Familie glaubt: Unsere Tochter wird von bösen Mächten gequält

„…und bewahre uns vor Verwirrung und Sünde.“

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Eine katholische Familie im bayerischen Wald behauptet: „Unsere Tochter wird von Dämonen gequält. Schuld daran ist die Amtskirche.“ Der Name der Familie wurde von der Redaktion geändert.

Eine gottesfürchtige Region - eingerahmt von Hügeln, Wiesen und Wäldern: der obere Bayerische Wald.

Eine gottesfürchtige Region – eingerahmt von Hügeln, Wiesen und Wäldern: der obere Bayerische Wald.

„Sagst es jetzt dem Journalisten, was du für Stimmen hörst? Sagst ihm, was damals in Cham passiert ist? Sagst es? Hmm?“ Es ist bereits mein zweiter Besuch bei Familie Meier. Und wieder sitzen wir um den massiven Holztisch in der Stube, auf dem in der Mitte ein kleines Bild der heiligen Familie neben einer brennenden silbergrauen Kugelkerze steht. Heute ist auch Petra Meier gekommen. Eine 42jährige, etwas schmächtige Frau mit langen braunen Haaren. Ihre Mutter Theresia redet schon eine Weile auf sie ein. Doch es nutzt nichts. Petra sitzt mit angewinkelten Beinen auf der olivfarbenen Chaiselongue, die in der Ecke steht, schaut entweder auf den Boden oder abwesend in die Ferne. Sie will nicht reden. Vorerst.

„Der Kampf gegen Teufel und Dämonen“

Das kleine Dorf, in dem Familie Meier lebt, liegt im Bayerischen Wald. Der kleine Bach, der es durchfließt hat ihm seinen Namen gegeben. Die Gegend ist hügelig, eingerahmt von Wiesen und Wäldern. Alle paar Kilometer steht ein Wegkreuz oder eine kleine Kapelle am Straßenrand. Vor einigen der wenigen Häuser im Dorf sieht man kleine Marterl, Bildstöcke aus Holz oder Stein. Eine gottesfürchtige Region, wie es scheint. Urkunden aus dem 14. Jahrhundert belegen in der Nähe eine Burg des Adelsgeschlechts derer von Ursenbeck – Ritter, die im heiligen Land gekämpft haben, um Jerusalem von den Moslems zu befreien, wie Theresia Meier voller Anerkennung erzählt.

Hier gibt es ihn noch – den einfachen bayerischen Volksglauben. Die Marienverehrung. Bayern, das sei ja Marienland, sagt die 68jährige. „Und wir können nur beten, dass Maria ihren Schutzmantel über uns ausbreitet, wenn es immer schlimmer wird.“ Denn daran, dass es immer schlimmer wird, hat Theresia Meier keine Zweifel. „Wir haben genügend übernatürliche Sachen erlebt. Das sind unheimliche böse Mächte. In unserer Familie spielt sich ein Kampf ab. Der Kampf, den eigentlich die Amtskirche führen müsste. Der Kampf gegen Teufel und Dämonen.“

Auch vor dem holzvertäfelten Haus von Familie Meier, mit seinem großen von einer Hecke gesäumten Garten, steht eine kleine Mariengrotte. Und schon im Eingangsbereich fallen einem die vielen Heiligenbilder an den Wänden auf. Sie stammen fast alle von Vater Josef Meier. Der freundliche Herr mit dem weißen Schnurrbart ist Hinterglasmaler. Im Gang steht ein liebevoll geschmückter Hausaltar mit Kreuz und Engelsfiguren. Zu Gottesdiensten der Amtskirche gehe man seit über 20 Jahren nicht mehr. „Wir beten zuhause“, so Theresia Meier.

Aus dem oberen Stock, die Treppe hoch, hört man gedämpft die Stimme einer Frau, die offenbar lautstark mit jemandem diskutiert. Es ist Petra Meier. Heute, es ist mein erster Besuch, kommt sie nicht aus ihrem Zimmer in die Stube herunter. „Als einmal ein Journalist vom Stern hier war, da wollte sie noch darüber reden. Doch jetzt verbietet ihr das irgendeine Macht“, raunt die Mutter.

„Es ist fast immer die Masse, die sich irrt. Selten der Einzelne.“

1992 hat Theresia Meier ihren „ersten und letzten Leserbrief“ geschrieben. Er wurde 1992 in der örtlichen Tageszeitung veröffentlicht und erklärt, warum die Familie in der Pfarrgemeinde größtenteils isoliert ist und den Gottesdienst in der hiesigen Kirche meidet. „Heute, am Festtag des heiligen Erzengels Michael, dem Beschützer vor allem Bösen, appelliere ich an das angeblich christliche Volk der Gemeinde umzudenken und innerlich umzukehren zu Gerechtigkeit und Wahrheit“, schreibt Theresia Meier darin einleitend.

Damals kam ein neuer Pfarrer ins Dorf, der die Bänke zum Empfang der Mundkommunion aus der Kirche entfernen und das Gebet zum heiligen Erzengel Michael nicht mehr beten ließ. Wut, Hass und böse Verleumdungen seien ihr und ihrer Familie entgegengeschlagen, als sie sich dagegen ausgesprochen habe, erzählt Theresia Meier. „Da war sich aber die ganze politische und kirchliche Führung sowie fast das ganze Volk von der Gemeinde einig, dass unser neuer Herr Pfarrer auf dem richtigen Weg ist und die böse Frau, die mit ihm in einigen Punkten streitet auf dem Irrweg ist“, schreibt sie in ihrem Leserbrief über diesen Konflikt. Dass sie damals wie auch heute die Mehrheit gegen sich hat, ficht Theresia Meier nicht an. „Es ist fast immer die Masse, die sich irrt. Selten der Einzelne. Das zeigt uns die Geschichte.“ Das habe man schon während der Nazizeit gesehen.

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Während wir in der Stube sitzen und Kaffee trinken, zu dem es selbstgemachten Johannisbeerkuchen mit frischer Schlagsahne gibt, ist es fast durchweg die Mutter, die das Wort führt. Sie sei in ihrer Familie die treibende Kraft für den wahren Glauben, räumt sie auch offen ein. „Die anderen zweifeln manchmal, aber an mich kommen die bösen Mächte nicht ran“, sagt sie. „Das ist eine Gnade.“

Freundlich, aber doch beschwörend redet sie auf mich ein. Manchmal wirkt es, als würde sie predigen. „Verstehen Sie mich?“ fragt sie und hebt ihre Stimme immer dann, wenn sie einer Aussage besonderen Nachdruck verleihen will. Vater Josef macht ab und an eine Bemerkung, hört aber die meiste Zeit zu. Sandra, Petras jüngere Schwester, meldet sich gelegentlich zu Wort, um etwas zu ergänzen. Am längsten redet Sandra Meier, als sie von den Exerzitien in Cham berichtet, bei denen sie vor über 20 Jahren gemeinsam mit Petra war. Damals habe das begonnen, was Theresia Meier „unseren Kreuzweg“ nennt. Damals sei Petras Persönlichkeit gespalten worden. Seitdem werde sie von bösen Mächten gequält.

„Bei den Exerzitien muss irgendetwas passiert sein.“

1991 fuhren Sandra und Petra zu Exerzitien nach Cham. Zur Glaubensstärkung. Sie habe sich noch extra vorher erkundigt, ob das nicht „irgendwas modernistisch-esoterisches“ sei, sagt die Mutter. Doch es sei schon mit „Bewusstseinsreisen“, Meditationen, losgegangen, erzählt Sandra. „Wir mussten uns zu dumpfer Musik hinlegen und dann hat der Pater gesagt, wir sollen uns vorstellen wir sind am Strand, sollen Sand in den Fingern spüren.“ „Ein totaler Schmarrn“ sei das gewesen und schon hier sei Petra schlecht geworden. „Das war der erste Knackpunkt.“ Später habe es dann noch eine Diskussionsrunde zum Thema Freiheit gegeben. „Und wir verstehen Freiheit als Christen im Rahmen der zehn Gebote.“ Da sei aber einer gewesen, so ein Priesteramtskandidat vom Spätberufenenseminar in Konnersreuth. „Der hat widersprochen und gesagt, die Freiheit für Christen gebe es auch außerhalb der zehn Gebote.“ Dabei habe er ihre Schwester immer mit den Augen fixiert. „Dann ist Petra plötzlich ganz anders geworden. Verwirrt. Sie war nicht mehr dieselbe. Da muss irgendetwas passiert sein.“

Petra habe zuhause die ganzen christlichen Symbole aus ihrem Zimmer entfernt, erzählt die Mutter. „Der Rosenkranz, das Kreuz – das hat sie alles weg. Dann dreht sie die Musik schallend laut auf. Dann läuft sie halbnackt im Haus herum. Wenn das nicht der Sexteufel war.“ Einen Pfarrer habe man kommen lassen, um das Haus auszusegnen. Der sei sich sicher gewesen, dass da „eindeutig Dämonen im Spiel“ seien. „Eine Umpolung“ sei da passiert, habe ein Professor der Familie bestätigt. „Wir haben vier Monate mit ihr geredet und gebetet. Da bist Du irgendwann so weit, dass Du selber deppert wirst. Du kämpfst ja gegen den Teufel und Dämonen. Das ist eine unheimliche Macht.“

Doch schließlich habe man Petra „frei bekommen“, sagt Theresia Meier. Sie habe ihre Prüfung zur Zahnarzthelferin erfolgreich abgeschlossen. „Aber immer wieder kommt plötzlich diese Macht und Petra macht, was sie normal nicht machen würde.“

„Die Wahrheit kann sich doch nicht ändern…“

Was mit ihrer Tochter passiert ist, bezeichnet Theresia Meier als „geistigen Missbrauch“. Und sie geht noch weiter: „So dramatisch der sexuelle Missbrauch innerhalb der katholischen Kirche ist – der geistige Missbrauch ist viel schlimmer und betrifft viel mehr Opfer.“ Weil die Kirche nicht mehr den wahren Glauben lehre, gebe es immer mehr Homosexuelle, immer mehr Ehen würden geschieden und immer mehr Menschen würden psychisch krank. Schuld daran seien der Modernismus und der Pluralismus, der in der katholischen Kirche Einzug gehalten habe. „1.000 Meinungen, 1.000 Wahrheiten. Wer soll sich denn da noch auskennen?“ Da sei es kein Wunder, dass immer mehr Menschen verwirrt seien. „Der Mensch kann modern werden – auf eigene Verantwortung. Aber doch nicht der Glaube. Die Wahrheit kann sich doch nicht ändern.“

Jahrelang arbeitete Petra Meier in ihrem Beruf als Zahnarzthelferin. Vor 15 Jahren zog sie in eine eigene Wohnung, später zu ihrem Freund in die Stadt. Aber immer wieder sei es ihr schlecht gegangen, erzählt die Mutter. Vor allem dann, wenn es negative Ereignisse innerhalb der Kirche gegeben habe: den Ärger um den holocaustleugnenden Piusbruder Richard Williamson, den Missbrauchsskandal. „Wir können nur beten“, habe sie ihrer Tochter geraten.

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Auf ihrer Suche nach Vertretern des wahren Glaubens und Hilfe für ihre Tochter Petra hat Theresia Meier viele Gespräche geführt. Sie war bei einem Abt in Weltenburg, der Erfahrung mit Dämonenaustreibungen hat, um sich Rat zu holen. Joseph Ratzinger hat sie, als der noch nicht Papst war, in seinem Haus in Pentling bei Regensburg besucht und vor der Gartentüre zum Gespräch gedrängt. „’Ihr müsst der Menschheit endlich die Wahrheit sagen‘, hab ich ihm gesagt. ‚Ihr müsst sie zur Umkehr aufrufen und sie zum wahren Glauben bekehren. Sonst endet alles in einer gegenseitigen Zerfleischung des Bösen.’“ Ratzinger habe nur zugehört und schließlich gesagt: „Frau Meier, wir haben noch Zeit.“

Sie bete jetzt noch jeden Tag für ihn um Gnade. Als oberster Hüter der Glaubenskongregation habe Ratzinger durch sein Schweigen sehr viel Schuld auf sich geladen, auch, was den sexuellen Missbrauch innerhalb der katholischen Kirche anbelangt. Zu den Pius-Brüdern nach Zaitzkofen ist sie gefahren, wo sie sogar mit dem Generaloberen der Bruderschaft Bischof Bernhard Fellay diskutiert hat. „Scheinheilig, falsch und selbstgerecht. Wie die Schlange. Die halten sich für die Auserwählten und befinden sich genauso auf dem falschen Weg.“ Freimaurer seien das.

„Der Sexteufel der Kirche hat sie in der Macht. “

2009, in der Karwoche, erlitt Petra das, was ihre Familie den „ersten großen Zusammenbruch“ nennt. 

