Morgen, Regensburg! Brücken-Spagat der Koalition, Provo-Auftritt der AfD
Der Stadtrat lehnt den Bürgerentscheid gegen die Sallerner Regenbrücke ab. Damit ist die bei dem Thema gespaltene Koalition halbwegs gesichtswahrend aus dem Spiel. Nicht auf das Spiel der AfD ließ sich die Landrätin bei ihrem Sommerempfang ein.
1. Sallerner Regenbrücke: Gesichtswahrend für und gegen den Bürgerentscheid
Eine Kundgebung vor dem neuen Rathaus, Zwischenrufe von der Tribüne und hitzige Wortwechsel im Plenum – all das änderte nichts: Die Mehrheit im Regensburger Stadtrat folgte am Donnerstag der Empfehlung der Verwaltung. Der Bürgerentscheid gegen den Bau der Sallerner Regenbrücke wird nicht zugelassen.
Das Rechtsreferat und eine externe Fachkanzlei haben die Fragestellung als zu unbestimmt und das Ziel – die Kündigung der Rahmenvereinbarung mit Bund und Freistaat – als rechtswidrig eingestuft. Wir haben hier ausführlich darüber berichtet.
Das letzte Wort ist damit noch nicht gesprochen. Die Bürgerinitiative „Mobilität neu denken – ohne Sallerner Regenbrücke“ will die Begründung für die Unzulässigkeit durch einen Fachanwalt überprüfen lassen und gegebenenfalls klagen.

Vor dem Rathaus wurde am Donnerstag demonstriert. Von der Tribüne gab es später Zwischenrufe. Foto: Herbert Baumgärtner
Die Koalition und OB Thomas Burger haben dieses Thema halbwegs elegant gelöst. Es war klar, dass es mit den Stimmen der CSU eine Mehrheit für die Einschätzung der Verwaltung und damit für den Bau der Sallerner Regenbrücke geben würde.
Burger kann nun gegenüber Wirtschaft und IHK, die das Projekt befürworten, Verlässlichkeit zeigen. Die Gegner innerhalb der Koalition – Grüne, ÖDP und Volt – konnten dagegen stimmen und so ihr Gesicht gegenüber den Aktivisten der Bürgerinitiative wahren.
Auch wenn CSU-Chef Michael Lehner einige Spitzen setzen konnte, weil der OB bei diesem Thema keine eigene Mehrheit hat: Wenn die Sallerner Regenbrücke das einzige Thema bleibt, bei dem man sich nicht einig ist, könnte die Mosaikkoalition tatsächlich funktionieren.
Es muss aber auch etwas Wahrnehmbares aus dem Koalitionsvertrag umgesetzt werden, der bislang nicht mehr ist als eine wohlklingende und weitgehend unverbindliche Willenserklärung. Die Parole von OB Burger „Wir wollen gemeinsam weiter nach vorne gestalten“ allein reicht nicht.
Für den Verwaltungsvorschlag und damit gegen den Bürgerentscheid stimmten CSU, SPD, Freie Wähler, Brücke, FDP und AfD. Dagegen stimmten Grüne, ÖDP, Volt, Linke und Ribisl-Stadtrat Jakob Friedl. Nun entscheidet voraussichtlich erneut ein Gericht – der Stadtrat ist raus.
2. Ungebetener Gast
Vom Rechtsextremisten Maximilian Krah halten sogar viele in der rechtsextremen AfD nichts. Völkischer Nationalismus, verächtliche Aussagen über Behinderte, Verteidigung der SS, Ermittlungen wegen Bestechlichkeit (er bestreitet den Vorwurf)
Aus dem Bundesvorstand der Partei verschwand der 49-Jährige 2024 und befindet sich derzeit, so drückte es AfD-Chefin Alice Weidel aus, auf der Ersatzbank.

Hing beim Sommerempfang des Landkreises Regensburg ab: Maximilian Krah (rechts). Foto: GrossÂ
Insofern war es eine bewusste Provokation der Regensburger AfD, Krah diesen Dienstag zum Sommerempfang des Landkreises auf Schloss Alteglofsheim mitzubringen. Ohne Ankündigung, ohne Einladung – und Bezug zu Regensburg weist der frühere Rechtsanwalt, seine Zulassung gab er 2024 zurück, ohnehin nicht auf.
