachrichten/ein-mann-von-einsamer-spitze-21179-art1478911.html

    Selbstverständlich kann man auch ohne Bank bauen. Aber nicht ohne Geld. Wer hätte Volker Tretzel denn ab 1970 ein Darlehen gewähren können? Und unter welchen Bedingungen?

  • blauäugig

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    @oetken: Wahrscheinlich meinte die MZ nicht „ohne Bank“, sondern „ohne Bankbürgschaft“, oder glauben Sie ernsthaft, Tretzel habe sich die Wohnungen nach Baufortschritt bar bezahlen lassen und den Auftragnehmern wurde dieses Geld bar übergeben? Im übrigen ist die MZ hier bekannt genug, dass Sie durch das lange Zitat niemandem Informationen verschafft haben dürften.

  • Rentnerin

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    Dieser Mensch Tretzel hat 2-seitig gepockert.
    Herrn Schaidinger mit einem 20 000,– € Vertrag monatlich und Herrn Wolbergs mit Spenden und sonstigen Kleinigkeiten ausgestattet.
    Zudem einen Angestellten in die Situation gebracht, dass er Wahlspenden stückelt und den beteiligten Mitarbeitern dieses Geld wieder anderweitig zur Verfügung stellt.
    Das ist Betrug, selbst wenn es als legal gilt.
    Er gehört aus Regensburg entfernt und alle politisch tätigen Personen, die diesem Spiel bewust zugesehen haben und Herrn Wolbergs auf diese Art und Weise einseitig in diese Situation mit hineinmanöveriert haben.
    Herr Wolbergs ist aus meiner Sicht auf jeden Fall unschuldig, egal was eine CSU-hörige Justiz daraus macht.
    Herr Wolbergs wird wohl mehr wissen als uns bekannt ist und ich hoffe, dass er eines Tages offen darüber spricht.
    Leider wird das die Mittelbayerische Zeitung nicht drucken, sie hat bisher nur eine Hetzjagd auf ihn gemacht.
    Gott sei Dank, habe ich für dieses Blatt noch keinen Cent ausgegeben.

  • blauäugig

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    @Rentnerin
    Sie haben doch auch bewusst zugesehen und Wolbergs bis zur Verhaftung in seinem Handeln z.B. durch sehr einseitige politische Kommentare hier bestärkt. Wollen Sie Regensburg freiwillig verlassen, bevor jemand anderes Ihrer Forderung nachkommt und Sie entfernt?

  • mkveits

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    @ Rentnerin

    Sie haben ein bemerkenswertes Rechtsverständnis. Das wachsen mir doch die grauen Haare ganz fluchs aus dem Bart.

    Wo Sie allerdings ins Schwarze/Rote treffen ist Folgendes:

    Da gab es dieses bay. Gesetz, wonach bei Bürgermeistern eine Altersgrenze einzuführen ist (besser wäre eine auf 2 Perioden eingeschränkte Wählbarkeit – Siehe US-Präsidentschaft). Dagegen wurde zwar geklagt – aber der Bay. VerfGH hatte das Gesetz bestätigt – und für R. wurde klar, dass Herr Schaidinger wegen Erreichens der Altersgrenze 2014 nicht mehr antreten durfte (nachdem eine von mir 2008 beim VG Regensburg erhobene Anfechtungsklage der 3. Wiederwahl unter Missachtung der Öffentlichkeit des Verwaltungsgerichtsverfahrens und ohne (!) eigene rechtliche Bewertung der zuständigen Verwaltungsrichter was Schaidingers Millionen-Deal am Donaumarkt anging, abgewiesen wurde und sich so das „System“ weitere 6 Jahre verfestigen konnte).

    Die Spender standen folglich vor der Qual der Wahl: Wer war wie zu unterstützen, wie konnte das „System“ aufrechterhalten bleiben?