Oberhalb des Hauses der Familie Meier, den Hang hoch am Waldrand steht eine kleine Marienkapelle. Und als Petra an jenem Tag plötzlich weg war, während die Eltern im Garten arbeiteten, da nahmen sie an, sie sei dorthin gegangen, um zu beten. Aber sie kam nicht mehr. „Ich hab gebetet und gebetet“, erzählt die Mutter. „Dann haben wir angefangen zu suchen. Und schließlich haben wir die Polizei gerufen.“

Es war schon später Abend, als Petra im Nachbardorf von der Polizei aufgelesen wurde. Die Eltern wollten sie gleich wieder zu sich ins Haus holen. Doch eine Polizistin habe das verweigert. „Die hat die Heiligenbilder gesehen und uns angeschaut, als wären wir lauter Narrische. Aber wir können doch nichts dafür, wenn die Masse den Glauben verliert und wir ihn noch haben, oder?“ Die Polizeibeamtin bestand darauf, Petra ins Krankenhaus zu bringen. Von dort wurde sie ins Bezirksklinikum Mainkofen eingewiesen, wo sie mehrere Wochen bleiben musste. Petra sei schwer krank, erfuhr ihre Familie dort. Sie leidet an einer schizophrenen Störung. „Spätestens seitdem hört sie Stimmen“, sagt die Mutter. „Manchmal streitet sie laut mit ihnen und schimpft. Dann ist sie zeitweise normal und dann kommen die Stimmen wieder, die ihr was eingeben. Ich kann es gar nicht sagen, was sie für perverse Ausdrücke verwendet. Unvorstellbar. Der Sexteufel der Kirche hat sie in der Macht. Die sagt oft Sachen, die ein normaler Mensch gar nicht sagen kann.“

Immer wieder gab es solche Zusammenbrüche. Fast immer in der Karwoche sei das gewesen, erzählt die Mutter. Mehrfach war Petra im Bezirksklinikum. Zeitweise nahm sie auch Medikamente, die sie dann aber selbst abgesetzt habe. Immer wenn es besonders schlimm wurde, holte die Familie Petra zu sich nachhause, um sie durch Gebete und gemeinsames Arbeiten „frei zu bekommen“, wie Theresia Meier es nennt. Dr. Hans Simmerl, der leitende Arzt der Psychiatrie in Mainkofen, sei mal bei ihnen zuhause gewesen, um über Petras Erkrankung zu sprechen. „Er hat gesagt, dass Ärzte dazu Schizophrenie sagen, aber vom Glauben her könne man das auch Besessenheit nennen.“ Versuche, eine Gesprächstherapie für die Tochter zu bekommen seien gescheitert, sagt Theresia Meier. „Eine Ärztin in Landshut hat gesagt, dazu sei Petra zu stur.“

„Das Bistum Regensburg hat nicht einmal einen Exorzisten.“

Nach einem Pfarrer, der noch das tue, was eigentlich seine Aufgabe sei – „Evangelien verkünden und Dämonen austreiben“ – hat Theresia Meier bislang vergeblich gesucht. „In Deutschland hat die Amtskirche ja den Teufel abgeschafft, seit Anneliese Michel bei einer Dämonenaustreibung gestorben ist. Das Bistum Regensburg hat nicht mal einen Exorzisten.“

Der Namen Anneliese Michel steht für die letzte große Teufelsaustreibung in Deutschland 1976 im Bistum Würzburg. 67 Mal vollzogen zwei katholische Priester den sogenannten großen Exorzismus an der Studentin, um sie von ihrer „Besessenheit durch Luzifer sowie die menschlichen Dämonen Judas, Nero, Kain, Hitler und Fleischmann“ zu befreien. Die 24jährige starb an den Folgen extremer Unterernährung. Die Eltern sowie der als Exorzist bestellte Pfarrer wurden in einem Gerichtsverfahren zu sechs Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. Das Gericht gestand den Angeklagten eine verminderte Schuldfähigkeit zu, weil diese „unumstößlich an die personale Existenz des Teufels glaubten“.

Davon, dass es den Teufel und Dämonen gibt, ist Theresia Meier fest überzeugt. Aber diese Mystik, diese Dämonenlehre, die der frühere Regensburger Bischof Rudolf Graber noch bewahrt habe, sei mittlerweile in Vergessenheit geraten und werde nicht mehr gelehrt. „Da sind die Priester selbst Opfer der falschen Lehre. Und so gewinnt das Böse immer mehr Macht.“

Mit einem der beiden Priester, die bei dem Exorzismus der Anneliese Michel dabei waren, hat Theresia Meier schon telefoniert. Über eine Stunde. „Danach war ich fix und fertig“, sagt sie. „Der hatte eine Stimme. Um Gottes Willen. Schauderhaft. Das glaube ich, dass die Anneliese Michel nicht retten konnten. Wenn solche Pfarrer Teufel austreiben.“ Sich an die „teuflische Amtskirche“ zu wenden, bringe aber ohnehin nichts, glaubt Theresia Meier. „Du kannst den Teufel ja nicht mit dem Beelzebub austreiben.“

„Wenn, dann möchte ich mit Ihnen allein reden.“

Mittlerweile lebt Petra Meier wieder seit über einem Jahr bei ihrer Familie. Zeitweise sei sie nicht einmal aufgestanden, erzählt der Vater. Sie habe nicht mit den Eltern oder ihrer Schwester gesprochen und das Gebet verweigert. „Wir bekommen sie einfach nicht frei“, sagt die Mutter. Der Dämon, der Petra quäle, habe erst vor kurzem aus ihr gesprochen und gesagt, die Familie könne noch so viele Heiligenbilder aufhängen, er werde nicht weichen.

Während wir über all das – und über sie – reden, sitzt Petra Meier weiter schweigend auf ihrem Platz. Erst, als ich nachdrücklich frage, ob sie denn nicht selbst etwas sagen wolle, antwortet sie schließlich: „Wenn, dann möchte ich mit Ihnen allein reden.“ Die Eltern und ihre Schwester reagieren nervös. „Aber was soll das bringen?“, fragt die Mutter. „Du kannst ja auch reden, wenn wir dabei sind. Sag einfach die Wahrheit. Darüber, was in Cham passiert ist.“ Doch Petra schweigt. Es sei gefährlich, mit ihr allein zu reden, meint die Mutter. Da erzähle sie manchmal falsche Sachen. Einmal, bei einem Gespräch mit einem Psychiater habe Petra behauptet, sie werde von ihren Eltern im Keller eingesperrt. „Dann hatten wir die Polizei im Haus wegen dem Schmarrn. Das war alles falsch.“ Sie bringe das aber anscheinend so glaubhaft rüber, ergänzt die Schwester. Doch schließlich lässt sich die Familie darauf ein. Weil Petra sich nur allein und nur hier in der Stube unterhalten will, gehen Mutter, Vater und Schwester nach draußen. Petra setzt sich jetzt an den Tisch, damit wir reden können. Das Gespräch dauert knappe zehn Minuten.

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Wenige Tage vor meinem zweiten Besuch gab es einen wichtigen Termin für Familie Meier. Sie mussten zum Sozialgericht. Weil Petra von ihrer Wohnung im Landkreis Landshut zu ihren Eltern im Landkreis Straubing gezogen ist, ohne sich umzumelden, werden ihr seit Monaten keinerlei Leistungen zum Lebensunterhalt bewilligt. Ihr Erspartes ist schon lange aufgebraucht. Selbst für die Krankenversicherung kommen momentan ihre Eltern und ihre Schwester auf. Petra selbst ist völlig mittellos. Ein Problem, das bei dem heutigen Gespräch schon mehrfach Thema war. Die Klage von Petra Meier aber wies das Sozialgericht ab. Sie selbst war während der Verhandlung nicht im Gerichtssaal, sondern saß vor dem Gebäude im Auto, obwohl sie nicht unter Betreuung steht und juristisch gesehen allein für sich verantwortlich ist.

„Ich bin nicht vom Satan oder von Dämonen besessen.“

Über das, was vor über 20 Jahren in Cham passiert ist, will Petra Meier nicht reden. „Da war ich noch sehr jung. Das ist schon sehr, sehr lange her.“ Der Termin vor dem Sozialgericht sei das Problem, mit dem sie aktuell konfrontiert sei. Beim Gespräch wirkt sie etwas unsicher, wiederholt sich manchmal und kehrt immer wieder zu diesem Termin zurück. „Ich verstehe nicht, warum ich da nicht dabei sein durfte. Schließlich geht es ja um mich.“ Aber ihre Familie habe sie eine Vertretungsvollmacht unterschreiben lassen und sie habe dann draußen warten müssen.

Ihre Mutter habe an das Arbeitsamt geschrieben, „dass es satanische Geister gibt, die ich nicht loswerde und das könnte von der katholischen Kirche sein“, erzählt Petra Meier weiter. Ihre Unterschrift sei auf diesem Schreiben gewesen. „Die habe aber nicht ich gemacht.“ Sie sei auch nicht vom Satan oder von Dämonen besessen. Ihrer Mutter sage sie das auch. „Aber sie lässt sich dann nicht überzeugen von irgend einer anderen Meinung.“

„Gestört von unheimlichen bösen Mächten.“

Theresia Meier hat mehrere katholische Würdenträger angeschrieben und um Hilfe für ihre Tochter gebeten. Zuletzt Anfang dieses Jahres. Briefe gingen unter anderem an den Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer, den Passauer Bischof Stefan Oster, den Vorsitzende der deutschen Bischofskonferenz Reinhard Marx und Kardinal Gerhard Ludwig Müller, ehemals Bischof von Regensburg und Vorsitzender der Glaubenskongregation im Vatikan.

In einem Brief an Kardinal Müller vom 26. Mai heißt es unter anderem:

„Unsere Töchter waren vor über 20 Jahren in Exerzitien – durch esoterische Bewusstseinsreisen und Freiheitsdebatten kam unsere Tochter Petra total verwirrt nach Hause. Seitdem wird Sie immer wieder durch unheimliche böse Mächte, die anscheinend aus der Kirche kommen, in ihrem Gebets- und Glaubensleben gestört. (…) Kommen diese unheimlichen bösen Mächte, die Petra und uns immer wieder quälen, vielleicht aus dem modernistischen Lager der Kirche, um uns Konservative zu zerstören??? (…) In der Hoffnung auf baldige Hilfe!“

Eine Antwort gab es nicht. Der Brief kam ungeöffnet zurück. Doch aus den Büros der Deutschen Bischofskonferenz und von Rudolf Voderholzer kamen Briefe. Theresia Meier „persönliches Anliegen“ falle „in die Zuständigkeit Ihrer Heimatdiözese“, heißt es von der Bischofskonferenz. Rudolf Voderholzer lässt mitteilen, er wolle sich „Ihres Anliegens annehmen“, verweist aber auf ein zuvor notwendiges „seelsorgerliches Gespräch“ mit dem örtlichen Priester. Einen Seelsorger schickte Bischof Voderholzer schließlich vorbei. „Der war hilflos und empfahl uns eine Lebensberatung“, erzählt Theresia Meier. Das bringe aber nichts und seitdem sei nichts weiter passiert. „Die wollen nicht helfen. Vielleicht können sie auch nicht.“

„Ich finde es nicht schön, dass ich jetzt hier bin.“

„Ich wohne nicht gern hier“, sagt Petra Meier mit Blick auf die Lebenssituation im Haus ihrer Eltern. Sie habe zuvor in einem Gasthaus und bei einem Bügelservice gearbeitet. Ihre Mutter habe ihr schließlich angeboten, dass sie sich doch auf 400 Euro-Basis bei den Eltern zuhause um den Haushalt kümmern könne. „Und so hat sich das dann so ergeben, dass ich jetzt hier bin.“ Sie hoffe darauf, dass ihr Lebensgefährte aus Landshut komme, um sie abzuholen. „Ich finde es nicht schön, dass ich jetzt hier bin. Ich finde es nicht schön, dass ich meine Termine nicht wahrnehmen kann.“ Kurz darauf kommen Petras Eltern und ihre Schwester wieder zurück in die Stube. Sie wollen wissen, worüber wir geredet haben.

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Erst vor zwei Wochen hat Theresia Meier einen Pfarrer gefunden, von dem sie sich Hilfe erhofft. Eine Klosterschwester habe ihn empfohlen. Der Mann sei über 80 und habe noch die entsprechende Weihe, um Dämonen auszutreiben. Der kenne sich aus. „Er hat kurz mit Petra geredet und sagt: Die ist besessen.“ Und er habe ihr noch etwas bestätigt. Wir stehen auf und gehen ins elterliche Schlafzimmer. Dort auf dem Holzboden sind zwei schwarze Flecke. Die seien urplötzlich nach einem von Petras Zusammenbrüchen aufgetaucht, erzählt Theresia Meier. „Der Pfarrer hat gesagt, das können jederzeit Abdrücke von dem…dem Teufel sein.

„Sie meint immer, sie wird bevormundet…“

Zurück in der Stube wollen Vater, Mutter und Schwester erfahren, was Petra Meier mir erzählt hat.

„Hast ihm jetzt gesagt was in Cham war?“, fragt die Mutter.
„Nein. Das liegt schon so lange zurück. Das ist doch uralt.“
„Was heißt uralt? Darum geht es doch überhaupt“, schaltet sich der Vater ein.

Verärgert reagieren Mutter und Schwester über Petras Schilderungen zu dem Gerichtstermin. „Erst müssen wir hinreden, damit sie überhaupt mitfährt und dann ist sie so aggressiv, dass wir sie nicht mit hinein nehmen können“, schimpft Theresia Meier. „Sie meint immer, sie wird bevormundet, aber das stimmt nicht“, ergänzt Petras Schwester. „Ich habe extra einen Urlaubstag geopfert. Langsam habe ich keine Lust mehr. Wahrscheinlich sollen wir noch schuld an allem haben…“ Dass sie Petras Unterschrift auf dem Schreiben ans Arbeitsamt gefälscht haben sollen, empört Eltern und Schwester. „Das stimmt nicht.“ Die Vollmacht für das Gericht habe Petra gar nicht unterschrieben.

Die Mutter wird beschwörend: „Petra, du hättest ihm die Ursache sagen sollen. Was in Cham alles war. Was so wichtig wäre. Was ist das für eine Macht? Mit wem sympathisierst du da zeitweise?“ Dann wendet sie sich zu mir: „Sie redet ja mit ihm. Da ist eine Macht da. Eine unheimliche Macht.“ Die Stimmung beruhigt sich langsam wieder. Es gibt wieder Kaffee, dazu selbst gemachten Apfelkuchen. Petra Meier bleibt am Tisch sitzen und trinkt Tee. Wir reden noch eine Stunde lang in der Stube. Sie sagt heute nichts mehr, umklammert ihre Tasse und schaut zu Boden.

„…am Ende wird die Wahrheit siegen.“

Ihr Glaube sei schon immer ein hinterfragender, ein suchender gewesen, erzählt Theresia Meier. Den Grund dafür sieht sie in ihrer Familiengeschichte, ihrem Großonkel Johannes Baptist Bummer. Der Bruder ihrer Großmutter war Priester und habe schon in der Weimarer Republik gegen Hitler gepredigt. 1935 wurde er vermutlich von den Nazis umgebracht. Offiziell heißt es, er habe Selbstmord begangen. 