Dass die Regensburger Kreisräte ihn mitbrachten, zeigt, dass die Oberpfälzer und Regensburger AfD in weiten Teilen zum völkischen Flügel der Partei gehören. Zuletzt hatte der Schwandorfer AfD-Abgeordnete Reinhard Mixl bei einem Auftritt in Neutraubling über „Umvolkung“ schwadroniert. Ein Facebook-Posting Mixls beim gemeinsamen Kaffeetrinken legt nahe, dass er Krah eingeladen hat.
In den sozialen Medien gab es rasch Kritik an Landrätin Tanja Schweiger. Sie hätte Krah als ungebetenen Gast beim Sommerempfang rauswerfen sollen. Da bin ich anderer Ansicht: Man muss nicht über jedes Stöckchen springen, das einem die AfD hinhält, um sich in der Opferrolle zu suhlen. Immerhin hielt Krah in Alteglofsheim dem Vernehmen nach die Klappe.
Kürzlich wurde Krah im Format „Head to Head“ bei Al Jazeera English sehr gekonnt in die Zange genommen. Ein sehenswertes Interview, das ich nur empfehlen kann und das ich mir im deutschen Fernsehen wünschen würde.
Entspannte Restwoche!

Jakob
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Dass so jemand wie Krah überhaupt noch in der Partei ist sagt schon alles aus. Was heißt eigentlich “auf der Ersatzbank? Kommt er dann ins Spiel, wenn die Völkische Truppe um Nazi Höcke die AfD auch offiziell übernommen hat und er nicht nur im Hintergrund die Fäden zieht? Die Einladung zeigt auch, welcher Wind in der Regensburger AfD weht. Erschreckend.
Das Al Jazeera Interview ist ein Höhepunkt des Journalismus. Kudos an Mehdi Hasan. Dem Rechtsextremen einfach mal komplett die Grenzen aufgezeigt und seinen Bullshit entlarvt. Da können sich deutsche Journalist*innen gern mal ein Beispiel nehmen, gerade bei den Öffentlich-Rechtlichen, die ja angeblich gezwungen sind den Rechtsextremen eine Bühne zu geben.
Novalis
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Ich bin ja durchaus skeptisch, was die Brücke betrifft, aber in einem Rechtsstaat muss das Recht auch dann gewahrt bleiben, wenn es einem nicht passt. Dass der Stadtrat dem folgt, ohne dass es die Koalition zerreißt, ist vernünftig. Es ist aber eben auch vernünftig, dass die Brückengegner den Rechtsweg beschreiten. Das ist nicht unbillig. Es ist ihr gutes Recht. Und es ist keine Schade, sondern ein gutes Zeichen für einen demokratischen Rechtsstaat, wenn beides geschieht: Dass eine Verwaltung einem Gutachten folgt und dass Unzufriedene den Rechtsweg nehmen.
Studi
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Nach dem Gutachten hat übrigens auch der direkt gewählte Bundestagsabgeordnete Peter Aumer sich zu Wort gemeldet via Facebook post. Sinngemäß sagt er da so viel wie: Geschieht euch Recht wenn ihr “Falschinformationen” verbreitet (was eine absolut infantile Begründung für die rechtliche Unzulässigkeit eines Bürgerbegehrens ist). Zudem scheint er damit den unterschied zwischen rechtlich unzulässig und politisch sinnvoll nicht zu verstehen, was für einen Politiker schon erschreckend ist. Dann führt er ein Beispiel der Initiative an, was den befürchteten induzierten Verkehr an der DEZ Kreuzung grafisch veranschaulicht. Herr Aumer hat sich alle Mühe gemacht die Grafik beim Bild zu nehmen und damit wissentlich falsch zu interpretieren. Dabei verbreitet er selbst Falschinformationen, zum Beispiel, dass für das Nadelöhr DEZ Kreuzung die Anzahl der Fahrstreifen an der Ampel relevant wären (tatsächlich reduziert die Ampel selbst die Verkehrskapazität um bis zu 50 Prozent).
NACH dem Gutachten die Methodik und Argumente der Brückengegner zu kritisieren ist schon ein bisschen schäbig. Davor hat man sich wohl noch nicht getraut oder wie?
