Anwohner-Aufstand in Regensburg-Margaretenau: 340 Unterschriften gegen Sperrung der Georg-Herbst-Straße
Heimspiel für die CSU, ein harter Stand für die anderen Stadträte. Bei einem Ortstermin in Margaretenau machen Anwohner ihrem Ärger über die bereits beschlossene Sperrung der Georg-Herbst-Straße für Autos Luft.

Favorit bei den Anwesenden: Michael Lehner (Mitte) mit OB-Kandidatin Freudenstein und CSU-Entourage. Foto: as
„108 Euro und an Punkt! 108 Euro und an Punkt!“ Der Mann mit dem grauen Bart ruft den beiden Radfahrern, die gerade bei Rot die Georg-Herbst-Straße hinauffahren, so laut hinterher, dass die Gespräche am Pavillon an der Ecke abrupt verstummen. Mit einem verschmitzten Lächeln erklärt er, dass er nicht geschrien habe. „Wenn ich schreie, hört sich anders an.“
Ortstermin in der Margaretenau. Es ist kurz vor 18 Uhr. Teebeutel und heißes Wasser stehen bereit – es wird gerade dunkel. Dutzende Anwohnerinnen und Anwohner stehen seit fast einer Stunde in der Kälte, um mit Vertreterinnen und Vertretern des Regensburger Stadtrats zu sprechen. Einige wollen ihnen einfach nur die Meinung geigen.
„Oh mei. De Greana!“
340 Unterschriften haben sie gegen die geplante Sperrung der Georg-Herbst-Straße für Autos gesammelt. Hier soll eine der Hauptradrouten verlaufen, wie der Stadtrat Ende November beschlossen hat – gegen die Stimmen der CSU. Für Michael Lehner und OB-Kandidatin Astrid Freudenstein ist dieser Termin ein Heimspiel.
„Ich tu mich leicht hier. Wir haben im Stadtrat gegen die Sperrung gestimmt“, sagt Lehner. Er erwähnt, dass man als Kompromiss eine Fahrradstraße vorgeschlagen habe, auf der Autos zwar fahren dürfen, aber die Radler Vorfahrt haben. Dann übergibt er das Wort – wie ein Moderator.
Man muss dem CSU-Chef zugutehalten, dass er seinen Heimvorteil nicht allzu sehr ausnutzt, sondern versucht, beruhigend auf die Menge einzuwirken. Schon als Maria Simon sich als Stadträtin der Grünen vorstellt, gibt es abfällige Zwischenrufe. „Oh mei. De Greana!“
Parken „wia eine Wuidsau“
Klaus Rappert (SPD) und Florian Rottke (Brücke) müssen sich während ihrer Reden mit lauten Gesprächen und hohlem Gelächter auseinandersetzen. Dass Rappert die Anwesenden belehrt, dass man doch mal zuhören solle, macht die Stimmung nicht besser. Als Astrid Lamby, die selbst in der Margaretenau wohnt, spricht, hört man, dass sie „wia eine Wuidsau parkt“. Und außerdem, dass hier niemand etwas gegen Radfahrer habe, fast jeder selbst mit dem Fahrrad fahre und es doch nur Miteinander gehe, aber…
Nicht alle Anwesenden verhalten sich so. Einige versuchen, in ruhigem Ton ihre Bedenken gegen die Sperrung vorzutragen.
„Das mag auf den ersten Blick eine gute Idee sein, aber nicht ganz durchdacht“, sagt ein Mann. „Man kann doch immer noch zurück, wenn man merkt, dass man eine falsche Entscheidung getroffen hat, oder?“
Ernsthafte Bedenken und plumpe Vorurteile
Feuerwehr, Rettungsdienste und Krankenwagen müssten einen Umweg fahren, der Leben gefährden könne, wenn hier gesperrt werde, heißt es. Das Verkehrschaos an der Lessingstraße werde noch größer, wenn die Anwohner in der Margaretenau dort entlangfahren müssen. Zusätzlich zu den Eltern, die ihre Kinder zur Kreuzschule bringen, den Radfahrern und dem Verkehr zwischen Prüfeninger- und Kirchmeierstraße.
Ein Vorschlag lautet, dass man den Anwohnern vielleicht etwas zurückgeben könnte, wenn man die Brücke für den Autoverkehr sperrt, indem man das Halteverbot an einigen Stellen aufhebt, damit dort geparkt werden kann.