Auf die Masse und den Zeitgeist dürfe man deshalb nicht vertrauen. Auch nicht auf Parteien wie die CSU, die sich christlich nennen und bei denen doch so viel Lüge und Betrügerei herrsche oder die Grünen, von denen sich die Bewahrung der Schöpfung erhofft habe, denen aber „ein Grashalm wichtiger ist als das menschliche Leben“. Und auch nicht auf die Amtskirche, die den Weg Jesu Christi verlassen und es aufgegeben habe, nach der Wahrheit zu suchen.

„Den Weg, den ich gehe, muss ich tagtäglich infrage stellen“, sagt Theresia Meier. Immer wieder sende sie Stoßgebete zum Herrgott, auf dass er sie erkennen lasse, was die Wahrheit ist. „Wenn das Meine richtig ist und wahr, dann wird er mich beschützen. Und am Ende werden Jesus Christus, die Wahrheit und Gerechtigkeit siegen.“

"Das können jederzeit Abdrücke vom Teufel sein." Der Fußboden im elterlichen Schlafzimmer.

„Das können jederzeit Abdrücke vom Teufel sein.“ Der Fußboden im elterlichen Schlafzimmer.

Anmerkung der Redaktion: Der Artikel wurde am 12. Oktober 2015 leicht überarbeitet und um einige Passagen ergänzt.

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Kommentare (93)

  • semmeldieb

    |

    vielleicht sollte diese familie sich einmal an den örtlichen oder nächstgelegenen imam wenden, damit dieser ihnen einen anderen blickwinkel auf ihre situation ermöglicht.

    die islamische dämonologie ist schlüssiger und überschaubarer aufgebaut und regelmäßig erfahren gläubige, die unter heimsuchungen lieden, schnelle, echte und greifbare hilfe.

    alternativ könnten sie guten leute auch zu agnostikern werden…

    nach dem motto: wo nichts sein kann, kann mich auch nichts heimsuchen.

  • David

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    Vielleicht wäre es auch dringend an der Zeit, der jungen Frau einen guten Anwalt zur Seite zu stellen, der die Vollmachten der Eltern anficht und Abstand ermöglicht. Denn sofern hier nicht tatsächlich eine Besessenheit vorliegt, was ich für völlig absurd halte, dann handelt es sich hier um eine junge Frau, die vom fanatischen Glauben ihrer Eltern erdrückt wird und dringend Hilfe braucht.

  • Stefan Aigner

    |

    @David

    Die Eltern haben keine Betreuungsvollmacht. Die Frau ist juristisch gesehen voll geschäftsfähig.

  • Mr. T

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    Der Bericht macht fassungslos. Die gute Frau mag juristisch gesehen voll geschäftsfähig sein, steht aber unter der psyichischen Gewalt der Mutter. Wenn man sie da nicht rausreisst, geht sie zu Grunde. Leider ist das strafrechtlich kaum zu fassen. Aber was die Mutter ihrer Tochter antut ist übelste Gewalt – auch wenn sie es im „guten Glauben“ tut. Da unterscheidet sie nichts von anderen religiös geprägten Gewalttätern, egal ob christlich, muslimisch oder anderweitig motiviert. Da sieht man, wohin der christliche Glaube führen kann. Da ist schon bei der Erziehung der Mutter was schief gelaufen, vielleicht schon Generationen früher. Zum Glück sind die meisten Christen hierzulande mehr so Larifari-Christen (entschuldige bitte diesen Ausdruck, Christoph) und treiben ihren Glauben nicht so weit wie die Familie in diesem Fall.

  • Mathilde Vietze

    |

    Zu Mr.T.: Ich teile fast alle Punkte Ihres Kommentars. Das arme Mädchen wurde durch
    seine bigotte und reaktionäre Helikopter-Mutter zum psychischen Wrack.
    Ich habe bei Exerzitien und Besinnungswochenenden schon des öfteren Meditationen
    mitgemacht und habe dabei k e i n e n seelischen Schaden davongetragen. Die Mutter
    von Petra Meier hängt offenbar einer Auslegung der Religion von Todsünde und Höllen-
    strafe an. Das ist dann nach ihrer Lesart der „wahre Glaube“. Da wundert es einen
    nicht, wenn das arme Mädchen „durcheinander“ ist.

  • SteVe

    |

    Angeblich soll „Gott“ ja mit „Liebe“ gleichzusetzen sein. Angeblich predigen ja die Bibel und der Koran, dass man von Gott keine Abbilder machen soll. Nur so könne man Gott lieben, und nicht dessen Abbild. Hier sehe ich das Problem: Diese arme Mutter macht sich ein Bild von ihrer Tochter, dem diese aber nicht (mehr) entspricht. Und „aus Liebe“ will sie ständig ihre Tochter der Bild anpassen und steuert sie dann sich selbst und ihre Familie in eine Katastrophe. Mir tut diese Familie echt Leid! Diese Mutter hat vergessen, dass der „Schöpfer“ von uns nichts erwartet und nichts braucht. Dass er uns ein bedingungsloses Geschenk gemacht hat. Wenn all die „religiösen“ Menschen (wie diese Mutter) nicht „Gott“ und der „einen Wahrheit“ dienen würden sondern seiner Schöpfung und dem „Prinzip Liebe“, dann gäbe es viel weniger Opfer, seien es nun Menschen oder andere Lebewesen. Was die Kritik der Mutter an der Amtskirche angeht: Auch ich habe bei der „Amtskirche“ schon lange den Eindruck, dass sie die Probleme verstärkt, anstatt sie zu lösen. Wenn auch mein Eindruck auf völlig gegensätzlichen Standpunkten basiert.

  • Sir Sonderling

    |

    Na, das nenne ich mal „tiefe Volksfrömmigkeit“.
    Sensationell, der Wahnsinn zum Freitag. Ein Artikel wie ein Buch. Danke fürs recherchieren.
    Ich kenne diese Geschichten aus gottesfürchtigen Familien. Es geht nur um Macht über andere Menschen. Aber das ist ja letztlich der Kern allen großen Religionen – auch wenn das ganze noch so selig ausgeschmückt wird. Insofern…ist das hier in der Tat nichts anderes als gelebter katholischer Glaube, in seiner ur-eigensten Form. Beelzebub hilf! ;-)

  • Mathilde Vietze

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    Was die Mutter von Petra Meier praktiziert, ist keine „Volksfrömmigkeit“, sondern
    religiöser Wahn. NIcht die Tochter, sondern die Mutter gehört „in Behandlung“,
    ehe sie noch mehr Schaden anrichtet.

  • Angelika Oetken

    |

    Die Glaube an Dämonen, Teufel, „Satan“ ist im Katholizismus immer noch lebendig http://www.fr-online.de/doku—debatte/die-rolle-ratzingers-grosse-katholische-vertuschung,1472608,2742542.html
    Der übergriffige, gewalttätige, ausbeuterische Aspekt von Sexualität spielt dabei eine große Rolle. Aber er wird nicht reflektiert und verarbeitet, was eigentlich eine Etappe auf dem Weg zum sexuell reifen und verantwortungsvollen Erwachsenen ist, sondern abgespalten, abgewehrt und es wird versucht, ihn mit Hokuspokus zu bannen. Die Praktiken des Exorzismus, der in der Katholischen Kirche immer noch einen Platz hat, erinnern nicht von ungefähr an sadistische Rituale, wie sie in profaner Form von Menschen die der BDSM-Szene nahe stehen praktiziert werden. Der Übergang zu übelster, perverseste Gewalt, die häufig gegen Kinder gerichtet wird ist dabei fließend http://vielfalt-info.de/index.php/rituelle-gewalt

    Die im Artikel vorgestellte Familie braucht Hilfe. Allen voran „Petra“, die offensichtlich am meisten unter dem religiösen Wahn, der gelebt wird und von dem, folgt man der Schilderung von Herrn Aigner, vor Allem ihre Mutter befallen ist leidet. Ich hoffe, in dem Ort leben Menschen, die das erkennen und bereit sind, diese Frau zu unterstützen. Möglicherweise hat sie von allen Familienmitgliedern noch die beste Prognose. Unter der Voraussetzung, dass sie effektive Hilfe bekommt. Auch darin, sich von ihren kranken Anverwandten auf gesunde und angemessene Weise abzunabeln.

  • MiReg

    |

    Ein beklemmender Artikel, der eine traurige Situation beschreibt, aber naturgemäß keine Lösung aufzeigen kann. Hier vermutet eine gutgläubige und doch besessene Mutter, dass ihre Tochter besessen sei. Die geschilderte Sachlage ist überaus komplex. Umso weniger sind Kommentare hilfreich wie „Da sieht man, wohin der christliche Glaube führen kann“. Besessenheit und Sendungsbewusstsein kann aus jeder religiösen wie auch aus jeder anderen Überzeugung kommen. Diesbezüglich sind vermutlich auch strenggläubige Atheisten nicht gefeit.

  • Lothgaßler

    |

    Als Bayerwaldler sage ich: Solche „Religiösität“ ist die Ausnahme! Schon meine Altvorderen wussten: Man muss nicht alles glauben, schon gar nicht dem Pfarrer und der Kirch.
    So ganz „voll geschäftsfähig“ scheint die Petra mit ihren 42 Lenzen nicht zu sein. Irgendetwas hindert die Frau daran ihre Probleme zu lösen. Wenn schon psychische Probleme diagnostiziert wurden, dann stellt sich die Frage, ob die Medikation zu einer akzeptablen Lebensqualität für Petra geführt hat oder nicht. Warum hat sie die Medikamente abgesetzt, welche Betreuung hatte sie während dieser Zeit? Im Grunde scheint die ärztliche Diagnose nur zeitweise zu einer hilfreichen Therapie geführt zu haben, d.h. regelmäßige Überprüfungen des Gesundheitszustandes bzw. medizinische Nachsorge und soziale Hilfestellung waren scheinbar mangelhaft, wie so oft.

  • Thik

    |

    Nun, es gibt Apfelkuchen.
    Ein neuer Fall Anneliese Michel scheint nicht zu drohen.
    Die junge Frau war in Behandlung, mehr hat der Staat hier nicht zu tun. Diesen Lebensstil der Koabhängigkeit mag man für furchtbar halten, aber das ist die Kehrseite der individuellen Freiheit: man darf sie auch aufgeben. Die Alternativen wie der „Lebensgefährte aus Landshut“ und das Sozialamt scheinen ja auch nicht sehr erstrebenswert zu sein. Die Familie schützt ja auch vor diesen. Das ist hier die unlustige Variante von Ödipussi.
    Den astigen Fußboden kann sich mal die GWUP ansehen, aber das ist auch nur von akademischem Interesse.

  • Mathilde Vietze

    |

    Zu Angelika Oetken: Also, Gerhard Ludwig Müller war
    bestimmt n i c h t mein Freund. Ich weiß aber aus
    berufener Quelle, daß bei ihm jede Woche ein junger
    Pfarrer aus Niederbayern vorsprach und die Entsen-
    dung eines Exorzisten einforderte.
    Ich weiß aber auch, daß Müller denselben jedesmal
    hinausgeworfen hat.

  • Johannes

    |

    „1.000 Meinungen, 1.000 Wahrheiten. Wer soll sich denn da noch auskennen?“ – damit jat die Frau allerdings recht.

    Ich frag‘ mich aber was es uns un der Familie bringt wenn ihr Privatleben hier in aller Öffentlichkeit ausgebreitet und diskutiert wird.

    Schönes Bild vom Gallner aber oben, Lob dafür!

  • Hans Dampf

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    Also der Sexteufel war auch bei mir. Aber seitdem isses geil.
    Achja und aus der Kirch austreten hat auch geholfen…

  • sylvia

    |

    Was ich hier lese macht mit sehr traurig. Petra ist so ungefähr in meinem Alter und sie hat es leider noch nicht geschafft sich von ihrer wahnsinnigen Mutter, bzw. Familie zu lösen. Ich finde man oder frau muss auf jeden Fall nicht alles glauben was ein Pfarrer predigt, und nicht was die Eltern vorleben. Natürlich werden gewissen Verhaltensweisen und Rituale nachgelebt und für gut und gewohnt empfunden. Jedes Kind, egal wie alt es ist, hat das Recht auf Meinungsfreiheit. Klar sollte man das Kind auf den richtigen Weg bringen und eine religiöse Weltoffenheit vorleben und anbieten. Aber diese Geschichte ist für mich eine religiöse Vergewaltigung. Dieses „Mädel“ hatte nie die Chance auf die eigene Entfaltung ihrer Meinung, Sexualität und Glauben. Schade.

  • Mathilde Vietze

    |

    Zu Hans Dampf: Der Kirchenaustritt alleine würde dem armen Mädchen überhaupt nichts
    nützen. Sie bräuchte eine gute Therapie, die sie angstfrei begleitet. Und gerade die katho-
    lischen Beratungsstellen haben sehr gut ausgebildete Leute, Leute, die weder mit Moral-
    predgten, noch mit dem Einflößen von Schuldgefühlen arbeiten. Und mir, der allseits bekannten ober-kritischen Katholikin, wurde genau hier geholfen.

