Regensburger BIs im landesweiten Denkmalnetzwerk

Vier Regensburger Bürgerinitiativen im landesweiten Denkmalnetzwerk Bayern Vier Regensburger Bürgerinitativen trafen sich mit ca. 50 Gleichgesinnten in Tutzing zur Gründungsversammlung des Projekts „Denkmalnetzwerk Bayern“. Bei der, wie der Festredner Dieter Wieland bemerkte, „höchst beeindruckenden Zusammenkunft“ waren Delegierte von Coburg bis Lindau, von Aschaffenburg bis Bad Reichenhall anwesend. Beim Denkmalnetzwerk handelt es sich um eine landesweite Initiative zur Förderung der bürgerschaftlichen Denkmalpflege. Zudem wurde eine „Tutzinger Erklärung“ zum Denkmalschutz verabschiedet. Aus Regensburg waren dabei Stefan Ebeling (Altstadtfreunde), Eginhard König (Arbeitskreis Kultur), Hubert Wartner (Geschichts- und Kulturverein Kumpfmühl) und Helmut Wilhelm (Forum Regensburg). Aus dem Landkreis Regensburg gesellte sich Michael Schönharting (Förderkreis zur Erhaltung der Burgruine Loch) dazu. Der ehemalige Verfassungsrichter Helmut Wilhelm ist Mitglied im Ausschuss („Arbeitskreis“), der demnächst einen Vorstand („Sprecher“) wählen wird. Die Bürgerinitiativen werden im Netzwerk präsent sein. Informationen aus dem Bereich der Denkmalpflege, des Denkmalschutzes und des aktuellen Geschehens im politischen Bereich des Denkmalschutzes, das sich innerhalb der Gemeinde, des Landkreises und des Freistaats Bayern abspielt, werden angeboten. Die Initiativen bekommen Gelegenheit auf der Website www.denkmalnetzbayern.de, die im April 2011 freigeschaltet wird, miteinander in Beziehung zu treten, ihre Anliegen vorzubringen sowie Erfolge und Misserfolge ins Netz zu stellen. So soll eine intensivere Kommunikation untereinander und somit eine erfolgreiche „Lobbyarbeit“ für die Erhaltung der Denkmäler in Bayern möglich sein. Den organisatorischen Rahmen bietet der Bayerische Landesverein für Heimatpflege. In der Tutzinger Erklärung heißt es u.a.: „Als ein Netzwerk von Bürgerinitiativen wünschen wir uns für die bürgerschaftliche Denkmalpflege daher eine entscheidende Verbesserung der Rahmenbedingungen. Bürgerschaftliche Initiativen sind kompetente Partner für die staatliche Denkmalpflege. Vielfach finden sich vor Ort Experten für die lokale Geschichte und die bauliche Entwicklung von Dörfern, Städten und Siedlungen, die in maßgeblicher Weise denkmalfachliches Wissen beisteuern können. Als engagierte Bürgerinnen und Bürger sind wir bereit, für die Denkmäler Engagement und Arbeitszeit aufzubringen und uns vor Ort für Erhalt und Pflege einzusetzen. Dabei bleibt die staatliche Denkmalpflege unverzichtbar und muss rechtlich und finanziell wieder gestärkt werden. Wir laden die staatliche Denkmalpflege und die Politik ein, auch in strittigen Punkten verstärkt mit uns in Dialog zu treten, z.B. bei der Beurteilung der Denkmalwürdigkeit von Gebäuden oder Stadtstrukturen, oder in der Bauberatung. Darüber hinaus muss die vor Ort vorhandene Kompetenz im Denkmalbereich besser vernetzt werden, etwa durch eine Liste freiwilliger Ansprechpartner (z.B. Eigentümer, Handwerker, Architekten).“ Die vier Regensburger Delegierten zeigten sich nach Abschluss der Zusammenkunft sehr erfreut. Eginhard König, der zusammen mit Walter Cerull (Forum Regensburg) bereits zwei einschlägige Tutzinger Tagungen besucht hat, kommentiert: „Das Netzwerk bedeutet eine wesentliche Verbesserung unserer Denkmalpflege-Arbeit. Wie sich schon bei früheren Tagungen gezeigt hat, können wir von den anderen lernen und, was vielleicht noch wichtiger ist: Wir erhalten in Zukunft ein landesweites Forum und können mit einer Unterstützung von auswärts für unsere Anliegen rechnen. Und das hilft uns, wie bisherige Erfahrungen zeigen, ganz gewaltig.“

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