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Kampf der Kulturen im Tennisheim

Im Regensburger Turmtheater geht es um die Wurst

Obwohl Vielfalt insbesondere im kulinarischen Bereich oft als Bereicherung gepriesen wird, kann sie auch Herausforderungen mit sich bringen. Diese treten beispielsweise bei Familien-, Vereins- oder Firmenfeiern auf, wenn die unterschiedlichen Essgewohnheiten und -vorschriften, die religiöse, weltanschauliche, ethische oder medizinische Hintergründe haben, unter einen Hut gebracht werden müssen. In der im Turmtheater inszenierten Komödie „Extrawurst“ von Dietmar Jacobs und Moritz Netenjakob aus dem Jahr 2019 eskalieren die Auseinandersetzungen in einem Tennisverein über die Anschaffung eines neuen Grills zu einem regelrechten Kulturkampf.

Von links: Matthias (Johannes Aichinger), Melanie (Heike Ternes), Heribert (Georg Lorenz), Erol (Ali Raki-Turp) Thorsten (János Kapitány) treffen sich zur Ordentlichen Jahres-Haupt-Mitgliederversammlung im Tennisheim. Foto: Dieter Popp.

Alles sieht nach einer gewöhnlichen Jahresmitgliederversammlung im deutschen Vereinsmeierland aus. Vorstandsvorsitzende Heribert (Georg Lorenz) hechelt die Tagesordnungspunkte hindurch und will die Versammlung schon schließen, um sich dem Büfett zu widmen. Da wird er an die noch offene Frage der Anschaffung eines neuen Vereinsgrills erinnert.

Auch das scheint eine schnell beschlossene Sache, da meldet sich das besonders woke Tennissternchen Melanie (Heike Ternes) zu Wort, das der Meinung ist, dass ein neuer Grill aus Rücksicht auf ihren türkisch-muslimischen Doppelpartner Erol (Ali Raki-Turp) nicht ausreicht; ein weiterer müsse angeschafft werden, da der Islam es Erol nicht erlaube, seine Wurst neben die Schweinewurst der christlich geprägten Vereinsmitglieder zu legen.

Heidenspaß statt Höllenqual

Auf den Küchentisch steigen, um die Sünde besser sehen zu können – Freigeistertanz in Regensburg

Am sogenannten Karfreitag findet ab 21 Uhr in fünf Regensburger Lokalen der sogenannte „Freigeistertanz“ unter dem Motto „Heidenspaß statt Höllenqual“ statt. Möglich macht das ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts von 2016, für das der bfg München bis 2016 ein Jahrzehnt vor Gericht gestritten hatte.

Zur Max-Wissner-Ausstellung

Geschichtsklitterung in eigener Sache

Über 100 Werke des Malers Max Wissner zeigt der Kunst- und Gewerbeverein in einer aktuellen Ausstellung. Doch die von Kurator Stefan Reichmann organisierte Schau ist an Gefälligkeit kaum zu überbieten, lässt Lücken offen, verschweigt lange bekannte NS-Belastungen Wissners und ignoriert wichtige Vorarbeiten.

Ein etwas längerer Kinobesuch

So war’s beim Hard:Line Filmfestival

Vier Tage, 16 Kurz- und 13 Langfilme, eine Party, ein Konzert und jede Menge Rasierklingen – zur zehnten Auflage haben wir uns das Festival des extremen Kinos mal komplett gegeben. Ein Bericht ohne Anspruch auf Vollständigkeit und Objektivität.

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