Straßensperrung in Regensburg Margaretenau: Baugenossenschaft kritisiert Proteste und begrüßt Verkehrsberuhigung
Protest gegen die Sperrung der Georg-Herbst-Straße. Die Baugenossenschaft Margaretenau bewirtschaftet knapp 400 Wohnungen in dem Stadtviertel und sagt: „Wir freuen uns für unsere Mitglieder über jegliche Maßnahmen, die zu einer Verkehrsberuhigung in der Margarentenau beitragen“.

Diese Engstelle der Georg-Herbst-Straße wird für den Pkw-Verkehr gesperrt. Foto: as
Seit Dezember wird gestritten. Anwohner protestierten, sammelten Unterschriften. Die CSU schlug sich im Kommunalwahlkampf auf ihre Seite – und bekam im Stadtteil dennoch keine Mehrheit.
Es geht um die Sperrung der Georg-Herbst-Straße für den Pkw-Verkehr in der Margaretenau. 120 Meter, auf denen noch Autos fahren. Doch die Ampel dort bremst den Radverkehr. Die Georg-Herbst-Straße ist Teil der Hauptradroute. Ab 1. November wird das Teilstück für Autos gesperrt – vorerst für zwei Jahre, bis zum 31. Oktober 2028.
Mit dieser ersten Testphase reagiert die Stadt auf die Anwohnerproteste. Bereits nach einem Jahr sollen „Erkenntnisse und Anregungen zusammen mit den Ergebnissen der verkehrlichen Untersuchungen vor und während der Erprobungsphase geprüft und fachlich bewertet“ und den Stadträten vorgelegt werden.
Testphase beruhigt die Gegner der Sperrung nicht
Sollte eine Mehrheit zu dem Ergebnis kommen, dass sich die Sperrung negativ auswirkt, wird diese unmittelbar aufgehoben. Andernfalls ein weiteres Jahr fortgesetzt und dann, wenn sich nichts Gegenteiliges ergibt, dauerhaft umgesetzt.
Doch die Testphase beruhigt die Gegner der Sperrung nicht. Die Proteste verstummen nicht. Eine Petition fordert, die Straße für Pkw offenzuhalten. Aus einem Schleichweg für Anwohner ist in der Begründung inzwischen die angeblich „wichtigste Zufahrt zur Margaretenau“ geworden.
2.000 Unterschriften kamen zusammen – größtenteils online auf Change.org. Dort ist nicht mehr erkennbar, woher sie kommen.
Baugenossenschaft pro Verkehrsberuhigung
Doch wie breit ist der Widerstand gegen die Sperrung wirklich? Sind die Gegner nicht in der Mehrheit, sondern nur laut?
Das sieht jedenfalls die Baugenossenschaft Margaretenau, Verwalterin von knapp 400 Wohnungen im Viertel, so. Sie hat Oberbürgermeister Thomas Burger einen Brief geschickt – und begrüßt die Sperrung der Georg-Herbst-Straße ausdrücklich.
„Wir akzeptieren die Entscheidung des Stadtrats und deren Umsetzung und freuen uns für unsere Mitglieder über jegliche Maßnahmen, die zu einer Verkehrsberuhigung in der Margarentenau beitragen“, heißt es in dem Schreiben, unterzeichnet von Aufsichtsratsvorsitzendem Heinrich May und Vorstand Siegmund Knauer.
„Der Protest einiger Personen – aber keinesfalls der Protest der ganzen Margarentenau“
Die Baugenossenschaft habe ihre Geschäftsstelle zentral in der Margarentenau „und unser Ohr täglich an den Sorgen unserer Mitglieder“. Man nehme die Lage völlig anders wahr, als es die Medien darstellten.
Der Protest gegen die Sperrung sei „der Protest einiger Personen – aber keinesfalls der Protest der ganzen Margarentenau und auf keinen Fall der Baugenossenschaft“.
Mit den Protestierenden gehen May und Knauer hart ins Gericht.
Kritik an Politisierung der Proteste
Die 2.000 Unterschriften gegen die Sperrung seien in wesentlichem Umfang nicht unter Anwohnern gesammelt worden, sondern etwa in weit entfernten Stadtvierteln.
Die Sperrung sei schon vor vielen Jahren anlässlich des Baus der Klenzebrücke angekündigt worden und damit „mitnichten ‘plötzlich’ und ‘ohne Vorankündigung’ beschlossen“.
