CD: Ceremony – The L-Shaped Man

Nimmer vorneweg

Zum ersten Mal nicht zehn Schritte weiter als gedacht: Das neue Album von Ceremony.

Von Martin Smeets, heartcooksbrain

ceremony_l-shapedman_digitalpackshot-537x537So richtig lange – keine zehn Jahre, um genau zu sein – ist es noch gar nicht her, als Ceremony ihre Songs meist mit einer Laufzeit von rund einer Minute ins Ziel brachten und ein gerne gefragter Ansprechpartner waren, wenn es um infernalischen Krach in Höchstgeschwindigkeit ging. Umso erstaunlicher, wie weit davon entfernt sich bereits die letzte Platte Zoo bewegte – die die Trümmer des vom Quintett höchstselbst zerstörten Hardcore mit Shoegaze und Wave verband und so einmal öfter eine völlig eigene Klangästhetik erschuf. Wie viele Ecken weiter Ceremony mit The L-Shaped Man in ihrer Entwicklung stehen, ist dann auch die dringlichste Frage, die rund um dieses neue Album zu klären ist.

Regensburg Digital meets heartcooksbrain

Bei Regensburg Digital ist jetzt auch Musik drin

Regensburg Digital erweitert sein redaktionelles Angebot. Ab sofort kooperieren wir mit dem unabhängigen Musikblog heartcooksbrain. In regelmäßigen Abständen werden nun auch Platten- und Konzertkritiken bei uns erscheinen. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit. Heute stellt sich heartcooksbrain kurz vor.

"Tiere essen" am Theater Regensburg

Agitprop für bewusstes Essen

Es hat mehr etwas von einem szenischen Statement von „Slow Food“ als von einem Theaterstück. Für den Schlussapplaus bleibt nach der eher kurzen – gut einstündigen – Aufführung keine Zeit. Unmittelbar nach dem abrupten Ende wird das Publikum nach draußen, ins Foyer, gebeten, um dort drei verschiedene Gerichte zu probieren. „Sobald wir unsere Gabel nehmen, beziehen wir Position“, lautet nämlich ein zentraler Satz in Jonathan Safran Foers autobiographischem Sachbuch „Tiere essen“. Es ist einer von vielen, die sich das in weiße Abendgarderobe gewandete Quartett (Ulrike Requadt, Frerk Brockmeyer, Gunnar Blume und Pina Kühr) entgegenschleudert.