SOZIALES SCHAUFENSTER

Ausstellung

Zwischen Goethes Faust und Donkey Kong

In der Städtischen Galerie „Leerer Beutel“ treffen aktuell virtuelle Welten und Gaming auf Agnes Bernauer und Goethes Faust. In der Ausstellung „Dynamische Facetten“ zeigt die Regensburger Künstlerin Ivana Koubek einen Querschnitt ihres Schaffens.

Recherchierte zum Thema Gaming auf der DreamHack in Leipzig: Ivana Koubek. Fotos: pm/ Stefan Effenhauser

Den meisten Regensburgern dürfte Ivana Koubek wohl eher als Gestalterin der kreativen Plakate für das Bürgerfest bekannt sein. Doch die gebürtige Tschechin probiert sich seit vielen Jahren immer wieder in unterschiedlichsten künstlerischen Bereichen aus. Von Gemälden, Freskomalereien, über Buchillustrationen und Arbeiten auf Porzellan, Koubeks Werk hat über die Jahre eine gewisse Vielfalt erreicht. Nach einer ersten Ausbildung für moderne Glaskunst in Železný Brod absolvierte sie von 1978 bis 1981 ein privates Studium an der Akademie der Bildenden Künste in Prag. Seit 1988 lebt Koubek mittlerweile in Regensburg und hatte 1989 als Reaktion auf die samtene Revolution in der Tschechoslowakei und die damit verbundene Grenzöffnung mit einigen deutsch-tschechischen Kunstprojekten versucht, einen Beitrag zur Freundschaft zwischen den beiden Nachbarländern zu leisten.

Noch bis zum 8. November zeigt die Städtische Galerie im Leeren Beutel nun mehrere ihrer Kunstwerke bei der Ausstellung „Dynamische Facetten“. In ihren neuesten Projekten wagt sich Koubek dabei an die Verbindung zweier Welten, die auf den ersten Blick zumindest nicht direkt etwas miteinander zu tun haben.

„Gaming (Virtuelle Welten)“ lautet der Titel eines 2019 entstanden Gemäldes. Zu sehen sind darauf mehrere Figuren, die an Computerspiele angelehnt sind. Mit aufgerissenem Mund, die linke Hand zur Faust geballt, die Rechte die Maus fest umklammert, scheint zudem eine Person einen Bildschirm anzuschreien. Schräg darunter ist eine zweite, eher nachdenklich wirkende Person ebenfalls am Bildschirm sitzend gezeichnet. Die einzelnen Abbildungen verlaufen dabei ineinander und sind nur soweit fertig gezeichnet, um erkennbar zu sein.

Im rechten oberen Eck, hinter dem Bildschirm aufragend, ruht der griechische Philosoph Platon. Und er ist der Schlüssel zum Hintergrund des Werkes. Vor rund zweieinhalbtausend Jahren schrieb Platon sein Höhlengleichnis nieder. Es ist ein Plädoyer für den philosophischen Bildungsweg als erstrebenswertes Ideal, der als Befreiungsprozess dargestellt wird. Platon vergleicht die sinnlich wahrnehmbare Welt der vergänglichen Dinge mit einer unterirdischen Höhle. Aus dieser müsse der Mensch in die rein geistige Welt des unwandelbaren Seins aufsteigen. Nur dann könne die wahrhafte Welt erfahren werden.

Diese philosophischen Überlegungen zitiert Koubek in ihrem Werk, wenn sie mit gelben und roten Farbakzenten an das Feuer als Lichtquelle der Höhlenbewohner erinnert, in dessen Schatten sich die Computerfiguren auf den Bildschirmen abzeichnen. Diese fungieren dabei als Lichtquelle einerseits und Fläche der Abbildung andererseits. Mit der zweiten, nachdenklich wirkenden Person möchte Koubek den durch die Philosophie beginnenden Ausstieg aus der Höhle, respektive der virtuellen Welt symbolisieren.

Es ist nicht das einzige Gemälde in dem sich Koubek in der sogenannten Game-Art versucht. Zwei Jahre hat sie an den verschiedenen Gemälden und Skizzen gearbeitet. Bei der DreamHack-Messe in Leipzig ist sie zuvor selbst in die Welt der Gamer eingetaucht. „In meinem Alter bin ich für die fast schon ein Dinosaurier.“ In „DIE GAMECONTROLLER“ greift sie mit Elementen des Pop-Art zahlreiche Figuren beliebter Computerspiele wie Pokémon, Donkey Kong oder Super Mario auf. Zwischen den krachend bunten Elementen zeigen sich in feinen Strichen Gamer mit energiegeladener Mimik. Der Übergang zwischen der realen und der virtuellen Welt und wie schwer diese beiden immer wieder zu trennen sind ist dabei ein bestimmendes Thema.