120 Meter Straße werden zum Streitpunkt. Foto: as
„Warum muss man eine Hauptradroute durch ein Wohngebiet führen?“, fragt ein junger Mann. Eine Frau, die in der vierten Generation hier wohnt, sagt, sie habe Kinder und Enkel. In 70 Jahren habe es an der Georg-Herbst-Straße nie ein Problem gegeben. „Warum muss man da was ändern? Es hat doch bisher auch funktioniert. “ Lauter Beifall.
Radentscheid einstimmig? „…dann muss dieser blöde Unsinn auch wieder einstimmig weg.“
Florian Rottke (Brücke) verweist auf den Radentscheid, dem der Stadtrat 2019 zugestimmt hat. Einstimmig. „13.000 Menschen haben dafür unterschrieben. Dann muss man das auch umsetzen.“ In Regensburg gibt es 180.000 Menschen, kommt zurück. Was ist mit denen?
Ein älterer Herr auf Krücken, über 80, sagt, dass er auch immer viel mit dem Rad gefahren sei. Da habe es sogar noch die Schienen der Straßenbahn gegeben. Das sei auch gegangen. Und wenn er höre, dass der Stadtrat einstimmig für den Radentscheid gestimmt habe, als dessen Folge Maßnahmen wie die Sperrung der Straße kämen, „dann muss dieser blöde Unsinn auch wieder einstimmig weg“.
Lauter Applaus. Bravo-Rufe.
„Radfahrer sollen auch mal ein paar Euro zahlen…“
Doch die Befürworter der Sperrung aus dem Stadtrat bleiben tapfer. „Probiert’s es doch mal aus“, meint Grünen-Stadtrat Hans Teufl. Wenn es gar nicht gehe, könne man sowas auch wieder rückgängig machen. Ungläubiges Raunen. Gelächter.
Ruhig ist es nur, wenn Michael Lehner oder Astrid Freudenstein sprechen. Sie wissen die Anwesenden auf ihrer Seite. Die CSU-OB-Kandidatin verweist darauf, dass man zwar dem Radentscheid zugestimmt habe, aber nicht jeder einzelnen Maßnahme. Das müsse immer gesondert abgestimmt werden. Als einer der anderen Stadträte sie unterbrechen will, dreht sie sich bestimmend um: „Jetzt rede ich.“
Astrid Lamby räumt ein, dass die Verkehrssituation in der Lessingstraße katastrophal sei. Die ÖDP habe gegen diese Planung gestimmt. „Aber das muss man getrennt voneinander betrachten und getrennt voneinander lösen.“ Es wird abgewunken, die Gespräche am Rand werden lauter. Vieles versteht man nicht. Viele hören nicht zu.
„Radfahrer sollen auch mal ein paar Euro zahlen, um den Ausbau ihrer Radwege zu finanzieren“, wird gerufen. Bisher würden ja alles die Autofahrer mit ihren Steuern zahlen. Verhaltener Widerspruch von wenigen, zustimmendes Gelächter und Geklatsche von den Lauten.
Auftritt von OB-Kandidat Janele
Christian Janele, OB-Kandidat von der CSB, meldet sich zu Wort. Ein Wahlkampfauftritt.
Er habe der Sperrung ja auch zugestimmt, sagt er. Aber in der Vorlage der Verwaltung sei auch gestanden, dass die Bürger befragt wurden. Das stimme ja gar nicht, wie er jetzt erfahre. Dann wird Janele lauter und hebt mit Pathos in der Stimme an: „Dann muss der Beschluss wieder aufgehoben werden. Der Bürgerwille muss umgesetzt werden.“ Wieder wird begeistert geklatscht.
Tatsächlich ist in der Verwaltungsvorlage an keiner Stelle die Rede davon, dass Bürger oder Anwohner befragt worden seien. Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer hatte in der Sitzung lediglich an die Debatten um den Bau der Klenzebrücke und die Verlängerung der Lessingstraße erinnert.
