Die Planungen für den Hochwasserschutz am Unteren Wöhrd stoßen auf Widerstand und Kritik. Es gibt 57 Einwendungen gegen das beispiellos aufwändige Projekt. Ein Aktionsbündnis macht mobil.
Visualisierung des Wasserwirtschaftsamts zum Hochwasserschutz am Unteren Wöhrd. Foto: Christoph Gabler; Visualisierung: Rakete
Es ist das größte und aufwendigste Projekt, das der Freistaat Bayern beim städtischen Hochwasserschutz plant: der Schutz Regensburgs vor einem hundertjährlichen Donauhochwasser. Seit dem Jahr 2000 läuft die Umsetzung. Der Abschnitt, der nun ansteht, übertrifft alle bisher umgesetzten Maßnahmen zusammen: der Hochwasserschutz für den Unteren Wöhrd.
Mehr als 1.000 Seiten stark sind die Antragsunterlagen, 1,6 Gigabyte Daten, 179 Einzeldateien. Schon deshalb ist dieses „Mammutprojekt“, so nennt es Rainer Zimmermann, der Vizechef des Wasserwirtschaftsamts Regensburg, für den Normalbürger kaum zu überblicken. Entsprechend hat es bislang keine öffentlich wahrnehmbare Debatte gegeben.
Starke Wahlergebnisse der beiden Bürgermeister und eine Opposition, die trotz Kritik den Willen zur Zusammenarbeit betont, prägen die erste Sitzung des neuen Stadtrats.
Zu zwei Jahren und sechs Monaten Gefängnis hat das Landgericht München I Joachim Wolbergs am Mittwoch verurteilt. Als letzte Hoffnung bleibt dem früheren Oberbürgermeister nur die Revision.
Unter dem Motto „Krankenhäuser finanzieren – Arbeitsbedingungen sichern – Versorgung gewährleisten“ trafen sich am 12. Mai Beschäftigte von Uniklinikum und medbo zur aktiven Mittagspause. Sie protestierten gegen die geplante Gesundheitsreform der Bundesregierung.
Wir waren etwas ausschweifend bei unserem Gespräch über die neue Koalition im Regensburger Rathaus und den Korruptionsprozess gegen Joachim Wolbergs in München, der diese Woche zu Ende gehen dürfte. Hier gibt es unser Gespräch zum Nachhören – GEMA-bedingt ohne Musik.
Plädoyers im Korruptionsprozess gegen Ex-OB Wolbergs vor dem Landgericht München I. Die Staatsanwaltschaft fordert eine Haftstrafe, Strafverteidiger Witting einen Freispruch. Was die objektiven Fakten betrifft, ist man sich weitgehend einig. Uneins ist man sich darin, wie viel Wolbergs von dem korruptiven Spendensystem des Bauträgers Volker Tretzel wusste.
Optimismus und Zuversicht versuchen die Vertreter der neuen Koalition am Dienstag zu verbreiten. Vieles wird versprochen, vieles bleibt unverbindlich. Neu-OB Burger kündigt aber an: „Wir werden liefern.“
Niederlage für die Stadt Regensburg. Der Bebauungsplan für das Gebiet der ehemaligen Schlämmteiche wurde nach einer Klage des Bund Naturschutz vom Bayerischen Verwaltungsgerichtshof aufgehoben. Der Unternehmer Ferdinand Schmack wollte dort zwei große Industriehallen bauen.
Zum Tag der Arbeit scheint die alte Beziehung zwischen SPD und Gewerkschaften noch zu funktionieren. Trotz viel Kritik an der Bundesregierung und den Druck, der von dort auf Sozialstaat und Arbeitnehmerrechte ausgeübt wird.
27 Stimmen und eine verbindliche Basis mit den meisten anderen Parteien. So sieht die Koalition aus, mit der OB Thomas Burger die kommenden sechs Jahre in Regensburg arbeiten will.
Kommende Woche stehen voraussichtlich die Plädoyers beim Korruptionsprozess gegen Ex-OB Joachim Wolbergs in München an. Trotz Protesten der Verteidigung wird die Beweisaufnahme nach knapper Frist geschlossen. Der wichtigste Zeuge, Bauträger Tretzel, fehlt und weitere Aufklärung zu dessen Geständnis hält die Kammer für unnötig.
Energie-Experte und Hochschullehrer Michael Sterner kritisiert Wirtschaftsministerin Reiche für ihre Energiepolitik. Ein Protest-Song soll den Kampf für erneuerbare Energien sichtbar zu machen. Erlöse des Verkaufs kommen UNICEF zugute.
Beim Gedenkweg für die Opfer des Faschismus betonen Rednerinnen und Redner, dass Gedenken über das bloße Erinnern hinausgehen muss. Das neue Projekt im ehemaligen KZ-Außenlager Colosseum bleibt ein rosa Elefant, den niemand erwähnt.
Während seines Studiums hat Assad Ghorab als Taxifahrer angefangen. Seit zehn Jahren ist er selbständiger Taxiunternehmer. Der Vorstand der Taxizentrale Regensburg sieht die Stadt in der Pflicht, um für einen fairen Wettbewerb zwischen dem Taxigewerbe und Mietwagenunternehmen wie Uber zu sorgen.
Es war wohl eine der größten Demonstrationen gegen Gewalt an Frauen in Regensburg in den vergangenen Jahren. Zwischen 1.200 Menschen laut Polizei und 1.700 (Veranstalter) insgesamt zogen am Sonntag unter dem Motto „Es reicht!“ vom Bismarckplatz über den Minoritenweg zum Ostentor – und von dort zurück zum Haidplatz.
Volker Depkat ist Professor für Amerikanistik an der Universität Regensburg und Experte im Deutschlandfunk-Podcast „Amerika verstehen“. Anlässlich des 251. Jahrestages der ersten Schüsse des Amerikanischen Unabhängigkeitskriegs am 19. April und dem bevorstehenden Jubiläum zu 250 Jahren Unabhängigkeitserklärung am 4. Juli hat sich Robert Riedl mit ihm über Donald Trump, Demokratie und amerikanische Geschichte unterhalten.
Die Regensburger Zweckentfremdungssatzung erlaubt eine Umwandlung von Wohnraum nur unter bestimmten Voraussetzungen. Warum das Haus Thurn und Taxis aktuell Wohnraum in Büros umwandeln darf, konnte das Bauordnungsamt im Planungsausschuss nicht schlüssig begründen.
Der neugegründete Colosseum-Verein hat etwas geschafft, was die Stadt Regensburg bis heute nicht geschafft hat. Im früheren KZ-Außenlager entsteht ein Gedenk- und Begegnungsort. Es darf auch gelacht werden.
Eine Spende der Stadt Regensburg an die NGO Sea-Eye löste im vergangenen Jahr eine hitzige Debatte aus. Die Rechtsaufsicht beanstandete den anfängliche Spendenzweck. Das gehöre nicht zu den Aufgaben einer Kommune. Ein Rechtsgutachten kommt nun zu einem gänzlich anderen Schluss.