Koubek, die als freischaffende Künstlerin tätig ist, bedient sich auch bei der Wahl der verwendeten Materialien immer wieder interessanter Gegenstände. So ist das Werk „Faust. Walpurgisnachtstraum oder Obertons und Titanias goldne Hochzeit“ auf 15 Quadratmetern Backpapier entstanden. Das als Zeichnung – laut Koubek das „primäre und interessanteste Ausdrucksmittel“ und die „erste Verrichtung, die alles definiert“ – angefertigte Gemälde bewegt sich zwischen Fausts Pakt mit dem Teufel und der Darstellung der Walpurgisnacht aus Shakespeares Sommernachtstraum.

Mit „Regensburger Ansichten“ liefert die für ihre Plakatgestaltungen mehrfach ausgezeichnete Künstlerin ihre eigene perspektivische Symphonie der Regensburger Architektur. In ihrem monumentalen Werk „Die Legende der Agnes Bernauer“ von 42 Quadratmetern Größe spielt Koubek mit Elementen der italienischen Freskenmalerei. Eine Technik, mit der sie sich seit vielen Jahren auseinandersetzt. 2001 gestaltete sie das Interieur der neu erbauten Kapelle in Neudorf (Gemeinde Pettendorf) in der Freskotechnik mit sakraler Thematik.

In dem siebenteiligen Zyklus zur Legende Bernauers versucht die Künstlerin einen Bogen von der sozialen Stellung der Frau im späten Mittelalter, den Prozessen während der Hexenverfolgung und der Anklage gegen Agnes Bernauer wegen angeblicher Zauberei zu spannen. Bernauer, Tochter eines Augsburger Baders, war die heimliche geliebte und spätere Ehefrau des bayerischen Herzog Albrecht III. Da eine heimliche Hochzeit damals politisch und gesellschaftlich als höchst verwerflich galt, klagte Albrechts Vater, Herzog Ernst, Agnes der Hexerei an und ließ sie 1435 in Straubing ertränken.

Beginnend mit Elementen der realistischen Malerei steigert sich der Bildzyklus von der warmen Atmosphäre des Bades in dem sich die Geliebten kennen gelernt hatten, hin zu immer kälter wirkenden Farben und expressiver werdenden Formen. Bis am Ende die Hinrichtung in abstrahierender, unmenschlich wirkender Form wiedergegeben wird. „Es ist ein Nachsinnen, wo nur die Menschlichkeit diesen Prozess verändern kann. Aber die muss sich immer wieder aufs Neue durchsetzen“, so Koubek selbst.

Die Ausstellung ist noch bis zum 8. November zu sehen. Der Eintritt ist kostenlos.

Print Friendly, PDF & Email

SUPPORT

Ist Ihnen dieser Text etwas wert?

(via Paypal)

oder:

 
Verein zur Förderung der Meinungs- und Informationsvielfalt e.V.
IBAN: DE14750900000000063363
BIC: GENODEF1R01

Kommentare (46)

  • Jonas Wihr

    |

    Du liebe Güte! Über das Niveau der betulichen Bürgerfestplakate kommen die Gaming- und Historienbilder aber auch nicht hinaus. Verstehe nicht, wieso die Städtische Galerie diesen kribbelbunten Mischmasch zeigen muss, der allenfalls das biedere Handwerk einer Gebrauchsgrafikerin zeigt, die keinerlei Empfindung für Farben zu haben scheint, Sorry.

  • R.G.

    |

    Sieht alles aus wie die Kunstwerke auf dem neben dem klassischen Telefon der Urzeit abgelegt gewesenen Kritzelblock einer Werbeagentur.

  • Jonas Wihr

    |

    ” … in der sogenannten Game-Art …” Ne, diese Bilder bedienen nur Klischees. Wie sich jemand, der von der Gaming- und Gamer-Szene keine Ahnung hat, diese eben so vorstellt. Aufgerissene Mäuler und Augen, Action – ja: und Pokemon darf auch nicht fehlen, es ist nicht zu fassen. Die üblichen und falschen Sterotypen, die gemeinhin so transportiert werden. Geradezu ärgerlich!

  • Piedro

    |

    Die Farben gefallen mir nicht, obwohl ich bunt und popig stehe. Das ganze ist mehr Grafikdesign, professionell gemacht, aber uninspiriert, steril und oberflächlich. Mir gefällt’s halt nicht, aber das muss ja nicht, die Gamingwelt ist eh nicht meine. Ich meine, dass dieses Thema einiges her machen könnte, wenn sich ein anderer Zugang als das plakative Verwurschteln findet.

  • Ursula Vogt

    |

    Unbedingt ansehen. So viel künstlerischer Tiefgang will verstanden sein. In allen Techniken meisterhaft. Allerdings nichts für Kleingeister.

  • Mathilde Vietze

    |

    Liebe Ursula Vogt, vielen Dank für Ihren Kommentar. Ich teile Ihre Meinung: Diese
    Ausstellung ist nichts für Kleingeister und ich hoffe, daß sie viele ernstzunehmende
    Interessenten findet.

  • Eva Schachinger

    |

    Ich kann Frau Vogt nur zustimmen. Die Ausstellung zeigt die gesamte Bandbreite des Könnens von Ivana Koubek.

