Beiträge mit Tag ‘Demonstation’

Das zweite Wochenende in Folge versammelten sich am Samstag sogenannte „Corona Rebellen“ zu einem „spontanen Spaziergang“ gegen die staatlichen Maßnahmen im Zuge der Corona-Pandemie. Reden gab es keine, es wurde lediglich kollektiv gesungen. Durch Gespräche und schriftliche Äußerungen offenbarte sich allerdings erneut ein Sammelsurium verschiedener Verschwörungstheorien und Diktaturphantasien. Die Regensburger Polizei agierte angesichts des Demonstrationsgeschehens überrumpelt, planlos und widersinnig.

Kaum Masken, kaum Mindestabstand bei den „Corona Rebellen“. Die Polizei stört sich daran nicht. Foto: om

Von Michael Bothner und Martin Oswald

„DDR 2.0“, „Sklave“, „Maulkorb“. Es sind solche Botschaften, mit denen einige Personen am vergangenen Samstag ihre Ablehnung gegenüber der mittlerweile bundesweit geltenden Maskenpflicht und den Corona-Maßnahmen insgesamt zum Ausdruck bringen wollen. Der Großteil der rund 180 Anwesenden verzichtet hingegen gänzlich auf das kleine Stück Stoff. „Ich lasse mir keinen Maulkorb anlegen“, heißt es etwa.

Aufruf zum „Spaziergang gegen die Coronadiktatur und für unsere Grundrechte“. Bild: Screenshot Facebook

Wie bereits eine Woche zuvor, als sich 30 Personen auf dem Haidplatz einfanden, habe man sich auch diesmal „lediglich zu einem spontanen Spaziergang getroffen“. Viele halten demonstrativ das Grundgesetz in der Hand, als kurz nach 15 Uhr auf das Zeichen von Ines G., die ebenfalls am 25. April vor Ort war, die Nationalhymne und anschließend eine Adaption von „Die Gedanken sind frei“ gesungen wird.

Entsprechende Liedtexte wurden zuvor von einigen Anwesenden verteilt. Die beiden Lieder werden später noch einige Male wiederholt und jeweils mit lautem Applaus quittiert.

Kundgebung gegen Kooperation mit AfD

„Botschaft der Niedertracht.“

Die Wahl Thomas Kemmerichs (FDP) zum thüringischen Ministerpräsidenten am Mittwoch hat für viel politischen Wirbel gesorgt. Vor allem, dass sich der „Kandidat der Mitte“ von der Rechtsaußenpartei AfD um Björn Höcke wählen ließ, sorgte für Entsetzen, Kritik und Protest. In Regensburg fand gestern Abend eine binnen kurzer Zeit beworbene, aber gut besuchte Protestkundgebung statt. Der Widerstand scheint sich gelohnt zu haben: Zwischenzeitlich möchte sich Kemmerich vom Regierungsamt zurückziehen.

Protest gegen Abschiebungen nach Afghanistan

„Ausbildung statt Abschiebung“

Eine Initiative von Pädagoginnen und Pädagogen veranstaltete vergangenen Samstag eine Kundgebung mit dem Thema „Ausbildung statt Abschiebung“. Hintergrund waren die kürzlich begonnenen Sammelabschiebungen nach Afghanistan. Anders als für die Bundesregierung ist Afghanistan jedoch kein sicheres Herkunftsland. Neben einigen unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen kam unter anderem auch Oberbürgermeister Wolbergs zur Kundgebung.

Bayernpartei und Frauenrechte

„Was hat das mit Rassismus zu tun…“

Die Übergriffe in der Silvesternacht von Köln werfen ihre Schatten auch nach Regensburg. Hier hat die Bayernpartei nun zu einer Kundgebung für „Frauenpower“ aufgerufen. Die Gewerkschaft ver.di hat als Reaktion eine Demo gegen Rassismus und Sexismus angemeldet. Und es gibt durchaus berechtigte Zweifel an den hehren Motiven der Bayernpartei. Ein Gespräch mit Parteivize Fritz Zirngibl.

Neue feministische Gruppe organisiert Demonstration

„Nein heißt Nein“ – Gegen Sexismus auf die Straße

[soliloquy id=“48304″]Artikel: Lea S., Fotos: Houmer HdtzUnter dem Motto „Nein heißt Nein“ gingen am Samstag, den 21. November, ca. 150 Menschen auf die Straße. Das Petra Pan Projekt hatte dazu aufgerufen, gegen den sexistischen Normalzustand zu protestieren und sich mit Menschen zu solidarisieren, die tagtäglich mit Sexismus konfrontiert sind.

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