Der Protest lebe in großen Teilen von suggestiven Verlautbarungen und Unterstellungen, die „in teilweise unerträglicher Art und Weise zu verzerrten Wahrnehmungen führen“.
Gegen die Sperrung zu sein, sei selbstverständlich legitim – und das auch zu äußern. „Aber (…) sachlich und ohne politische bis polemische Zuspitzungen, wie sie in diesem Prozess erfolgten.“


AUnwohner
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Liebe Baugenossenschaft: DANKE! Endlich mal eine vernünftige Stimme in dieser völlig übertrieben aufgeheizten Angelegenheit.
Hindemit
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Dass es in der Margaretenau durchaus auch Zustimmung zur Sperrung gibt, konnte man an den Ergebnissen der Kommunalwahl 2026 ablesen. Scheinbar hatten die Sperrungsgegner gute Kontakte zur MZ, so oft wie die berichtet hatte.
Gut, dass sich mit der Genossenschaft jetzt eine gewichtige Stimme im Viertel öffentlich meldet und den Zusammenhang mit dem Neubau der Klenzebrücke in Erinnerung ruft.
Wolfgang Theine
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Dass bei knappp 400 Wohnungen der Baugenossenschaft Margarethenau auf einmal 2000 “besorgte Bürger” einen Protest unterschreiben, zeigt die “Qualität” dieses Protestes.
Du meine Güte, welch ein absurder Aufstand! Wenn man nicht zur Beton-Autofahrerfraktion gehört, welche jeden wegfallenden Parkplatz und jeden noch so kleinen, im Sinne einer Verkehrsberuhigung notwendigen Umweg mit wütendem Geschrei quittiert, muss doch einleuchten: Das in Regensburg geplante (und längst fällige) Rad-Wegenetz ist eine gute Sache. Auf diesem Wegenetz sollte der Radverkehr unbeeinflusst und ungefährdet vom Autoverkehr sich abspielen können. Und dazu dient die Sperrung der fraglichen 150 Meter. Ampel weg, freie Fahrt für Radfahrer, kaum messbare und daher zumutbare Umwegzeiten für Autofahrer und dazu Wegfall eines Schleichweges und damit Reduzierung des Durchgangverkehres für die Margarethenau. Wo also ist das Problem? Wie kann ein vernünftiger Mensch dagegen protestieren?
Kurz Maksim
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Wenn wir uns die Verkehrssituation vor einigen Jahren hier anschauen und jetzt, erst dann wird die Absurdität der ganzen Situation deutlich.
Vor dem Bau der Lessingstraße und Klenzebrücke war die Margaretenau und Dechbettener Brücke die einzige Überfahrt von Prüfening nach Königswiesen zwischen Kumpfmühl und Dechbetten. Wurde also auch entsprechend genutzt. Jetzt baut man eine parallele Verbindung 300m entfernt damit die Autofahrer gut durch kommen, und hat jetzt bei der Dechbettener Brücke die Möglichkeit gute Infrastruktur für Radfahrer zu schaffen.
Und was passiert? Einige wenige Anwohner beschweren sich, und die CSU sieht ihre Chance den Kampf gegen den Autofahrer herbeizubeschwören, und ihr Gefolge aus der ganzen Stadt unterzeichnet den Erhalt einer Straße, die für den Radverkehr zwar relevant ist, für den Autoverkehr aber komplett egal ist.
Barbara Stefan
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So.
Für mich ist das langsam ein Phänomen. Ein uralter Weg in der Stadt, der nie ein Problem war, aber jetzt scheinbar eines wird, weil er wohl wesentliches Teil des Radwanderwegs der beauftragten Berliner Agentur ist. Ich wandere da auch mit Rad oder gehe oder warte an der Ampel mit Auto. Ich finde diese Sperrung ist Wahnsinn, weil da sind seltens Radler. Null Stress an diesem kleinen Durchgang seit er besteht. Wo sollen die vielen Radler denn jetzt herkommen plötzlich??????
Bitte an die Stadtpolitik: Sich einfach mal einen Tag freinehmen und sich vor Ort anschauen, wieviele Radler/Autofahrer/Fussgänger da sind. Einfach erst dann reden falls man etwas selbst gesehen hat.
Ich glaub nicht, dass da noch was diskutiert wird, Sperre bedeutet Aus.
Ein alter kleiner Weg in dieser Stadt ist jetzt unterbrochen.