  • R.G.

    |

    @Piedro
    Was ist an Grafikdesign minderwertiger als an anderer Kunst?
    Es wirkt halt noch wie klassisch Gezeichnetes, nicht wie computergenerierter Einheitsbrei. Albrecht Dürer hätte in moderner Zeit sein Geld wahrscheinlich eher in einer Werbeagentur als in einer einsamen Malerwerkstatt verdient.

    Ich würde mir eines der Bilder, das knalligste bitte, sofort in meine Wohnung hängen. Die Farben erinnern mich an die schreiende Ausdrucksart auf den Plattencovern der 70er und 80er Jahre und an Skizzenbücher oder Kritzelblöcke.
    Wer in in einem Sichtbetonbau arbeitet, erlebt auf dem Hintergrund ein Bild mit schreienden Farben als erfrisch.

  • Piedro

    |

    @R.G.
    Ich wollte das Genre nicht abwerten. Wenn Ihnen die Bilder gefallen, bitte sehr. Ich finde sie nicht sehr gelungen. Ist halt Geschmacksache. Und, wie wir jetzt wissen, der Kleingeistigkeit. Wie gesagt, das dunkle, von dem man leider wenig sieht, könnte mir sogar sehr gut gefallen.

    @Eva Schachinger
    Dann ist es schade, dass nicht mehr Bilder gezeigt werden. Der Artikel behandelt den Zugang der Künstlerin zur Gaming-Welt, die Beispielbilder zeigen wenig Bandbreite. Sollte man sich vielleicht mal ansehen, aber für mich wäre das ein weiter Weg, und den Weißwurstäquator mag ich derzeit nicht überqueren.

  • Fremder2020

    |

    Für diese Berichterstattung hat die RD leider die falschen Bilder aus der ganzen Ausstellung von Ivana Koubek im Leeren Beutel ausgesucht und auch gezeigt. Die Künstlerin Ivana Koubek zeigt nicht nur ihr hochprofessionellen und handwerklichen Kunst (den ich bei den vielen Künstler vermisse) sondern, „sie“ erzählt mit jedem Bild eine Geschichte. Eine Geschichte die mit jedem Pinselstrich verbunden ist. Viele Künstler die leider ihr „Handwerk“ (Malen, Zehnen) nicht richtig beherrschen oder nie gelernt haben, zeigen meistens NUR eine „abstrakte“ Kunst als Ausdruck ihrer Gefühle. Kunst bedeutet auch etwas Besonderes zu beherrschen oder kennen und den Betrachtern “dieses etwas Besonderes“ Nah zu bringen oder Gefühle, Visionen oder sogar auch eine Geschichte zu provozieren.
    Ich, wie auch die Hunderten Besucher und die Menschen die mit der Kunst etwas Gemeinsames haben oder die Kunst auch verstehen, waren mit der Professionalität, die Vielfalt der Malerei und hauptsächlich mit der Aussage den Bildern sehr beeindruckt. Es ist bedauerlich immer über eine Kritik der „Kleinbürgerlichkeit und des Alleswissers“ zu lesen, besonders von den Menschen die diese Ausstellung nicht persönlich besucht haben und nur durch die „Zeitungsfotos“ kritisieren.

  • R.G.

    |

    @Fremder2020
    Weshalb lassen sie die persönlichen Gefühle der Betrachter nicht ohne Rüge stehen? Geschmacksdiktatur hatten wir schon, muss nicht gleich wieder sein.
    Eine ärgerliche oder abweisende Reaktion ist bereits eine Auseinandersetzung mit den Bildern, das Gefühl des Gefallens eine weitere, aber keine ist besser. Und jetzt zu Ihren Zitaten:
    “Viele Künstler die leider ihr „Handwerk“ (Malen, Zehnen) nicht richtig beherrschen oder nie gelernt haben, zeigen meistens NUR eine „abstrakte“ Kunst als Ausdruck ihrer Gefühle.”
    Das Dogma passt nicht wirklich, von allen mir bekannten sehr guten Zeichnern aus mehreren Klassen einer Kunstschule malen heute alle abstrakte Bilder.
    “Ich, wie auch die Hunderten Besucher und die Menschen die mit der Kunst etwas Gemeinsames haben oder die Kunst auch verstehen,”
    Wenn Sie wirklich was davon verstünden, würden Sie den Menschen ihre Reaktionen zugestehen. Alles was heute als anerkannte Kunst gilt, war mal umstritten, sei es Michelangelo, die Nazarener oder Waldmüller, qerbeet betrachtet.

  • R.G.

    |

    @Piedro
    Kunst darf gefallen oder missfallen.
    Finde es gut, dass Sie Ihren Bezug zu den Bildern aussprechen..

  • Fremder2020

    |

    An R.G.
    Wahrscheinlich habe Sie die Beiträge nicht richtig gelesen. Kritik an die Malerin und ihre Kunst nur durch ein paar Bilder ist dilettantisch. Ja auch malen muss man beherrschen wenigstens die Grundlagen und dann kann man improvisieren. Nicht improvisieren durch nichts kennen. Nach Ihrem Besuch der Ausstellung können wir zusammen oder auch mit Frau Koubek diskutieren, wenn Sie nicht inkognito bleiben wollen.