  • Hans Dampf

    |

    Frau Vietze die ganze Familie gehoert getrennt in Therapie. Wenn ich schon les „sexteufel. Halbnackt. Laute musik…“ oh mei oh mei. Das Problem ist doch dass viele Menschen immer noch unselbststaendig und fremdbestimmt agieren. Nehmen sie den Religuonsunterricht in der Grundschule. Meine Kinder koennen waehlen und gehen in Ethik. Wir wohnen in Regensburg. Mein Bruder wohnt am Land und da gibts nur RK. Und Kommunion ist pflicht weil das ja alle machen und wenn net dann bekommen die armen Kinder nen Knacks weil sie net dabei sind.
    Religion darf jeder wie er will. Aber selbst entschieden und nicht fremdbestimmt.
    So ich dreh mal zum Fruehstueck die Musik laut auf und schau mal ob meine Frau dem sexteufel abbitte leisten mag. Natuerlich selbstbestimmt. Und halbnackt. :-)

  • Angelika Oetken

    |

    @Hans Dampf,

    was über „Petra Meiers“ Verhaltensweisen berichtet wird, unter Anderem dass sie sich mit „Stimmen“ unterhält, ist ganz und gar typisch für Menschen, die unter einer Psychose leiden http://www.psychose.de/frueh-erkennen-von-psychosen-06.html

    Und es ist genauso, wie Sie es darlegen: im Idealfall sollte das gesamte Umfeld des Betroffenen in die Behandlung einbezogen werden. Allein, dass die Mutter der Familie einen ominösen „Sexteufel“ ausgemacht haben will und offenbar fest davon überzeugt ist, dieser habe im Verbund mit der Katholischen Kirche das herbei geführt, was sie als „Besessenheit“ einstuft spricht Bände.
    Die Veränderungen, die von Psychosen betroffene Menschen durchmachen, können auf ihr Umfeld wirklich dämonisch wirken. Sind aber das Ergebnis komplexer Prozesse, für die es Ursachen gibt. Genauso wie Auslöser, bei denen es sich meistens um ganz banale, an sich harmlose Dinge handelt. Dass die Betroffenen ihnen in Rückschau einen besonderen Wert beimessen ist oft schon ein erstes Zeichen ihrer Erkrankung. Bei der ja Realitätsverkennung ein Kernsymptom ist. Die einfache Meditationsübung, der sich „Petra Meier“ und ihre Schwester während des erwähnten Seminars unterzogen haben, kann so ein Trigger gewesen sein. Deshalb hoffe ich, dass Priester und andere Kirchenfunktionäre, die solche Veranstaltungen anbieten, darin geschult werden, was die bei psychisch labilen Menschen auslösen können. Vielleicht ist aber auch Anderes, Schwerwiegendes vorgefallen. Das herauszuarbeiten ist Sache eines Experten für die Behandlung psychisch stark beeinträchtigter Menschen. Der ggf. Frau „Meier“ dabei helfen kann, zu entscheiden, ob die Justiz, eine Beratungsstelle oder ggf. ein Sektenbeauftragter eingeschaltet werden sollte.

  • udo kaiser

    |

    lieber stefan aigner, als nunmehr anerkanntes gewaltopfer der Regensburger domspatzen…hört..hört…und beleidigt mit dem Blutgeld aus der gieskanne…das man nur für andere menschen in not spenden kann…aber noch nicht und das seit 6 jahren, als missbrauchsopfer….und unter diesem titel wandte sich besagte Familie, diejüngere schwester des opfers, an mich und bat um einen besuch.
    was soll ich dazu sagen oder schreiben….mir rinnt es immer noch kalt, vor grauen den buckel herunter…man musste uns…Gott sei dank, war ich in Begleitung eines unbelasteten freundes…sonst hätte ich schon.nach 3 Minuten fluchtartig diesen ort verlassen..es wurde uns von innen aufgesperrt…dann dieser mit Heiligenbilder vollgepflaserte gang…am ende der familienhochaltar von kerzen geschwärzt und beleuchtet.
    dann unter dem Herrgottswinkel die Familie…die mutter..hektisch…ketzerisch bis geifernd hielt ihren eingangsmonolog…das versagen der kirche seit benedikt den ? im späten 19.jahrhundert-bis hinein in die Neuzeit mit unfähigen Bischöfen und Priestern…eine Unterbrechung fast nicht möglich…der vater völlig unter dieser fuchtel, genauso die immer wieder zustimmende schwester…endlich konnte ich mich mit dem wunsch durchsetzen, dass man das opfer in diese runde einbeziehen möge…nun kam also diese unsägliche chamer geschichte…erzählt von der mutter…da riss mir der geduldsfaden und ich bat..“Petra“ doch selbst zu erzählen…gleich warf sich die schwester dazwischen und berichtete ihre Version…ich wartete nun auf den Skandal…junge Theologen…junge Mädchen…usw.usw. nein, für Petra war das alles plötzlich Humbug und unglaubwürdig und wollte abreisen…allein diese Zusammenkunft von jugendlichen mit phanthasiereisen und musik, gingen ihr einfach auf den geist…und das war es dann…mit dieser Meinung war und ist sie sozusagen vom teufel befallen…durch viele tragische umstände…ein durch leichte Drogen beeinflusster freund…der wahnsinnige druck und die Verfolgung durch die Familie, wurde diese junge frau buchstäblich gebrochen und hat nun keine kraft mehr, nach all den jahren des eingesperrtsein…als ich das haus fluchtartig verließ…der mutter die psychiatrie empfehlend..wütend als teufel von ihr beschimpft…musste man mir wiederum erst die Haustüre aufsperren….
    zitternd saß ich im Auto…wartend auf meinen freund, der noch freiwillig in diesem hause blieb…dreimal musste ich hupen…. kam er endlich aus dem haus…und konnten nicht glauben, dass dieser Wahnsinn Wirklichkeit ist.

  • Angelika Oetken

    |

    Sehr geehrter Herr Kaiser,

    erstmal finde ich es sehr anerkennenswert, dass Sie sich bereit erklärt haben der Familie zu helfen, als die jüngere Schwester von „Petra Meier“ sich an Sie wandte. Einer Vorahnung folgend, haben Sie den Besuch ja nicht allein getan. Was oben im Artikel berichtet wird und Sie ja jetzt durch Ihren Kommentar bestätigen und vervollständigen kommt gar nicht mal so selten vor. Psychiatrisch erkrankte Menschen, die unter der Fuchtel ihrer ebenfalls stark beeinträchtigen Angehörigen stehen, haben in unserer Gesellschaft wenig Chancen, dem zu entkommen. Da geht es ihnen ähnlich wie den vielen Kindern, die von Familienangehörigen sexuell ausgebeutet werden. Oder eben den internierten Schülern, die in den Domspatzeneinrichtungen missbraucht wurden. Oft ist das Eine (Missbrauch) ja Teil der Ursachen für das Andere (psychische Erkrankung).

    Sie beschreiben sehr anschaulich, welche Atmosphäre im Haus herrschte und welche Rollen die einzelnen Familienmitglieder spielen. Wie viele Missbrauchsopfer verfügen Sie sicherlich über entsprechend sensible Antennen. Die spaltende, bipolare Haltung gerade der Mutter der Familie und das gewährende bzw. bestätigende Verhalten von Ehemann und Kindern, was Sie schildern, ist dabei ziemlich typisch. Viele der LeserInnen werden so etwas aus eigener Erfahrung kennen. Hier beschreibt jemand diese teils wirklich teuflischen Muster http://www.borderline-muetter.de/cms/ Die Destruktionen werden so lange tradiert, bis jemand aussteigt. Und deshalb wünsche ich „Petra“ von ganzem Herzen, dass sie die Gelegenheit dazu bekommt.

    Es ist gut möglich, dass der Kontakt zu Ihnen und Ihrem Begleiter ihr ein Stück weit neue Motivation geschenkt hat, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen und ihren Angehörigen, allen voran ihrer Mutter die Verantwortung für die Aufarbeitung der eigenen Lebensgeschichte rückzuübertragen.

    Hoffen wir das Beste!

    Einen schönen Restsonntag wünscht
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • Mathilde Vietze

    |

    Die bigotte Mutter von Petra Meier irrt: Erstens ist Meditation kein „neumodisches
    Zeug“, sondern eine uralte Form der Entspannung, die noch nicht einmal auf einer
    religiösen Grundlage stattfinden muß. Und zweitens ist vom Meditieren noch
    keiner von „Dämonen“ besessen geworden. Das arme Mädchen wurde von seiner
    zwanghaften Mutter bereits krank gemacht, ehe sie zur Meditation ging. Wäre sie
    nicht seelisch abhängig von ihrer Mutter, hätte sie sich schon lange mit allen Mit-
    teln losgeeist.

  • john congleton

    |

    das war ein woid blueprint, wahnsinn . exellent.thanks

  • Mr. T

    |

    Sehr interessant Herr Kaiser! Hier müssten unbedingt die Behörden tätig werden. Aber wer und wie und auf welcher Grundlage? Das ist sicher nicht einfach.

  • Lothgaßler

    |

    @john congleton
    Nein, das ist nich der Woid! Als Woidla Bua widerspreche ich energisch! So eine religiöse (G)Eifferei findet sich nur alle 100 km einmal, und zwar quer durch Land und Stadt.

  • Resl

    |

    Der Druck, den Religionen und ihre Vertreter im Kopf ihrer Gläubigen erzeugen, will raus. Die einen schlachten Ungläubige ab und andere sind einfach nur verwirrt und landen früher oder später im Karthaus.

  • Mathilde Vietze

    |

    Zu Resi; Ihr Kommentar ist reichlich einseitig. Kein Christ ist verpflichtet, sich ausge-
    rechnet den Kirchenleuten auszuliefern, die ihn bevormunden und verblöden wollen;
    es gibt genügend andere.

  • john congleton

    |

    @ lothgäßler borderline , bipolare störungungen , koabhängigkeiten das meinte ich mit blueprint, das gibt s auch wo anders weiss ich, aber diese spezielle ,konzentrat an , verhaltensweisen sich selber und seiner umwelt gegenüber (manchmal mit offensiver religiösität wie hier manchmal mit weniger) und vom herrn aigner mi feinem gespür grossartig wiedergeben ; steht wirklich für überdurchschnittlich viele woidler ,bin auch von da . güllegruam of the heart = Upper Palatinate

  • Angelika Oetken

    |

    „Am längsten redet Sandra Meier, als sie von den Exerzitien in Cham berichtet, bei denen sie vor über 20 Jahren gemeinsam mit Petra war. Damals habe das begonnen, was Theresia Meier „unseren Kreuzweg“ nennt. Damals sei Petras Persönlichkeit gespalten worden. Seitdem werde sie von bösen Mächten gequält.“

    Offensichtlich sind „Petra Meiers“ Angehörigen fest davon überzeugt, dass die eigenartigen Verhaltensweisen ihres psychisch kranken Familienmitgliedes durch „Magie“ entstanden seien. Ich gehe davon nicht aus, sondern halte das alles höchst irdisch. Rechne aber damit, dass „Petra“ und ihre Schwester „Sandra“ vor 20 Jahren mit ganz üblen Leuten in Kontakt gekommen sein könnten.
    Es ist von Exerzitien die Rede, die in Cham praktiziert worden seien. „Exerzitien“ sind meistens ganz seriöse, spirituelle Übungen. Aber wie alles, bei dem mentales Training angewandt wird, kann man auch wahrhaft Böses damit anstellen. Bis hin zu regelrechter mind control, also das was auch als „Gehirnwäsche“ bezeichnet wird. Die Suchmaschine spuckte mir das hier aus
    http://www.redemptoristen.com/index.php?id=310

    Weiß zufällig jemand, ob es vor 20 Jahren in Cham noch andere Ordensgemeinschaften oder Ähnliches gab, die Exerzitien veranstalteten?

  • Martin

    |

    Das menschliche Schicksal bzw. eigentlich die Schicksale machen zutiefst betroffen.
    „Sachlich“ hätte ich nur an zu merken, dass die Herren der Kirche gut daran täten vielleicht etwas weniger intensiv die Frage zu disskutieren ob den nun der coitus mit dem Selben Geschlecht eine schwere, eine ganz schwere oder nur eine mittelschwere Sünde ist und besser mal allesamt eine psychologische Grundausbildung machen. Insbesondere in Priesterseminaren vielleicht sinnvoller als das auswendiglernen sämtlicher Heiligen-Gedenktage…Wie auch immer, neben den Behörden sehe ich schon, dass „die Kirche“ bzw. im idealfall der Ortbischof mal persönlich das Gespräch suchen sollte. ob es was bringt dahin gestellt…Aber wer Wein predigt sollte manchmal auch die Nummer der Anoymen Alkoholiker bereit halten…

  • Angelika Oetken

    |

    „steht wirklich für überdurchschnittlich viele woidler ,…“

    @john congleton,

    darf ich fragen, worauf Sie das zurückführen?

    VG
    Angelika Oetken

  • Heinz

    |

    Erinnert total an „Christie“ von Stephen King.
    In jedem dunklen Wald auf dieser Erde gibt es solche Fälle.
    Ich denke da nur mal an Männer, die nicht mal bügeln können….

  • john congleton

    |

    @ angelika oetken ich persönlich gehe von noch paar mehr instabilen leuten aus(nicht selbstmörder) weil einfach viele nicht gefunden werden . ich selber wurde born and raised dahinten, aber wandern da ist super, sehr zu empfehlen gruss
    @ stefan aigner sorry wegen dem mz link

  • Lena Riess

    |

    Dieser ausgezeichnet geschriebene Bericht macht traurig und wütend. Ein Beispiel für Macht und deren Mißbrauch.

  • Hans Dampf

    |

    Ja und jetzt wie gehts weiter? Frau Vietze hats erkannt:
    „Kein (Christ) ist verpflichtet, sich ausge-
    rechnet den Kirchenleuten auszuliefern, die ihn bevormunden und verblöden wollen;

    Warrum das nur fuer Christen gilt erschließt sich mir nicht. Wahrscheinlich sind Christen die einzig wa(h)ren Menschen. Solange unsere Gesellschaft Kinder in dieses System zwingt (siehe Religuonsunterricht. Kommunion. In die Kirche gehen) wird es derartige Faelle geben. Weil wennst des net machst dann redn d Leit. Oder es trifft die da Blitz beim Schei##en. Oder der Sexteufel etcetc

  • Angelika Oetken

    |

    „Kein (Christ) ist verpflichtet, sich ausge-
    rechnet den Kirchenleuten auszuliefern, die ihn bevormunden und verblöden wollen;“

    @Hans Dampf,

    natürlich nicht. Und erwachsene, einigermaßen stabile Menschen werden auch selbst die Entscheidung treffen können, inwieweit sie sich auf Kirchenleute einlassen wollen oder sollten.

