Bürgerentscheid

Fast Zwei-Drittel-Mehrheit gegen das RKK

Die deutliche Mehrheit der Regensburgerinnen und Regensburger will kein RKK am Keplerareal. Fast zwei Drittel der Stimmen bekräftigten das „Ja zum Planungsstopp“.

Jubel im Kolpinghaus. Um kurz vor Mitternacht ist klar: Es gibt kein RKK auf dem Keplerareal. Foto: as

Es ist fast schon Mitternacht, als im Kolpinghaus die Sektkorken knallen und sich die Gegner eines Kultur- und Kongresszentrums in den Armen liegen. Eine halbe Stunde lang hat Achim Hubel immer wieder die städtische Internetseite zum Bürgerentscheid aktualisiert, ehe sich auf der Beamer-Leinwand endlich etwas tut und der Jubel losbricht. Zwar sind gerade einmal etwas mehr als 40 der 114 Stimmbezirke in Regensburg ausgezählt, aber der Trend ist klar: Fast zwei Drittel der Wählerinnen und Wähler sprechen sich gegen weitere RKK-Planungen auf dem Keplerareal aus. Am Ende werden es knapp 61,7 Prozent sein.

Nach drei Bürgerentscheiden über ein RKK am Donaumarkt ist es das vierte Votum, mit dem sich die Regensburger gegen einen Stadthallenstandort aussprechen. Weil der Bürgerentscheid mit den Land- und Bezirkstagswahlen zusammengelegt wurde, gab es dieses Mal auch ein Wahlbeteiligung, an deren Repräsentativität – anders als in der Vergangenheit – nicht zu zweifeln ist: Fast 56 Prozent – rund 63.000 Wahlberechtigte – beteiligten sich an der Abstimmung. Dennoch spiegelt dieser Wert auch wider, dass vielen die Frage eines Kultur- und Kongresszentrums in Regensburg gleichgültig zu sein scheint oder sie des Themas überdrüssig sind. Gegenüber der Landtagswahl (72,9 Prozent) fällt die Beteiligung deutlich ab.

Der Katzenjammer hält sich in Grenzen

Der Wirsing-Bau auf dem Keplerareal. Foto: Archiv

Den Erhalt des Wirsing-Hochhauses – wie ihn manche der RKK-Gegner gefordert hatten – wird der erfolgreiche Bürgerentscheid nicht zur Folge habe. Der Abbruch bis Herbst 2019 gehört zu den vertraglichen Verpflichtungen der Evangelischen Pfründestiftung, die der Stadt Regensburg das Keplerareal für die nächsten 99 Jahren in Erbpacht überlässt. Was dann dort entstehen wird, ist bislang noch völlig unklar, allerdings gab es schon vor dem Bürgerentscheid Stimmen aus der Rathauskoalition, die in einem Aus für das RKK die Chance auf mehr Planungsfreiheit für den Zentralen Busbahnhof und ein großzügigeres Freiflächenkonzept sahen. Diese Planungen sind von dem Bürgerentscheid nicht betroffen und werden nun weitergehen.

Dass es auf absehbare Zeit ein Kultur- und Kongresszentrum in Regensburg geben wird, erscheint nach diesem neuerlichen Nein praktisch ausgeschlossen – allen anderslautenden Durchhalteparolen zum Trotz. Und es bleibt die Frage, ob es überhaupt einen Standort gäbe, auf dem die Regensburger diesem Projekt ihre Zustimmung geben würden.

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Kommentare (47)

  • Giesinger

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    Kommentar gelöscht. Bitte keine Wolbergs-Debatte unter diesem Artikel.

  • Gabi Huetterer

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    61,7% RKK nie. Diese krachende Niederlage wäre sicherlich ein Grund für die bestehende
    BM Gertrud Maltz-Schwarzfischer den Rücktritt zu überlegen.

  • highwayfloh

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    Guad fia Rengschburg! Schaugn ma uns doch amoi dös neie „Museum“ o! Do is as Petersweg-Parkhaus scheena zum o-schaugn und im Gegenzug soll as denkmalgeschütze „Hysterische“ Museum (hoppla is ja as historische“ abgrissen werden und dös is uns jahrelang vom Unger verschwiegen worden… . Do fallt da echt nix mehr ei ausser unser echte Stadthymne vo dö „3 falsche Töne“ aus der i zitiern mog:

    „Altes Rathaus – Bürgerfest … Großstadt und verschaffers Nest… ois Erbe vo da Weltkultur – bei neie Sachan ziemli stur“….

    Und Recht hobm ma…. wenn ma sö oschaugt, wos dös neie „Museum“ wirli wordn is … schlimmer wia da damalige Horten oba wega a neia Bruck hobns sa sö ogschissen, weil dös würd ja dö Weltkulturerbe-Sichtachs verschandln …. dös Monstrum wos iatz tatsächlich duat komischerweis ned ….

    Da „Grantlhauer“ darad sogn: „Zefix no amoi – aaf dös affi mua i iatz in Knei – wenns hart kimmt a ohne an A-dabei… und muass owe schwoabn… Weills woar is!“

  • highwayfloh

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    @Gabi Huetterer:

    Geht man in die Stadtgeschichte weiter und ehrlich zurück wäre es schon bei Viehbacher und Schaidinger an der Zeit gewesen, dass diese Herren zurücktreten, wenn man es ehrlich betrachtet. Wenn dann, die Maßsäbe gleich ansetzen. Danke.