Studi
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@Barbara Stefan
29. Juli 2026 um 01:57
” weil da sind seltens Radler” –> Deswegen soll die Straße ja gerade gesperrt werden. Mit der Ampel ist es für Radfahrer zeittechnisch oft attraktiver oder angenehmer außenrum zu fahren und gar nicht erst einzubiegen. Das ist ungefähr so wie wenn es auf der Autobahn Tempo 30 gibt und Sie behaupten dann das wäre schon okay, weil die meisten ja eh über die Landstraße fahren.
“Sich einfach mal einen Tag freinehmen und sich vor Ort anschauen, wieviele Radler/Autofahrer/Fussgänger da sind” –> Das ergibt in der gegenwärtigen Situation keinen Sinn. Da die Route für Radfahrer aufgrund der Ampel und der Gefahr durch Autos unattraktiv war ist es klar dass man dort keine Radfahrer zählen wird. Es braucht einen gewissen Gewöhnungseffekt bis man nach der Umwidmung ein belastbares Bild hat. Insbesondere solange das Hauptradroutennetz noch nicht als Ganzes fertiggestellt ist. Denn genau das ist der Witz an der Sache. Das Hauptradroutennetz wurde ganzheitlich geplant, nicht nur für Straße xy, es soll am Ende alles ineinandergreifen.
AUnwohner
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@Barbara Stefan
Der “alte, kleine Weg” ist nicht gesperrt – nicht für Fußgänger, Radler, E-Scooter, Rollatoren, Skate- und jegliche andere Boards, Feuerwehr, Notarzt oder Polizei. Nur mit dem Auto darf man da jetzt nicht mehr durch fahren. Das sollte aber wie schon vor über 100 Jahren kein Problem sein. Denn damals sind da ja auch nicht wirklich Autos durchgefahren – es gab davon nämlich nicht viele.
Es ist komplett widersinnig, als Margaretenauer den Schleichverkehr durch die Georg-Herbst-Str. verteidigen zu wollen. Die Verkehrszählung von Fr. Fischer hat ja gerade gezeigt, dass da VIEL ZU VIELE Autos durch diese enge, zugeparkte Straße fahren und ein Großteil davon hat kein Ziel bzw. keinen Ursprung in der Siedlung.
Aber es geht den Gegnern der Sperrung ja gar nicht um das Allgemeinwohl. Es geht vor allem um “ICH WILL DA WEITER DURCH FAHREN!”.
Monilein
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Die Georg Herbst Straße ist eine letzte heile Welt in Regensburg, ein Stück Lebensqualität. Ein Ort ohne jeden Stress, unverändert seit Jahrzehnten und absolut beschaulich. Es gibt keinen Durchgangsverkehr und auch keine Radlfahrer. Wer ortskundig diesen Weg nutzt, befindet sich fast immer völlig alleine weit und breit. Die Margaretenau ist ein wunderbares Wohngebiet, es parken viele Autos, weil viele Anwohner darauf angewiesen sind, ihr Auto abzustellen. Das wird sich mit Sperrung der Georg Herbst Straße nicht ändern.
Was für ein Utopia, hier eine Radlautobahn installieren zu wollen. Wo sollen die Radfahrer plötzlich herkommen. Dieser Radlwahnsinn treibt bunte Blüten und füttert Planer von Auswärts. Das alles wegen einer Ampel! Die Radler fahren hier nicht, weil es eine Ampel gibt! Wie kommt man auf dieses Argument! Muss man es erst ausprobieren um dann festzustellen, die Radfahrer fahren genau da, wo sie hinwollen und nicht auf geplanten Touren.
In der Stadt gibt es viele ungenügende Radwege, die gefährlich sind. Sollte man nicht lieber hier anfangen zu planen.
Der sich den Wolf schreibt
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Man kann Probleme auch herbeireden, wo nie welche waren. Viel Lärm um nichts!
Regensburg hat bei weitem gravierendere Verkehrsprobleme, die es zu lösen gilt.
Witz:
Ruft einer dem Radfahrer zu: “Hallo, ihr Schutzblech klappert!“ Der: „Wie bitte?“ „IHR SCHUTZBLECH KLAPPERT!“
Antwort: „Ich kann sie nicht verstehen: mein Schutzblech klappert.“ 😊
WUZZI
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@Studi 29. Juli 2026 um 08:15
Da werden wieder Wege für Radler freigemacht, nur weil diese nicht vor einer roten Ampel halten wollen. Und das geschieht auch noch ohne Verkehrszählung und vernünftiger Verkehrsprognosen. Das zeigt wieder einmal die Verbissenheit und Egoismus der Radler-First-Anhänger.