    Allerdings gibt es wie überall auch im Bereich der christlichen Kirchen Strömungen, die unbotmäßige Methoden nutzen, um Leute an sich zu binden und sie zu beeinflussen. Die EKD und die RKK hat zwar extra Sektenbeauftragte und Beratungsstellen, nur wird deren Wissen offenbar nur sehr eingeschränkt auf die eigenen Institutionen angewandt. Was der katholischen Kirchen ihre Orden und Verbünde, sind der evangelischen ihre Freikirchen. Ich war selbst überrascht wie viele von diesen Gruppen es gibt. Und wenn man bei einigen mal auf die Homepages guckt, kann man schon mal ins Grübeln kommen….

    Gut möglich, dass „Petra“ und „Sandra“ Meier mit den falschen Leuten in Kontakt gekommen sind. Und wenn sie in ihrer Familie an Stelle von stabilem Rückhalt auch nur religiösen Fanatismus vorgefunden haben, wer hätte ihnen dann helfen sollen?

    VG
    Angelika Oetken

  • Mathilde Vietze

    |

    Gerade in den kirchlichen Bildungshäusern wird sehr darauf geachtet, w a s die
    Kursleiter ihren Leuten vermitteln. Und ich selbst habe es schon mehrmals erlebt,
    daß mir im Vorfeld gesagt wurde, daß der eine oder andere Kurs für mich evtl.
    zu anstrengend sei. In solchen Kursen ging es allerdings nicht um seelische Beein-
    flußung, sondern eher um ein sehr anstrengendes Programm.

  • Angelika Oetken

    |

    @Mathilde Vietze,

    das Seminar, was die Schwestern „Meier“ besucht haben, fand vor 20 Jahren statt. Ich habe auch den Eindruck, dass die von den Amtskirchen getragenen Einrichtungen der Erwachsenenbildung insgesamt sehr auf Qualität achten.

    Aber ab und an findet man aber doch etwas, das stutzig macht. Bsp.:
    http://www.leiterkreis.de/index.php?option=com_content&task=blogcategory&id=1&Itemid=33

    (Aus dem Vogtland, eigentlich ja gar nicht so weit weg von Bayerischen Wald und der Oberpfalz…)

    Auf dieser Homepage wird zumindestens der Eindruck erweckt, deren Betreiber würden durch die Evangelisch-lutherische Kirche unterstützt

    „Die Fünf-Brote-Mission des Vogtländischen Leiterkreises und der Ev.Luth. Kirchgemeinde Unterwürschnitz hat es möglich gemacht, daß derzeit etwa 170 Missionare in Asien und Afrika von Christen im Vogtland und zum Teil auch darüber hinaus finanziert werden.“
    http://www.leiterkreis.de/index.php?option=com_content&task=view&id=15&Itemid=30

    VG
    Angelika Oetken

  • taddeo

    |

    Kommentar gelöscht. Bleiben Sie sachlich.

  • Mathilde Vietze

    |

    In den katholischen Erwachsenenbildungshäusern, wo in aller Regel Katholiken, Evan-
    gelische Christen und Konfessionslose willkommen sind, gibt es eine Sprachregelung:
    „Du mußt für Dich sorgen“ – das heißt nicht, „Du mußt Dein Butterbrot selbst mitbrin-
    gen“ sondern „ich als Kursleiter bin nur der An-leiter und D u mußt entscheiden, ob
    Dir eine Übung guttut oder nicht. In letzterem Falle sag‘ Bescheid und geh‘ einstweilen
    an die frische Luft.“
    Und nachdem der Pfarrer, der den Sonntagsgottesdienst hält, ja nicht weiß, wer
    katholisch, wer evangelisch und wer konfessionslos ist, sagt er „ich lade Sie alle ein,
    zum Gottesdienst zu kommen.“ Ich finde das gut; schließlich kann er doch nicht „aus-
    sortieren“ und sagen „Sie scheinen mir aber nicht gläubig genug zu sein, Sie bleiben
    draußen.
    All das Gesagte soll nicht verdrängen, daß es auch in einem solchen Hause mal Vor-
    fälle geben kann, aber die sind in aller Regel zu lösen. Und ich habe schon des öfteren
    erlebt, daß Kursteilnehmer dem Leiter heftig widersprechen, wenn er Ansichten ver-
    tritt, die sie nicht für gut halten. Und da kommt dann keine Schwester Oberin und
    greift ein. Die hätten zu tun!!!

  • Rega

    |

    Den Artikel habe ich soeben entdeckt – noch viel schlimmer als dieser Fall hier, der sich mir aber irgendwie gedanklich aufgedrängt hat. Hatte den Artikel hier schon letztes Wochenende gelesen. Die Menschheit muss das leidige Thema „Religion“ endlich überwinden und endlich wieder spirituell werden – jeder für sich, still und leise. Auf den Islam braucht man da gar nicht mit dem Finger zu zeigen.

  • R.T.

    |

    Liebe Petra,
    als ich den Artikel las, war ich froh, dass Sie endlich selbst Ihre Stimme erhoben haben!
    Ich wollte die ganze Zeit wissen, was Sie denn über sich zu erzählen haben. Das können nämlich nur Sie selbst. Ich wünschte, Sie würden noch viel mehr über sich selbst und Ihre Gedanken und Erlebnisse erzählen. Das würde mich interessieren!

    Ich finde, mit Ihrer Mutter stimmt etwas nicht. Sie will nur über Sie bestimmen. Sie hat Ihnen sogar Ihre eigene Stimme weggenommen und redet für Sie! Mich ärgert das sehr! Ich will nämlich gar nicht wissen, was Ihre Mutter sagt, ich wüsste viel lieber Ihre Meinung! Ich finde, Sie sollten nur Ihrer eigenen Stimme trauen!

    Ich wünsche Ihnen sehr viel Kraft und Mut, dass Sie Ihr Leben immer mehr selbst bestimmen können!

  • Bertl

    |

    In ALLER Bescheidenheit und mit ALLEM Respekt gegenueber jeder Glaubensrichtung die es ermoeglicht, Menschen Trost und irgendeinen Sinn in ihrem Leben zu geben…. Ich werde wuetend und zornig, wenn ich von solchen Vorfaellen und kranken „Sitten“ hoere! Ich muss hier weder SPIRUTUELL noch GLAEUBIG sein um zu erkennen, dass hier ein Mensch…. mehrere Menschen… professionelle Hilfe benoetigen. UND ZWAR SOFORT! Wir leben zum Glueck nicht mehr im MITTELALTER und die „Macht“ der Kirche beschraenkt sich gluecklicherweise aufs finanzpolitische Geschehen. Was krankhafter Glaube auch heutzutage noch anrichten kann (egal in welcher Religion!!) ist fuer mich taeglich aufs NEUE erschreckend!

  • Angelika Oetken

    |

    @Bertl,

    Spiritualität, Glaube bietet sich für Wahninhalte geradezu an. Hier erklärt der Psychiater Dr. Depner auf seine bewundernswert klare und allgemein verständliche Weise was Wahn ausmacht, wie er entsteht, welche Bedeutung er hat http://www.seele-und-gesundheit.de/diagnosen/wahn.html

    Interessant auch, was SGIPT dazu schreibt:
    http://www.sgipt.org/medppp/auserw/ASUF/ASuF.htm#Wahnkandidaten in der katholischen Glaubenslehre

    Ich möchte in dem Zusammenhang auch noch mal auf die Doppelbedeutung des Begriffs „Opfer“ im christlichen Kontext hinweisen. Jemand, an dem einem eigentlich viel liegt, wird aufgegeben, übergeben. Das ist, was die die opfern angeht eine bewusste, vorsätzliche Tat. Das Opfer selbst, also die Person, die zum Opfer dargeboten wird, hat dagegen keine Wahl. Wichtig erscheint mir auch der Stellenwert der Passion. Also des Leidens. Sie wirken auf mich im Christentum viel höher bewertet als Liebe oder Freude.

  • Hans

    |

    @Angelika Oetken
    Liebe Frau Oetken, ich denke Sie sind da auf der richtigen Spur!
    Aber: Es ist, nach meiner Auffassung, völlig überflüssig und in die Irre führend hier eine Religions-oder Kirchendiskussion aufzumachen, auch wenn sich da ein paar katholische Merkwürden am Rande sehr merkwürdig äußerten.
    Was uns hier vor Augen geführt wird ist, meiner Meinung nach, stattdessen ausgeprägte Psychopathologie. Vermutlich Borderline-Syndrom und/oder eine Persönlichkeitsstörung mit ausgeprägt paranoider Symptomatik.
    Petra’s Mutter zeigt ein in sich geschlossenes Wahnsystem welches auf keinen Fall erlaubt widersprechende Wahrnehmungen so aufzunehmen, dass diese dieses System in Frage stellen könnten. Stattdessen werden sie so uminterpretiert, dass sie nicht nur in dieses System passen, sondern es auch noch weiter zementieren. Das ist typisch für Paranoia.
    Und diese nach allen Seiten ausufernde Machtgier und Manipulation von Familienmitgliedern ist nicht untypisch für Borderliner.
    Es ist vulgo völlig egal welcher religiösen oder weltanschaulichen Überzeugung sie anhängt, sie würde mit ihrer psychopathologischen Veranlagung diese Überzeugungen immer so leben, wie sie sie lebt, nämlich wahnhaft und ihre Umgebung krankhaft beieinträchtigend. Sie kann gar nicht anders.
    Hier von „Tätern“ und „Opfern“ zu sprechen ist ebenfalls müßig, weil hier ein Opfer (einer schweren Erkrankung) andere zu Opfern macht – ein bei einigen psychiatrischen Krankheitsbildern nicht untypischer, sich selbst unterhaltender Teufelskreis.
    Letztendlich bräuchten alle Betroffenen dringend psychiatrische Hilfe – und keine Religions-oder Kirchendiskussion, welche hier nicht nur vom eigentlichen Problem ablenkt, sondern dieses auch noch zusätzlich anzuheizen geeignet ist.
    Es gibt sicherlich mehr als genug Gründe die Kirchen und andere Glaubensgemeinschaften und Sekten kritisch unter die Lupe zu nehmen. Aber an dieser Stelle kann eine solche Diskussion für die Betroffenen fast nur noch destruktiv wirken.

  • Angelika Oetken

    |

    @Hans,

    ich stimme mit Ihnen darin überein, dass „Wahn“ für die Familie ein großes Thema ist und auf keinen Fall „Petra“ die einzige Betroffene. Ich hoffe, dass es Hilfe gibt. Und zwar für alle. Das setzt aber voraus, dass man sich auch helfen lassen will und professionelle Unterstützung findet. Hier scheint es zu haken.

    Aber wer weiß, vermutlich liest „Petra“ was hier eingestellt wird und möglicherweise ermutigt es sie, sich auf gesunde Weise von ihrer Familie abzugrenzen.

    Was den Zusammenhang zwischen „Petras“ Erkrankung, den Auffälligkeiten, die ihre Mutter zu zeigen scheint und dem katholischen Glauben angeht bin ich anderer Meinung als Sie. Es ist gut möglich, dass beide Schwestern unter den Einfluss von Menschen geraten sind, die die spirituelle Bedürftigkeit von Leuten ausnutzen, die einen Halt im Leben suchen. Und/oder dass die gesamte Familie einem Milieu entstammt, indem „Glauben“ benutzt wird, um Menschen sexuell auszubeuten ,zu missbrauchen. Das ist gerade in tief religiösen, aber bigotten Kreisen nicht ungewöhnlich. Und die Täterschaft wird beileibe nicht nur von Männern ausgeübt.

    Und so würde sich der Kreis schließen: denn von „Borderline“ betroffene, also komplex und früh traumatisierte Leute, die nicht gelernt haben, ihre Emotionen zu regulieren und das auch als Erwachsene noch auf Kosten Anderer erledigen, sind zu einem hohen Anteil in ihrer Kindheit auch sexuell misshandelt worden http://www.psychotherapie-prof-bauer.de/gewaltundtrauma.html

    Möglicherweise spielt deshalb auch der „Sexteufel“ in Mutter „Meiers“ Leben eine so große Rolle.

  • Hans

    |

    @Angelika Oetken
    Liebe Frau Oetken!
    Ich denke wir sollten uns an die vorliegenden Fakten halten und uns weniger in Spekulationen ergehen.
    Selbstredend gibt es Scharlatane jeglicher Coleur die an einer gewissen religiösen Bedürftigkeit ansetzen um andere von sich abhängig zu machen. Nur: wer sollte das wohl gewesen sein?
    Das Vorbringen der Mutter Ernst zu nehmen, jener Priesteramtskandidat bei den geschilderten Exerzitientagen, habe dies ausgelöst, würde bedeuten ein Wahnkonstrukt aufzugreifen. Die geschilderten Entspannungs-und Wahrnehmungsübungen sind völlig harmloser Natur und finden sie bei jedem Lehrgang für Autogenes Training oder Progressive Muskelrelaxans nach Jakobsen. Sie so zu deuten, wie dies „Petras“ Mutter macht ist kompletter Unsinn bzw. wahnhaft.
    Dass bei Borderline-Erkrankungen ein ungewisser Prozentsatz als Erkrankungstrigger eine frühkindliche Traumatisierung in Form von sexuellem Missbrauch zu Grunde liegen kann gilt als sicher. Darüber, wie hoch dieser Prozentsatz sei streiten sich die Gelehrten. Ich habe da von Schätzungen zwischen 30 – 70 % in einschlägiger Fachliteratur gelesen.
    Das bedeutet allerdings im Umkehrschluss auch, dass ein entsprechendes Trauma nicht zwingend nötig ist, oder anderer Natur sein kann, um derart schwer erkranken zu können. Ich kenne z.Bsp. eine Borderline-Patientin, deren Traumatisierung durch den Suizid ihrer Mutter erfolgte.
    Wie gesagt: Spekulationen helfen hier nicht weiter – und wir sollten uns davor hüten ständig nach irgendwelchen Schuldigen zu suchen, bloß weil wir eine christliche Sozialisierung erlebt haben und deshalb dazu neigen zu glauben dass es in jedem Falle Schuld zu verteilen gäbe. Da kann man sich gnadenlos verrennen, wenn man nicht aufpaßt.
    Den von solch schrecklichen Erkrankungen Betroffenen hilft derartiges Spekulieren am allerwenigsten. Das ist der Job entsprechender psychiatrischer Fachkräfte, an welche diese sich hoffendlich bald wenden – bevor es noch zur endgültigen Katastrophe kommt.