  • Jürgen J. Fischer

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    Es ist das vierte Mal, dass die Regensburgerinnen und Regensburger gegen eine Stadthalle/gegen ein RKK gestimmt haben? NEIN. Es wurde jedesmal nur gegen einen Standort (Donaumarkt / Keplerareal) abgestimmt. Wenn man verschiedene Stimmen aus der Stadt hört, dann muss einem klar sein, dass das Thema noch lange nicht vom Tisch ist. Es ist nur eine Frage der Zeit, wann das wieder auf der Agenda steht.

    Hier ein paar Auszüge aus dem Newsblog der MITTTELBAYERISCHEN ZEITUNG vom 14. Oktober 2019:

    Klemens Unger interpretiert das Ergebnis als Ergebnis gegen den Standort, nicht als Ergebnis gegen Räumlichkeiten auch für Kulturveranstaltungen.

    Dieter Daminger ist nach wie vor der Meinung, dass Regensburg Tagungsräumlichkeiten zur Weiterentwicklung des Wirtschafts- und Wissenschaftsstandorts braucht.

    Die Bürgermeisterin ist ebenso nach wie vor der Meinung, dass es einen Ort mit Mehrwert für alle Bürger – wie es ein RKK sei – für Regensburg braucht.
    Die Notwendigkeit eines RKK werde weiterhin gesehen, sagt Huber.
    Huber sagt, die Bürger hätten sich ja nicht gegen ein RKK generell ausgesprochen, sondern nur gegen bestimmte Standorte für ein RKK.

    Wirklich interessant wäre es gewesen, hätte der Bürgerentscheid sich nicht nur auf den Standort Keplerareal bezogen, … wie wäre das Ergebnis ausgefallen, wenn die Frage gelautet hätte: Sind Sie für oder gegen ein RKK (oder Stadthalle oder wie auch immer)?

    Quelle: https://www.mittelbayerische.de/region/regensburg-land/landtagswahl-2018-nachrichten/rkk-buergerentscheid-der-tag-danach-23843-art1707806.html

  • Musonius

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    Ja, ja, da führt man im Kolpinghaus Jubeltänze wegen der Verhinderung des RKK am Ernst-Reuter-Platz auf und blickt dann, jedenfalls wenn man das Kolpinghaus durch den Vordereingang wieder verlässt, auf das Museum der Bayerischen Geschichte. Hat man da möglicherweise etwas versäumt?

  • highwayfloh

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    @Jürgen F. Fischer:

    Wenn die Fragestellung nur bezüglich eines Baus gestellt würde, ohne dabei einen Standort zu nennen, wäre dies IMHO anfechtbar und nicht gesetzestreu, denn ein „Ja“ würde diesbezüglich einen Freibrief für die Stadt und deren (beauftragten) Planern entsprechen, egal „wo“ dann so ein Bau realisiert wird.

    So wie Sie es darstellen, wäre es bei einer derartigen Fragestellung und überwiegender Zustimmung möglich, dass – sofern sie eines besitzen – Grundstück notfalls enteignet wird oder ihnen so ein Monstrum in den Vorgarten gesetzt wird. Sind Sie dann immer noch „dafür“?

  • Mr. T

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    Die Bürger haben sich also gegen ein Regensburger Kultur- und Kongresszentrum auf dem Keplerareal ausgesprochen. Die kreativen Köpfe im Stadtmarketing und anderen Lobbyverbänden werden das sicher dahingehend auslegen, dass das nicht bedeutet, dass die Bürger auch gegen ein Regensburger Kongresszentrum auf dem Keplerareal sind. Vielleicht hat nur die Kultur gestört ;-)

  • highwayfloh

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    @Musonius:

    Upps, dös is dö „Doana-Verschwörung“ und dö könnte no vui mehr in der Immobilien-Affäre anrichten und is bislang no ned amoi vo RD enteckt und aufgriffen worden:

    Am Schwanenplatz war ja lang gnua Baustell, da Wirt vo da Quetschen hod in dera Zeit kapituliert und wiu iatz dann wieder nei durchstarten. Dö onazigen Wirtsheiser in döm Karre han da Goldene Ochs und eben as Kolpingshaus… rein auf dös Quartier bezogn.

    Da Doanaratz hots leitn ghört, das da Museumsbau genau parallel erfolgt und der genauso greislich auschaugn muass wia as duat, weil wenn dö Gäst vom Kolpingshaus nausgeh grausts eana selbst im greasten Rausch a soo arg, dass freiwillig wieder nei gengan ins Kolpingshaus….

    Wia gsoagt… hod da Doanaratz aafgschnappt und as Bruckmandl hods weida dazählt… ;.-)

  • highwayfloh

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    @Mr. T :

    Sie haben sich Ihre indirekte Frage doch schon selbst mit Ihrem Einleitungssatz beantwortet:

    „Die Bürger haben sich also gegen ein Regensburger Kultur (jetzt eigenmächtige Betonung im Zitat) UND Kongresszentrum auf dem Kepplerareal ausgesprochen.“

    Somit ist Ihre Frage beantwortet und erledigt und das von Ihnen selbst und höchstpersönlich. ;-)

  • Lothgaßler

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    Ich habe viele Stimmen gehört, die gerne grundsätzlich RKK ja/nein abgestimmt hätten, und die hätten klar mit NEIN gestimmt.
    Jetzt hat der Bürgerentscheid das geheilt, was übereifrige Politiker zu einem nicht zusammen gehörenden Maßnahmenpaket verschnürt hatten: ZOB + Stadtbahn + RKK.
    Die RKK-Befürworter dürfen gerne abermals Hunderttausende Euros für irgendwelche Bürgerbefragungen und Informationskampagnen ausgeben, es wird nix mehr!