In diesem Sinne viel Spaß beim weiteren Nachtreten.
KW
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Bezüglich Krah und seiner Partei, der Abrissbirne für Deutschland, ich bin der Meinung der ist denen nicht zu extrem, ganz im Gegenteil.
Aber sein angebliches auf die Ersatzbank schieben, lässt sich schön als scheinbares Zeichen verkaufen, dass diese, in mehr als weiten Teilen rechtsextreme Partei “ja eigentlich doch nicht so schlimm” wäre.
Krah stehen 100%ig noch größere Ämter bevor, spätestens wenn die ersten Landesregierungen, mit der CDU als Juniorpartner oder mit absoluter Mehrheit, an der Macht sind.
Schreckliche Vorstellung, dass komplette deutsche Bundesländer dann faktisch zu No-Go Areas werden.
Novalis
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@Studi
Sie haben alles Recht der Welt, Herrn Aumer für so peinlich zu halten, wie er wirklich ist. Man muss den Wählern – bei aller Skepsis gegen die Landrätin – dankbar sein, dass dieser Mann hier im Landkreis nicht in Verantwortung steht.
Klaus
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Fairerweise muss man sagen, dass die deutsche Politik durch ihre Links-Orientierung seit Jahren dieses Land heruntergewirtschaftet hat und nachhaltig zerstört hat. Das erstarken von konservativen Kräften ist ja kein Zufall, sondern die Konsequenz aus jahrelanger Misswirtschaft. Die Demokratie wird ständig von links und rechts angetestet und leider zeigen sich die Bürger nur noch frustriert. Die Mehrheit der Menschen hat Konservativ gewählt, bekommt allerdings seit Jahren keine konservative Politik. Das wird langfristig das Grab der CDU werden…
Robert Fischer ÖDP
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@Klaus: Was ist Ihnen denn derzeit nicht konservativ genug? Ich sehe keinen einzigen Sieg der SPD in der Bundeskoalition und wo auf kommunaler oder Landesebene gewinnen denn gerade Linke?
Aus meiner Sicht ist eher das Problem, dass keine der beiden Seiten irgendwelche vernünftigen Leute in der Spitze hat. Absolutes Elitenversagen, das sich nicht nur in der Politik, sondern auch in der Wirtschaft widerspiegelt.
Matthias
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@Klaus: Woran machen Sie die “jahrelange Links-Orientierung der deutschen Politik” denn konkret fest?
Max Kreitmair
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@Klaus: gut argumentiert. Ich würde sogar noch weitergehen: Die von der linken Bewegung in Gesellschaft und Politik beworbene Progressivität zeigt sich nur in Wort und Schrift, jedoch kaum in Taten. Und dank unseres Föderalismus kann jedes Versagen, jeder Stillstand auf die nächsthöhere Instanz geschoben werden. In Regensburg ist die bayerische Staatsregierung schuld daran, wenn die Regensburger SPD entgegen ihrer Wahlversprechen hier keinen qm Wohnfläche schafft. Und die bösen Bauunternehmen und Vermieter bekommen ohnehin ihren kapitalistischen Kragen nicht voll. Dass es in Wirklichkeit aber an behördlichen Auflagen liegt, warum so wenig gebaut wird und diese hemmenden Auflagen hauptsächlich aus linksgrüner Politik entstammen, wird bewusst verschwiegen. Auch ein Mietpreisdeckel schafft keinen qm Wohnung. Soviel zu der immer beschworenen Progressivität in Wort und Schrift. Echter Pragmatismus, also das lösen von heutigen Problemen wieder in den Vordergrund treten zu lassen, und zwar sichtbar für alle Bürger, wäre mittlerweile mehr als wünschenswert
klaus