„Damals war ein Hauptargument gerade von Bewohnern der Margaretenau, dass die Klenzebrücke gebaut werden muss, um die Schleich- und Querungsverkehre durch die Margaretenau über die Dechbettener Brücke zu verhindern“, so Maltz-Schwarzfischer. „Die haben gesagt, der Verkehr muss außenrum geführt werden.“
Doch das nur am Rande. Von den Anwesenden wird das eine wie das andere bestritten. Niemand hier habe sich jemals für eine Sperrung ausgesprochen – ob nun in einer Befragung oder bei einer Bürgerversammlung.
„In vier Wochen können wir ja unser Kreuzerl machen.“
Nach einer knappen Stunde geht es an der Georg-Herbst-Straße in den direkten Austausch. Zwiegespräche zwischen Anwohnern und Stadträten. Es wird etwas ruhiger. Michael Lehner packt schon mal zusammen. „Ich hab es ja gleich gesagt“, meint er – und verabschiedet sich. Ein paar Leute von der JU-Liste „Zukunft“ im Schlepptau.
Der Mann, der gerade die Straße hochgebrüllt hat, sagt: „In vier Wochen können wir ja unser Kreuzerl machen.“ Die überwiegende Mehrheit der hier Anwesenden vermutlich bei der CSU.
Trackback von deiner Website.




Kreisky
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Wie performativ kann Wahlkampf sein, inkl. Auftritt des sog. Wahlvolks?
michinga
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„’Warum muss man eine Hauptradroute durch ein Wohngebiet führen?’, fragt ein junger Mann.”
–> stimmt! Ich würde für die Hauptradrouten eher Hauptverkehrsstraßen hernehmen. Ab nächster Woche dann auf Landshuter-, Friedens-, Franken-, furtmairstraße usw. dann eine Komplette Fahrspur für den Radverkehr umwidmen – je Richtung.
300 Räder ersetzen eine Stadtbahn und so.
KW
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Den Artikel sollte man in einem Forum für zukünftige StadtbewohnerInnen veröffentlichen – dann wissen die schon mal, in welchem Viertel bzw. in welcher Nachbarschaft man definitiv nicht wohnen möchte.
Robert Fischer ÖDP
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Bei solchen Terminen werden ja auch nie Befürworter sein. Man wirds vermutlich wirklich bei der Wahl sehen, ob im Westen, wo “linkere Parteien” immer ganz gut abschneiden, auf einmal alle nur deshalb auf einmal anders wählen.
Auf jeden Fall interessant zu sehen, dass Leute, die im gemütlichen Auto sitzen, sich so darüber aufregen können, 90 Sekunden Umweg zu fahren.
Rettungsdienste können in den Niederlanden und Co. bequem auf den Radwegen am Stau vorbeifahren, warum bei uns nicht? https://youtu.be/3zGrNDFjAJY&t=9
„Radfahrer sollen auch mal ein paar Euro zahlen, um den Ausbau ihrer Radwege zu finanzieren“,
Regensburg gibt so 2,50 € bis 10 € je nach Jahr pro Kopf für Radinfrastruktur aus, soweit ich nachvollziehen konnte. Wo soll ich die hinüberweisen?
Wenn Autofahrer ihre Infrastruktur und ihre Parkplätze (so viel wie das Grundstück wirklich wert ist) zahlen würden, wäre die Hälfte der Autobesitzer in der Privatinsolvenz.
Wuzzi
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@michinga
300 Radler alle 2,5 Minuten (wie die Stadtbahn) je Richtung = 7200 Radler/Stunde und Richtung. Nur wenn die fahren, könnte man ihrem Vorschlag eine Fahrbahn an Radler zu übergebem, zustimmen. Bei 60 Radler pro Stunde funktionierts nicht.
Radler neigen dazu, sich überzubewerten. Verkehrsprognosen für die Anzahl von Radlern werden leider nicht gemacht.
Irena Kuczynski
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Die konservativen schreien auf die Grünen, die “woken” auf die CSU. Die Radfahrer auf die Autofahrer, die Autofahrer auf die Radfahrer. Ein kompromissbasiertes Miteinander hat in Regensburg wie auch anderswo wohl jeder längst verlernt, die lauten sowieso.
Diese Strasse kann man schon sperren. Aber das Verbot durchzusetzen wird auch nicht einfach sein. Eine Beschrankung würde zwar von Haus aus die Autofahrer fernhalten, allerdings behindert diese wohl auch die Radfahrer. Ein fest installierter Poller in der Mitte? hm, mal sehen wie lange es dauert, bis dieser von “magischen Kräften” wieder entfernt wird. Kontrollen? Die sprechen sich bei Anwohnern erfahrungsgemäß relativ schnell rum.