  • Joe Kermen

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    Ich zähle mich auch zu jenen die hauptsächlich gegen den Standort waren (gefolgt vom Zeitpunkt und als Zeichen gegen das Für-Dumm-Verkaufen seitens der Stadt und ihrem Marketing gegenüber der Bürger).
    Ein RKK mag tatsächlich gut für die Stadt sein. Aber es wäre besser damit totes Gelände zu beleben. Und dass erst dann wenn die Stadtbahn steht.

  • Giesinger

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    In der MZonline gibt es ein wunderbares Foto am Tisch, wo mann sieht, wie deppert sie jetzt alle drein schauen. Den Privatmann und Freund, den sieht man natürlich nicht, aber kann der momentan überhaupt noch depperter schauen?

    Auf gut Bayrisch nennt man dies „A Watschn!“ für die Stadtoberen Regensburgs, und zwar eine verdiente!

  • Hansemann52

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    Wieder eine Klatsche für die Stadtoberen von Regensburg.
    Es muss sich doch jetzt beim letzten Regensburger Politiker rumgesprochen haben, dass die Regensburger kein Kongresszentrum haben wollen. Es ist auch nicht unbedingt erforderlich und notwendig. Was Regensburg dringend braucht, sind bezahlbarer Wohnraum, Verbesserung des ÖPNV und, und, und…
    Ein etwaiger Busbahnhhof muss auch nicht unbedingt vor dem Bahnhof neu entstehen.
    Ich werde absolut das Gefühl nicht los, das einige Politiker, wie Oberbürgermeisterin, Bürgermeister unsere Stadt Regensburg einbetonieren (sh. Museum an der Donau) wollen. Der Charme, der Flair von Regensburg geht mit solchen Betonbauten völlig ganz verloren.
    Aber vielleicht haben unsere Politiker aus Regensburg kein Sinn für das Schöne???

  • Lothgaßler

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    So, jetzt bin ich doch verärgert!
    Ich habe mir gerade das Video mit den Statements von Maltz-Schwarzfischer und Huber angesehen. Das war ein klares „Weiter so“ und die Erkenntnis, dass dieses Ding nicht mehr „RKK“ heißen darf. Maltz-Schwarzfischer ab 1:57 min https://video.mittelbayerische.de/region/regensburg/stadt-reagiert-auf-rkk-absage-23815-vid62353.html.
    Huber schießt allerdings den Vogel ab: Es steht im Koalitionsvertrag und deshalb machen wir weiter ab 1:14 min. Der Bürgerwille interessiert ihn überhaupt nicht.

  • Prof. Dr. Peter Morsbach

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    Wenn Frau Maltz-Schwarzfischer nun sagt: „Ich bedauere die Entscheidung, insbesondere deshalb weil wir erst am Anfang der Planungen standen“, muss man sich fragen, was in den letzten 12 Jahren seit dem letzten Bürgerentscheid überhaupt getan wurde!
    Ein wünschenswerter Nebeneffekt dieser Bürgerentscheids müsste sein, dass die Stadt endlich aufhört, die Bürgerinnen und Bürger nicht für voll zu nehmen, endlich aufhört, immer zu tricksen und nie die Karten auf den Tisch zu legen, dass sie endlich anfängt, die Meinungen der Bürgerinnen und Bürger ernst zu nehmen und vor allem offen und ehrlich zu diskutieren. Das wünschen wir uns seit mehr als 20 Jahren. Vielleicht geht der Wunsch irgendwann auch in Erfüllung.

  • Hansemann52

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    Wenn die Statements von unser Oberbürgermeisterin Maltz-Schwarzfischer und Bürgermeister Huber so stimmen, dann sollten beide Ihren Stuhl räumen und Ihren Hut nehmen. Die Meinung des mündigen Bürger zählt bei den Beiden wohl überhaupt nicht mehr.

  • Jonas Wihr

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    Schlechte Verlierer! Mein Eindruck: Der Bürgerwille hat wieder einmal die Pläne von Insvestoren und/oder Immobilienentwicklern durchkreuzt, die jetzt die Stadtregierung in Zugzwang bringen. Oder in die Bredouille. Koalitionswille vs. Bürgerwille, Herr Bm., Huber? Ja geht’s noch?
    Und außerdem, denen von der „bunten Koalition“ darf man Regensburg nicht überlassen, um es weiter zu entwickeln. Das endet unweigerlich in der Augustenstraße.

  • Regensbürger

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    Ich bin sehr froh, dass das RKK vor erst vom Tisch ist.

    Bei der ganzen Diskussion wird aber übersehen, dass es bereits in den 1900er JJahren eine erste Stadthallenwahl gab. Damals wurde OB Viehbacher wegen dem Thema Stadthalle ab gewählt und die insgesamt ziemlich unbeliebt Christa Meyer zur Oberbürgermeisterin gewählt.

    Die Politik hat leider daraus nichts gelernt. Offensichtlich will die Bevölkerung zumindest in der Innenstadt kein Kongresszentrum haben, da dies unweigerlich einen Verkehrskollaps herbeiführen wird. Trotzdem ab insbesondere die CSU in der Vergangenheit und jetzt auch leider die SPD nichts besseres zu tun, als das Thema Stadthalle zu propagieren. Das ist bedauerlich und geht klar am Willen der Bürger vorbei.

