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Der Kunst- und Gewerbeverein feiert sich selbst. Vom Keller herauf riecht es ein bisschen streng, denn dort stapeln sich die Leichen. Aber als Regensburger Kunstfreund lässt man sich das Feiern nicht verdrießen.

Im Katalog zur Jahresschau findet sich auch dreiste Geschichtsklitterung. Foto: PCM

„Egal, was draußen in der Welt los war, hier im Regensburger Kunst- und Gewerbeverein wurde unbeeindruckt Kunst ausgestellt.“ Mit diesem Satz eröffnete Georg Haber die Ausstellung „100 Jahre Jahresschau“. Hundert Jahre! Genauso lang, hat man zumindest das Gefühl, ist Georg Haber auch schon der Vorsitzende des Vereins (und daran gemessen schaut der Mann noch ganz frisch aus der Wäsche).

Hundert Jahre geht das nun schon so: Ob in Dachau oder in Auschwitz Menschen ermordet wurden, in Regensburg hielt man unbeirrt die Kunst hoch. Wenn alles in Scherben fällt, hier ist es die Kunst, die zählt!

Bericht vom NSU-Prozess

Die Dependenz des armen, kleinen Würstchens

Seit dem 6. Mai 2013 tuckert er in München unbeirrt vor sich hin: der NSU-Prozeß. Nach vier Jahren sind nun die Plädoyers in Sichtweite. Doch vorher landete die Zschäpe-Verteidigung noch einen Coup: ein psychiatrischer Gutachter bescheinigt Beate Zschäpe, sie sei von ihrem Freund Uwe Böhnhardt systematisch mißhandelt worden. Diagnose: pathologisch dependente Persönlichkeitsstörung. Da liegt eine verminderte Schuldfähigkeit nahe. Außer die Sache liegt doch ein bißchen anders.

Dieter Wieland allein gegen Deutschland im Halbfinale

Unsre Stadt soll hässlich werden!

Deutschland steht im Halbfinale, und die Altstadtfreunde laden zu einem Vortrag ein: Haben die eine Meise? Da kommt doch kein Mensch! – Irrtum: der Saal im Leeren Beutel war fast voll am Donnerstagabend. Doch der Name des Referenten erklärt alles: Dieter Wieland. Der Architekturkritiker sprach über „Die große Freiheit der Ellbogen“ im Städtebau im allgemeinen und in Regensburg im besonderen.

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