  • Johannes

    |

    Hört doch bitte auf, euch über fremde Menschen öffentlich das Maul zu zerreißen, ihr Küchenpsychologen, egal ob besserwissend oder dumm!

  • Angelika Oetken

    |

    Über welchen Veranstalter hat der „Spätberufene von Konnersreuth“ sein Exerzitienseminar 1991 in Cham denn angeboten?

  • Angelika Oetken

    |

    @Johannes,

    die Schilderungen im Artikel sind doch glaubhaft. Udo Kaiser ergänzt und bestätigt sie noch. Ich finde es sowieso sehr anerkennenswert, dass er sich bereit erklärt hat, mit der Familie zu sprechen und trotz der von ihm als bedrückend geschilderten Atmosphäre einforderte, es möge nicht nur über „Petra“ gesprochen werden sondern mit ihr.

    Es wird berichtet, die Familie habe schon alle möglichen Menschen und Institutionen um Unterstützung gebeten. Auch die Medien. Mutter „Meier“ sagt, man habe auch schon Besuch vom „Stern“ gehabt. Mutter, Vater und Schwester sind sich sicherlich darüber im Klaren, dass ihre Geschichte damit öffentlich wird. Sie werden nicht als lebensunfähig oder insgesamt überfordert beschrieben. Im Gegenteil: alle scheinen durchaus im Alltag zurecht zu kommen. Folglich werden sie auch die Konsequenzen von Pressekontakten einschätzen können.

    Womit sie dagegen nicht klar kommen, sind die Menschen um sie herum. Und die Verhaltensweisen, die „Petra“ zeigt. Die Überforderung, die hinter dem Agieren aller Familienmitglieder steckt, wird deutlich beschrieben.

    Auch wenn hier über sehr private Dinge berichtet wird: sofern damals in Cham wirklich etwas Unrechtes passiert ist, wäre das von öffentlichem Interesse. Manipulatives Handeln unter dem Deckmantel der Katholischen Kirche ist etwas, das nicht geduldet werden darf. Falls dem nicht so war, täte die Kirche gut daran, zur Aufklärung beizutragen. Indem sie zum Beispiel klarstellt, dass die Veranstaltung, die der spätberufene Priester aus Konnersreuth 1991 leitete, vollkommen harmlos war. Was auch gut möglich ist.

    Menschen, die sich in ähnlicher Situation befinden wie die Familie „Meier“ gibt es viele. Die meisten ziehen sich zurück und versuchen irgendwie mit der Situation zurecht zu kommen. Andere beginnen Überzureagieren, Appellieren überall um Hilfe, wehren aber alles ab, was sie selbst in Frage stellt. Menschen in Helferberufen können ein Lied davon singen. Die werden unter Anderem dafür bezahlt, sich auf sowas nicht einzulassen und andere Lösungen aufzuzeigen.

    Wir ForistInnen können hier nur Vorschläge machen. Deren Umsetzung liegt in der Verantwortung der Menschen, die sich mit der Bitte um Unterstützung an Udo Kaiser und Stefan Aigner gewandt hatten.

  • MiReg

    |

    Sehr geehrte Frau Oetken,

    Sie sind ja recht aktiv in diesem Blog und manche Ihrer Beiträge scheinen durchaus in deren Einschätzung nachvollziehbar/belastbar zu sein. Oft allerdings lesen sich Ihre Stellungnahmen durchaus auch wie eine fachärztliche Äußerung. Sehe ich es richtig, dass Sie keine fachärztliche Ausbildung haben, sondern Ergotherapeutin sind?

    Viele Grüße.

  • Angelika Oetken

    |

    @MIReg,

    ich kann hier keine (fach-)ärztliche Äußerung abgeben. Zum Einen weil ich keine Ärztin bin, zum Anderen weil ich es nicht dürfte, wenn ich eine wäre. Ärzte haben ein Standesrecht.

    Insofern ist alles was ich schreibe, wie bei allen anderen ForistInnen hier auch meine private Meinung. Wo möglich veranschauliche ich die durch links oder verweise auf Literatur. Fachliteratur ist jedem zugänglich. Auch Laien.

  • MiReg

    |

    Nochmals an Frau Oetken,

    Sie haben geschrieben: „Manipulatives Handeln unter dem Deckmantel der Katholischen Kirche ist etwas, das nicht geduldet werden darf“. Warum denn nicht? Jeder Mensch handelt manipulativ im Gespräch mit anderen Menschen, jeder Verein, jede Partei usw. handelt manipulativ zur Mitgliedergewinnung, zum Stimmenfang usw. „Maipulatives Handeln“ ist grundsätzlich nichts Verwerfliches.

  • Angelika Oetken

    |

    „Maipulatives Handeln“ ist grundsätzlich nichts Verwerfliches.
    …………………………………………………………………………………………………….

    @MIReg,

    aus Sicht Derjenigen,die manipulieren nicht. Da haben Sie Recht.

  • MiReg

    |

    Sehr geehrte Frau Oetken,

    ich möchte diese Diskussion jetzt für mich beenden.

    Aber klar ist doch:
    Gerade Ärzte oder auch Sie als Ergotherapeutin müssen manipulativ intervenieren, bei kurativen und bei präventiven Maßnahmen.

  • Verrückte Welt (8)

    |

    […] gruseliges Lesestück über die Abgründe der christlichen Seele irgendwo tief im Bayerischen Wald: Familie glaubt: Der Sexteufel der Amtskirche quält unsere Tochter. Zum […]

  • Hans

    |

    @MiReg
    Werte/r Herr/Frau …
    Sie verwenden den Begriff „Manipulation“ schon ein wenig arg sinnentstellend.
    Unter Manipulation von Menschen versteht man immer noch das absichtliche Beeinflussen und Führen von Menschen hin zu einem Ziel – und zwar bei absichtlichem Verschweigen von Absichten und Ziel.
    Sie dagegen interpretieren dies in einer Form die man so eigentlich nur aus dem Neurolinguistischen Programmieren (NLP) kennt, einer Methodik also, die exakt wegen ihrer manipulativen Art in der Kritik steht.
    Die Unterstellung, jede Form von zwischenmenschlicher Kommunikation hätte per se manipulativen Charakter, ist bösartiger Quatsch und dient nur zur Rechtfertigung einer sehr umstrittenen Methode.

  • Angelika Oetken

    |

    „Irgendwann ist es dann so weit. Der Teufel hat es in den Saal geschafft. Ein Bischof vom äußersten Rand Osteuropas hat den „Rauch Satans in der Synodenaula“ ausgemacht und sagt das auch offen vor der Runde. Ein paar strammen Mitbrüdern ist diese Beobachtung durchaus willkommen, auch sie sind der Meinung, dass der Dämon einen nicht unwichtigen Teil der katholischen Kirchenführer, insbesondere in Westeuropa, verwirrt habe.“
    http://www.badische-zeitung.de/ausland-1/familiensynode-im-vatikan-der-geist-des-konzils–112666430.html

    Kommt mir irgendwie bekannt vor….

  • Angelika Oetken

    |

    „Unter Manipulation von Menschen versteht man immer noch das absichtliche Beeinflussen und Führen von Menschen hin zu einem Ziel – und zwar bei absichtlichem Verschweigen von Absichten und Ziel.“

    @Hans,

    Ihr Hinweis ist richtig. Was mir als Außenstehender (nicht katholisch sozialisiert) am katholischen Milieu aufgefallen ist: die Neigung, andere Meinungen wahlweise als „schlecht“, „böse“ oder „falsch“ zu diffamieren, ohne dafür greifbare Belege zu liefern. Sondern als Ersatz für eine schlüssige Erklärung ins Ungefähre, Emotionale, Vage abzudriften. Dies kann als manipulatives Vorgehen, was Kommunikation betrifft gewertet werden. In dysfunktionalen Beziehungsgefügen häufig zu finden, wirkt unbearbeitet garantiert destruktiv. In anderen Zusammenhängen nennt man so was schlicht, aber treffend „Killerphrasen“. Eine kluge Frau hat ein Buch darüber geschrieben
    http://www.meikemueller.com/leistungen/buecher/killerphrasen-und-wie-sie-gekonnt-kontern/

  • Mathilde Vietze

    |

    Zu Hans: Ich stimme Ihnen voll und ganz zu; es wäre schlimm, wenn jede zwischen-
    menschliche Kommunikation nur darauf aus wäre, sein Gegenüber zu manipulieren.
    Ich habe allerdings erlebt, daß einige Fundi-Kreise innerhalb der katholischen Kirche
    tatsächlich Meinungen, die ihnen nicht in den Kram passen, als „böse“ „unwahr“ oder
    mit dem Sammelbegriff „kirchenfeindlich“ zu diffamieren versuchen. Noch schlimmer:
    Diese Leute suchen sich gezielt Leute (meist einfältige Frauenspersonen) aus, instru-
    mentalisieren diese und lassen sie dann wie beißwütige Hunde auf Andersdenkende
    los. Bei mir allerdings hat diese Spezies keine Chance ich „erschlage“ sie mit Bibel-
    zitaten und dann fällt ihnen garantiert nichts mehr ein.

  • Hans

    |

    @Angelika Oetken
    Soso, „ein Bischof vom äußersten Rand Osteuropas (…) hat den Rauch Satans (…)in der Synodenaula wahrgenommen“.
    Ihr Link zur Badischen Zeitung ist ja ganz lustig, liebe Frau Oetken, und ich hege die Vermutung dass es sich da um einen polnischen Bischof gehandelt haben könnte. Und ich sage Ihnen, wenn Sie mal (wie ich) das zweifelhafte Vergnügen gehabt hätten es mit polnischen Hardcore-Katholiken zu tun zu bekommen, dann kämen Sie liebend gerne wieder zurück zur bayerischen Variante…! Keine Ahnung, warum die so sind, aber diese Begegnung mit derart knallharten katholischen Fundamentalisten (ich nenn sie mal: Katholiban) werde ich mein Leben nicht vergessen!
    Allerdings kann ich Ihre Feststellung, dass Begriffe wie „böse“, „schlecht“ oder „falsch“ irgendetwas originär katholisches wären auch nicht nachvollziehen. Ich kenne genug Leute protestantischen oder auch buddhistischen Glaubens, ebenso wie Atheisten – und stelle fest dass deren Terminologie sich da keineswegs unterscheidet. Aber damit will ich es bewenden lassen.
    Ich bin nach wie vor der Meinung dass eine kirchenkritische Diskussion an dieser Stelle deplaziert ist. Ausgangspunkt war schließlich ein Artikel über eine Familie in der sich offenbar psychopathologisches Geschehen breit gemacht hat. Und dies in einer Form die sich zwar an Religiösität festmacht, aber ganz offensichtlich nicht davon ausgeht. – Egal welchem Glauben man anhängt, vor solchen Erkrankungen ist man auch durch andere Glaubenskonstrukte nicht gefeit.

  • Mathilde Vietze

    |

    Ein Bekannter, bekennener Atheist, sagte mir mal „Die katholischen Fundamentalisten
    sind schon schlimm genug, aber noch viel schlimmer sind die atheistischen Fundamen-
    talisten. Fanatismus, egal ob religiös oder politisch und auch egal, welcher Couleur,
    war schon immer schädlich.

  • Hans

    |

    @M. Vietze
    „atheistische Fundamentalisten“ ????? – Ich habe keine Ahnung was das nun wieder sein soll – ich glaub aber, dass ichs erst gar nicht mal wissen will…!
    Die Sache ist wohl die: die schlimmsten Fundis, Dogmatiker und Sturköpfe sind immer die, mit denen man es gerade zu tun bekommt.

  • Mathilde Vietze

    |

    Zu Hans: Als gläubige, aber sehr krittische, Katholikin verbitte ich es mir, wenn
    Atheisten diffamiert werden. Schließlich hat Jesus gesagt „Nenne Deinen Bruder
    nicht gottlos!“ Umgekehrt aber wünsche ich mir seitens der Atheisten dieselbe
    Toleranz, die sie – berechtigterweise – einfordern. Und wenn mir dann so ein
    „atheistischer Fundi“ sagt: „Schämst Du Dich nicht, in der katholischen Kirche
    zu sein?“, dann bekommt der von mir eine verbale Retourkutsche, daß er sich
    nchts mehr verlangt.

  • Angelika Oetken

    |

    @Hans,

    ich habe ja nicht behauptet, dass der katholische Glaube die Ursache für die ernsten psychiatrischen Probleme ist, an denen Mitglieder der Familie „Meier“ mutmaßlich leiden. Aber es besteht immerhin die Wahrscheinlichkeit, dass bestimmte kirchliche Einflüsse bzw. Gruppen die Entwicklung der Symptome ausgelöst oder befördert haben.

    Wie sollen denn Kirchenfunktionäre, die Missbrauchstäter von (Tat-)ort zu (Tat-)ort weitergeschickten und sich bis heute einer Aufklärung der Verbrechen entziehen in der Lage sein, ausgerechnet perfiden Manipulatoren, die Gehirnwäschemethoden einsetzen, um Menschen gefügig zu machen Paroli bieten?