P.S. Im Rahmen des viergleisigen Ausbaus der DB Strecke hat die Stadt wieder eine Autobrücke als Ersatz für die Dechbettner Brücke beantragt. Da würde doch wohl eine wesentlich preiswertere Fußgängerbrücke (mit Radfahrer frei) langen.
Und in der neu gebauten Zufahrt zur Klenzebrücke, über die der Verkehr ja umgeleitet wird, gibt’s in der Lessingstraße einen Riesenkonflikt zwischen Verkehr und Schule.
Weiß die Stadt eigentlich was sie will? Denkt da irgendjemand mit?
Barbara Stefan
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@Studi
Derzeit wird über die Prüfeninger stadteinwärts geradelt und auf dieser Route stehen eindeutig mehr Ampeln als in der Margaretenau.
So erübrigt sich der erste Abschnitt Ihrer Antwort.
Und das Hauptradroutennetz könnte bereits jetzt gefahrlos (an der Rampe gab es noch nie ein Problem) befahren werden, dazu sind ja keine Neubauten nötig. Warum also radeln da nicht Hunderte Radler? Mit Gewöhnung hat das meiner Meinung nach wenig zu tun.
Bürni
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@monilein
Ich fahre jeden Tag, Sommers wie Winters, 30 km mit dem Rad zur Arbeit und zurück, aus Umweltgründen und weil’s gut für meine Gesundheit ist. Und ja, ich habe mir über die Jahre hinweg Wege gesucht, an denen keine Ampeln sind, denn in der Früh zählt jede Minute, weil ich mit dem Rad viel früher losfahren muss als mit dem Auto. Das heißt, den Weg über die Margaretenau würden Menschen mit Rad dann nutzen, wenn keine Ampel mehr da wäre.
Seien Sie zudem doch froh, dass einige mit dem Rad fahren, es kommt auch Ihnen und Ihren Kindern oder Enkelkindern zugute 😉
Studi
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@Monilein
29. Juli 2026 um 09:24
“Es gibt keinen Durchgangsverkehr” –> Das ist auf jeden Fall faktisch falsch, schon alleine weil ich selbst als Fußgänger, Radfahrer und Autofahrer die Straße als Durchgangsverkehr benutzt habe.
“Radlautobahn” –> Höchst ironisch, dass Sie in dem Begriff um ihn negativ konnotieren zu können, das Wort “Auto” miteinbringen mussten.
“Wo sollen die Radfahrer plötzlich herkommen.” –> Zum Beispiel von der rr05 die dort vorbeiführt. Allerdings gibt es aktuell noch keinen Anreiz die rr05 zu nehmen um dann über die Georg-Herbst-Straße zum Beispiel zum Westbad zu gelangen. Das liegt zum einen an der Ampel, zum anderen aber auch an der aktuellen unvollständigkeit des Hauptradroutennetzes. Sie fahren ja auch keine Autobahn wenn die alle paar KM von einem Feldweg unterbrochen wird.
“Die Radler fahren hier nicht, weil es eine Ampel gibt! Wie kommt man auf dieses Argument!” –> Ich denke es ist offensichtlich dass die Ampel die Reisezeit erhöht. Zudem werden Wartezeiten als überproportional lange wahrgenommen. Man nimmt gerne einen Umweg bei dem man keine Ampel im Weg hat. Dieses Verhalten ist in Studien nachgewiesen.
“die Radfahrer fahren genau da, wo sie hinwollen und nicht auf geplanten Touren.” –> Das ist auch faktisch falsch. Natürlich nehmen Radfahrer nicht den (Streckenmäßig) kürzesten Weg, sondern den zeitlich schnellsten. Genau das soll das Hauptradroutennetz liefern. Zusammen mit der gefühlten Reisezeit aufgrund wegfallender Wartezeiten sprechen alle Indikatoren dafür das dort in Zukunft Radfahrer fahren werden.
“In der Stadt gibt es viele ungenügende Radwege, die gefährlich sind. Sollte man nicht lieber hier anfangen zu planen.” –> Das wird auch von den Initiativen und Vereinen die es da alle gibt gefordert, jedoch geht das oft aus rechtlichen Gründen nicht oder aufgrund fehlendem politischem Willen. Wenn sie mit den Leuten reden werden die ihnen das auch als Hauptproblem darlegen, und nicht die Georg-Herbst-Straße. Aber das Problem in der Georg-Herbst-Straße kann man einfach lösen, also warum das dann nicht machen?