Bleibt spannend! :-)
Manfred van Hove
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@ Robert Fischer ÖDP
Der Kampf um die Nutzung des offentlciehn Raums tobt in vielen Städten, nun auch in Regensburg. Dabei geht es oft nur um die Durchsetzung eigener politischen Ziele, die mit dem aktuellen Problem wenig zu tun haben. Gerade die Partei, die sie selbst vertreten, will ein völlig anderes Land, das so nicht existenzfähig wäre, wie ich aus ihrem Wahlprogramm entnehme, das ich eben gelesen habe.
Der vorliegende Fall könnte mit einer Abstimmung durch die regensburger Bürger gelöst werden. Voraussetzung dafür ist jedoch ein Quorum, also eine Mindestbeteiligung von 70 %, damit nicht eine Minderhet bestimmt, was die Mehrheit zu tun hat.
Wolfi
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Fahr da immer bei Rot mit dem Fahrrad durch und werde es auch weiter tun. Als ob ich da halte und den Push-Button an der Ampel drücke, die gehören grundsätzlich abgeschafft, wennst zehnmal draufdemmerst bis der des mal checkt. Nur um Fußgänger und Fahrrad gegenüber dem Autoverkehr zu verlangsamen.
Kann ja der Freizeit-Polizist in mir aus blären.
Anwohner
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@Robert Fischer ÖDP
Natürlich waren da auch Befürworter. Nur äußert man sich natürlich nicht, wenn man sich nicht zur Zielscheibe machen will. Eine sachliche Diskussion war nicht möglich, wie man vor allem an den Reaktionen auf die Rednerinnen von Grünen und ÖDP gesehen hat. Die Veranstaltung hat mir persönlich wieder gezeigt, wie absolut unwählbar CSU und CSB sind.
Und vielleicht fällt den Vernünftigen im Stadtrat ja noch eine Kompromisslösung ein, mit der alle Beteiligten leben können.
michinga
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@ wuzzi: is scho recht … – ne Stadtbahn wäre mir auch lieber gewesen ;-)
Dominik Müller_alt
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@Manfred van Hove
“Der vorliegende Fall könnte mit einer Abstimmung durch die regensburger Bürger gelöst werden. Voraussetzung dafür ist jedoch ein Quorum, also eine Mindestbeteiligung von 70 %, damit nicht eine Minderhet bestimmt, was die Mehrheit zu tun hat.”
Das mit dem Quorum beim Bürgerentscheid ist eigentlich recht schön auf der Seite der Stadt Regensburg erklärt, nämlich “Der Bürgerentscheid ist gültig, wenn über die Hälfte der Abstimmenden den Entscheid unterstützt und dies mindestens 10 v. H. der Regensburger/innen sind.”
Das hat sich so auch bewährt, weshalb wollen Sie da jetzt neue Regeln? 70% Wahlbeteiligung wurden schon oft sogar bei Landtagswahlen unterschritten, trotzdem waren die selbstverständlich gültig.
JS
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Da ist man doch als Autofahrer sowieso schneller wenn man außen rum fährt als an der roten Ampel zu warten. Gerade der Fußgängerstreifen auf der Brücke ist doch recht schmal. Ich denke da ist es dann doch besser wenn nur noch Radverkehr und Fußgänger über die Brücke dürfen. Und vielleicht noch Rettungskräfte, die könnten ja einen möglichen Poller im Fall der Fälle entfernen. Soll jetzt eigentlich auch irgendwer nochmal Unterschriften für die Sperrung des PKW-Verkehr und die Fahrradstraße sammeln?
Informant
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Dass das immer noch jemand sagt, ohne rot zu werden. Daran ist praktisch alles falsch:
– “Radfahrer” sind oft auch Autofahrer
– Radfahrer zahlen genau so Steuern, nur eben nicht die lächerliche Kfz-Steuer, die nicht mal für’s Streusalz reicht
– Die meisten Radwege werden für Autofahrer gebaut, damit sie nicht von Radfahrern auf “ihrer” Straße belästigt werden. Radfahrer brauchen keine Radwege.
– Aus der Bezahlung der Kfz-Steuer leitet sich kein Recht auf irgendetwas ab — außer das Fahrzeug betreiben zu dürfen.
