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Mehrere hundert Regensburger protestierten am vergangenen Samstag gegen den „Bus für Meinungsfreiheit“, der auf seiner Deutschland-Tour in Regensburg Station machte. Gloria von Thurn und Taxis und AfD-Vertreter mischten sich unter die Organisatoren der Tour, die sich gegen eine Sexualpädagogik der Vielfalt und die Akzeptanz von homo- und transsexueller Identität an der Schule wendet. Die Adelige bezeichnet diesen (in ihren Augen nicht adäquaten) Sexualkundeunterricht als „Form von Kindesmissbrauch“.

Gloria von Thurn und Taxis und AfD-Kandidat Benjamin Nolte in gemeinsamer Mission. Foto: Bothner

Es ist kurz vor 13 Uhr am Samstagnachmittag, als der orange „Bus für Meinungsfreiheit“ auf dem Regensburger Domplatz vorfährt und einige wenige Aktivisten in gleichfarbigen T-Shirts herausspringen. Später werden noch eine Handvoll Personen zur Kundgebung hinzustoßen. Alles in allem bleibt die Zahl jedoch überschaubar. Auf der anderen Seite der Absperrung – die Polizei verfolgte erneut ihr mittlerweile bewährtes Konzept einer umfangreichen Absperrung des Domplatzes durch Hamburger Gitter – haben sich bereits seit 12 Uhr etwa 400 Demonstranten unter dem Motto „Vielfalt statt Einfalt“ versammelt. Mehrere Parteien und Organisationen hatten sich schon im Vorfeld dem Aufruf des Hochschularbeitskreises (AK) Queer angeschlossen, um gemeinsam für Toleranz und Gleichberechtigung auf die Straße zu gehen.

Demonstration

250 protestieren gegen „Ankerzentren“

„Für ein Besseres Morgen“ gingen am vergangenen Freitag etwa 250 Demonstranten in Regensburg auf die Straße. Die AG Widerspruch hatte für 17 Uhr vor das „Abschiebelager“ in der Zeißstraße aufgerufen, von dort ging es später über die Landshuterstraße und die Martin-Luther-Straße zum Haidplatz vor das Verwaltungsgericht.

Interview mit Gertrud Maltz-Schwarzfischer

„Die Trennung in Menschen mit geringer und größerer Bleibeperspektive ist problematisch.“

Seit einem knappen halben Jahr gibt es das „Transitzentrum“ in der Zeißstraße. Hier werden Asylsuchende untergebracht, die kaum eine Bleibeperspektive haben und bald wieder abgeschoben werden sollen. Wie steht die Stadt zu dieser Einrichtung? Und wie passt das „Abschiebelager“ mit der Resolution des Stadtrats gegen Abschiebungen nach Afghanistan zusammen? Ein Interview mit Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer (Anmerkung: Das Gespräch fand bereits Anfang Januar statt.).

Initiative verzweifelt an der aktuellen Asylpolitik

„Die CSU verrechnet sich mit ihrem harten Kurs“

Julia von Seiche: „Die Bürokratie eskaliert immer weiter, und das auf direkte Weisung des Innenministeriums hin.“ Foto: Bayerisches Staatsministerium des Innern/ James Albright
Die Vorsitzende des Vereins „Ausbildung statt Abschiebung“ kritisiert den „den bürokratischen Wahnsinn“ der aktuellen Asylpolitik. Innenminister Joachim Hermann wirft sie Zündelei am sozialen Frieden vor.