@WUZZI
29. Juli 2026 um 10:13
“Und das geschieht auch noch ohne Verkehrszählung und vernünftiger Verkehrsprognosen” –> Wie ich schon oft genug dargelegt habe, liefern Verkehrszählungen keine sinnvolle Entscheidungsgrundlage, weil man nur den ist-Zustand beobachten kann, und nicht den zukünftigen. Eine Verkehrsprognose wäre absolut unverhältnismäßig. Dazu müsste man das Bewegungsmuster von einem nicht unerheblichen Teil Regensburgs erheben, und selbst dann sind diese Prognosen höchst unscharf.
“Da würde doch wohl eine wesentlich preiswertere Fußgängerbrücke (mit Radfahrer frei) langen.” –> Bin ich ganz ihrer Meinung. Ich denke es handelt sich hier um einen Automatismus, dass Standardmäßig ein Ersatzbauwerk mit demselben Nutzungsprofil gebaut werden muss. Die Kosten trägt dabei nicht die Stadt. Die Stadt müsste also freiwillig auf diese Leistung verzichten.
“Riesenkonflikt zwischen Verkehr und Schule” –> Den gibt es genau 2x 20Minuten am Tag wenn überhaupt. Man weiß ja in der Regel wann die Schulzeiten sind, dann kann man den umfahren, wenn man es nicht aushält 5min zu warten. Ich bin da selbst schon morgens bei Schulbeginn gestanden, 3-4min. Den Rest des Tages wirkt die Straße fast schon überdimensioniert großzügig.
“Derzeit wird über die Prüfeninger stadteinwärts geradelt” –> Die Prüfeninger Straße ist meines Wissens auch Teil des Hauptradroutennetzes, aber nicht jeder Radler will zum Arnulfsplatz, sondern vielleicht auch zum Bahnhof, zur Uni oder zum Klinikum.
“an der Rampe gab es noch nie ein Problem” –> Diese Aussage ist mindestens subjektiv eingefärbt um es gelinde auszudrücken. Nicht nur dass mir da selbst schon autofahrer entgegen gekommen (als Fußgänger), mich als Radfahrer überholt haben, sondern selbst bin ich auch schon bei dem ein oder anderen Fahrer mitgefahren, der dort deutlich zu schnell unterwegs war (nach dem Motto: sonst bringt der Schleichweg ja nichts wenn man sich nicht beeilt). Ganz abgesehen davon haben Sie den Sinn und Zweck des Hauptradroutennetzes wohl immer noch nicht verstanden. Es geht darum durch Schnellwege Radfahrer von den großen Autostraßen wegzubringen um Sicherheit und Reisegeschwindigkeit für ALLE Verkehrsteilnehmer zu verbessern, weil Sie sich NICHT mehr in die Quere kommen.
“Mit Gewöhnung hat das meiner Meinung nach wenig zu tun.” –> Es wird schlichtweg dauern bis die Leute ein Hauptradroutennetz annehmen. Bis Sie merken dass die neuen Routen tatsächlich schneller sind als ihre alten, und bis sie überhaupt das Netz als ganzes erfasst haben (aktuell ist es ja zum Beispiel nicht ausgeschildert).
Informant
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WUZZI:
Da wird nahezu die ganze Stadt für Radfahrer gesperrt, sie dürfen nur auf ein paar minderwertigen, sehr gefährlichen Restflächen fahren, nur weil der Autoverkehr nicht mit anderen Verkehrsteilnehmern mit <30km/h zurecht kommt.
Die eigenen Wege für Radler sind für euch, liebe Autofans, Radfahrer hätten sie eigentlich nicht gebraucht.
JJ
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@Barbara Stefan
29. Juli 2026 um 01:57 | #
Dass hier keine Radfahrer unterwegs sind stimmt einfach nicht. Ich nutze die Verbindung häufig und treffe häufig auf Radfahrer, Lastenräder, Fußgänger mit oder ohne Kinderwagen und Autofahrer. Die beidseitige Rotphase ist für langsam fahrende Bergauf Radler viel zu kurz. Das hat leider des Öfteren schon zu Konflikten zwischen mir, meinem Sohn und entgegenkommenden PKW-Fahrer geführt :(. Außerdem meinen manche PKW Fahrer sich beim Start der Grünphase noch vordrängeln zu müssen. Ich freue mich auf 1.11. dann wird es entspannter für alle.
