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Pro Straßensperrung

Straßensperrung in Regensburg Margaretenau: Baugenossenschaft kritisiert Proteste und begrüßt Verkehrsberuhigung

Protest gegen die Sperrung der Georg-Herbst-Straße. Die Baugenossenschaft Margaretenau bewirtschaftet knapp 400 Wohnungen in dem Stadtviertel und sagt: „Wir freuen uns für unsere Mitglieder über jegliche Maßnahmen, die zu einer Verkehrsberuhigung in der Margarentenau beitragen“.

Diese Engstelle der Georg-Herbsat-Straße wird für den Pkw-Verkehr gesperrt. Foto: as

Seit Dezember wird gestritten. Anwohner protestierten, sammelten Unterschriften. Die CSU schlug sich im Kommunalwahlkampf auf ihre Seite – und bekam im Stadtteil dennoch keine Mehrheit.

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Es geht um die Sperrung der Georg-Herbst-Straße für den Pkw-Verkehr in der Margaretenau. 120 Meter, auf denen noch Autos fahren. Doch die Ampel dort bremst den Radverkehr. Die Georg-Herbst-Straße ist Teil der Hauptradroute. Ab 1. November wird das Teilstück für Autos gesperrt – vorerst für zwei Jahre, bis zum 31. Oktober 2028.

Mit dieser ersten Testphase reagiert die Stadt auf die Anwohnerproteste. Bereits nach einem Jahr sollen „Erkenntnisse und Anregungen zusammen mit den Ergebnissen der verkehrlichen Untersuchungen vor und während der Erprobungsphase geprüft und fachlich bewertet“ und den Stadträten vorgelegt werden.

Testphase beruhigt die Gegner der Sperrung nicht

Sollte eine Mehrheit zu dem Ergebnis kommen, dass sich die Sperrung negativ auswirkt, wird diese unmittelbar aufgehoben. Andernfalls ein weiteres Jahr fortgesetzt und dann, wenn sich nichts Gegenteiliges ergibt, dauerhaft umgesetzt.

Doch die Testphase beruhigt die Gegner der Sperrung nicht. Die Proteste verstummen nicht. Eine Petition fordert, die Straße für Pkw offenzuhalten. Aus einem Schleichweg für Anwohner ist in der Begründung inzwischen die angeblich „wichtigste Zufahrt zur Margaretenau“ geworden.

2.000 Unterschriften kamen zusammen – größtenteils online auf Change.org. Dort ist nicht mehr erkennbar, woher sie kommen.

Baugenossenschaft pro Verkehrsberuhigung

Doch wie breit ist der Widerstand gegen die Sperrung wirklich? Sind die Gegner nicht in der Mehrheit, sondern nur laut?

Das sieht jedenfalls die Baugenossenschaft Margaretenau, Verwalterin von knapp 400 Wohnungen im Viertel, so. Sie hat Oberbürgermeister Thomas Burger einen Brief geschickt – und begrüßt die Sperrung der Georg-Herbst-Straße ausdrücklich.

„Wir akzeptieren die Entscheidung des Stadtrats und deren Umsetzung und freuen uns für unsere Mitglieder über jegliche Maßnahmen, die zu einer Verkehrsberuhigung in der Margarentenau beitragen“, heißt es in dem Schreiben, unterzeichnet von Aufsichtsratsvorsitzendem Heinrich May und Vorstand Siegmund Knauer.

„Der Protest einiger Personen – aber keinesfalls der Protest der ganzen Margarentenau“

Die Baugenossenschaft habe ihre Geschäftsstelle zentral in der Margarentenau „und unser Ohr täglich an den Sorgen unserer Mitglieder“. Man nehme die Lage völlig anders wahr, als es die Medien darstellten.

Der Protest gegen die Sperrung sei „der Protest einiger Personen – aber keinesfalls der Protest der ganzen Margarentenau und auf keinen Fall der Baugenossenschaft“.

Mit den Protestierenden gehen May und Knauer hart ins Gericht.

Kritik an Politisierung der Proteste

Die 2.000 Unterschriften gegen die Sperrung seien in wesentlichem Umfang nicht unter Anwohnern gesammelt worden, sondern etwa in weit entfernten Stadtvierteln.

Die Sperrung sei schon vor vielen Jahren anlässlich des Baus der Klenzebrücke angekündigt worden und damit „mitnichten ‘plötzlich’ und ‘ohne Vorankündigung’ beschlossen“.

Der Protest lebe in großen Teilen von suggestiven Verlautbarungen und Unterstellungen, die „in teilweise unerträglicher Art und Weise zu verzerrten Wahrnehmungen führen“.

Gegen die Sperrung zu sein, sei selbstverständlich legitim – und das auch zu äußern. „Aber (…) sachlich und ohne politische bis polemische Zuspitzungen, wie sie in diesem Prozess erfolgten.“

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Kommentare (1)

  • AUnwohner

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    Liebe Baugenossenschaft: DANKE! Endlich mal eine vernünftige Stimme in dieser völlig übertrieben aufgeheizten Angelegenheit.

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