Veranstaltungscentrum im ehemaligen Schlachthof?

Stadt prüft möglichen Standort für ein Tagungs- und Veranstaltungscentrum im ehemaligen Schlachthof Der wirtschaftliche Aufschwung und der bedeutende Wissenschaftsstandort machen Regensburg auch als Veranstaltungs- und Tagungsort attraktiv. Zahlreiche Anfragen müssen jedoch laut der Regensburg Tourismus GmbH (RTG) abgelehnt werden, da das Angebot an Räumlichkeiten bei weitem nicht die Nachfrage deckt. „Das Tagungsgeschäft darf nicht vernachlässigt werden“, so Oberbürgermeister Hans Schaidinger. „Die deutsche Veranstaltungsbranche boomt und hat 2011 mit einem Rekordergebnis abgeschlossen. Auch Regensburg muss sich als Tagungs- und Kongressstadt weiter und deutlich besser positionieren.“ Aus diesem Grund prüft die Stadt gemeinsam mit der RTG Räumlichkeiten im ehemaligen Schlachthof, um die Tagungskapazitäten für Regensburg weiter auszubauen. Gerade für Veranstaltungen von 500 bis zu 800 Personen fehlt es in Regensburg an Tagungsstätten. Ein Teil der Räumlichkeiten im denkmalgeschützten Bereich des Schlachthofs würden gerade für diese Größenordnung Platz in einem höchst attraktiven Umfeld bieten. „Doch nicht nur die Tagungsmöglichkeiten, sondern auch kulturelle Angebote für die Bürgerinnen und Bürger sowie für den gesamten Umkreis könnten deutlich ausgeweitet werden“, betont Sabine Thiele, Geschäftsführerin der RTG. Auch wenn der Schwerpunkt auf Tagungen, Kongressen und Seminaren liegt, könnte das Tagungs- und Veranstaltungscentrum mit einem flexiblen Raumkonzept auch für Konzerte, Ausstellungen, Kulturveranstaltungen, Firmenpräsentationen, private Feiern oder Bälle genutzt werden. Keine Konkurrenz zum geplanten RKK „Wir sind davon überzeugt, dass ein Tagungszentrum im ehemaligen Schlachthof keine Konkurrenz zu bereits vorhandenen Tagungsmöglichkeiten in Regensburg darstellt, sondern sich Synergieeffekte ergeben werden“, führt Schaidinger weiter aus. „Das Veranstaltungszentrum ist auch kein Ersatz für das geplante RKK, das Großveranstaltungen und Kongresse von internationalem Niveau mit weit größeren Anforderungen nach Regensburg bringen soll.“ Aufwertung des Stadtostens Der Osten der Stadt wird in den nächsten Jahren eine nachhaltige Aufwertung erfahren: Das Marina Quartier, das fußläufig zur Innenstadt liegt, die neu geschaffene Uferpromenade, das neue Viertel auf dem ehemaligen Zuckerfabriksgelände und das Museum der Bayerischen Geschichte werden zur positiven Stadtentwicklung beitragen. „Beispielsweise hat die Stadt vor zehn Jahren den IT-Speicher gegründet. Inzwischen haben sich zahlreiche Unternehmen aus der IT-Branche im Umfeld angesiedelt“, so Wirtschafts-, Wissenschafts- und Finanzreferent Dieter Daminger. Diese Entwicklung könnte auch das Areal um den ehemaligen Schlachthof nehmen: Laut Investor soll sich der ehemalige Schlachthof zu einem Ort der Kreativwirtschaft entwickeln. Weiteres Vorgehen Oberbürgermeister Hans Schaidinger wird im September den Stadtrat informieren, um den Beschluss zu erhalten, in die Detailplanungen einzusteigen und Verträge auszuhandeln. Bis Ende 2012 soll dann dem Stadtrat eine abschließende Beschlussfassung ermöglicht werden. Die Verwirklichung des Projekts mit Ausführungsplanungen und der baulichen Realisierung könnte dann zu Jahresbeginn 2013 starten. Nachweis/Grafik: Immobilien Zentrum Regensburg

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Kommentare (2)

  • „Der OB behandelt uns wie Deppen!“ | Regensburg Digital

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    […] Und wieder einmal war es plötzlich sehr eilig: Am Freitag lud Oberbürgermeister Hans Schaidinger kurzfristig zur Pressekonferenz, um seinen Plan eines „Veranstaltungs- und Tagungszentrums“ am Alten Schlachthof vorzustellen (hier geht’s zur offiziellen Pressemitteilung). […]

  • Schlachthof-Nutzung: Abnicken erwünscht | Regensburg Digital

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    […] der Stadtratsmehrheit – die Pläne für ein Tagungszentrum im Kleinformat der Presse vorgestellt (zur städtischen Pressemitteilung). Mehrere Monate hatte die Verwaltung dazu im Vorfeld schon mit dem Immobilien Zentrum Regensburg […]

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