    Daher wurden, und mein Eindruck ist: das ist das eigentlich Verwerfliche, da es kein Einzelfall ist, sondern systemischen Charakter hat, die potentiellen Nachfolger in der einen oder anderen Form „angefüttert“ mit dem Ziel, die bestehenden Verhältnisse zugunsten der involvierten Wirtschaftskreise aufrechtzuerhalten. Und dem „Alten“ wurde ein Beratervertrag mit in die Pension gegeben, vielleicht darauf aufbauend, dass er seinen Einfluss zwecks reibungsloser Fortführung der Verhältnisse geltend machen würde. Tja.

    Wir sollten nicht vergessen: In der 18 Jahre währenden Schaidinger-Zeit wurde viele, vor allem auch der junge Herr Wolbergs, politisch „sozialisiert“; unter den Räten der Stadt wurde über diese lange Zeitspanne das Wegschauen diverser Art eingeübt, vielleicht gar nicht mal immer bewusst. Das gilt für SCHWARZ wie später für ROT. Man fügte sich dem praktizierten „Gutsherren-Gewese“ und vergaß, dass alle nur dem Allgemeinwohl verpflichtete „Guts-Verwalter“ waren und sind und nicht befugt, das (Grund)Eigentum der Bürgerschaft zu verscherbeln. So konnten andere sich be-reich-ern, und man selbst wurde auch nicht des Hungers fette Beute.

  • Rentnerin

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    zu „blauäugig und mkveits“

    Sie haben beide aus Ihrer Sicht auch recht und ich verstehe Ihre Argumente.

    Allerdings wünsche ich mir, wenn schon Herr Wolbergs so einseitig demontiert wurde, dass er auch eine Gelegenheit bekommt, alles offen zu legen, damit auch die Bevölkerung die Situation nochmals neu überdenken kann.

    Bisher wurde nur auf ihn eingedroschen.

    Das hat mir sehr weh getan.

    Ich würde mich genauso verhalten, wenn man mit einem Mitglied einer anderen Partei so umginge.

  • Angelika Oetken

    |

    @blauäugig,

    wer hat denn Ihrer Meinung nach für die Firma BTT gebürgt, bzw. ihr unabhängig von einer Bank Geld vorgeschossen?

    VG
    Angelika Oetken

  • blauäugig

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    @Oetken Tretzel benötigte keine Bürgschaften. Dass bei Neubauten je nach Baufortschritt Raten fällig werden (eine große schon bei Beginn der Erdaushubarbeiten, eine weitere große beim Fertigstellen der Kellerdecke…), ist ein übliches, gesetzlich geregeltes Vorgehen. Anders als viele andere Bauträger hatte Tretzel kein Problem, Käufer zu finden und erst dann mit dem Bauwerk anzufangen, wenn fast alle Wohnungen verkauft waren – während andere Bauträger hier vorfinanzieren müssen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das in Ostberlin anders geregelt ist.
    Sie haben offenbar nicht verstanden, dass Tretzel nicht ohne Bank gebaut hat und diese Formulierung ein Fehler der MZ war.

  • Till Rickelt

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    @Renterin: Wer hindert denn ihrer Meinung Joachim Wolbergs aktuell daran, „alles offen zu legen, damit auch die Bevölkerung die Situation nochmal überdenken kann“?

  • Matthias B.

    |

    @Rentnerin
    Wolbergs hatte seit Juni 2016 Zeit, alles offen zu legen. Sein sich selbst auferlegtes Schweigegelübde erscheint mir heute geradezu als Schuldeingeständnis. Eine unkritische Öffentlichkeit und die Jasager in der Regensburger SPD bestätigten Wolbergs in seiner Haltung. Dass sich nun die bunte Koalition weigert, den Reset-Button zu drücken, wird sich bitter rächen. Und Frau Maltz-Schwarzfischer findet neben ihrem nun sicher deutlich höherem Arbeitspensum noch die Zeit, die Wochenblatt-Kolumne des OB zu übernehmen und zu schreiben. Unfassbar!

