Semesterticket: OB stützt RVV-Vorschlag

Oberbürgermeister engagiert sich für Beibehaltung des Semestertickets – differenziertes System als Lösung Nach dem Willen von Oberbürgermeister Hans Schaidinger soll das günstige Semesterticket des RVV auch in Zukunft weitestgehend beibehalten werden. Da jedoch sehr viel mehr Studierende als bisher erhoben die Eisenbahnlinien im RVV-Gebiet nutzen, haben die Schienenverkehrsunternehmen mittlerweile einen deutlich höheren Anspruch auf Vergütung. Deswegen sind zusätzliche Einnahmen aus dem Angebot des Semestertickets unumgänglich. Schaidinger unterstützt daher den Vorschlag des RVV, ein differenziertes System für Studierende einzuführen, um deren finanzielle Belastung so gerecht wie möglich zu gestalten. Das Semesterticket stellt ein besonderes Angebot für Studierende der Regensburger Hochschulen dar: Für aktuell 49 Euro im Semester können sie das gesamte Verbundnetz des RVV nutzen. Dieses Angebot bezuschussen die Stadt Regensburg und die Landkreise im Verkehrsverbund seit mittlerweile 13 Jahren mit mehreren hunderttausend Euro. „Und der Erfolg des Semestertickets gibt uns recht“, stellt Schaidinger fest: „Von Jahr zu Jahr steigt die Zahl der Studierenden, die damit auch weite Strecken zur Uni oder FH pendeln – beispielsweise aus Neumarkt, Amberg oder Abensberg.“ Eine Erhebung des RVV in 2011 hatte ergeben, dass Studierende zunehmend das Angebot der Eisenbahnbetriebe im RVV-Verbund nutzen. Das hat jedoch zur Folge, dass diese bei unverändertem Tarif für jeden studentischen Fahrgast im Vergleich zu 2010 nur mehr halb so viele Leistungen aus dem Topf des RVV erhalten. „Die Forderung der Eisenbahnbetriebe nach einer Preisanpassung des Semestertickets ist daher unvermeidlich“, so Schaidinger: „Gleichzeitig nehmen wir die Sorgen der Studierenden ernst. Unser Ziel ist es, gemeinsam mit ihnen einen Lösung zu finden, um ihre zusätzliche Belastung so niedrig wie möglich zu halten.“ Sofern möglich, wolle man verhindern, dass der Preis des Semestertickets für alle Studierenden steigt, unabhängig davon in welchem Umfang sie von den Leistungen des RVV tatsächlich Gebrauch machen. Vor diesem Hintergrund unterstützt die Stadt ein differenziertes Tarifsystem, wie es der RVV vorschlägt: Das Semesterticket würde für die Tarifzonen 1 und 2 zum Preis von 49 Euro beibehalten werden. Für die Zonen 3 bis 8 könnten die Studierenden sogenannte Anschlussmodule hinzukaufen zu Preisen, die noch deutlich unter den Kosten für ein entsprechendes RVV-Abonnement lägen. „Dieses Modell stellt nach wie vor eine günstige Alternative dar für Studierende, die sich keine eigene Wohnung in Regensburg leisten können oder leisten möchten“, so Schaidinger.

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