    Ich möchte auch noch daran erinnern, dass ebenfalls bereits in den 1980er/ 1990er Jahren es die Donauhalle im Gewerbepark gab. Diese beherbergt heute soweit ich weiß ein Möbelhaus.

    Ich kann nur eins sagen: ich wünsche jeden Politiker von ganzen Herzen, dass wenn er wieder gegen den Willen der Bürger das Thema Stadthalle in der Innenstadt aufgreift, er bei der nächsten Wahl mit pauken und Trompeten doch fallen wird.

    Dem Herrn Grünen Bürgermeister möchte ich noch mit auf den Weg geben, dass der Koalitionsvertrag nicht zwischen den Bürgern und der Stadtverwaltung abgeschlossen wurde. Schade, dass man hier derart als Establishment agiert. Bauwut und grüne Politik, das passt für mich überhaupt nicht zusammen. Schade, dass er sich für so etwas hergibt.

  • Lutherer

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    Bis wann wird denn das Luther Haus abgerissen sein ? Die Pfründestiftung hat sich sicher auch zeitlich zum Abriss verpflichtet. Reicht da die Zeit noch für eine andere Planung? Mit einer Stadt-Regierung unter einer Führung einer (im Landtag) marginalisierten SPD? Natürlich, denn in dieser Stadt wird dann einfach ein Baulöwe gefragt, der ist ja ein Fachmann und dann darf der dem Stadtrat mitteilen was man da bauen soll bzw. wie die Ausschreibung laufen soll… Cui bono „RKK nein“? Wir werden sehen was dort passiert. Hoffentlich wird die Siegesromantik nicht wieder durch die harte Realität Regensburgs frustriert.

  • Musonius

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    Geil, wenn das Lutherhaus 2019 tatsächlich abgerissen werden sollten, bekommen wir jetzt womöglich eine 25-jährige Baulücke wie am Stobäusplatz. Dann am besten gleich eine weitere Grünfläche – mit Springbrunnen, wenn’s den einen oder anderen freut.

  • Dugout

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    @Joe Kermen:

    „Ich zähle mich auch zu jenen die hauptsächlich gegen den Standort waren (gefolgt vom Zeitpunkt und als Zeichen gegen das Für-Dumm-Verkaufen seitens der Stadt und ihrem Marketing gegenüber der Bürger).“

    Das ist exakt meine Motivation gegen den Bau.
    Wobei das Für-Dumm-Verkaufen seitens Stadtmarketing und Stadt mittels „Befragung“ entscheidend war

  • Regensbürger

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    Die Home Page der RKK Befürworter ist offline. Es erscheint dort

    „Web Server’s Default Page
    This page is generated by Plesk, the leading hosting automation software. You see this page because there is no Web site at this address“

    Es wäre wünschenswert, wenn die (noch) agierenden Stadtoberen das RKK eben so schnell von ihrer Agenda nehmen würden. Leider aber ist damit nicht zu rechnen..

  • Tom

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    Chapeau Herr Prof. Hubel,

    zwei Drittel Mehrheit! Da kann die CSU nur davon träumen. Jetzt könnten Sie auch noch Ihre wahren Beweggründe für Ihre Kampagne kundtun. Oder wollen Sie weiter behaupten, dass es Ihnen nur um die paar Bäume oder um den Erhalt des „wunderschönen“ Ernst-Reuterplatz ging…..

    Noch eine abschließende Frage. Sind Sie nun mit Ihrer Agitation am Ende oder haben sie auch einen Zukunftsvorschlag, wie man das Kleinod Ernst-Reuter-Platz in Zukunft weiterentwickeln kann?

    Mit freundlichen Grüßen

    Tom

  • Eingeborener

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    Die Bgm . Maltz Schwarzfischer und Huber kleben an der Macht.Wie schon Wolbergs vor Gericht sagte: Hätte er das Geld für seine Karriere.etwa von den Sozialen Initiativen erbeten sollen statt von Tretzel und Co !
    Da hinter dem Rkk-Vorhaben das Stadtmarketing eV/GmbH und damit viele der Mächtigen und Geldigen dieser Stadt stehen, wollen sie deren Wohlwollen nicht verlieren . Was schert da der Bürgerwille ! Maltz Schwarzfischer, Huber : Abtreten ,da ihr die Bürgermehrheit nicht akzeptieren wollt !

  • mkv

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    – Zierde der Stadt und Gesundheit der Einwohnerschaft –

    Was uns Fürst Anselm mit auf den Weg gab:

    „Eingedenk mancher mir erwiesenen Gefälligkeiten […], die mir von
    Seiten der Stadt erwiesen worden sind, wünsche ich ein dauerndes
    Denkmal zu hinterlassen […] ich habe die Idee gefasst, eine Allee von
    Bäumen […] zur Zierde der Stadt und der Gesundheit der
    Einwohnerschaft anlegen zu lassen. Diese Allee will ich auf meine
    Kosten machen lassen, und verlange nur, dass dieselbe zu meinem
    Andenken die Carl-Taxische-Allee genannt werden möge“.