  • Ute Neulicher

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    Zu Matthias B.
    Glauben sie tatsächlich ein Wolbergs oder eine Maltz-Schwarzfischer verfassen die Wochenblatt-Kolumne selbst?

  • Matthias B.

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    Hallo Ute: Ach was!
    Nicht? Wer schreibt sie dann? Dr.Eckl? Die Presseabteilung im Rathaus? Unger schreibt doch seine Kulturtipps auch selbst um WB.

  • Mathilde Vietze

    |

    Zu „Mathias B.“ – Wolbergs hat gegen sich selbst ein Disziplinarverfahren einleiten
    lassen. Das bedeutet, daß nicht er sich ein „Schweige-Gelübde“ auferlegt hat,
    das bedeutet, daß er, solange nichts entschieden ist, den Mund zu halten hat.
    Alles andere würde ihm als Beeinflußung ausgelegt.

  • blauäugig

    |

    @Vietze Schreiben Sie nicht so einen Käse. Mit Aufnahme der staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen geht bei Beamten immer ein Disziplinarverfahren einher, das so lange ruht, bis die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen eingestellt hat oder ein Urteil bestandskräftig ist. Nach Ihrer Argumentation dürfte sich kein Beamter im Strafverfahren verteidigen.
    Daher ist eine Meldung über das eingeleitete Disziplinarverfahren gegen Schaidinger nach Aufnahme der Ermittlungen entbehrlich, und – weil die Ermittlungen gegen Wolbergs ja seit Februar letzten Jahres laufen, auch sein eigener Show-Antrag.

  • Matthias B.

    |

    Ach, Frau Vietze, Sie wissen es ja selbst, gestehen es sich aber immer noch nicht ein, dass Ihr Liebling geliefert ist. Die Hoffnung stirbt zuletzt. Sie tun mir aufrichtig leid. Bestechung, Zeugenbeeinflussung – was muss eigentlich noch alles öffentlich werden, ehe Sie einsehen, dass der suspendierte OB auch Sie betrogen und hintergangen hat.

  • Matthias B.

    |

    PS.: Es muss natürlich „Bestechlichkeit“ lauten, nicht „Bestechung“ – sorry.

  • Mathilde Vietze

    |

    Zu „blauäugig“ – Vielen Dank für die Aufklärung! Und – wie bezeichnen Sie andere
    Kommentare zu diesem Thema, die nicht mit Ihrer Auffassung konform gehen?

  • Mathilde Vietze

    |

    Zu „Matthias B.“ – Vielen Dank für Ihr Mitgefühl. Darf ich Ihnen sagen, daß Wolbergs noch
    nie mein „Liebling“ war, nur weil er mich anständiger behandelt hat, wie manche andere.
    Als es damals um die Stadthalle am Donaumarkt ging, stand ich an vorderster Front der
    Gegner. Wolbergs hat mir das nie nachgetragen. Wenn ich mir das bei anderen getraut
    hätte, hätten die mich fertig gemacht. Außerdem: Ich fühle mich von Wolbergs nicht
    betrogen; er hat sich doch seine eigene Zukunft verbaut und nicht die meine. Vielleicht
    hat Wolbergs mich deshalb geschätzt, weil ich ihm (und anderen) immer ungeschminkt
    und mitunter rotzfrech, meine Meinung gesagt habe. Werde ich auch künftig tun.

  • blauäugig

    |

    @Vietze Ich gehe davon aus, dass Sie es trotz Ihres Alters nicht besser wussten, sonst hätte ich die von Ihnen verbreitete Unwahrheit schlicht Lüge genannt.

