Demo gegen Gentrifizierung

Ein Zeichen gegen die fortschreitende Gentrifizierung will das Aktionsbündnis „Für die Alte   Heimat“, bestehend aus den Piraten, den JuLis und der Grünen Jugend, setzen. Sie rufen auf, sich in großer Zahl an einer Demonstration zu beteiligen. Diese findet am Freitag, dem 30.11.2012 ab 13:00 Uhr statt, Treffpunkt ist am „Schwammerl“ in der Nähe des  Hauptbahnhofs. Hintergrund für die Schließung des Bündnisses und die damit verbundene Aktion ist die bedenkliche Entwicklung in der Regensburger Altstadt. Diese geht merklich weg von einer heterogenen Vielfalt an Wohn- und Freizeitgestaltungsmöglichkeiten hin zu  unverhältnismäßiger Bedienung der Interessen eines bestimmten Klientels. Aktuell beobachtet man dies im Fall der „Alten Filmbühne“ und damit zusammenhängend der „Heimat“. Die Universität Regensburg verweigert zu Gunsten von Einzelinteressen die Verlängerung des Pachtvertrags der „Alten Filmbühne“. Diese plant den Umzug in die Location der „Heimat“, deren Zukunft ungewiss ist. „Wir wünschen uns ein buntes Regensburg, das Raum für freie Entfaltung unterschiedlichster Interessen und Gruppen schafft“, so Tina Lorenz, kulturpolitische Sprecherin der Piraten. „Regensburg ist bekannt für seine kulturellen Angebote und die hohe Kneipendichte, beides trägt zum unverwechselbaren Charme Regensburgs bei. Durch Gentrifizierung geht genau diese Vielfalt verloren und führt zu einem gefährlichen Wandel, der zu Lasten derer geht, die nicht die nötigen Mittel haben, um für Ihre Interessen einzutreten. Hier verfehlt die Politik aktuell ihre Aufgabe, für eben diese Gruppen zu sprechen und regulierend einzugreifen.“

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Kommentare (2)

  • Jürgen Huber

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    Die Politik?

    So pauschal stimmt das ja nicht! Ich habe zu dem Thema u.a. im letzten Kulturausschuss des Regensburger Stadtrates zwei Anträge gestellt. Dazu muss sich nun die Verwaltung (OB) was ausdenken und Stellung beziehen. Auch beim Marina-Quartier habe ich für Die Grünen einen Antrag eingebracht zu Gunsten junger Kultur und deren Weiterentwicklung (Orte für Kultur) in Regensburg. Das muss dann halt die Rathauskoaltion (Schwarz/Rot), die bisher meine Anträge zum Thema junge Pop-Kultur abgelehnt hat, zu spüren bekommen, dass sie nicht die Interessen derer vertritt, die gegen die Schliessung der „Alten“ auf die Strasse gehen.

    Wer seine InteressenvertreterInnen nicht identifiziert, stilisiert sich selber zum Opfer, ist es aber dann auch.

    DIE Politik (pauschal) gibt es doch gar nicht. Es gibt Interessen, von diesen und von jenen, die von Parteien vertreten werden. Wer seine InteressenvertreterInnen nicht identifiziert, wird seine Interessen nicht vertreten bekommen. Wer DIE Politik pauschal verurteilt hat sich schon zum handlungsunfähigen Opfer gemacht.

    jürgen huber

  • Eleonore

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    Danke Jürgen Huber! Was Sie ansprechen ist die typische Volksmeinung: „De do om dan eh wos eana bast“ und die damit verbundene Hilfslosigkeit.
    Das ist eine gelernte Haltung, die m.Empfinden nach oft schon wie ein Reflex funktioniert.
    Unrecht — >>> Jammern — >>> Opfer bleiben — >>> Oane saffa !!
    Teufelskreis, der in verschiedenen Modellen gelebt wird.

    Eleonore

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