Franz
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Ich fahre den Abschnitt mit dem Rad regelmäßig. Im Laufe der Zeit wurde ich doch öfters Zeuge (oder Opfer) von gemeingefährlichen Überholmanövern (auch Kinderanhänger blieben nicht verschont) oder Beleidigungen und Nötigungen wenn es manchen Autofahrern nicht schnell genug ging. Leider taucht sowas in keiner Statistik auf. Auch wenn es natürlich nur eine Minderheit von Autofahrern ist, bleiben solche Aktionen stark in Erinnerung und halten vom unbeschwerten Radfahren ab. Ich hoffe die Sperrung wird dauerhaft Bestand haben.
Barbara Stefan
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Ich geb auf. Gegen diese Militanz kommt man nicht an. Ich werd jetzt einfach nicht mehr über die Rampe radeln wie ich das jahrelang gemacht habe, das wird mir jetzt nämlich zu undemokratisch dort :-))
Fahre ich lieber über die Prüfeninger.
Radler Fred
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Ich denke es geht darum, dass man etwas weggenommen bekommt und dies als ungerecht empfindet. Wenn man aber alle Argumente nüchtern betrachtet die von den Gegnern aufgeführt werden, kommt mein sehr schnell zu dem Schluss, daß diese sehr schwach sind um es noch diplomatisch auszudrücken. Da steht zum Beispiel dieses Argument für die übrigen 3, ich wiederhole drei Verbindungen: Die Straßen sind bei Gegenverkehr zudem nur einspurig befahrbar. Echt jetzt, ernsthaft. Ein Argument sollte schon für einen sprechen, nicht dagegen oder? Die Rampe ist natürlich besser und nicht einspurig und man muss auch nicht zusätzlich an einer Ampel warten. Bei den anderen Argumenten sieht es mit dem Logikbruch nicht besser aus.
AUnwohner
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@Barbara Stefan
ja, das ist ungefähr die geistige Reife, die zu erwarten war.
Barbara Stefan
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Herr AUnwohner,
Ihre Beleidigung leite ich jetzt einfach lässig an mir vorbei die Rampe hinauf und wieder runter :-))
Rufus
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Ja ich will hier auch weiter mit dem Auto durchfahren dürfen. Ich bin schon 1959 da von einer netten älteren Frau im Winter immer mit dem Schlitten raufgezogen worden. Sowas sitzt! Jedesmal wenn ich hier durchfahre, denke ich an meine frühe Kindheit. Bitte nicht sperren!
KW
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Rufus, ich gehe davon aus, dass es nicht ironisch gemeint ist. Sie sind dann wenigstens so ehrlich, ganz klar zu formulieren wie komplett irrational der Wunsch ist, bis zum eigenen Ableben dort mit Auto durchfahren zu wollen.
Dafür gebührt Ihnen Respekt ggü. den anderen Schreihälsen, die mit Scheinargumenten und aus ideologischem Zwang heraus, ihr Feindbild Radfahrende oder noch viel, viel schlimmer, Lastenradfahrende(!), für Ihre eigenen Unzulänglichkeiten verantwortlich machen.
Fischer
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@AUnwohner
Hallo an alle :-) Wenn mein Name schon genannt wird, dann melde ich mich kurz. Ich bin jederzeit bereit zu telefonieren – sich an der Rampe zu treffen oder was auch immer. Vorstellen brauche ich mich nicht denn AUnwohner scheint mich ja zu kennen! Man kann sich die Autos, die gezählt wurden nicht wegdenken und wegzaubern. Wir wohnen hier, haben Autos und Fahrräder und müssen aus der Margaretenau raus, rein, raus, rein. Alltag eben ;.) Also fliegen können wir bislang noch nicht und ich der Luft aufläsen auch nicht -wir leben hier. Mit der Sperrung fahren wir die Lindenstraße, Eichenstrasse, Buchenstraße, Birkenstraße und Georg-Herbst/Scharnhorn – wie ja schon mehrmals in der Presse erwähnt. Überwiegend aber Richtung Lessing. Also Fazit ist, dass wir an der Lessing raus kommen und upssss – dort ist eine Schule ( KINDER). Also wie erwähnt können wir nicht fliegen und kommen zwangsläufig an der Schule raus und wenn das nicht genug Argument ist, “lieber die Rampe zu fahren, als ZUSÄTZLICH” an der Schule zu kreuzen dann weiß ich auch nicht mehr wohin mit meinen logischen Gedanken und der Realität. Es geht in erster Linie um Lärmschutz und Sicherheit. Warum soll es verändert werden was ewig schon für A L L E funktioniert! Ich kenne meine Zählung/en und div. Stichproben und lasse mich von der Testphase überraschen. Auch möchte ich erwähnen dass die Unterschriften gründlich geprüft, ausgewertet und nach PLZ durchgesehen wurden. Es gab keine Beanstandungen und ich bin immer noch wie 2000 Menschen für den Erhalt. Unterschriftenliste wurde “regional” bestätigt. Ich bin auf den Winterdienst, das Durchkommen der Rettungssanitäter gespannt und auf alles was wohl reibungslos und verkehrssicher lt. Stadt funktionieren soll. Wir wohnen und leben hier und für uns ist es die wichtigste Verkehrsader.
