SOZIALES SCHAUFENSTER

Archiv für 27. Oktober 2020

Monatelang schwebte Julia Wartner zwischen Leben und Tod. Heute bekommt sie kaum Luft und ist auf einen Rollator angewiesen. Die Gegebenheiten in der Notunterkunft der Gemeinde Lappersdorf, in der sie derzeit lebt, sind für die Frau im Grunde lebensgefährlich. Doch was anderes habe man „leider nicht“, heißt es von den Verantwortlichen.

Der Rollator von Julia Wartner vor ihrer Notunterkunft am Lappersdorfer Bauhof.

Letzten Herbst wäre Julia Wartner fast gestorben. Es war ohnehin kein gutes Jahr für die 44jährige, deren Namen wir für diesen Bericht geändert haben. Nach der Trennung von ihrem Partner Mitte 2019 wurde Julia Wartner obdachlos. Anfangs kam sie kurzzeitig bei Freunden unter, eine neue Wohnung fand sie nicht. Und so landete sie schließlich in der Notunterkunft des Marktes Lappersdorf. Die Gemeinde im Speckgürtel Regensburgs hat auf ihrem Bauhof dafür mehrere umgebaute umgebaute Container aufgestellt. Waschen und duschen können sich die Bewohnerinnen und Bewohner in einem separaten Container ohne Heizung. Sie versuchte, das Beste daraus zu machen, doch die Suche nach einer neuen Wohnung blieb weiter erfolglos.

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