    Quelle:
    Auszug aus: Regensburg, von Carl Bauer, 1994, Nachdruck der 4.
    Auflage von 1988, „Die Allee, ihre Bauten und Denkmäler“, Seite 480
    482

    An @ Tom, der weit verbreiteten Ignoranz und Unwissenheit halber einige Hinweise:

    „Den fraglichen Grüngürtel um die Altstadt verdankt Regensburg dem Fürsten Carl Anselm von Thurn und Taxis (1733 – 1805.) In den Jahren 1779 bis 1781 ließ er anstelle verfallener Festungswerke und verwilderten Geländes vor der Stadtbefestigung eine Baumpflanzung entstehen. Diese umfasst vom Prebrunntor an der Donau ausgehend die Stadt in einem nach Süden ausholenden Bogen, der die Donau am Ostentor wieder erreicht. Die Stadt hatte allen Grund, dem Fürsten für dieses Geschenk zu danken. Sie ließ noch 1779 eine Gedenkmedaille prägen.“

    Ergänzend zu diesem Zitat aus dem Kulturfundus der Stadt Regensburg ist Folgendes zu ergänzen:
    Es existiert eine uralte Notarurkunde (**), wonach in dieses Geschenk des Fürsten an die Regensburger Bürgerschaft nur dann eingegriffen werden darf, wenn es der „König“ gestattet.

    „Übersetzt“ in die heutige demokratische und rechtsstaatliche Zeit bedeutet das: Verfügungsbefugt über die Allee ist der Souverän, also die Regensburger Männer und Frauen. Und deren aktuelles Votum zum RKK galt gewiss auch der Erhaltung der in Zeiten des Klimawandels täglich wertvoller werdenden alten leistungsstarken (*) Bäume, die auch, wie der Fürst ganz weise wünschte, der ERHALTUNG UNSERER GESUNGHEIT dienen.

    Die unter Natur- und Welterbeschutz (**) stehende Allee zu erhalten, zu pflegen und ja: die ihr zugefügten Wunden durch Neubepflanzung zu heilen ist und bleibt verantwortungsvolle Aufgabe des Regensburger Souveräns.

    —-

    (*)
    CO2 – Absorptionsrate von Bäumen
    http://www.baumkunde.de/forum/viewtopic.php?t=10700

    ——

    (**)
    In ihrer Abhandlung
    „Die Welterbekonvention- Rechtliche Rahmenbedingungen und Verpflichtungen“
    schreibt Frau Dr. Birgitta Ringbeck:
    „Auf den Punkt gebracht legen diese internationalen Grundsätze fest, dass die Authentizität von Denkmälern und historischen Ensembles und ihres Umfeldes zu wahren ist, die Konservierung höchste Priorität genießt, die Restaurierung im Hinblick auf den Erhalt ästhetischer und historischer Werte enge Grenzen hat, die
    Renovierung nur in Frage kommt, wenn Konservierung und Restaurierung nicht möglich sind, Rekonstruktionen unzulässig sind, alle Maßnahmen wissenschaftlich vorbereitet und dokumentiert sowie fachgerecht durchgeführt werden und reversibel sein müssen. Von großer Relevanz ist darüber hinaus die im Oktober 2005 von der Generalversammlung der Vertragsstaaten der UNESCO-Welterbekonvention verabschiedete Wiener Deklaration zur Konservierung der historischen Stadtlandschaft, die sich auch auf
    Ensembles bestehend aus einer beliebigen Gruppe von Gebäuden, Strukturen und Freiflächen (!) bezieht“.

    ——

    Dispositionsbeschränkung gem. Urkunde des Königlichen Notars Kappelmeyer in Regensburg vom 05.04.1880, G.R.Nr. 529

    Zur Dispositionsbeschränkung für den Alleegürtel ist von Bedeutung die vormalige Äußerung des ehemaligen Planungsreferenten Dr. Stöberl im Rahmen des Runden Tisches RKK.
    Zitat:
    „Stöberl weist darauf hin, dass eine Abtrennung von Grundstücken des Alleegürtels mit staatlicher Genehmigung durchaus möglich sei, jedoch eine solche Genehmigung kaum erteilt werde, solange es noch Alternativen gäbe. Es handelt sich um eine ähnliche Situation wie bei einem Enteignungsverfahren. Dieses hat nur dann Erfolg, wenn die Realisierung eines Projektes nur an dieser bestimmten Stelle möglich ist… „
    Quelle:
    Städtische Akten zum Runden Tisch RKK, insbesondere das
    Protokoll des 6. Runden Tisches vom 15.12.2000

  • Mathilde Vietze

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    Zu Tom: Hubel ist zu gewieft, um Ihnen seine wahren Beweggründe darzutun.
    We nn man die Schar der Gegner so ansieht, merkt man doch ganz deutlich,
    daß es sich mehrheitlich um Leute handelt, die sich „mal wieder ins Gespräch
    bringen“ wollten. Und d a s wird Ihnen Hubel nicht bestätigen.

  • Dominik Müller

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    @Mathilde Vietze
    „We nn man die Schar der Gegner so ansieht, “
    Wählerschelte (noch dazu über Parteigrenzen hinweg) bringt Ihrer Partei keine Stammwähler zurück. Auch „meine“ Partei hat am Sonntag nicht so wie erhofft abgeschnitten, wir fragen uns halt eher, was wir nächstes Mal besser machen können.

  • dugout

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    @ Mathilde Vietze

    Nur so zur Erinnerung, da es ja schon eine Zeitlang her ist.
    Am 14.10.2018 gab es eine Abstimmung.
    Bei dieser wollten sich 38928 Bürger und Bürgerinnen mal wieder ins Gespräch bringen.
    Es mehr als 60% RKK Gegner in Stimmbezirken mit 32% Anteil „Grünen“ Wähler,
    und genauso 60% RKK Gegner in Stimmbezirken mit 30% AfD Wähler.