“wir werden sehen ” testet mal los und auf die Statistik bin ich heute schon gespannt. mit freundlichen Grüßen für den Pro Erhalt und ich bin jederzeit auf ein Gespräch bereit.
Angelina Fischer
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es gab nie Gegenwind von dem Befürwortern! Es gibt nur Rückenwind für den Erhalt! Was nicht verstanden wird, ist tatsächlich, dass dieser Weg, seit 1930 benannten noch Georg Herbst für alle Menschen, alle Verkehrsteilnehmer einwandfrei funktioniert. Unfallfrei belegt. Warum soll das geändert werden? Genannten Unfälle ereignet sich 2023 in der Prüfeninger Straße
‼️meine persönliche Meinung ist, dass dies nur der Anfang, spricht der kleine Anfang von etwas großem ist. Die Hauptradroute 005 ist preisgekrönt und die anderen Routen sind auch fertig und plötzlich muss hier eine Vernetzung von 120 m her. Ich frage mich, warum, aber wir werden es bald herausfinden, denn das Grosse und Ganze ist bestimmt schon geschrieben und wir werden es als Bürger als letzte erfahren❌ i
Studi
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@Fischer
31. Juli 2026 um 23:04
“dort ist eine Schule ( KINDER)” –> Wie schon erwähnt geht es verkehrstechnisch um einen Zeitraum von maximal 15Minuten morgens bei dem dort mehr Autos unterwegs sind. Keineswegs ist dies gleichzusetzen mit einer Verzögerung von 15 Minuten. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen dass man mit einer Verzögerung von 2-3 Minuten rechnen muss, nicht mehr. Nachmittags verteilt sich der Abholverkehr, weil nicht alle Klassen und Schüler zur selben Zeit aus haben, das stellt also kaum ein Problem dar.
“Es geht in erster Linie um Lärmschutz und Sicherheit.” –> Was meinen Sie damit? Falls Sie die Sperrung der Rampe meinen liegen Sie falsch. Der Grund dafür ist das Hauptradroutennetz.
“Warum soll es verändert werden was ewig schon für A L L E funktioniert!” –> Es geht nicht darum ein funktionierendes System abzuschaffen, sondern durch ein besseres zu ersetzen. Nur weil etwas funktioniert heißt es nicht das es die bestmögliche Lösung ist. In diesem Sinne ist das also kein Argument (was sind überhaupt die Maßstäbe es als funktionierend zu bezeichnen).
“Ich bin auf den Winterdienst, das Durchkommen der Rettungssanitäter gespannt” –> Es gibt selbstredend Winterdienst für Fahrradwege, als Teil des Hauptradroutennetz vermutlich sogar priorisiert. Der Winterdienst der Magaretenau findet genau so statt wie davor auch. Rettungssanitäter dürfen Radwege benutzen. Da dort keine Autos mehr anzutreffen sind, kann der Rettungsdienst sogar noch besser die Magaretenau erreichen als zuvor. Das sind also beides Argumente für die Sperrung.