  • Jonas Wihr

    |

    Jetzt weiß ich gar nicht mehr was provinzieller ist. Die Ausstellung ooder die Argumentation hier.

  • R.G.

    |

    @Fremder2020
    Wenn eine Zeichnerin, Malerin, selbst mit den Bildern und ihrem expressiven Stil provoziert, und mit einer Farbgebung ganz knapp am Komplementärkontrast stellenweise sogar ein Blitzen erzeugt, sollte sie kritische Antworten wünschen und aushalten können.

    Sie aber meinen:
    “Wahrscheinlich habe Sie die Beiträge nicht richtig gelesen. Kritik an die Malerin und ihre Kunst nur durch ein paar Bilder ist dilettantisch.”
    Im Gegenteil, wenn einem Betrachter ein Bild genügt um zu wissen, dass ihm das nicht gefällt, dann ist das weder dilletantisch noch ungebildet. Ihm genügt ein Bild, um es zu wissen.

    Arroganz will hoffentlich keiner kaufen.
    Möchte sie als Künstlerin nur bewundert und gelobt werden, sollte sie sich auf dekorative Malerei verlegen.

    Im Deutschen gibt es ein Sprichwort:
    *Wie man in den Wald hineinruft, so kommt es zurück!*
    Das gilt nicht nur für Worte. Bilder sprechen. Laute Bilder sprechen laut, schreiend bunte Bilder schreien.

  • Piedro

    |

    @Fremder2020
    Natürlich kann man nur kritisieren was man kennt, schon klar. Und als Leser der Plattform kenne ich nur das was gezeigt wird. Deshalb bezieht sich die Kritik auch nur auf das gezeigte, daraus eine Kritik an der Künstlerin und/oder ihres Gesamtwerks zu machen hat schon was.

    Was Kunst bedeutet, was Kunst ist und sein darf und was nicht – alles müßige Dispute. Was dem einen flach und plakartiv erscheint darf dem anderen Offenbarung sein. Wer solch Offenbarung erfuhr blickt dann auf die Kleingeister und Kleinbürger und leidet am Unzureichenden, und wenn diese unverschwiegene Bagage sich auch noch äußert muss das Leiden natürlich bekämpft werden… Laaangweilig!

    Und nein, es kommt nicht darauf an, dass der Künstler sein Handwerk beherrscht. Es kommt darauf an was er ausdrückt, und wie das ankommt. Egal ob Jupp Beuys oder Mikail Akar. Letzterer gefällt mir besser.

    Vielleicht kann ja wer noch ein paar Bilder hier einstellen, wenn das Gezeigte so unzureichend und die Bandbreite der Schaffenden so groß?

  • Koubek

    |

    Lieber Herr Jonas Wihr,

    ich bin am Mittwoch um 11:00 in der Galerie. Sie können selbstverständlich kommen.
    Sie sind eingeladen. Wir können uns gerne über 90 Werke fachlich unterhalten.
    ABER, probieren Sie das nicht ohne Anzug! “endlich Klasse zeigen” hat Niveau. Unprofessionelle Art mag ich nicht.
    VORSICHT, BITTE AUCH DER SCHAL ZUM ANZUG SOLLTE NICHT GROB GESTRICKT SEIN! (Dresscode)

  • Ivana Koubek

    |

    Alle andere Kritiker :-) :-) :-)

    können selbstverständlich auch gerne einen Termin bei mir ausmachen – über größte Einzelausstellung in Regensburg sich äußern und gar nichts sehen …
    so kritisieren Sie leider nur eigene Vorstellung ganz ohne Wissen und ohne mich. Das ist schade. Hauptsächlich nur für Sie.

    DESWEGEN MEINE LIEBEN,

    Sie sind alle herzlich willkommen! Vortrag über Gemälde, Gaming – Höhlengleichnis (Platon), DreamHack Leipzig, Bernauerin mit Kafkas Prozess, Expressionismus, Abstrakte und Monumentale Malerei, Fresken, Architektur, Faust und Goethe, Videos, Kunstkonzepte, Buchkonzepte, verschiedene Stilrichtungen, Techniken und Technologie, und die exklusive edle Design Kollektion für Goebel Porzellan (Kaiser) inklusive. Das alles ist auch im Leeren Beutel zu sehen.
    Ich werde mich natürlich freuen!

    IVANA KOUBEK . DYNAMISCHE FACETTEN

    26.September bis 8.November 2020
    Städtische Galerie im Leeren Beutel . Regensburg

    Museen der Stadt Regensburg
    Städtische Galerie im Leeren Beutel
    Bertoldstraße 9 . 93047 Regensburg . Tel: 0941/507-2440

    Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10 -16 Uhr
    Freier Eintritt
    Zur Ausstellung erscheint ein Katalog ( Layout, Fotokorrektur und Scans: Ivana Koubek)

    Idee, Ausstellungskonzept: Ivana Koubek

  • Mathilde Vietze

    |

    Es wäre interessant zu erfahren, ob diejenigen, die sich hier so unqualifiziert auslabern
    den Mut hätten, mit Frau Koubek im selben Ton zu reden. Wahrscheinlich würden sie
    es vorziehen, der Einladung von Frau Koubek fernzubleiben.