    Die Ablehnung ist nun wirklich unparteiisch und breit gefächert.
    Vielleicht lags ja doch an der nicht enden wollenden Verarschung der Bürger durch die Stadt.

  • Regensburger

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    Ich weiß nicht ob man in diesem Fall über einen Sieg oder eine Niederlage sprechen kann.
    Man sollte nicht vergessen, dass fast 20% weniger Wähler haben ihre Stimme für den Bürgerentscheid abgegeben. (Wir spielen in diesem wiederholten Theater nicht mehr /Aussage vielen Nichtwähler)) Fakt ist der, dass die (a) soziale Gruppen sich meistens über die Ablehnung der RKK gefreut haben. Ein Tor in der Stadt, die sich mit dem Prädikat „UNESCO Erbe“ schmückt.
    Drogenhandel mit farbigen Dealern, asoziale Gruppen bei gemeinsamen Alkohol-Genuss, Sammelstelle für „arbeitslose“ Flüchtlinge und ein, hektischer Busbahnhof, DAS ist heutiges Bild am Keplerareal und vor dem Hauptbahnhof. Über diesen Sieg muss man sich wirklich nicht freuen.

  • Roche-Dirac

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    Das RKK ist ein gutes Beispiel dafür, dass sich manche Ideen und Projekte verselbständigen.

    Der Nutzen, die Sinnhaftigkeit wird dann bei solchen Projekten irgendwann, leider, gar nicht mehr ernsthaft diskutiert. Es geht nur noch ums Dafürsein und bei manchen auch genauso ums Dagegensein.

    Warum sind so viele Regensburger seit Jahrzehnten immer gegen bestimmte Standorte des RKK oder gegen das RKK an sich? Warum?

    Warum wurde beim Bau des neuen Jahnstadions oder bei den diversen Sanierungen beim Westbad, beim Theater, alles auch Millionenprojekte, kein solcher Widerstand geleistet?

    Ich vermute es liegt auch daran, dass viele Regensburger bei einem RKK , im Gegensatz zu z.B. einem Westbad, nicht greifen können was auch ihr persönlicher Nutzen davon ist. Wer ist schon als Otto Normalverbraucher und Gabi Mustermann öfter Mal auf Fachtagungen, wissenschaftlichen Kongressen oder sonstigen betrieblichen Grossveranstaltungen? Wohl die wenigsten. Das sind Dinge die sind bei den meisten Leuten außerhalb der üblichen Lebenserfahrung. Und deswegen sind wohl viele Leute skeptisch.

  • Giesinger

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    Ha, voll lustig, da „Regensburger“!
    Wollens ned gleich rüber nach Ostdeutschland ziehen, mit ihren Parolen?

    Tut mir leid, liebe Ossis, aber das mußte jetzt noch sein.

  • Prof. Dr. Achim Hubel

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    @ TOM
    @Mathilde Vitze

    Wenn Sie glauben, die Beweggründe für meinen Einsatz gegen das RKK könnten nur mit Renditeprojekten, Gewinnstreben oder ähnlichen korrupten Hintergedanken zu erklären sein, dann halten Sie es offensichtlich für ausgeschlossen, dass man sich aus Sorge um Denkmäler und aus Liebe zur Stadt Regensburg ehrenamtlich engagieren kann. Für mich offenbart das umgekehrt nur, wes Geistes Kind Sie sind!

  • Tom

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    @ Prof. Hubel

    Und mir offenbart ihre obige Reaktion klassische Anzeichen eines Wirkungstreffers.
    Ich bin aber von Ihrer Antwort wenig überrascht, da es ja sehr häufig zum professoralen Habitus gehört jedem Gegenüber in einer Diskussion die eigenen geistige Überlegenheit vermitteln zu wollen. Leider sind Sie offensichtlich nicht in der Lage zu erkennen, dass Ihnen nicht immer noch hörige und abhängige Studenten gegenübersitzen.

    Ich glaube Ihnen sogar, dass Sie sich tatsächlich auch(!) aus Sorge um Denkmäler und aus Liebe zur Stadt Regensburg engagieren (Kleiner Hinweis: Jetzt haben Sie doch tatsächlich die schönen grünen Bäume vom Ernst-Reuter-Platz vergessen…).

    Gottseidank, gab es bei der Entstehung der Ihnen so wichtigen und liebgewordenen Denkmäler noch keine Bürgerinitiativen. Sonst würden nämlich viele historische Bauten und Denkmäler in unserer schönen Stadt fehlen. Aber dann könnten Sie sich ja noch mehr um die Ihnen so wichtigen Bäume kümmern, die dann sicher anstatt der verhinderten Denkmäler und Bauten noch zu Hauf in Regensburg stehen würden…..

    Habe die Ehre!

  • Mathilde Vietze

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    Werter Herr Hubel, Sie sollten bitte in meinen Kommentar nicht hineininterpretieren,
    was nie und nimmer gemeint war. Ich unterstelle Ihnen weder korrupte Hintergedanken,
    noch Profitstreben, könnte mir aber vorstellen, daß Sie sehr daran interessiert sind, sich
    hier zu profilieren.