  • Matthias B.

    |

    Frau Vietze, auch viele andere haben Wolbergs „ungeschminkt und mitunter rotzfrech“ ihre Meinung gesagt. Diese hat er stets abgekanzelt und als Querulaten, Nörgler und Undankbare hingestellt. Da hatten Sie wohl das „Glück“, in seiner Huld zu stehen. Aber der Schaden für das Gemeinwohl, die Stadtgesellschaft und die politische Kultur in Regensburg ist immens. Durch ihn (und seine Helfershelfer) hat – auch das soziale – Miteinander in Regensburg einen herben Rückschlag erlitten. Wenn Sie Ihre persönlichen Befindlichkeiten höher werten – bitteschön. Ihr Problem. Macht Sie aber nicht glaubwürdiger oder sympathischer.

  • Rudolf_Frosch

    |

    Guten Abend! Hätte mal eine Frage zum Bekanntwerden dieser Sache um OB Wolbergs?

    War es wirklich nur der Hinweis des Landesschatzmeisters des SPD, oder nicht vielleicht auch der Verdienst regionaler Behörden die regelmässig mit solchen Bausachen zu tun haben?

  • Mathilde Vietze

    |

    Zu „Matthias B.“ – Ich hatte in den 48 Jahren SPD-Mitgliedschaft Wichtigeres zu tun
    als darüber nachzudenken, ob ich in jemandens „Huld“ stehe. Die Partei ist schließ-
    lich kein Freundschaftsverein und meine „Lieblinge“ suche ich mir anderorten.
    Außerdem sind Sie nicht verpflichtet, mich „sympathisch“ zu finden, was aber
    meine „Un-Glaubwürdigkeit“ betrifft, so dürften Sie wohl eine Minderheiten-
    meinung vertreten. Ich wünsche Ihnen – trotzdem – alles Gute!

  • Mathilde Vietze

    |

    Zu „Matthias B.“ – Nachdem „Zwiegespräche“ auf RD nicht sehr erwünscht sind,
    schlage ich Ihnen vor, daß wir uns persönlich kennenlernen. Keine Angst: Ich habe
    zwar Haare auf den Zähnen, aber ich werde bei unserem evtl. Treffen ausnahms-
    weise n i c h t beißen. Wenn Sie also einer alten Schachtel die Ehre erweisen
    wollen lade ich Sie gerne auf ein Glas Wein ein. Da ich meinen vollen Namen an-
    gegeben habe, dürfte es – falls Sie das wollen – nicht sehr schwer sein, mich zu
    kontaktieren. Ich freue mich auf Sie!

  • Rentnerin

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    Es ist im Nachhinein eine unerhörte Dummheit seitens des OB gewesen, Spenden in dieser Höhe anzunehmen, über den Ortsverband abzuwickeln, der nun auch noch im Schussfeuer steht und auch noch kleinere sonstige Freundschaftsbeweise der Firma Tretzel entgegenzunehmen (z.B. vergünstigte Wohnungen und Handwerkerarbeiten).
    Dass er das alles nicht alleine geschultert hat, aufgrund seiner aufwendigen Tätigkeit als OB, ist sicher.
    Viel viel schlimmer finde ich alle die Parteigenossen/innen, Stadträte, Abgeordnete und Mitarbeiter, die ihm nahe standen und heute von nichts wissen.
    Das glaube ich keinesfalls.
    Der OB war der Joachim hinten und der Joachim vorne.
    Alle schmückten sich mit ihm.
    Ein ehrlicher guter Freund oder gute Freundin waren nicht dabei.
    Mit diesem bestehenden Personal fällt es schwer, wieder diese Partei zu wählen.
    Die CSU mit Rieger Kittel und MZ im Schlepptau kommt auch nicht infrage, was bleibt uns dann übrig ?
    Alleine die Berichterstattungen der MZ war so gemein, dass dieses politisch dahinterstehende Klientel keinesfalls als wählbar in Frage kommt.
    Entweder nicht mehr zu wählen oder endlich mal eine ganz andere Partei.