  • Günther Herzig

    |

    Jedem/jeder ein bißchen “cancel culture”. Am Ende drücken doch alle nur aus, was ihnen gefällt und was nicht. Und was nicht Gefallen findet, wird aber zur Verwischung eines Eindrucks kritisiert, auch abfällig und bösartig. Dem einen ist es zu bunt, dem anderen zu wirr. Hätte ich die Gelegenheit würde ich gerne etwas kaufen.

  • R.G.

    |

    Wenn es in einer westlichen Stadt eines demokratischen Landes zu einem Kunstverständnis wie in einer Diktatur kommt, so kann das sein, weil die Eliten zu lange nur wenige Schaffende hochzüchteten, während sie andere bewusst vernachlässigten.

    “Wahrscheinlich würden sie
    es vorziehen, der Einladung von Frau Koubek fernzubleiben.”
    Mit einem Dresscode hätte sie sich selbst disqualifiziert.

    “Es wäre interessant zu erfahren, ob diejenigen, die sich hier so unqualifiziert auslabern…”
    Haben Sie Kunstgeschichte, Kunst, Design, o.ä. studiert, sodass Sie qualifizierter sind als der Durchschnitt ?

  • Skyrider

    |

    Über Geschmack lässt sich bekanntlich trefflich streiten….Ich für meinen Teil, finde die Bilder toll und werde mir diese Ausstellung auf alle Fälle zu Gemüte führen. Mein Interesse ist jedenfalls geweckt.

  • Piedro

    |

    Leute, was ist hier eigentlich los? Da meinen ein paar Mitleser, ihnen gefallen die Bilder nicht. Manche sagen warum. Und schon wird draufgehauen? Kleingeister, Kleinbüger, Alleswisser… Geht’s eigentlich noch? Das ist an Überheblichkeit nur schwer zu überbieten, dann meldet sich die Künstlerin zu Wort. Was ich sehr begrüße, aber nicht, wenn dieser Snobismus auf die Spitze getrieben wird. Einladung zu einem Fachgespräch, sehr nett, aber nur im Anzug mit stylischem Schal? Wegen Klasse und Niveau, wegen der professionellen Art? Nun, wenn ein Künstler meint die Schale gehöre zur Profession sagt das schon einiges. Bei einigen stimmt das sogar, aber die müssen nicht auf ihrem “Niveau” rumreiten. Jetzt würde ich mir das nicht mal mehr anschauen wenn ich in Regensburg wohnte.

  • Ivana Koubek

    |

    AN ALLLE LIEBEN HIER,
    nur als Ergänzung, bitte, ich habe alles notwendige der Gruppe mitgeteilt und die Besichtigung der Ausstellung sogar mit dem Vortrag angeboten.
    Für weitere Debatte über die Ausstellung „IVANA KOUBEK Dynamische Facetten“ sind zuständig:

    1 – Oberbürgermeisterin der Stadt Regensburg Gertrud Maltz-Schwarzfischer, Unterstützung der Ausstellung und Schirmherrschaft

    Dr. Reiner Meyer | Oberkonservator, Leiter der Städtischen Galerie im Leeren Beutel und Kunsthistoriker, Projekt Vorbereitung mit Künstlerin Ivana Koubek, Fachtexte und Redaktion (Installation und Katalog) Auswahl der Werke

    PD Dr. Doris Gerstl, Leiterin der städtischen Museen, sie hat die Ausstellung und Katalog möglich gemacht.

    Wolfgang Dersch, Kulturreferent der Stadt Regensburg, Vorwort zum Katalog

    Stefan Effenhauser, Bilddokumentation der Stadt Regensburg
    Oliver Gilch, Olimedia, Medienservice

    weitere Info:
    Wikipedia Ivana Koubek

  • Peter Schrettenbrunner

    |

    @Redaktion:
    Mein Glückwunsch zu diesem sehr fein geschriebenen Artikel, der für die Leserschaft auch zwischen den Zeilen reichlich Platz für Neugier lässt und hoffentlich auch weckt, sich mit der Ausdruckskraft und Tiefe der Künstlerin intensiv auseinander zu setzen.

    @diverse Kommentare:
    “Seit 1988 lebt Koubek mittlerweile in Regensburg und hatte 1989 als Reaktion auf die samtene Revolution in der Tschechoslowakei und die damit verbundene Grenzöffnung mit einigen deutsch-tschechischen Kunstprojekten versucht, einen Beitrag zur Freundschaft zwischen den beiden Nachbarländern zu leisten.”
    Gerade auch angesichts dieses Zitats aus dem Artikel sind für mich diverse Kommentare bestenfalls ein Grund zum Fremdschämen.

    @Ivana Koubek:
    Herzlichen Dank für Ihre großartige Arbeit.

    @interessierte Leser*innen:
    Weitere Informationen und Impressionen zur Künstlerin und ihren Werken:
    https://malerei-und-grafik.gmachtin.bayern/?pg=70.330.ivana-koubek-de

  • R.G.

    |

    Kommentar gelöscht. Es wird zu persönlich.