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@Robert Ich finde Deutschland ist bereits unter Merkel nach links abgebogen. In zentralen Fragen wie Migration, Außenpolitik und kultureller Orientierung hat sich die Union so weit von ihrem klassischen konservativen Profil entfernt, dass viele Wähler das als Linksverschiebung erleben. Dies ist meiner Meinung nach einer der Gründe für das Erstarken der Afd. Links-Grüne Ideologie haben wir doch bei der Energiewende (Billionen verbrannt), bei der Aussenpolitik (Rechnung gabs ja dank Frau Baerbock bei der UN) und bei der Zuwanderung (Kulturell schwierig , wirtschaftlich desaströs) gesehen. Die Stigmatisierung der AFD führt dazu, dass Grüne, Linke und SPD sich eine Regierungsbeteiligung sichern. Ein relevanter Teil der Wählerstimmen wird so nicht zu Regierungsmehrheiten übersetzt. Das ist natürlich Kalkül. Gerechtfertigt wird das mit der Nazikeule. Heutzutage scheint es also mehr als 25% “Nazis” zu geben, was statistisch unhaltbar ist. Im Gegenzug erlaubt man einer Minderposition (über 50% der Wähler wünschen sich liberal-konservative Politik) eine Sperr-Minorität. Für mich ist das hochbrisant und wird iwann in der absoluten Mehrheit der AFD gipfeln…
Kreisky
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@Matthias
Hier ein Ergebnis der “jahrelangen Links-Orientierung der deutschen Politik”:
https://www.tagesschau.de/wirtschaft/finanzen/superreiche-deutschland-vermoegen-100.html
https://www.zeit.de/wirtschaft/2025-06/millionaere-einkommen-deutschland-statistik-einkommen-reiche
Novalis
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Wann gab es eigentlich linke Mehrheiten im Bundestag? 1998-2005 und 2013-2017. Unser lieber Klaus schreibt: “Ich finde Deutschland ist bereits unter Merkel nach links abgebogen”. Und der Merkel also, die von 2005-2021 regierte. Dass die Schreiber solcher Sätze den Unfug, den sie da schreiben, selber nicht merken, nehme ich nicht an. Die Regierung Schröder war viel linker als Merkel und der Kurs der Linkspartei 2013 hat eine Ablösung von Merkel verhindert. Merkel ist doch nur die ein anderes Wort dafür, dass die CDU in ihren 16 Jahren nicht ausländerfeindlich genug war.
Wie links Deutschland ist, merkt man auch daran, dass es in den letzten Jahren ganz vielen Arbeitern und Arbeitnehmern gelungen ist, Millionäre zu werden und dass Superreiche angemessen besteuert werden.
Leute, ignoriert doch die AfD-Trolle hier.
Mr. T.
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Wenn eine nicht extrem fremdenfeindliche Politik das einzige ist, was Politik schon als “Links” brandmarkt, ist schon klar, woher der Wind weht. Als wären in den letzten Jahrzehnten in Deutschland jemals Linke an der Macht gewesen, werden sämtliche reale oder einfach nur herbeifantasierte Missstände einer angeblichen “linken oder linksgrünen Politik” in die Schuhe geschoben.
Das Pack von der AfD wird vom latent fremdenfeindlichen Viertel der Bevölkerung, dass es schon immer gab, nur deswegen gewählt, weil es endlich eine deutlich rassistischere Alternative als zuvor gibt. Die holt man auch nicht mehr zurück. Es wird keine Zahl über 0 an Fremden im Land geben, bei der diese sagen würde, dass es so passt und man jetzt wieder eine demokratische Partei wählen könnte. Man muss sie ja nicht Nazis nennen, man kann sich aber seine Gedanken machen, wie man Leute, die kein Problem damit haben, Nazis, Faschisten oder Rechtsextreme zu wählen, nennen will. Was ich meine, wie man sie nennen sollte, schreibe ich nicht, sonst bekommt regensburg-digital Probleme. Wem sogar die Union zu weit links am Hufeisen steht, kann man auch nicht durch das Lösen ihrer Probleme zurückgewinnen. Außer dem Versprechen, das “Ausländerproblem” zu lösen, haben die Vaterlandsverräter rein gar nichts im Angebot, um die wirklichen Probleme vieler Menschen zu lösen. Im Gegenteil würden sie die Situation vieler ihrer Wähler, die in sehr prekären Verhältnissen leben, noch viel schlimmer machen. Das ist denen aber egal, die meisten haben sich eh schon aufgegeben, ein paar andere hoffen vielleicht noch auf lukrative Posten durch die Partei. Es ist ihnen wichtiger dass die Scheiße so richtig spritzt, vor allem für die verhassten “Fremden”, ihr eigenes Schicksal ist zweitrangig. Die demokratischen Parteien können sich von der AfD noch so weit nach rechts treiben lassen, sie werden für diesen Teil der Bevölkerung nicht wählbar werden, so lange es eine Alternative noch weiter rechts gibt.
