Diözese Regensburg bekräftigt: Keine Kirchensteuer, keine Kommunion!

Die Diözese Regensburg bleibt hart: Ein standesamtlicher Kirchenaustritt zieht automatisch die Exkommunikation nach sich, wird in einer gestern verbreiteten Stellungnahme bekräftigt. Mit der Erklärung reagiert die Diözese auf den Fall von Dr. Andreas Janker, der vergangenes Jahr seine Austritt aus der „Körperschaft öffentlichen Rechts katholische Kirche“ erklärte hatte, sich aber gleichzeitig gegen seine Exkommunikation wehrt. Er treibt damit einen innerkatholischen Konflikt auf die Spitze, der seit Jahren zwischen den deutschen Bischöfen und dem Vatikan schwelt. Der Diplom-Ingenieur reagierte mit seinem Austritt auf die Beteiligung der katholischen Kirche an dem Versicherungsmakler Ecclesia, dem er „pervertierte christliche Wertvorstellungen“ vorhält. „Ich bin gläubiger Katholik“, sagt Janker, der, statt Kirchensteuer zu zahlen, Geld für kirchliche Einrichtungen spendet. Das reicht in den Augen der Diözese Regensburg nicht aus. „Willkürliche Spenden ersetzen die Verpflichtung zu regelmäßigen Abgaben nicht, denn das Wesen einer Pflicht besteht gerade darin, dass man sie sich nicht nach subjektivem Gutdünken zurechtbiegt“, heißt es in der Erklärung. Diese „Willkür“ des Spendens verletze zudem das Prinzip der Gerechtigkeit. „Die Grundaufgabe der Kirche in Verkündigung, Pastoral und Diakonie werden durch den Haushalt einer Diözese finanziell getragen, Einzelprojekte hingegen von Spenden.“ In ihrem Vorgehen sieht sich die Diözese Regensburg einig mit allen Diözesen in Deutschland und spricht offenbar auch in deren Namen, wenn es heißt: „Die deutschen Bischöfe stellen deshalb fest, dass Austretende weiterhin durch die Taufe mit der Kirche und mit Christus verbunden bleiben. Gleichzeitig schaden Austretende massiv der Einheit und der Communio der Kirche – sie schaden also nicht der Rechtsfigur einer Körperschaft des öffentlichen Rechts, sondern der Kirche im umfassenden Sinn. Indem sie der Glaubensgemeinschaft die Solidaritätspflicht verweigern, stellen sie sich gegen die Gemeinschaft der Gläubigen.“ Darauf folge „die Tatstrafe der Exkommunikation“. Die deutsche Bischofskonferenz hat es bislang abgelehnt sich zum Fall in der Diözese Regensburg zu äußern. „Das Wesentliche dazu haben die deutschen Bischöfe 2006 gesagt“, so Sprecher Matthias Kopp. Damals wurde die deutsche Praxis, dem Kirchenaustritt folgt die Exkommunikation, in einer Erklärung bekräftigt. Dass der Vatikan den „deutschen Sonderweg“ kritisch sieht, hatte dagegen Anfang August der Vorsitzende des Päpstlichen Rats für Gesetzestexte, Erzbischof Francesco Coccopalmerio, in einem Schreiben an Janker durchblicken lassen. Andreas Janker hat mittlerweile Klage beim Apostolischen Stuhl eingereicht. Nun muss das höchste Kirchengericht entscheiden, ob die deutsche Praxis mit den katholischen Glaubensgrundsätzen in Einklang steht oder nicht. Für die katholische Kirche in Deutschland geht es dabei weniger um Glaubensfragen, sondern schlicht ums Geld: Fünf Milliarden Euro an Kirchensteuern flossen im vergangenen Jahr an die Diözesen. 244 Millionen waren es in Regensburg. Daraus werden rund 70 Prozent des offiziellen Kirchenhaushalts finanziert. Über das übrige Vermögen und die damit einhergehenden Einnahmen – etwa aus Grund- und Immobilienbesitz – schweigen sich nahezu alle Diözesen in Deutschland aus. Regensburg wird aber nach Köln zu einer der reichsten gezählt.

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Kommentare (23)

  • Fleissig

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    Der Gott an den ich glaube, braucht kein Geld. Wenn die ihre Kommunion nur gegen bares verkaufen, dann sind sie so glaubwürdig wie eine Hure die vortäuscht Liebe und Gefühle für ihre Freier gegen Geld abzugeben. Ich freue mich schon auf den Tag wo am Eingang zur Messe Geld verlangt wird.
    Jetzt werde ich auch nichts mehr in den Klingelbeutel werfen, sondern mache meine sozialen Projekte einfach ohne Kirche.
    Amen.