  • Jonas Wihr

    |

    Na, das nenne ich mal ein fachkundiges Kuratorium: Oberbürgermeisterin der Stadt Regensburg Gertrud Maltz-Schwarzfischer, Dr. Reiner Meyer, Leiter der Städtischen Galerie im Leeren Beutel, PD Dr. Doris Gerstl, Leiterin der städtischen Museen, Wolfgang Dersch, Kulturreferent der Stadt Regensburg, Stefan Effenhauser, Bilddokumentation der Stadt Regensburg, Oliver Gilch.
    Respekt! Bin schon auf die nächste Ausstellung dieses Gremiums gespannt.

  • Regensburgerin

    |

    Ungeachtet der Kommentare möchte ich mich an dieser Stelle auf die Ausstellung selbst beziehen, die mich persönlich sehr in den Bann gezogen hat. Die Künstlerin Ivana Koubek schafft es, innerhalb eines Raumes eine Vielzahl an Stimmungen durch ihre Bilder zu erzeugen. Man geht beinahe automatisch zuerst zu den grellen, poppigen Gaming-Bildern, die Spaß machen und einen schmunzeln lassen, weil man auch Helden der Jugend wiederfindet und in Erinnerungen schwelgt. Nicht zu vergessen ist der Aspekt der Immersion, der auf den Bildern wahrlich meisterhaft dargestellt wird. Der Übergang von dieser in die virtuelle Welt ist durchaus fließend und Platons Höhlengleichnis unterstreicht dies wunderbar.
    Auf der gegenüberliegenden Seite findet man sich mit einer ernsthafteren Thematik der Agnes Bernauer & des Faust konfrontiert , die mich ernsthaft nachdenklich stimmte und mich ebenso nachhaltig begeisterte wie die vermeintlich bunt-fröhlichen Gaming-Bilder. Alles in allem eine unfassbar gelungene Ausstellung, die ganz anders wirkt, wenn man einmal vor den Kunstwerken steht und diese auf sich wirken lassen kann.

  • Maya

    |

    Mir hat die Ausstellung sehr gut gefallen.Angefangen vom äusserlichen Rahmen und Anordnung sowie der Beschriftung.Die Präsentation der Porzellanmalerei ästhetisch schön.Natürlich sind die Bilder nichts für einen Schnelldurchgänger mit Oberflächlichkeit.Man muss sich mit der Thematik der Bilder auseinandersetzen bzw.Inhalt kennen um die Bilder und deren Darstellungen zu verstehen.Games die Fastination der Gegenwart und Moderne wurden durch die Farbenfreudigkeit hervorgehoben und unterstrichen.

  • Ivana Koubek

    |

    Manche hier lehnen die KULTUR
    wie

    Ausdrucksweise
    Kunst
    Weltliteratur
    Phylosophie
    Humor, Satire
    und Fachkompetenz

    radikal ab. Na dann, meine Lieben ;-)

  • Peter Lang

    |

    Was mich stutzig macht: Es ist kein Verfasser des Beitrags genannt, er firmiert schlicht unter Redaktion. Die Fotos stammen von einem Fotografen der städtischen Pressestelle. Handelt es sich bei dem Blog-Beitrag um eine offizielle Pressemeldung der Stadt Regensburg? Wer hat ihn verfasst? Ein Redakteur von rd oder städtische Angestellte? Wer hat den Artikel lanciert?

  • Stefan Aigner

    |

    @Peter Lang

    Wir haben den Text zu zweit geschrieben und deshalb auf Namensnennung verzichtet. Da hat niemand was lanciert.

  • Peter Lang

    |

    Danke für die prompte Information.

  • Poldy

    |

    Ich muß die Ausstellung nur loben. Die Qualität der Malerei ist wirklich super. Die Geschmäcker sind unterschiedlich. aber wenn sie nicht gefällt,kann man auch objektiv sein.

  • Piedro

    |

    @Poldy
    Wie wir inzwischen wissen gefällt das eh nur Kleingeistern nicht. So what?

    Womöglich war die Auswahl der Bilder im Artikel auch nicht repräsentativ. Da hätte man nachbessern können. Auch seitens der Künstlerin, die sich hier auch zu Wort gemeldet hat, aber der ging es ja mehr um anzugtragenden Stil. Schön, dass es Ihnen gefallen hat. Aber Objektivität halte ich bei Kunst für schwierig. Kunst hat eigentlich nix mit Objektivität zu tun. An ihr scheiden sich die Geister und Geschmäcker, und das soll ja auch so sein, nur halt nicht für jeden.

  • Mathilde Vietze

    |

    Zu “Piedro” – Wenn jemanden eine Ausstellung nicht gefällt, ist es sein gutes
    Recht, das zu sagen. Nur – Kleingeister schreiben dazu in der Regel unqualifizierte
    Kommentare, (offenbar, um die benötigte Aufmerksamkeit zu bekommen)
    während andere einfach sachlich sagen, daß die Ausstellung nicht nach Ihren
    Vorstellungen ist. Das ist der “kleine” Unterschied.