Die AfD gehört sich nicht stigmatisiert, sie gehört sich einfach nur verboten. Es ist ein Verrat am Grundgesetz, ein Parteiverbot nicht prüfen zu lassen. Erst dann kämen einige ihrer Wähler zu konservativen oder rechtskonservativen Parteien wieder zurück, bevor wieder neue demokratiefeindliche Parteien versuchen werden, das völkisch-nationale Wählerpotential erneut zu erschließen. Dazu müssten sie sich dann auch gar nicht mehr an sie anbiedern, es reicht, eine Alternative zu den verhassten “Linksgrünen” anzubieten.
Klaus
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@MrT Die soziale Absicherung in Deutschland ist sehr gut , gerade im Internationalen Vergleich. Dieser Sozialstaat wird von der arbeitenden Bevölkerung und von den Ihnen so verhassten Unternehmern bezahlt. Fremdenfeindlichkeit ist nicht das Problem der Gesellschaft. Das Problem ist vielmehr , dass Ideologen unfähig sind zu differenzieren. Ungesteuerte oder schlecht integrierte Zuwanderung belastet die Sozialkassen und Kommunen stark; gut gesteuerte Erwerbs- und Integrationsmigration kann dagegen Wirtschaft und Sozialsystem stabilisieren. Welche Art der Zuwanderung hatten wir denn die letzten 10 Jahre?
Mr. T.
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Klaus, wie kommen Sie auf die Schnapsidee, dass mir Unternehmer verhasst sind? Falsche Dose Lack aufgerissen oder den Masskrug verkehrt rum aufgesetzt?
Wenn man mit dem Verstand am Ende ist, kommt dann immer das mit den “Ideologen”, typisches Verhalten am rechten Rand. Ist ja auch so ein Lieblingswort in der Staatskanzlei. Ideologen verfolgen konsequent eine Weltanschauung, treten dafür ein, halte im extremen Fall sogar trotz gegenteiliger Fakten daran fest. Das sind dann bei einigen immer diejenigen, die für Umweltschutz, Gleichberechtigung, Teilhabe, Klimaschutz, sozialer Gerechtigkeit usw. sind, komischerweise aber nicht die, die sich an Religionen orientieren, an althergebrachten, aussterbenden oder gar längst überholten Technologien zur Erzeugung von Energie festhalten, die einem völkischen Denken anhängen. Wenn einer mit Ideologien kommt, kann man eigentlich gleich aufhören, weiter zu diskutieren.
Migration besteht eben auch nicht immer aus Menschen, die aus Spaß der Freude ihre Heimat aufgeben. Viele werden vertrieben, nicht zuletzt durch Probleme, die wir ihnen schaffen. Das wird noch massiv zunehmen, wenn wir weiter für eine zunehmende unbewohnbare Erde sorgen. Wollen sie dann wie früher bei der Selektion an der Rampe die Menschen, die aus Angst um ihr Leben ihre Heimat verlassen, aussuchen, wer nützlich und wer unwert ist, mit den Konsequenzen, die letztere Klassifizierung für diese Menschen mit sich bringt? Wir müssen einfach das beste daraus machen, Menschen, die kommen, bereit für ein erfolgreiches Leben in unserer Gesellschaft zu machen. Das ist oft sehr mühsam, bei manchen führt es auch nicht zu Erfolg, aber anders funktioniert es nicht. Es gibt ja genug Beispiele und man sieht, dass viele auch den Weg in Anstellungen oder Selbständigkeit und ein Erwerbsleben finden. Diejenigen, die Sie angeblich gerne als Zuwanderer sehen, werden jedoch eher von der fremdenfeindlichen Stimmung im Land abgeschreckt, die gehen lieber woanders hin.
Auch bei Personen, die in Deutschland von deutschen Eltern auf die Welt gebracht werden, kann man sich nicht sicher sein, dass alle zu solchen “nützlichen” Mitgliedern der Gesellschaft werden. Müssen wir eben aushalten, dass uns manche einfach nur was kosten. Die Erfahrung zeigt, dass es gar nicht so viele sind.
Thilo B.