  • Matthias Beth

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    Jeder vernünftige Bürger sollte der Kirche in Bayern kein Geld geben, denn der Glaube erfordert keine monatliche Bezahlung von einem festgelegten und staatlich sanktionierten Teil des Einkommens.

    Das ausgerechnet ein Bischof sich sorgen macht ist erstaunlich, denn sein Gehalt kommt direkt vom Freistaat Bayern, also von jdem steuerzahlendern Bürger, ob er Muslim, Jude, Christ oder ein Nichtgläubiger ist.

    Da sollte sich der ehrenwerte Herr Bischof einaml gedanken machen!

  • Ich willraus

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    „dass Austretende weiterhin durch die Taufe mit der Kirche und mit Christus verbunden bleiben.“

    Kann mir jemand erklären, wie man diese Verbindung löst? Ich bin zwar schon ausgetreten (und damit hoffentlich exkommuniziert), will aber mit diesem Verein keine wie auch immer geartete Verbindung mehr haben.

  • Tommy

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    If you look at me, a monkey you will see!

    Schön, niemals Mitglied in diesem Laden gewesen zu sein.

  • Jochen Schweizer

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    Das Zitat der Diözese Regensburg „Willkürliche Spenden ersetzen die Verpflichtung zu regelmäßigen Abgaben nicht, denn das Wesen einer Pflicht besteht gerade darin, dass man sie sich nicht nach subjektivem Gutdünken zurechtbiegt“, trifft nur auf die Katholiken in den deutschprachigen Länder, Norwegen und Schweden zu, und damit auf einen kleinen Teil der Katholiken auf dieser Erde.

    Die meisten Katholiken auf dieser Erde, z.B. in Frankreich, dort wurde die Kirchensteuer während der Französischen Revolution abgeschaftt, oder das Land mit den meisten Katholiken, Brasilien, zahlen keine Kirchensteuer, sind diese Menschen deshalb keine Katholiken im Sinne der Diözese Regensburg?

    Wenn dem so ist, dann sollten alle anderen Katholiken ebenfalls ausgeschlossen werden, und der Papst in Rom ist dann das Oberhaupt einer sehr kleinen Religionsgemeinschaft!

  • Helmut Matias

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    Würde weltweit für eine Kirchenbesichtigung und jedes Foto von einer Kirche kostenpfichtig werden, dann bräuchte man keine Kirchensteuer.
    Aber im Ernst: Bischof Müller hat wieder einmal daneben gehauen.Er soll sich doch um seine pädofilen Mitbrüder kümmern und um dren Opfer. MfG

  • Helmut Matias

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    Sorry für die Schreibfehler. Da war mein PC, bzw. dessen Rechtschreibung zu langsam. Ich entschuldige mich. MfG

  • gifthaferl

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    Man sollte unbedingt Mitgliedsausweise mit allzeit aktuellem Kirchensteuerzahlstand ausgeben, die man vor Abholung der Kommunion ins Lesegerät stecken muss.
    Freigabe: es gibt ein Oblaterl, wenn nicht, nicht!

    Schließlich kennt der Pfarrer die meisten Schäfchen, die gelegentlich mal zu Hochfesten kommen heuzutage nicht mehr, gar in der Stadt.

    Weihnachten im Dom, wie kontrolliert denn der Herr Bischof, ob er die Kommunion auch sicher nur an Berechtigte ausgibt?

    Es ist schon lustig, dass die deutschen Bischöfe sich offenbar immer noch einbilden, sie könnten per Androhung von Todsünden die Leute im Griff haben wie ehedem.

    Das stört die allermeisten Katholiken, sogar die aktiven, doch schon lange in vielen anderen Bereichen herzlich wenig: Sex, Verhütung, Scheidung…………….

    @ Helmut Matias

    Keine Kirchensteuer mehr brauchen?
    Darum geht es doch nicht, wollen, darum geht’s, und zuviel kann es gar nicht sein.

    Davon abgesehen, schließlich bezahlt man doch auch wenn man Kirchensteuer bezahlt, jede Leistung sowieso extra.
    Hochzeit Beerdigung, Taufe, etc. das kostet doch alles zusätzlich.
    Nicht mal ne Messe für die „Hinübergegangenen“ gibt es gratis.
    Ich hab auch noch nie gehört, es gäbe wenigstens sowas wie Familienrabatt………………

  • Veits M.