    Für so was bräuchte man das, was so schön mit „Hintern in der Hose“ umschrieben wird. Wer nur hilf- und arglose Kinder an Missbrauchskriminelle ausliefern kann, ist nicht Manns genug, um Psychopathen zu stoppen. Ich weiß nicht, wie man bei Ihnen in Regensburg solche Leute nennt, aber in Berlin heißen sie „Memmen“. Die Herkunft dieses Wortes ist übrigens interessant und passt wohl auf einen ganz bestimmten Typ Kleriker http://www.duden.de/rechtschreibung/Memme

    VG
    Angelika Oetken

  • Kanonikus2L

    |

    @MiReg: Sie scheinen mir in Ihrer durchdachten Schreibweise mehr über die Dinge zu wissen, die dort in Cham von einem „Priesteramtskandidaten aus Konnersreuth“ getrieben worden sein sollen. Außerdem: Wo ist in Konnersreuth ein „Priesterseminar“? In der Näher der „Hoffentlich-bald-wunderwirkenden-Resl-Wohnsitzgemeinde“ gibt es nur ein so genanntes „Spätberufenengymnasium“, keine „Priesteramtskandidaten“. Soweit ich weiß halten aber auch Priesteramtskandidaten keine Exerzitien noch irgendwas Ähnliches, außer es handelt sich um ganz besondere Subjekte der von mir so genannten „radikal konserativen Katholiken“. Also aus den Kreisen derjenigen, die Psychologie mit besonderer Befähigung dazu nutzen Menschen in den Wahnsinn zu treiben.

  • Kanonikus2L

    |

    @Mathilde Vietze:

    Katholische Fundamentalisten nicht so schlimm wie atheistlische Fundamentalisten???
    ———-
    Sie vergessen mit Verlaub, dass der Katholischen Kirche von Staates wegen so weite Freiheiten gegeben wurden, dass Gesetzesverstöße und -brüche eigentlich besonders hart bestraft werden müssten.
    Atheististische Fundamentalisten – ich bin da nicht dabei – können Ihnen aber bestenfalls den Glauben an Gott ausreden (wollen). Die haben wie BXVI. em. sagen würde „keine Lobby“ in der BRD.
    —–
    Warten wir mal, bei knapp 20% muslimischer Neubevölkerung wird sich die Kath. Kirche schon zusammenreißen, da können die Dt. Bischöfe geifern wie die wollen. ;-)
    Inschallah! ;-)
    [Ich bin auch kein Moslem, aber es gefällt mir die letzten Wochen außerordentlich gut meinen katholischen Mitschwestern und -brüdern mit arabischen und muslimischen Sprüchen zu kommen!]

  • Mathilde Vietze

    |

    Eine „Memme“ ist ein feiger Hund; bei uns in Bayern nennt man einen, der Kinder
    mißbraucht, schlicht und einfach einen Saubären.

  • Angelika Oetken

    |

    @Mathilde Vietze,

    meine Titulierung „Memmen“ bezog sich auf die Kleriker, die es nicht schaff(t)en, Kinder vor ihren missbrauchenden Mitbrüdern zu schützen.

  • Familie Meier

    |

    Der Herrgott im Himmel verzeihe allen, denn sie wissen nicht, was sie reden und tun. Kurze Antwort auf Herrn Kaiser.

    Wir sind geschockt durch Ihr Verhalten bei uns, aber vor allem durch Ihren Kommentar, der voller Spott und Hohn, Falschheit und Lügen über unsere Familie ist. Das zeigt eindeutig, dass Sie – wie unsere Tochter Petra – zeitweise seelisch und geistig gestört werden durch den Teufel und Dämonen der Amtskirche, die die Ursachen des geistigen und sexuellen Missbrauchs dieser katholischen Kirche sind. Für diese Ursachenforschung braucht man keine Wissenschaft oder Professor Pfeiffer. Diese Amtskirche gibt dafür Millionen aus.

    Nur ein Beispiel: Wenn diese bösen Mächte Petra stören, dann ist sie auch wie Sie so spöttisch und radikal gegen die Heiligenbilder wie Sie. Bis vor einigen Jahren malte Petra selber schöne Hinterglas-Heiligenbilder.

    Durch Ihren bösen Kommentar haben Sie fast alle Leser und Schreiber auf die böse, falsche Fährte geführt.

    Beten und bitten wir inständig den dreifaltigen Gott, die Mutter Gottes Maria und den heiligen Erzengel Michael, dass sie endlich die böse satanische Macht dieser Amtskirche brechen mögen und dadurch alle bedauernswerten Opfer endlich frei werden von dieser satanischen Macht!

    Zur Information verweisen wir auf die Ansprache von Papst Franziskus am 29.9.14:

    http://www.regensburg-digital.de/wp-content/uploads/2015/10/Rede-Papst-Franziskus1.jpeg

    und auf unseren ersten Brief an die Bischöfe vom 15.8.14:

    http://www.regensburg-digital.de/wp-content/uploads/2015/10/Brief-an-die-Bischöfe.png

    Fortsetzung folgt.

  • Mathilde Vietze

    |

    Ich würde mir sehr wünschen, daß niemand auf die „Weisheiten“, die Familie Meier
    hier absondert, reagiert. Dann nämlich wurde deren „Statement“ im Sand verlaufen
    und das wäre gut so.

  • Hans

    |

    @Mathilde Vietze
    Frau Vietze, Sie waren die Erste, die darauf reagiert hat !

  • Familie Meier

    |

    Der Herrgott im Himmel verzeihe allen, denn sie wissen nicht, was sie reden und tun. Weitere Richtigstellung zum Kommentar von Herrn Kaiser.

    Warum spotten Sie über das Aufsperren der Haustür? Dass wir die Haustür aufgesperrt haben, als Sie zu uns kamen, ist doch normal, oder? Haben Sie vielleicht einen Vorhang statt der Haustür?

    Warum spotten Sie über die bayerisch-religiöse Volkskunst in unserem Haus? Sie haben sie ja gar nicht richtig beachtet, eher verachtet. Tut das ein wahrer Christ? Ihrem Begleiter dagegen gefielen die Bilder, weil er – wie Sie ja selber schreiben – unbelastet ist. Er hat sich wahrscheinlich den einfachen bayerischen Volksglauben bewahrt und wird dadurch nicht von den bösen Mächten der Amtskirche gestört.

    Warum spotten Sie über unseren Hausaltar im Gang? Sie verhöhnen ihn als Familien-Hochaltar – das ist sehr traurig. Eine reine Lüge ist aber, dass er kerzengeschwärzt ist. Lesen Sie, wie Herr Aigner den Hausaltar beschreibt.

    Laut Bibel ist der Spötter von Anbeginn und der Vater aller Lüge der Teufel. Dessen Existenz wird seit Jahrzehnten immer mehr von vielen Klerikern der Amtskirche geleugnet, anstatt vor dem Teufel zu warnen. Sie können leider nicht mehr daran glauben. Das ändert aber nicht die Wahrheit.

    Ein altes bayerisches Sprichwort sagt: Wer nicht glaubt, dass es den Teufel gibt, den hat er schon.

    Bitten wir den Heiligen Geist, den Geist der Wahrheit, dass er uns von all dem bösen Geist befreit.

    Anbei unser zweiter Brief an die Bischöfe vom 28.10.14:

    http://www.regensburg-digital.de/wp-content/uploads/2015/11/Brief-281015.pdf

  • Kanonikus2L

    |

    @Familie Meier:

    Eigentlich wollte ich nicht, aber ich muß mich jetzt doch auch mal zu Ihren Ausführungen äußern. Keinesfalls dürfte Herr Kaiser Ihnen irgendwas unterstellen wollen, doch er hat von Kindesbeinen/ als Kind erlebt, was diese Röm.-Kath. Kirche „ausmacht“. Ihre Heiligenverehrung in allen Ehren, doch viele dieser gerade mittelalterlich oder in solchen Umständen heiliggesprochener Personen waren keinesfalls „heilig“, noch nicht einmal im Sinne des bis 1983 geltenden Kirchenrechts, geschweige denn des C.I.C. 1983.
    Eine Heilige Mutter Theresia ließ belegt Sterbenskranke lieber leiden und brachte das Geld nach Rom. Nennen Sie so etwas „heilig“/ „heiligmässiges Leben“.
    Sie handeln wohl, wenn Sie durch die Gestaltung und Schaffung von Heiligenbildern etc. diese wohlgemerkt „Volksglauben“ hochhalten, doch es ist eben „Volksglauben“, sogar kirchenrechtlich durchaus abfällig als „Volksfrömmigkeit“ bezeichnet.
    Heißt nicht, dass man dies nicht glauben kann oder soll, doch die Römisch-Katholische Kirche sieht es eben selbst als „Volksfrömmigkeit“, die ihr – der Amtskirche – nahezu egal ist, außer solche Dinge halten die Gläubigen „bei der Stange“.
    Nehmen Sie es (mir) nicht übel, aber diese Amtskirche wird sich nicht ändern, dies erkannte sogar Papst Franziskus, als er bat den Teufel aus dem Vatikan zu vertreiben. Den hatte man sich aber vor einigen Jahren manifest genau dorthin hineingesetzt. ;-)

  • Kanonikus2L

    |

    @Familie Meier: Sie verehren aber bitte bei allen den sonstigen Heiligen nicht auch noch die Heilige Getrud, auch „Gerda“ genannt? Diese gehört in das Bistum Würzburg und ist dort sehr gut aufgehoben. Aus dieser erwächst Ihrer Gegend keine ruhmreiche Tradition, derer man sich in späteren Zeiten glanzvoll erinnern wird. Da sehe ich vollumfänglich „schwarz“, im negativsten Sinne dieses Wortes!

  • Kanonikus2L

    |

    @Mathilde Vietze:

    Ich hatte es gerade eben erst gelesen:
    „Ich weiß aber aus berufener Quelle, daß bei ihm jede Woche ein junger Pfarrer aus Niederbayern vorsprach und die Entsendung eines Exorzisten einforderte.
    Ich weiß aber auch, daß Müller denselben jedesmal hinausgeworfen hat.

    1. Es ist kein Geheimnis, dass GLM regelmässig Priester „rausgeworfen“ hat, nicht nur wenn es um Exorzisten ging, sondern in nahezu allen anderen Dingen. Er wollte einfach nichts hören. Scheint am Schwimmbad im Keller des Palais gelegen zu haben. Da werden die Wellen gegen die man schwimmen kann, nur auf Anordung erzeugt. ;-)

    2. Kann man diesen „jungen Pfarrer aus Niederbayern“ etwas konkretisieren? Sie können es mir auch ganz vertraulich per email an: wildhueter.klerikal@opentrash.com mailen. :-) (Email derart wegen der zuhauf vorkommenden Tiernamen im System!)
    Wäre schon interessant zu wissen, wer hier die Chuzpe hatte GLM derart die Stirn zu bieten, wo doch – wie Fam. Meier ehrlich schreibt, seit BXVI. alle nur noch vom Teufel und von Exorzisten reden und schreiben, selbst aber möglicherweise die größte Angst vor einem Exorzisten haben. Ein solcher kümmmert sich in Kirchenkreisen auch schon mal um ganz weltliche klerikalfinanzielle Dinge und treibt denen vielleicht nicht den Teufel aber andere unmögliche Marotten aus. Eher handelte es sich hier um einen in Regenburger Diözesankreisen sog. „EDEKA“-Pfarrer (Erläuterung: EndeDErKArriere-Pfarrer).

    @Fam. Meier: Sie wollen nicht ernsthaft, dass Regensburgs Diözese einen eigenen Exorzisten erhält??!!! Denken Sie nur an den damit verbundenen übergroßen Priestermangel vor allem in den höheren Rängen.;-)

  • Angelika Oetken

    |

    „Da sei aber einer gewesen, so ein Priesteramtskandidat vom Spätberufenenseminar in Konnersreuth. “

    Mir geht die Sache nicht aus dem Kopf. Und falls Sie, „Sandra Meier“ hier mitlesen, möchte ich Sie bitten, hier etwas näher zu erläutern, wie dieser spät berufene Priesteranwärter auf Sie und Ihre Schwester gewirkt hat. Sie berichteten Herrn Aigner, dass „Petra“ schon bei der „Bewusstseinsreise“ schlecht geworden sei. Und weiter heißt es:

    „Dabei habe er ihre Schwester immer mit den Augen fixiert. „Dann ist Petra plötzlich ganz anders geworden. Verwirrt. Sie war nicht mehr dieselbe. Da muss irgendetwas passiert sein.“

    Es ist denkbar, dass dieser Priesterkandidat mentale Techniken angewandt hat. Wie man sie im positiven Sinne für Therapie und Leistungssteigerungen nutzt. Aber eben auch missbrauchen kann, um Menschen zu verwirren, zu beeinflussen und zu verwirren.

    Da unklar ist, ob Ihre Schwester krankheitsbedingt auf eine an sich harmlose Situation reagiert hat oder aber als vulnerabler Mensch gezielt getriggert wurde und der Leiter des Exerzitium, an dem Sie und Ihre Schwester 1991 in Cham teilgenommen haben, womöglich wirklich Priester wurde und immer noch sein Amt ausführt, fände ich eine weitere Klärung schon wichtig. Vielleicht mögen Sie ja dazu beitragen.

    Mit freundlichen Grüßen,
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • Mathilde Vietze

    |

    Es ist vielleicht auch der falsch verstandene Respekt gegenüber der Geistlichkeit,
    der bei manchen vorhanden ist. Bei einem Seminar, das ich besuchte, kam ein
    Pfarrer, der in einem anderen Kurs als Teilnehmer war an unseren Tisch und
    faselte etwas von der „charismatischen Gesellschaft“ daher. Daraufhin sagte
    eine aus unserem Kurs zu ihm: „Schleich‘ Di‘, mit Dei’m Schmarr’n, vazähl’s
    Dei’m Haarabschneider. Sie war mir zuvorgekommen; ich hätte ihn genauso
    abgekanzelt.

  • Familie Meier

    |

    @ Herr Kaiser:
    Weder gab es einen durch leichte Drogen beeinflußten Freund –
    noch einen wahnsinnigen Druck oder Verfolgung durch die Familie –
    noch wurde Petra von uns gebrochen, sondern in Cham –
    noch wurde sie jahrelang eingesperrt, seit ca. 15 Jahren lebt sie in der Stadt !

    Wir können nur noch beten, daß Petra, Sie und noch viele andere von der bösen unheimlichen Macht der Amtskirche endlich frei werden.