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Mr. T: Sie sprechen einige Punkte an, über die man durchaus diskutieren kann. Genau deshalb ist es schade, dass Sie sie mit persönlichen Beleidigungen und Holocaust-Vergleichen vermischen. Damit schaden Sie am Ende vor allem Ihrer eigenen Position.
Wer seinen Gesprächspartner zunächst mit Bemerkungen wie der “Dose Lack” oder dem “Maßkrug” herabsetzt und anschließend Vergleiche zur “Selektion an der Rampe” bemüht, sorgt nicht für mehr Einsicht, sondern dafür, dass sich die Debatte nur noch um die Wortwahl dreht. Die eigentlichen Argumente geraten dadurch völlig in den Hintergrund.
Besonders widersprüchlich ist, dass Sie genau diese Art der Rhetorik anderen politischen Lagern regelmäßig vorwerfen. Wenn man selbst mit persönlichen Herabsetzungen, moralischer Überhöhung und maximal zugespitzten historischen Vergleichen arbeitet, unterscheidet sich die eigene Debattenkultur kaum noch von der der politischen Gegner.
Wenn Sie Menschen von Ihren Positionen überzeugen möchten, dann gelingt das mit sachlichen Argumenten – nicht mit Beleidigungen und NS-Vergleichen. So geben Sie Ihren Kritikern nur eine Angriffsfläche und schaden letztlich genau der Sache, die Sie eigentlich vertreten wollen.
Mr. B.
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Zu Thilo B.
2. August 2026 um 21:48 | #
Klaus
2. August 2026 um 16:14 | #
Max Kreitmair
1. August 2026 um 18:56 | #
Meine Zustimmung haben Sie.
St. Schrödinger
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#Thilo B.
grundsätzliche Zustimmung zu Ihrer Anleitung zum guten Diskurs!
zu Mr.T. s Verteidigung sei angeführt, dass er in seinem Post keine anderen Stilmittel einsetzt, als die Beiträge, auf die er antwortet. Die kritisierte Überspitzung findet sich dort ebenso und bei Mr.T. reflektiert diese geschickt nochmal den Duktus der von ihm kritisierten Partei.
Ich halte – im Kontext der konkreten Diskussion – die Wortwahl fü angemessen, da sie sich dem Niveau des annähert, ohne jedoch ad hominem zu gehen.
Klaus
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@St.Schrödinger
Ich habe in meinen Posts niemanden angegriffen. Ich kann in der Sache Thilo nur zustimmen und habe auch keine Lust auf diesem Niveau zu diskutieren. Besonders irriterit es mich, dass sie mir scheinbar unterstellen ebenfalls auf die persönliche Ebene abgedriftet zu sein. Auch dass sie es im “Kontext der konkreten Diskussion” als normal erachten mit “Falsche Dose Lack aufgerissen oder den Masskrug verkehrt rum aufgesetzt” begrüsst zu werden, ist der Auseinandersetzung mit der Sache nicht förderlich. Ich habe mit meinen Posts Fragen aufgeworfen und habe das meiner Meinung nach größte Spannungsfeld (Fehlende Kompromissbereitschaft von Ideologen) aufgezeigt. Dabei stimme ich Mr.T in seiner Antwort auch zu, dass Ideologie natürlich auch gefährlich ist, wenn es sich um Religöse usw. handelt. Dass diese Diskussion dann sofort an der Rampe endet, ist traurig. Es gibt viele verschiedene Gedankenspiele zum Thema Migration, es gibt auch einige Länder die das besser umsetzen als Deutschland. Es wäre also durchaus möglich gewesen in der Sache zu diskutieren ohne persönliche Angriffe und maximale Zuspitzungen. Leider unterbleibt eine sachliche Diskussion zu oft. Ich ziehe mich mit diesem Post aus der Diskussion zurück und wünsche mir, dass wir in Deutschland wieder hart in der Sache diskutieren können, zu echten Kompromissen bereit sein können und anständig miteinander umgehen können. Diese extremen Meinungen übereinander schaden uns allen! Vielen Dank
Samson
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Die Fragestellung hat mit links oder rechts nichts zu tun.
Alexander Krah und Björn Höcke sind das Gesicht der AfD.
Freunde von Putin und Trump, die Deutschland extrem schaden.