  • Wolbergs bleibt im Gefängnis » Regensburg Digital

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    […] Unter anderem ein Treffen von Wolbergs, Tretzel und Wild in der Kanzlei von dessen Rechtsanwalt Ulri… Die Ermittler befürchten, dass man sich dort traf, um Beweise zu vernichten. Unter anderem soll SSV Jahn-Präsident Franz Rothammer aufgefordert worden sein, Protokolle von Aufsichtsratssitzungen des ebenfalls in die Affäre verstrickten Fußballvereins nachträglich abzuändern. […]

  • Matthias B.

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    @Frau Vietze
    Sie behaupten: „Als es damals um die Stadthalle am Donaumarkt ging, stand ich an vorderster Front der Gegner.“
    Komisch, als Wolli und die SPD plötzlich umgeschwenkt waren und nun eine Stadthalle am Donaumarkt befürworteten, waren es Dr. Lutz Titel, Marion Puhle, Christa Lärm und weitere, die hier an vorderster Front Opposition leisteten. Von einer Frau Vietze finde ich in den alten Unterlagen nicht ein Wort. Weder das Bürger- noch das Ratsbegehren (Hocke!) kennt als Initiatorin eine Frau Mathilde Vietze. Komisch.

  • Mathilde Vietze

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    Zu „Matthias B.“ Bei solch‘ geballter Prominenz (Tittel, Lärm, Puhle) bin ich als
    kleines Licht halt nicht aufgefallen. Noch Fragen an die Kandidatin?

  • Mathilde Vietze

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    Also, mitunter überlege ich mir, ob ich auf meine alten Tage nicht noch auf Kindergärterin umschulen soll. Wenn jemand sich von Wolbergs geärgert fühlt, dann ist der doch hoffent-
    lich Mannsbild genug, daß er dem die entsprechende Retourkutsche einfährt.
    Oder steht in irgendeinem Gesetzbuch,´daß der sich nun auf den Stadtplatz stellen
    und weinen muß?

  • blauäugig

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    Oetken, sind Sie sicher, dass Sie den Inhalt des Links verstanden haben?
    Es gab beim Jahn in dieser Sache keine Vorwürfe, die ignoriert worden wären. Die ersten beiden bekannt gewordenen Taten fanden ja gerade in seiner Zeit in Regensburg statt, ohne Vorwarnung. Der Verein ging sofort der Sache nach, der Täter ging aus Regensburg weg, vielleicht verwechseln Sie Regensburg mit Frankfurt?

  • Angelika Oetken

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    Kommentar gelöscht. Bitte bleiben Sie beim Thema.

  • Finanzmodell Spezl » Regensburg Digital

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    […] des SSV Jahn lässt er uns zwei Mal vertrösten. Doch am Donnerstagmittag antwortet er dann doch. Wie bereits berichtet, wird der Präsident des SSV Jahn verdächtigt, Protokolle von Aufsichtsratssitzungen des […]

  • Jahn-Investor verklagt Mittelbayerische Zeitung » Regensburg Digital

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    […] Von gefälschten Protokollen war in der Vergangenheit die Rede. Alle vier aktuell Angeklagten (Joachim Wolbergs, Norbert Hartl, Franz W., Volker Tretzel), aber auch Alt-OB Hans Schaidinger, gegen den nach wie vor ermittelt wird, haben oder hatten wichtige Positionen beim SSV Jahn inne – allen voran Schobers Vorgänger als Jahn-Investor, der Bauträger Volker Tretzel. Er hat durch permanente Kapitalerhöhungen in den zurückliegenden Jahren das stetig steigende Millionendefizit des Vereins ausgeglichen und diesen mehrfach vor der Insolvenz bewahrt. Die Staatsanwaltschaft stuft die Finanzspritzen als wesentliches Mittel Tretzels ein, um sich die politischen Entscheider gewogen zu machen. Entsprechende Aussagen gibt es auch von CSU-Stadtrat Christian Schlegl. Anlässlich des angegriffenen Berichts der MZ hatte Schober Anfang August erklärt, er wolle dazu beitragen, dass die Korruptionsaffäre restlos aufgeklärt werde. […]

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