  • Regensburger

    |

    @Piedro
    Ich hätte wirklich gerne etwas zu dieser Ausstellung gesagt und zu dieser Diskussion beigetragen, ohne auf Ihre Kommentare einzugehen. Bei der Vehemenz, mit der Sie hier verbal um sich schlagen, ist das aber kaum möglich. Wären Sie wenigstens in der Ausstellung gewesen, hätte ich Ihre Meinung zumindest ernst nehmen können – trotz der unmöglichen Art diese zu kommunizieren. Nachdem aber nicht einmal das der Fall ist, frage ich mich ernsthaft womit Sie das größte Problem haben. Einer tolle Künstlerin, die neue Wege beschreitet? Kunstwerken, die nicht Ihrer Meinung von Kunst entsprechen? Oder etwa mit Ihnen selbst…?

    Zur Ausstellung selbst:
    Ich würde mich selbst als sehr leidenschaftlichen Gamer bezeichnen, auch wenn ich inzwischen mit Mitte Zwanzig deutlich weniger Zeit dafür habe, als früher. Viele Inhalte lassen mich wehmütig an frühere Zeiten zurückdenken, insbesondere die Bilder, die Lanpartys thematisieren haben es mir angetan. Natürlich können die Bilder nicht jedes Spiel behandeln, das es in den letzten 40 Jahren gab – viel wichtiger sind aber die bunte Wucht und Vielfalt, die Details und die Ausdrucksstärker, mit der hier die digitale Welt mit den Techniken klassischer Malerei interpretiert wird.
    Ich kann jedem einen Besuch der Ausstellung empfehlen, leider geht die Austellung ja nicht mehr lange.

  • Baptist Emmeram

    |

    Die Ausstellung ist ganz hervorragend gelungen. Nicht nur die Bilder selbst bieten hochwertige Kunst, sondern sie werden auch durch die historischen Räume stilvoll präsentiert.
    Mir scheint, einige der Kritiker haben nur die Bilder hier im Internet gesehen, nicht aber die Ausstellung im Leeren Beutel. Sonst hätte sie sich nicht allein mit den -zugegeben- grellfarbigen Gameszenen befasst, sondern hätten auch gesehen, wie kompetent sich die Künstlerin mit historischen bzw. literarischen Stoffen auseinandersetzt. Gerade diese Bilder zu Faust und Agnes Bernauer sind in sich sehr stimmig und harmonieren mit dem Raum.
    Insgesamt eine treffender Überblick über das künstlerische Schaffen von Ivana Koubek.

    Baptist Emmeram

  • Besucherin

    |

    Einen schönen Sonntag! Ich möchte zuerst den beiden Autoren des Beitrages mein Lob aussprechen. Sie stellen kurz die einzelnen Bereiche der Ausstellung vor, gehen ausführlich auf die neuesten Gemälde ein und beschreiben treffend die Vielfalt der Themen, Techniken und Stile, die Ivana Koubek beherrscht.
    Ich habe die Ausstellung bereits zweimal besucht und war jedes Mal beeindruckt von den Großformaten. Sie scheinen wie extra für die Räumlichkeiten des Leeren Beutels geschaffen zu sein. Die Ausstellung ist wunderbar aufgeteilt, hat die richtige Größe und erschließt sich jedem Besucher selbst. Besonders beeindruckt hat mich die Darstellung der bekannten Geschichte von Agnes Bernauer. Beim Betrachten dachte ich über die Grausamkeit der damaligen Zeit und die Hilflosigkeit der Menschen lange nach. Aber nicht nur die fesselnde Geschichte, sondern auch die Ausführung einzelner Gemälde mithilfe verschiedener malerischer Stile und Techniken ist beachtlich.
    Am besten fand ich die strahlenden Gemälde zum Thema Gaming. Aufwändig in mehreren Schichten aufgebaut, spiegeln sie ein topaktuelles Thema der heutigen Zeit wieder. Die Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Senioren spielen heutzutage Computer und haben dabei ein riesen Spaß. Koubek gelingt es wunderbar, die Stimmungen der Spielenden bildlich darzustellen. Man erkennt auch direkt die bekannten Figuren und die gerade aktuellen Farben des Computerspiels. Ich finde es Klasse, dass sich eine Künstlerin mit diesem Thema auseinandersetzt.

  • Sofie

    |

    Ich finde, dass die Künstlerin mit dieser Ausstellung genau den Nerv der Zeit getroffen hat. Ivana Koubek zeigt bei ihren Arbeiten eine große Bandbreite und begeistert immer wieder aufs Neue….. sie bedient sich dabei verschiedenster Techniken, Farben und Genres.
    Die Bilder begeistern mich sehr und ich freue mich, dass eine Stadt wie Regensburg solch innovative Künstler hervorbringt.

  • Christian

    |

    Kunst polarisiert und das soll sie auch! Mir gefällt persönlich die Vielseitigkeit der Künstlerin. Plakate für das Bürgerfest, Entwürfe für die Firma Goebel bis zu Bildern mit dem brandaktuellen Thema “Digitalisierung” und die unterschiedlichen Techniken haben für mich die Ausstellung zu einem besonderen Erlebnis gemacht. Eine gelungene, analoge Abwechslung in dieser “Pandemie” geprägten Zeit. Bitte weiter so!