Putinn und Trump sind eine Katastrophe für ihre eigenen Länder. Die Zahlen sprechen für sich.
Björn Höcke hatte einen direkten Einfluss auf die Kandidaten für die Bundestagswahl.
Bruckner wurde dafür extra nach Passau verlegt, um ihn durchzuboxen. Seine Gesinnung will dieser garnicht leugnen.
Es ist wie bei Biedermann und den Brandstiftern. Man gewöhnt sich an den extremistischen Geruch.
Naziparolen wie um 5 Uhr 55 wird zurückgeschossen finden Einzug in den täglichen Sprachgebrauch. Eine Kritik daran wird weggelächelt.
Das ist der europäische Zeitgeist.
Das ist nicht links oder rechts, das ist Verwesung an den Rändern.
Die AfD profitiert von den extremen und eine handvoll katholischer Geistlichen labt sich an den Resten des fürstlichen Weinkellers. Das ist morbider Untergang.
Und absolut lächerlich ist, das man in Frage stellt, wenn jemand wie Krah eine Mördertruppe wie die SS in Schutz nimmt, da er erstmal in Frage stellt, ob es dort eine individuelle Schuld gibt. Oh man darf Krah nicht einfach einen Faschisten nennen?
Wähl halt diese Trottel und ladet sie ein!
Dann geht es uns so wie Russland und den USA.
Mr. T.
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Wenn man sieht, wohin eine Diskussion läuft, muss man nicht mehr freundlich sein. An einigen Aussagen kann man immer ziemlich schnell erkennen, woran man ist. Es lohnt sich dann auch nicht mehr, auf jemanden zuzugehen, Verständnis zu heucheln. In meinem ersten Beitrag hab ich ja geschrieben, dass man einen guten Teil der Bevölkerung auch nicht mehr erreichen oder zurückholen kann. Es reicht, dann nur noch so freundlich zu sein, wie es das Gesetz (oder die Netiquette von regensburg-digital) erfordern.
Dann kommen auch immer die aus den Ecken gekrochen, die auf einen freundlichen und verständnisvollen Umgang drängen, auf das Akzeptieren des Gegenübers. Interessanterweise aber immer nur dann, wenn Rechte angegangen werden. Wenn Rechte Gift und Galle gegen “Gutmenschen” oder “Woke” verspritzen, herrscht ohrenbetäubende Stille.
Das Paradebeispiel dafür haben wir grad im Kanzleramt sitzen. Rechtskonservative beschweren sich über den rüden Umgang mit dem Fritze und niemand checkt dabei, dass seine Kritiker exakt dieselben Worte benutzen, mit denen er und seinesgleichen über die Spitze der Ampelkoalition hergezogen sind und als Kollateralschaden auf dem Weg zur Macht gleich der Stimmung im Land einen irreparablen Schaden zugefügt haben. Jetzt hat er sein Ziel erreicht und wundert sich, dass er dafür kritisiert wird, mit seinem Amt hoffnungslos überfordert zu sein. Ausbaden muss das alles die Bevölkerung.
Thilo B.
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Mr. T : Eine sachliche Diskussion setzt voraus, dass auch die eigene Position hinterfragt wird – gerade dann, wenn die eigene Argumentation nicht mehr überzeugt. Wer nur noch dem Gegenüber mangelnde Einsicht unterstellt, riskiert, die eigene Reflexion zu verlieren. Kritik und klare Haltung sind wichtig, aber sie sollten nicht dazu führen, dass man Menschen grundsätzlich abschreibt. Ein respektvoller Umgang ist keine Schwäche, sondern eine Voraussetzung dafür, überhaupt noch etwas erreichen zu können.
Max Kreitmair
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Wenn die Argumente nicht mehr fruchten und die Äusserungen schmutzig werden, ist das der erste Schritt zu Extremismus und Radikalität.
Roman Serlitzky
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Werter Mr. T, Ihre Rethorik und Fassade erinnern an einen Willi Wiener der 90er und 2000er Jahre. Ein “schöner Bursch” unter der Bevölkerung, aber wenn man ihm argumentativ herausforderte, stürzte die Fassade ein und er zeigte sein wahres Gesicht. web.archive.org hat unter “rechtes Regensburg….” einiges parat