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    Laut Nachdenkseiten.de soll auch die Kath. Kirche mit einem Betrag zwischen 100 – 200 Millionen gerettet worden sein – im Zusammenhang mit der Rettungsaktion der HRE.

    Mehr verlinkt auf http://aktionboss.de/hre-geheime-liste-der-geretteten

    Erscheint das Agieren der Kirche darob nicht etwas kleinlich? Wäre es doch das Geld der Steuerzahler, das sie auf die Liste der Geretteten gebracht hätte?

    Es läge an den Politikern auch in dieser Causa der HRE für Transparenz zu sorgen – schließlich besteht ein öffentliches Interesse daran, was mit dem Geld der Bürger geschieht.
    Und natürllch an den Medien.

  • gifthaferl

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    @ Ich willraus

    Da hast du leider Pech gehabt – aus Kirchensicht jedenfalls.

    Die Kirche – also Menschen – erklärt Rituale zum Sakrament, also sozusagen zum direkten Bund mit Gott, die zwar Menschen spenden können, sogar müssen mittlerweile – Ehe gilt ja ohne Pfaffe nicht, obwohl sich das erst Ende des 16. Jh durchgesetzt hat, die aber Menschen nie mehr auflösen können, das könnte dann nur Gott selbst, und der sagt ja bekanntlich nix – wie auch.

    Du jedenfalls kommst auch als Ausgetretener und Abgefallener nicht aus diesem „Bund“, da kannste machen was du willst – sagt die r.k. Kirche.

    Rein um jeden Preis, und sei es durch Nottaufe, aber raus nimmermehr, da sind se vollkommen hilflos………………

    Die Kirchensicht muss man aber nicht teilen, nicht wahr?
    Wenn du nicht an Gott glaubst, kannst du auch keinen Bund mit einem nichtexistenten Gott haben – hast nie einen gehabt.
    Und solltest du an einen anderen als den r. katholischen VereinsGott glauben, dann hast du allenfalls mit dem anderen einen, so du möchtest.

    Man könnte aber auch einfach mal so zum Spass ein allgmeines Enttaufungsritual Abgefallener auf dem Domplatz durchführen…………..

    und den Eintrag ins Taufbuch um Häretiker, Ketzer – was immer – ergänzen lassen

  • Lothgaßler

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    Die katholische Kirche verharrt im Mittelalter.
    Guter Christ ist, wer regelmäßig Ablass leistet, möglichst unter Zwang.
    Noch besserer Christ ist, wer viel Geld an die Kirche abgibt.
    Bei Geldadel, das vermutlich selten Kirchensteuer zahlt, genügen dann auch großzügige Spenden.

    Nach dem Bischof ist freiwilliges Geben nicht mehr seeliger als Nehmen, sondern das steuerliche Nehmen ist moralisch höher einzuschätzen als die freiwillige Spende.
    Steht so nicht in der Bibel, oder?

    Zahlen Klosterbrüder und Klosterschwestern eigentlich Kirchensteuer?
    Wenn nein, dann müssen diese Fehlgeleiteten sofort exkommuniziert werden!

    Regensburg an Vatikan: Euer höchster Vertreter in Regensburg scheint eine eigene Kirchengemeinschaft mit besonderen Glaubensgrundsätzen zu gründen.
    In Anlehnung an die „Marianische Männercongregation“ und „Marianische Frauencongregation“ heißt die vermutlich „Müllersche Monetäre Glaubenscongregation Regensburg“.

    Oh Papst, erlöse diese Stadt, berufe diesen Bischof nach Rom.
    Was Du dort mit ihm machst, das ist uns wurscht!

  • Veronika

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    Ja, ja, wenn es ums Geld geht, versteht die Katholische Kirche in Deutschland keinen Spass! Übrigens, das mit der Kirchensteuer beeinhaltet noch ein anderes, weitaus grösseres Problem für die KKD:

    Durch die Einziehung der Kirchensteuer über staatliche Stellen kommt die KKD leicht an alle Vermögensdaten der Schäflein. Ausserdem braucht man dem Staatswesen nicht zu versichern, wieviele Schäflein noch im Hort sind. Damit ergeben sich dann die Grundlagen für den Erhalt weiterer Fördermittel, von denen die Schäflein (noch) gar nichts wissen! Ohne Kirchensteuer keine Vermögensdaten! Dann weiss so mancher Pfarrer ja gar nicht mehr, mit wem er „besser Freund“ sein soll! Ohne genaue – vom Staat selbst erhobene Mitgliederdaten bald auch keine sonstigen Fördermittel mehr!