  • dugout

    |

    @Tom:
    „Noch eine abschließende Frage. Sind Sie nun mit Ihrer Agitation am Ende oder haben sie auch einen Zukunftsvorschlag, wie man das Kleinod Ernst-Reuter-Platz in Zukunft weiterentwickeln kann?“

    Hören sie doch mal auf mit diesem Unsinn.
    Die Stadt kann doch jetzt planen auf Teufel komm raus und all die wunderbaren Dinge die sie dem Bürger versprochen hat umsetzen. Es gab doch diese angeblich so vorbildlichen Beteiligungsprozesse und Skizzen gab es doch gleich zwei oder drei! Eine grüner als die andere.

  • Jonas Wihr

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    Ach, du meine Güte, jetzt sind aber einige (Vietze, Tom und der Regensburger mit seinen sprachlichen oder motorischen [Tastatur?] Defiziten …) regelrecht waidwund. Beim sogenannten Bürgerbeteiligungsprozess wurde jegliche Diskussion über ein RKK entweder im Keim erstickt, wie bei der Abschlussveranstaltung im Antoniushaus, oder als bloße Alibi-Veranstaltung irgendwie so eben mal in einzelnen Arbeitsgruppen diskutuert. Bei der grandiosen Fragebogenaktion letzten Herbst war das Für und Wider eines RKK komplett ausgeblendet. Ich kenne Herrn Prof Hubel nicht, aber dass er sich profilieren wolle, kann ich nirgends sehen. Das ist eine infame Unterstellung. Was taten denn Herr Aumüller, Herr Dombrowsky und Herr Eckl (Architekt) mit ihrer Pro-RKK-Aktion? Wollten sie sich nur profilieren, um eventuell zu profitieren? Um Aufträge für den Druck von Programmheften, für Bücherstände oder Ein- und Ausbauten zu ergattern? Um sich Liebkind bei der Stadtspitze zu machen? Frau Fuchshuber von Pro-RKK war wenigstens so ehrlich zu sagen, dass es ihr mit ihrem Engagement rein um die Bettenbelegung („im Februar nur 16 Prozent Auslastung …“) ihres Hotels ging.

  • R.G.

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    @Prof. Dr. Achim Hubel
    Es hat ja was überaus Erheiterndes, wenn jemand einem Professpor mit viel Erfahrung und internationaler Reputation unterstellt, er wolle oder müsse sich erst in einem Blog profilieren, um jemand zu w e r d e n.
    Putzig!

  • Dieter

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    @Tom:

    „Gottseidank, gab es bei der Entstehung der Ihnen so wichtigen und liebgewordenen Denkmäler noch keine Bürgerinitiativen. Sonst würden nämlich viele historische Bauten und Denkmäler in unserer schönen Stadt fehlen.“

    An Unwissenheit ist das kaum zu überbieten.

    Lediglich dem Einsatz engagierter Einzelpersonen und dem daraus resultierenden Denkmalschutz seit den 80ern ist es überhaupt zu verdanken, dass unsere Altstadt nur ansatzweise so aussieht wie sie aussieht. Diese war in den 70ern/80ern eher Parkplatz und Durchgangsstraße, die Pläne für eine 4-spurigen Trasse von der Regenbrücke zum Kolpingshaus und entlang der Donau waren schon in der Schublade.

    Lesen Sie doch einfach mal ein Buch zu diesem Thema.

  • Jürgen

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    Die Dagegen-Sein-Kultur scheint in Deutschland gerade seinen Höhepunkt zu haben.
    Ich halte das Keplerareal auch für ungeeignet.
    Ich halte aber auch die Herangehensweise der Stadt für ungeeignet und unprofessionell.
    Der Donaumarkt, der für mich einzige richtige Ort für ein solches herausragendes Projekt, wurde aus populistischen Gründen damals abgeschmettert. Man wollte den Wochenmarkt erhalten. Tja, jetzt sieht man, was man davon hatte. Jetzt haben wir ein „Franz-Josef-Strauß-Lederhosen“ Museum an dieser Stelle.
    Das einzige was mich an diesem Projekt freut ist die Kritik an dessen Gestalt. Man stelle sich vor, dass eine breite Mehrheit dieses Gebäude gut fände! Das hieße, ein durchschnittlicher Entwurf wäre umgesetzt worden sein. Durschnitt heißt Note 4! Kontrovers heißt herausragend oder Grotten schlecht, wobei letzteres nicht zu erwarten ist angesichts der Entscheidungsfindung.
    Ich habe bei irgend welchen Kommentaren gelesen, dass es für Regensburg ein Glücksfall gewesen sei, dass es vor dem Bau von Dom und Steinerne noch keine Bürgerentscheide gab. Der Dom ist ja maßstäblich viel zu groß und gliederte sich seiner Umgebung überhaupt nicht ein. Die Steinerne ist auch von Ihrer Dimension damals ein unübliches Bauwerk das auch noch die Donauauen teilweise zerstört hat.
    Bürgerentscheide sind dazu da um Politikern die Entscheidungsverantwortung zu nehmen, Fachleute außen vor zu lassen und Kevin und Lieschen von nebenan entscheiden zu lassen.
    Ich plädiere für Bürgerentscheide, wenn ein Chirurg operieren möchte!
    Komisch dass man da noch nicht darauf gekommen ist.
    Mittlerer Weile ist das Thema Stadthalle oder Kongresszentrum mit oder ohne Kultur in Regensburg absurd geworden. das Thema gehört von Grund auf neu überdacht.