  • Joachim

    |

    Ich finde gerade den “bunten” Gaming-Zyklus spannend & sehr gelungen, er zeigt eine neue Seite der vielseitigen Künstlerin. Man sollte sich unbedingt die ganze Ausstellung ansehen, (solange es noch möglich ist) um sich ein Urteil bilden zu können.

  • Ernestine

    |

    Bei meinem Besuch der Ausstellung von Ivana Koubek faszinierte mich die große Bandbreite der Themen und deren unterschiedliche Stilrichtungen. Man wird förmlich angehalten beim Betrachten der Werke darin zu versinken, wenn man beginnt die vielen enthaltenen pointierten und perfekt umgesetzten Details nach und nach zu entdecken. Dadurch spüre ich, wie intensiv sich die Künstlerin mit den jeweiligen Themen auseinander gesetzt hat. Dies gilt ebenso für die schwungvolle, farbige Umsetzung des Gaming-Zyklus, dessen aussagekräftigen Bilder nur so vor Lebendigkeit sprühen.
    Ich kann den wirklich kunstinteressierten Leuten nur raten, sich die Ausstellung unbedingt noch vor Ort im Original anzusehen und zu genießen, denn nur da entfaltet sich die unglaublich intensive und mitteilsame Wirkung der tollen Kunstwerke. Von mir ein unbedingt: Weiter so!!

  • Zocker

    |

    Ich verstehe ja, dass brisante Themen entsprechend polarisieren.
    Aber sich wegen ein paar Bilder derart echauffieren und angiften?

    Ich persönlich bin ja künstlerisch völlig unbegabt (und der einzige, der in meinem Jahrgang in Kunst zweimal die Note 5 kassiert hat in der 12. Klasse), aber, liebe Frau Kubek, Ihren Kommentar feiere ich gerade sehr :D
    Und als Gamer muss ich sagen, gefallen mir die Zeichnungen und finde sie durchaus treffend – auch farblich.
    De gustibus non est disputandum – leider habe ich weder Anzug noch einen feinen Schal. Vllt. komm ich trotzdem mal, wenn ich denn mit Kaputzenpulli eingelassen werde :)

    Ins Hotel Adlon bin ich schließlich selbst mit schmuddeligem Parka und langen Haaren reingekommen – aber erst, nachdem ich dem Portier versichert hatte, dass ich nur einen Kaffee trinke. Sich nicht an Etiketten zu halten ist auch eine Art von Kunst, und polarisierend allemal ;)

  • B.B.

    |

    Auf jeden Fall werden Sie auch – oder gerade? – im Kapuzenpulli eingelassen :-) – Kann ich aus eigener Erfahrung sagen! Ich denke auch eher, dass Frau Koubek das mit dem Anzug und Feinstrickschal eher mit einem Augenzwinkern gedacht hat, was man online natürlich nicht sehen kann, weshalb es unglücklich rezipiert wurde.

    Apropos Rezeption. Hier lohnt es wirklich sehr, der Künstlerin zuzuhören, wie ihre Werke entstanden sind. Es steckt nämlich jede Menge Recherche und Auseinandersetzung mit den jeweiligen Themen dahinter. Das gilt in besonderem Maße etwa für “Die Bernauerin”. Aber auch der für den ein oder anderen möglicherweise vordergründig etwas plakativ und schrill daherkommenden Gaming-Zyklus ist – wenn man ihr zuhört ( – und die Gelegenheit einer persönlichen Führung sollte man nutzen – ob im Anzug, Kapuzenpulli oder meinetwegen im Badeanzug – ) ungeheuer durchdacht, und die “Klischees” dienen eher als Spielball.

    Tatsächlich habe ich über die Jahre immer wieder Einblicke in Frau Koubeks Werk erhalten, und sowohl Ihr solides Handwerk, als auch die Vielfalt ihres stilistischen Ausdrucks haben mich immer wieder verblüfft. Manches gefällt mir mehr, manches vielleicht auch nicht so sehr. Mit dem Gaming-Thema hat sich Koubek ganz klar auf Neuland gewagt – und ich finde es sehr gelungen!

  • Joachim F.

    |

    Es ist ein großer Unterschied, ob man die Bilder auf einem Bildschirm sieht, oder ob man direkt davor steht.. und es ist überwältigend. Zuerst war ich skeptisch wegen der grell bunten Farben, aber wenn man sich darauf einlässt und auf Detailsuche geht, wird man in diese virtuelle Welt regelrecht eingesogen. Zumindest erging es mir so. Ich finde es toll, was man aus ein paar Farben herausholen kann und ich bin gespannt, was noch kommen wird.

Kommentare sind deaktiviert

Ist Ihnen dieser Text etwas wert?

(via Paypal)

oder:

 
Verein zur Förderung der Meinungs- und Informationsvielfalt e.V.
IBAN: DE14750900000000063363
BIC: GENODEF1R01