  • siglinde

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    Also in Deutschland können wir uns im Internet so richtig die Wut aus dem Bauch schreiben und danach geht es uns wieder gut. Ausserdem braucht man doch nur schön regelmäßig immer alles zu bezahlen und dann hat man seine Ruhe und kann auch zufrieden einschlafen. Schade dass man beim bezahlen nicht automatisch gleich noch einen Tritt in den A…. bekommt, dann würde man sich vielleicht noch besser fühlen!

  • Moserer

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    Ich weiss garnicht, warum der Janker wegen seiner Exkommunizierung so ein Tamtam macht – dafür ist Onanieren jetzt wieder straffrei.

  • ExRA

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    @ Moserer:
    Rein kirchen-rechtlich ein sicherlich korrekter, aber dennoch geschmackloser Beitrag.

  • W.Müller

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    Guten Tag Herr Bischof Müller in Regensburg
    Lesen Sie eigentlich die unzähligen vernichtenden Kommentare über ihre Person, die über Sie vom Volk (vox populi, vox deii) überhaupt noch. Hier im Internet kommt die wahre Meinung über Sie und Ihre Firma, der von Ihnen seit Jahren unterdrückten Schafe überdeutlich zum Ausdruck. Nachdem Sie bereits die Strategie des Hau-Drauf Kollegen Mixa angewendet haben und unter Anderem die Presse des Missbrauchs der Pressefreiheit beschuldigt haben als sie die Schweinereien von Dienern Gottes ihrer Diözese veröffentlichten ( Bei Verwendung des Wortes Missbrauch müssten Sie doch eigentlich Schweißausbrüche kriegen über die Vorgänge in ihrer Diözese, für die Sie mit Verantwortung tragen ) Wem Gott gab ein Amt, dem gab er auch Verstand, benutzen sie diesen, gehen Sie in sich, lesen Sie die für ihr Problem richtigen Stellen in der Bibel über Demut, Bescheidenheit und nicht die vielen Stellen, bei denen es um Auge um Auge, Zahn um Zahn geht und die Sie jetzt mit Ihrer gehässigen Abmahnkampagne vor Ort anwenden. (Für jedes Verbrechen der Kirche, wie Inquisition, Hexenverbrennung etc. fand sich stets eine passende Stelle in der Bibel zur Erklärung) Offensichtlich beschäftigen Sie sich meistens mit den falschen Stellen der Bibel, sonst ist ihr arrogantes Verhalten nicht zu erklären.
    Danke fürs Lesen und nie mehr zu Kreuze krichen

    W.Müller

  • Veronika

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    @W. Müller: Bitte nicht so „hart“! Ein Bischof hat die Unbeschadetheit seiner Diözese zu verteidigen, auch wenn ihm dies wie im konkreten Fall wohl selbst gewaltig „gegen den Strich gehen“ dürfte. Soll er als erster den Weg für ein „Kirchensteuer freies Deutschland“ ebnen? Wohl eher nicht, denn wir haben ja in Deutschland auch noch Erzbischöfe, ja sogar Kardinäle die hier aktuell schweigen.
    Bischof GLM wird sich kaum derart deutlich in die Nesseln setzen, dass es ihm wie einem Bischof Mixa ergeht. Von dessen angebl. psycholog. Behandlung in der Schweiz hätte niemand gewusst (so kath.net, oder wars kreuz.net), wenn nicht ein Erzbischof scheinbar was gesagt hätte. Da muss es wirklich nicht sein, dass der als „streitbar“ hingestellte Bischof von Regensburg auch noch alle deutschen Mitbrüder gegen sich aufbringt, oder?

  • eduard buchinger

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    @ Veronika

    Liebe Veronika, danke für deine Antwort in Sachen „Priesterseminar“ der Diözese Regensburg, die Lärmbelästigungen haben sich zwar bisher noch nicht verändert, a b e r unsere Exzellenz Bischof Müller und seine Handlanger wiedersprechen offentsichtlich mit ihrer Entscheidung der Exkommunikation bei Kirchenaustritt s o g a r dem Heiligen Vater in Rom.

    Das wird Ihnen hier in der Diözese sicher teuer zu stehen kommen, damit meine ich weitere zu befürchtende Kirchenaustritte!