“für uns ist es die wichtigste Verkehrsader” –> Ich muss Sie leider enttäuschen, aber wenn das eine viel genutzte Straße der Bewohner der Magaretenau ist, dann fahren fast alle Bewohner regelmäßig freiwillig Umwege. Ich nehme einmal an, dass die Straße mit einer vernünftigen Geschwindigkeit zwischen 20-30km/h befahren wird. Wenn man annehmen will, dass Fahrradfahrer die Rampe auch sicher nutzen sollen muss man eine Geschwindigkeit von eher 10km/h annehmen. Das ergibt eine mindestrotphase von 30-60 sekunden, in der Praxis oft mehr (wenn gerade erst rot geworden ist, ist die Wartezeit fast das doppelte der mindestrotphase, also 1-2min). Es gibt genau zwei worst case Szenarien in denen die Nutzung der Rampe theoretisch lukrativer sein könnte. Jeweils unter der worst case Annahme dass ich wohnhaft in der Georg-Herbst-Straße 1 bin, also bereits an der Rampe starte. Der erste worst case ist ich muss zum Köwe Center (bei der Rückfahrt ist bereits der Weg über die Autobahn schneller). Hier spare ich mir 900m Weg, habe aber eine Ampel mit der oben beschriebenen Wartezeit. Allerdings kann man sich fragen wie oft man diese Strecke mit dem Auto fahren muss, da Sie ohne die Ampel an der Rampe innerhalb von 3-5min mit dem Rad auch da wären. Die nächsten Einkaufsmöglichkeiten (mit weniger Ampeln auf dem Weg dorthin) findet man ohnehin beim Rewe in Prüfening und Umgebung. Der zweite Worst case ist, wenn ich zur Klenzebrücke möchte (und alles von da ab). Hier spare ich mir mit der Rampe lediglich 400 Meter, was sich bei einer Rotphase nicht lohnt. Effektiv ist es also so dass lediglich eine Hand voll Menschen in der Magaretenau lediglich bei der speziellen Fahrt von Georg-Herbst-Straße nach Köwe-Center wirklich eine Zeitersparnis haben. Unter diesen Annahmen und der persönlichen Erfahrung, dass die Rotphasen dort tendenziell mehr als 30-60 sekunden betragen, gibt es keine logische Begründung die Rampe regelmäßig als Autofahrer zu nutzen.
Kommentator
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Wer mit mehr Sicherheit argumentiert, verschließt doch die Augen vor dem Kindergarten direkt an der Rampe. Was hab ich da schon Eltern mit Lastenrad (Kind vorne drin) oder mit Kinderanhänger die Rampe rauf fahren sehen. Nicht nur einmal meinte ein Autofahrer sich mit 10cm noch vorbeiquetschen zu können.
Radler Fred
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@Angelina Fischer
Das Große und Ganze nennt sich Fortschritt und einfach Vernunft. Man könnte unzählige Beispiele anführen wo seit 1930 die Verkehrsführung geändert wurde z.B. mit der Lessingstr. und der Klenzebrücke. Diese Veränderung begründet eben die deutlich reduzierte Notwendigkeit der Rampe, die eben nicht mehr zeitgemäß ist. Es wird also nicht einfach so eine Verbindung gestrichen, da es eine deutliche Verbesserung der Infrastruktur parallel dazu gibt. Das Argument mit der Schule ist ja sowas von durchsichtig ein Versuch einer emotionalen Manipulation indem man Kinder vorschiebt. Die Lessing Str. ist perfekt ausgebaut und die paar zusätzlichen Fahrzeuge aus der Margaretenau fallen hier nicht ins Gewicht. Die Anwohner im nordöstlichen Teil benutzen doch jetzt schon diese Zufahrt, da die Rampe mit der Ampel eh eine Verzögerung wäre, das kann man beobachten wenn man es möchte. Es ist einfach eine logische weiter Entwicklung der neuen Straßen und Brücken. Man sollte einfach froh darüber sein statt sich ständig an alten Umständen fest zu klammern. Das sieht doch jeder Blinde, das das Sinn macht der eins uns zusammen zählen kann.
AUnwohner
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Ich finde es auch spannend, wie jetzt zusätzlich zu den immer gleichen, teilweise am Thema vorbeigehenden Phrasen irgendwelche wilde Verschwörungstheorien in den Raum geraunt werden. Den Umsetzungsstand des Hauptradroutennetzes kann man sich unter https://geoportal.regensburg.de ansehen. Einfach unter “Karten” auf “Fachdaten” -> “Mobilität und Verkehr” -> “Fahrrad” -> “Hauptradroutennetz” -> “Umsetzungsstand” gehen. Da sieht man auf den ersten Blick, dass in den nächsten Jahren noch einiges passieren wird, wenn die Koalition ihr Wahlversprechend ernst nimmt.