Stadtrat Dr. Eberhard Dünninger: Keine marxistischen Parolen zum 1. Mai

Wie im vergangenen Jahr versucht der „Arbeiterbund für den Wiederaufbau der KPD“ mit kämpferischen marxistischen Parolen den 1. Mai und sein Umfeld für seine demagogischen Zwecke zu missbrauchen. Bereits vor dem 1. Mai veranstaltet die Ortsgruppe Regensburg dieser Organisation eine Veranstaltung am 29. April im L.e.d.e.r.e.r, bei der ein „Mitglied des Zentralkomitees“, Stefan Eggerdinger, für „Sozialismus statt Kriegsökonomie“ spricht. Bei der gleichen Veranstaltung spielt die Agitpropgruppe Roter Wecker. Stadtrat Dr. Dünninger fordert den DGB in Regensburg dazu auf, sich von der Teilnahme des „Arbeiterbundes für den Wiederaufbau der KPD“ am 1. Mai zu distanzieren und damit deutlich zu machen, dass er die marxistischen Parolen während dieses Demonstrationszuges missbilligt. Das Kampflied „Hoch die Internationale“ klingt jedem Beobachter des Demonstrationszuges im vergangenen Jahr noch in den Ohren. gez. Dr. Dünninger

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Kommentare (9)

  • peter sturm

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    „Keine marxistischen Parolen zum 1. Mai“
    dann halt an den 364 verbleibenden tagen!

  • Fr.Streng

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    Recht so Herr Dünninger!
    Als Schüler des Alten Gymnasiums in Regensburg haben Sie es immer schon besser gewußt!
    „Dulce et decorum est pro patria mori.“
    [Süß und ehrenvoll ist es, fürs Vaterland zu sterben] So der Inschriftentext einer Gedenktafel am Alten Gymnasium für die Helden des 1.WKs.
    Nieder mit der Internationale!

  • peter sturm

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    regensburger gedenkkultur vom feinsten. 80 jahre nach der erstürmung der gewerkschaftshäuser wieder ein „ende marxistischer parolen“ zu fordern.

  • erik

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    Kommentar gelöscht. Bitte keine Kommentare, die nichts mit dem Text zu tun haben.

  • Jürgen Huber

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    Die Empörung verstehe ich jetzt nicht ganz. Herr Dünninger hat nie einen Hehl aus seiner Königstreue gemacht. Er hätte vermutlich am liebsten ein Königreich. Zumindest bezeichnet er den Ludwig I. am Domplatz als „seinen König“.

  • selektive Solidarität

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    Mir gefällt die Instrumental-Version (Musik: Hanns Eisler, Text: Bert Brecht) vom Solidaritätslied in seiner ursprünglichen Fassung für den Tonfilm Film „Kuhle Wampe“(1932; Drehbuch: Bert Brecht, Musik: Hanns Eisler) gespielt von Arbeitersportlern und Mitgliedern von Arbeiterchören, am besten. (Ein ganz großes Kunstwerk, das schiebt, dröhnt und stampft!) Leider wird das Lied oft verlangsamt, vereinfacht und gleichgeschaltet gespielt, oder geistlos, affektiert und überkorrekt und zaghaft von einem Orchester interpretiert, und somit ebenfalls sinnentstellt und verhunzt. Die versetzten Einsätze, die sich gegenseitig in Melodie und Rythmus fallen und individuell im Plural weitertragen haben alle ein Ziel vor Augen… eine gerechte und bessere Welt mit viel Platz für das, was als entartet oder formalistisch verboten wurde.

    Die zurückgelehnte elektronische Version der Internationalen (Solidaritätslied) von Uli Teichmann (CD: Arbeiterlieder Neu Interpretiert) ist interessant, inspirierend, humorvoll und richtungsweisend.

    Parole ist eben nicht gleich Parole. Der Arbeiter Bund tönt immer gleich, er kann nicht anders, als in Inhalt, Form und Sprache, zu vereinfachen, damit auch jeder Depp die Wahrheit versteht. Einen Tag lang. Mehr eh nicht.

  • dugout

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    Ein Lied das ein Willy Brandt gesungen hat lass ich mir von einem Dünninger doch nicht madig machen :)

  • selektive Solidarität

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    Wann bekommt er endlich seine eigene Gedenktafel am alten Gymnasium (Regierung der Oberpfalz)?:
    „Dieses Gebäude war früher das alte Gymnasium. Prof.Dr.Dünninger besuchte hier die Oberschule und absolvierte das Abitur mit gutem Erfolg.“

  • Politischer Türsteher | Regensburg Digital

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    […] Christian Dietl ist etwas ärgerlich. Über die Medien hat der Regensburger DGB-Vorsitzende von der „persönlichen Erklärung“ von Dr. Eberhard Dünninger erfahren. Der Vorsitzende der ödp-Stadtratsfraktion fordert den DGB […]

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