    Mit Besten Grüßen Eduard Buchinger. ;-)

  • Veronika

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    @Eduard Buchinger:

    Danke, aber habe ich wirklich was zum „Priesterseminar“ geschrieben? Da war ich vor Jahren nur mal kurz an so einem „Laienabend“.
    Nun ja, noch widerspricht man von Regensburg aus nicht direkt dem Hl. Vater, sondern jemandem der hier wohl noch mehr Geduld aufbringen muss:
    S.E. Coccopalmerio, zu dessen geistlichen Wegbereitern auch Carlo Kardinal Martini S.J. gehörte.
    Na, klingelt’s jetzt bei Einigen? Also dann wissen „Einige“ nun, warum hier ausserdem widersprochen werden könnte! O.D. lässt grüssen, oder etwa nicht? Sind eben einige „Werksstudenten“ dabei, wie es scheint.

    http://www.catholic-hierarchy.org/bishop/bcocc.html

  • Veronika

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    Zur „Erbauung“ den MZ-Artikel der Podiumsdiskussion „Austreten, oder Bleiben?“. Es ist ja doch schön, dass dieser Bischof so Manches erkennt, aber in der aktuellen Klagesache gegen R-Digital fällt ihm scheinbar nichts ein. Jetzt denke ich auch, dass der Bischof von Regensburg dennoch sehr gut über diese Klage informiert ist, und von sich aus nicht will. Schade, habe diesen Mann anders eingeschätzt, aber man lässt sich ja gerne auch ent-„täuschen“.

  • eduard buchinger

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    an @ Veronika ;-)

    #Danke, aber habe ich wirklich was zum “Priesterseminar” geschrieben? Da war ich vor Jahren nur mal kurz an so einem “Laienabend”.
    Nun ja, noch widerspricht man von Regensburg aus nicht direkt dem Hl. Vater, sondern jemandem der hier wohl noch mehr Geduld aufbringen muss:#

    Hallo Veronika,

    ja Sie haben mir im Juni 2010 in diesem Forum über die Praxis im hiesigen Priesterseminar „der eine hievt
    dem nächsten nach oben etc. …“, damit haben Sie ja auch recht gehabt Veronika!

    Nichts desto Trotz bleibe ich auch bei meiner Meinung: Das der jetzige Regensburger Bischof bei seiner Praxis bei „Austritt keine Kommunion mehr‘!“ (…) ganz direkt dem Heiligen Vater im Rom widersprcht.
    Dieser hat in unterschiedlichen Stellungnahmen, so mein Kenntnisstand, die Möglichkeit zur Kommunion
    auch für ausgetretene Christen (Katholen) angesprochen.
    Also ich kenne viele engagierte, und deswegen wohl auch hier in Regensburg ausgetretene Christen, die
    noch immer, „notfalls“ auch durch die „Hand“ von Ludwig Gerhard Müller kommunizieren, mmmh…?

    Mit besten Grüssen! ‚Eduard Buchinger

  • Veronika

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    @Eduard Buchinger:

    Danke für die Rückmeldung! Ja, ich habe jetzt mal nachgelesen! Die Info konnte ich geben, weil ich genügend Priester, aber vor allem andere Personen kenne, die hier einen „sehr guten Einblick“ haben.

    In Ihren weiteren Ausführungen stimme ich Ihnen voll und ganz zu. Das wird BXVI. ganz und gar nicht gefallen,dass man jetzt die Kirchensteuer-Sache zu „hochzieht“. Man muss aber leider sagen, dass der Regensburger Bischof – wie ich es jetzt beurteilen muss – ein sehr „unglückliches Händchen“ bewiesen hat. Das mit der „Kirchensteuer“ wird in Deutschland schon seit über 10 Jahren diskutiert. Wenn man da als Bischof direkt auf die Leute zugegangen wäre, und auch seine Gefolgschaft dazu motiviert hätte, aus grossen Pkws auch ruhig mal auszusteigen und freundlich grüssend durch die Stadt zu gehen, und durch das Land zu fahren, man hätte an Akzeptanz gewonnen. Für die Sache mit der „Kirchensteuer“ – wenn der Kath. Kirche in Deutschland so viel daran liegt – ist primär (leider!!!) nicht der Glaube des Einzelnen, sondern die Akzeptanz des gesamten hier Sichtbaren wichtig. Man hat wohl geglaubt, dass man – wie der Bischof ja scheinbar bei der Podiumsdiskussion gesagt hat – ein Recht auf die Kirchensteuer hat. Mitnichten möchte ich hier sagen, denn ein „Vertrag mit dem Teufel“ (Reichskonkordat von 1933) kann und darf nicht immerwährend sein.

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