  • Jonas Wihr

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    Selten so einen Blödsinn gelesen wie von Jürgen! Wird doch wohl nicht der Jürgen H. sein?
    „Ich plädiere für Bürgerentscheide, wenn ein Chirurg operieren möchte!“
    Warum nicht gleich „Kevin und Lieschen“ auch nicht länger zu den allgemeinen Wahlen zulassen?
    Das Instrument Bürgerentscheid sichert ein Stück weit direkte Demokratie, die Hürden für Bürgerentscheide liegen hoch, so dass nicht jeder Blödsinn damit zur verhandlung kommt.

  • Engler

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    Stellt doch das RKK auf das Dörnberg und scheißt auf die geplanten überteuerten, elitären, NeoBauhaus/Klassizismus-Townhouses in Bauabschnitt 2 & 3, die dort hingeklotzt werden sollen. Oder noch besser: Holzt den gesamten maroden Dörnberpark ab, Tiefgarage drunter, Klotz drauf. Fertig. Oder noch besser: Rein in Glorias Schloßpark damit. Enteignet diese arme, mittellose Frau. So etza reichts mit der Ironie…
    Kein Mensch will dieses RKK! Und dieses selten blöde Gerede mit „wettbewerbsfähig bleiben mit anderen Städten“, bringt mir die Kotze hoch. Was soll aus dieser Stadt eigentlich noch werden? Ein zweites Rothenburg ob der Tauber sind wir längst. Wollen wir jetzt Messe-, Kongress- und Sport-Großevent-Weltstadt werden? Regensburg war vor 15 jahren noch schön. Aber dank der komplett durchgeknallten Fortschritts-Propagandisten geht es immer mehr schnurgerade den Bach runter. Danke für all die trotteligen Touristenmassen! Danke für dauerparkende Luxus-Dampfschiffe! Danke für Automengen, die die Stadt im Dreck ersticken lassen! Danke! Danke Danke! Keine Chance Regensburg!

  • Jürgen

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    @Jonas Wihr:
    Wie man Mitte der 90er gesehen hat, nicht hoch genug. Hauptsache Klamauk und medienwirksames Auftreten und schon marschieren viele mit ohne überhaupt das Thema verinnerlicht zu haben. Architektur ist wie Fußball, jeder ist ein Bundestrainer und meint es besser zu können. Liese man Kevin und Lieschen dann ran, sähe man schnell, dass es nicht immer so leicht ist. Direkte Demokratie, schön und gut, aber dann wird nur noch der Durchschnitt gebaut, denn wie groß setzen Sie den Radius um das tatsächliche Baufeld fest wo Bürger entscheiden dürfen? Eng, dann wird’s nicht gebaut, weil Kevin und Lieschen gerne den kurzen Weg zum Wochenmarkt behalten wollen.
    Es gibt bessere Wege die Bevölkerung mit einzubeziehen statt ein willkürlich gewählten Kreis einer Bürgerschaft mit einer saublöden Frage zu einer Entscheidung zu drängen.
    Es haben schon viele Kommunen vor gemacht wie man die Bevölkerung in einen Planungsprozess mit einbindet. Beim RKK (oder wie man noch sagen könnte: „Wir bekommen keine Stadthalle, dann muss es eben ein Kultur- und Kongresszentrum sein“) ist man diesen Weg nicht gegangen. Man blockiert sich selbst in seinen Denkansätzen und kommt dann auf so Riepl-Stammtischideen wie dem Kepplerareal!
    Bahnhof = RKK, dass hieße heute, wenn er noch mal gebaut würde Autobahnkreuz = Dom??? In Deutschland wird anscheinend alles auf Auto und Verkehr reduziert. Beim Postfrachtzentrum z. B. hatte sich keiner aufgeregt, als es damals vom Bahnhof auf die Wiese verlegt wurde und somit große Teile des Lastverkehrs auf die Straße! Wo blieb hier der Bürgerentscheid?
    Ich heiße übrigens nicht Huber, nicht Mistol und nicht Trittin.

  • Jonas Wihr

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    Ich geben Ihnen Recht, Jürgen, RKK am Kepler-Areal und am Bahnhof = ausgemachter Blödsinn. Stadt und Stadtverwaltung haben gründlich versagt und die Bürger nur selektiv mit einbezogen. Außerdem: was soll das RKK sein? hier gehen die Vorstellungen so weit auseinander, dass es nichts Ganzes und nichts Halbes werden kann.
    Am Donaumarkt wäre ein RKK schon allein schon wegen des Verkehrsaufkommens fehl am Platz gewesen.
    Nun ja, die Architektur-Dilletanten und -Experten. Das Museum der Bayerischen geschichte zeigt, dass auch die Fachleute irren können. Hier waren die „Laien“ zum Schweigen verdamm und die Fachleute haben gründlich versagt.

  • Gartenzwerg

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  • mkv

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    Grüne Stadtinfrastruktur – KoalitionsVertrag

    Zur Bestandssicherung der Fürsten-Allee und deren Ausbau ein Zitat aus dem neuen Koalitionsvertrag (Seite 28):

    „Wir werden eine neue Umweltinitiative „Stadt. Klima. Natur“ auf den Weg bringen und damit gemeinsam mit den bayerischen Städten gezielt Akzente zur Entwicklung einer multifunktionalen grünen Infrastruktur setzen. Wir wollen den Erhalt und die Entwicklung von städtischem Grün verbessern und attraktive grüne Inseln in
    unseren Städten schaffen.“

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