    Fam. Meier

    @ Angelika Oetken:
    Auf die Frage wie der Priesteramtskandidat auf uns gewirkt hat:
    Eindeutig von seiner „Wahrheit“ über die Freiheit eines Christen überzeugt, hochmütig und unsere Aussage niedermachend.
    Nachdem wir ihm einige Male widersprachen, wurde er nur dominanter und wollte uns von „seiner Wahrheit“ überzeugen.
    Er wurde leider zuerst Opfer der Irrlehre des Lehramts und dann, ohne selber die „Wahrheit“ zu prüfen, zum Täter !
    Ob er Priester wurde, wissen wir bis heute nicht !
    P.S.: Er war übrigens nicht Leiter dieser Exerzitien, sondern auch Kursteilnehmer.

    Sandra Meier

    @Kanonikus2L:
    – Daß die Amtskirche – wahrscheinlich sind Sie ja aus diesem Kreis – den einfachen Volksglauben/Volksfrömmigkeit belächelt und abwertend darüber spricht, ist
    leider nur Zeichen ihres Hochmuts. Aber „Hochmut kommt vor dem Fall“, wie ein altes Sprichwort treffend formuliert !
    Gott Vater hat schon vor 2000 Jahren das einfache Volk erwählt, siehe Maria und Josef aus dem einfachen Volk.
    So wird auch dieses Mal die Rettung der Kath. Kirche aus ihrem Glaubenschaos, wie Bischof Graber schon vor über 50 Jahren gesagt hat, aus dem einfachen Volk kommen.
    – Wir sind aber auch sehr kritisch gegenüber der naiven Heiligenverehrung. Unsere Verehrung gilt v.a. dem Dreifaltigen Gott, der Hl. Familie, den Hl. Erzengeln, v.a. dem Hl. Michael, dem Deutschland geweiht ist.
    – Lobenswert für den jungen Priester aus Niederbayern ist, daß er noch erkannt hat, daß es Aufgabe der Priester wäre, das Evangelium zu verkünden und Dämonen auszutreiben.
    – Angesichts eines Exorzisten aus der Amtskirche: Dies wird nichts bringen, den Teufel kann man ja nicht mit dem Beelzebub austreiben (siehe Anneliese Michl).
    Diese dafür notwendigen „niederen Weihen“ vor der Priesterweihe, gibt es ja seit Jahrzehnten nicht mehr !

    Fam. Meier

    3. Brief an die Bischöfe:

    http://www.regensburg-digital.de/wp-content/uploads/2015/12/Brief-150218.pdf

    Passend zu diesem Brief von Aschermittwoch 2015 nun die Pressemitteilung vom Donnerstag, 03.12.2015:

    Papst „Ich bin ein Sünder“
    Papst Franziskus hat gestern eingestanden, daß selbst das Oberhaupt der Kath. Kirche nicht frei von Irrtümern und Sünde ist.
    „Ich bin ein Sünder, ich fühle mich als Sünder, ich bin sicher es zu sein“ sagte er der Vatikan-Zeitschift Credere (Glauben).

    Was meint der Papst für Irrtümer (Irrlehren) und Sünden ?

    Fam. Meier

    Bericht von A. Schmid – Verlag
    http://www.verlag-anton-schmid.de/d_Z30_Kindermorder_im_Vatikan_.php?v=new

  • Angelika Oetken

    |

    @Sandra Meier,

    Danke für Ihre Rückmeldung.

    „Ob er Priester wurde, wissen wir bis heute nicht !“

    Das ließe sich doch leicht herausfinden. Der Mann wird kaum in Folge Verehelichung/Verpartnerung seinen Nachnamen geändert haben. Ggf. tut es auch eine Anfrage bei einer Meldestelle.

    „P.S.: Er war übrigens nicht Leiter dieser Exerzitien, sondern auch Kursteilnehmer.“

    Dann habe ich etwas missverstanden. Dieser Priester hat also Ihrer Einschätzung nach während der Exerzitien als Kursteilnehmer Ihre Schwester angestarrt?

    MfG,
    Angelika Oetken

  • Mathilde Vietze

    |

    Ich kann nicht nachvollziehen, weshalb „Petra Meier“ sich hat anstarren lassen.
    Das wäre mir nicht passiert. Ich hätte dem Typen, egal ob künftiger Pfarrer oder
    Laie, vor allen anderen gefragt „warum starrst Du mich die ganze Zeit so an;
    ist das wohl Dein Sonntags-G’schau!“ Und dann wäre Ruhe gewesen.

  • Angelika Oetken

    |

    „– Lobenswert für den jungen Priester aus Niederbayern ist, daß er noch erkannt hat, daß es Aufgabe der Priester wäre, das Evangelium zu verkünden und Dämonen auszutreiben.“

    @Sandra Meier,

    woran machen Sie fest, dass er das erkannt haben soll?

    MfG,
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • Kanonikus2L

    |

    @Familie Meier/ Frau Sandra Meier:

    Ich danke Ihnen außerordentlich für Ihr Vertrauen, hier Ihre Geschichte noch deutlicher darzustellen. Nur so ermöglichen Sie Interessierten wie mir, tiefere Einsicht in diejenigen Dinge zu bekommen, welche Ihre Familie/ Ihre Schwester zutief verletzt und außerordentlich schlimm – wie ich meine – beeinträchtigt haben.
    Der persönliche Glaube ist eine sehr persönliche Sache und sollte von niemandem in Frage gestellt werden.
    Meine Nähe zur Amtskirche nehmen Sie eher einmal „symbolisch“, da ich dieser auch nicht mehr so viel abgewinnen kann. Dies dürfte uns unbekannt einen. Wie aber kamen Sie und Ihre Schwester zu diesem Kursteilnehmer, und wieso auf „Priesteramtskandiat“ aus einem – wie ich hier bereits erwähnte – Nicht-Priesterseminar in/ bei Konnersreuth. Ein seltsamer Vogel, den Sie sich hier eingefangen hatten.

    Wer hielt eigentlich die Exerzitien? Einer der Passionisten- oder Maristenpatres aus Cham?
    Sie sollten einmal nachspüren wer dieser „Priesteramtskandidat“ eigentlich war, und was er möglicherweise tatsächlich bei diesen „Exerzitien“ wollte.
    Würden Sie mir genauere Daten nennen, dann könnte ich dies für Sie erledigen, und vielleicht kommen wir dahinter, wer hier Unfrieden gesät hat, und ob solche Dinge nicht immer noch geschehen. Man sollte dies wenn irgendmöglich abstellen.
    Sie erreichen mich unter: kanonikus2L@yandex.com.

  • Mathilde Vietze

    |

    Ich kann mir nicht vorstellen, daß selbst eine sensible Person Zustände bekommt, wenn
    sie von jemanden angestarrt wird. Die bekommt höchstens Wut und sagt „was glotzt Du
    mich denn so blöd an, verschleich‘ Dich gefälligst!“

  • MiReg

    |

    Bitte lasst das hier doch endlich weiter unkommentiert so stehen. Es ist doch schon überaus bizarr, wenn „Familie Meier“ auf eine Site verlinkt, auf der ein Traktätchen für 18,90 EUR angeboten wird, das eine Beteiligung von Papst em. Benedikt XVI. an rituellen Kindermorden benennen soll. Diesen Foren-Troll sollte man wirklich nicht weiter füttern.

  • Angelika Oetken

    |

    @MiReg,

    Danke, dass Sie das noch mal aufgreifen.

    Das Büchlein, auf das oben verlinkt wurde http://www.verlag-anton-schmid.de/d_Z30_Kindermorder_im_Vatikan_.php?v=new erinnert in der Aufmachung nicht von ungefähr an das, was als „Splatter“ bezeichnet wird und literarisch in die Abteilung „Trash“ eingeordnet werden darf. So wie die ganze Homepage den Eindruck vermittelt, oder vermitteln soll?, dass es sich bei ihren Betreibern um Menschen handelt, die mentale und spirituelle Grenzgänger sind. Meistens verbergen sich dahinter aber ökonomische Interessen. Wobei bipolare Einstellungen, „primitive Beziehungsmuster“ genannt, bei der Genese eine große Rolle spielen.

    Was „Ritualmorde“ betrifft: da handelt es sich leider weniger um eine Erfindung a lá „Mörderspinne in der Yuccapalme“, sondern um ein Manöver. Der Hintergrund ist nicht bizarr, sondern grausam, zutiefst krank und kriminell. Wie alle Menschen, die irgendwelche Ziele und Zwecke teilen, um diese gemeinschaftlich zu erreichen, neigen auch Sadisten und Folterer dazu, sich zusammenzuschließen. Häufig sind diese Menschen in ihrer Kindheit selbst einmal auf übelste Weise zugerichtet, gequält und ausgebeutet worden. Sie wirken auf ihre Umgebung häufig etwas merkwürdig, Leute, die sich besser mit der Materie auskennen bemerken an ihnen Kennzeichen der Pathologie. Diese Sadisten erfüllen aber nicht das Klischee, das wir üblicherweise psychisch oder geistig Kranken überstülpen.

    Zwar beträgt die Rate an Gewohnheitsfoltereren mit sadistischen Zügen unter den Missbrauchskriminellen „nur“ 1 Prozent. Aber auch das ist angesichts der Folgen und der Verbreitung der Täterschaft mehr als genug. Direkt nach dem zweiten Weltkrieg waren entsprechende KZ-Schergen einer DER deutschen Exportschlager. Aus ihren Reihen rekrutierten sich die Ausbilder für die Folterlager von allerlei Diktaturen auf der ganzen Welt. Auch beim BND standen solche Leute in Lohn und Brot.

    Diese schwer vom Pfade abgekommen Typen erscheinen in menschlicher Hinsicht zwar oft ein wenig „dumm“, sogar bedürftig, unbeholfen oder sogar kindisch. Wenn sie in ihrem Metier sind, funktionieren sie aber. Das rührt daher, dass sie ihre Fähigkeiten, in erster Linie die empathischen ausschließlich zweck- und zielorientiert einsetzen. Sie sind häufig routinierte Manipulierer, bzw. Schauspieler. Das müssen sie auch sein, andernfalls würde es ihnen nicht gelingen, ihre Verbrechen an Kindern unerkannt und vor Allem ungeahndet zu begehen. Nur in Situationen, auf die sie nicht vorbereitet sind, kommt ihre eigentliche Persönlichkeit zum Vorschein. Oft ist es auch nur ein Persönlichkeitsanteil, nämlich einer der destruktiven. Man kann solche Leute gezielt triggern. Und etwas überspitzt behaupte ich: „diese Typen landen entweder im Knast oder ziemlich weit oben auf der hierarchischen Leiter“.

    Weiß jemand von den ForistInnen zufällig etwas über die Inhaberin der genannten Zeitschrift, „Pro Fide Catholica“?

  • Hans

    |

    @MiReg
    Sie haben vollkommen recht! Hier gibt es nichts mehr zu diskutieren oder zu kommentieren.
    Aus dem vermeintlichen „Priesteramtskandidaten“, der ursprünglich zum Auslöser des Übels hochstilisiert wurde, ist nun ein Kursteilnehmer geworden, welcher die Unverschämtheit hatte der Mutter Meier seine „Wahrheit“ (Meinung) entgegen zu setzen – und deshalb zum „Täter“ wurde. Und das auch noch indem er die Tochter dabei „anstarrte“. (Schönen Gruß vom „Bösen Blick“!)
    Ersatzweise wurde nun ein Papst zum „Kindermörder“…
    Ich meine: Es gibt tausend gute Gründe die kath. Kirche zu kritisieren, aber ist es wirklich so schwer berechtigte Kritik und paranoide Denkinhalte zu unterscheiden?
    Es ist vorbei! Der „Kaiser“ ist seiner „neuen Kleider“ verlustig gegangen und steht nun nackig im Regen!
    Lediglich zwei durchnässte „Trolle“ tanzen noch ein letztes Mal Ringelreihen um den abgehalfterten Popanz: Die eine wird dabei nicht müde ihre Abwehrkräfte gegen den „Bösen Blick“ zu lobpreisen und die andere versucht verzweifelt weiterhin die verschwunden Kleider des Kaisers in den Regenrinnen zu finden, merkt nicht dass sie längst unfreiwillige Darstellerin ihrer eigenen Köpenikiade geworden ist.
    Vielleicht sollte man Letzterer ersatzweise einen Wolpertinger zur Jagd freigeben…

  • Mathilde Vietze

    |

    Ich gebe „Hans“ vollkommen recht: Kritik an der
    Institution Kirche ist durchaus berechtigt, nicht aber
    das schriftliche Ausleben von Horrorfantasien, die nichts
    aber auch gar nichts mit der Realität zu tun haben.

  • Kanonikus2L

    |

    @Hans:

    „Ersatzweise wurde nun ein Papst zum „Kindermörder“…“

    Wenn man dies im übertragenen und trotzdem sehr wortnahen Sinn sieht, könnte es durchaus zutreffen.
    Das „Päpstliche Geheimnis“ hinter dessen Geheimnis ich immer noch nicht gekommen bin, weil es für mich eher nach in kirchenrechtlicher wie auch profaner Hinsicht zwar für einen (Mit)Täter strafloser, jedoch bei manchen in Frage stehenden Mißbrauchsfällen innerhalb der Röm.-Kath. Kirche und gemußtmaßter Bandenkriminalität nach sowohl kirchenrechtlich wie profanrechtlich strafbarer „Strafvereitelung im Amt“ riecht, könnte man durchaus von „Kindermördern“ sprechen.

  • Angelika Oetken

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    Ja, was es an Realsatire so alles gibt. Bsp.:
    https://kathopost.wordpress.com/
    Das Ding hat sogar ein Impressum: https://kathopost.wordpress.com/impressum/

    Falls es dieses „AMI- raising“ als Organisation wirklich gibt, handelt es sich den Inhalten und der Machart der Homepage nach zu urteilen um eine Gruppe klerikaler Klemmis. Standort „Philippinen“ passt auch.

    Hat jemand eine Idee, welche Funktion die Familie „Meier“ hat und wozu dieser Verlag dient? Für ein wirklich ernst gemeintes Projekt ist das alles eine ganze Spur zu dick aufgetragen. Aber es eignet sich, um von etwas Anderem abzulenken.

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