Aber wer CSU wählt, hat es nicht so mit Fakten, also nicht weiter verwunderlich. Wer für die CSU OB wird, ebenso nicht, wie man hier auf RD ja erst kürzlich lesen konnte.
Informant
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Also ich als fast-nur-Radfahrer, bin mir nicht sicher, ob eine Sperrung so viel Gewinn bringt.
Liebe Radler-Kollegen, überlegt doch mal: Aktuell wird dieses Stückchen Straße mit Nebenstraßen-Priorität geräumt und gestreut. Wenn das ein Rad / Fußweg wird, ist’s damit sicher vorbei und wir dürfen den Hügel auf dem Hintern runter schlittern.
Guckt euch doch hier mal an, wie es vor wenigen Tagen auf eben dieser Hauptradroute aussah, z.B. hier https://mastodontech.de/@shupfel/115990684349195649 oder hier https://chaos.social/@parmaene/115894292379186995
Hindemit
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Die Kernkompetenz der CSU besteht im Aufhetzen der Leute. Das können sie gut.
Jetzt wird mir auch klar, warum deren Spitzenkandidatin beim Podium des Bund Naturschutz im EBW auf alle Fragen mit Enthaltung reagiert hat. Sie fühlte sich wohl schon siegestrunken.
Mr. T.
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Informant hat da sicher einen Punkt mit dem wesentlich schlechteren Winterdienst sobald da keine Autos mehr fahren dürfen. Hauptschlittschuhrouten oder Loipen im Winter wären natürlich auch nicht ohne Reiz. Radelständer zu Skiständern!
Der Vorschlag mit dem Bürgerentscheid hat natürlich auch was. Ich stell mir grad das Ergebnis vor, wenn da die drei Handvoll Anwohner, die da jeden Tag fünfmal über die Brücke fahren wollen, auf Dreiviertel der Regensburger Radler treffen, die ein Zeichen für mehr Radrouten setzen wollen.
Ich kann es nachvollziehen, wenn sich da keine Anwohner positiv zu einer Sperrung äußern. In dem Fall hätten sie wohl keinen Spaß mehr in der Nachbarschaft. Das beschriebene Klientel würde sicher nicht lange fackeln, den “Störenfrieden” das Leben zur Hölle zu machen.
Man muss echt dankbar sein für alle Fortschritte und Änderungen, die in den letzten 100 Jahren passiert sind. Mit einem signifikanten Teil der heutigen Bevölkerung und einer Politik, die ganz besonders auf die ganz besorgten Bürger hört, wär dies nicht mehr möglich. Alle, die da jetzt mit dem Auto überall hinfahren möchten, hätten damals vehement die Ochsengespanne gegen die Autos verteidigt.
Studi
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@Wuzzi
5. Februar 2026 um 18:16
Das Argument 300 Radfahrer ersetzen eine Stadtbahn kam von Gleisfrei, und ist damit inhaltlich auch so einzuordnen. Ich weiß nicht ob Ihnen das bewusst ist.
“300 Radler alle 2,5 Minuten (wie die Stadtbahn) je Richtung” -> Das ist auf mehreren Ebenen falsch. 1. Eine Stadtbahn ist nur in den seltensten Fällen voll, vgl. aktuelle Auslastung von Bus und Bahn. 2. Die Planung der Stadtbahn war beide Linien in 10min Taktung, auf einem Teil eine dritte Linie mit 10min Taktung. Insgesamt ergibt sich also auf den meisten Teilen eine Taktung von 10min und in den am engsten befahrenen (zw DEZ und Hbf) eine Taktung von 3-4min. Die am engsten befahrenen Stellen sind mit den genannten mehrspurigen Straßen zudem größtenteils disjunkt. Ihre Rechengrößen sind also falsch. 3. Radrouten ungleich Straßenbahnrouten. Radrouten verlaufen auch durch kleinere Straßen und verteilen sich viel stärker. Daher hinkt der Vergleich mit Autos und insbesondere Stadtbahn. 4. Sie schließen von dem Ist Zustand auf die Zukunft. Weil dort aktuell wenige Fahrradfahrer unterwegs sind, heißt das nicht dass das auch bei einer Umwidmung einer Fahrspur so bleiben wird.
Sie müssen sich irgendwann entscheiden: Wollen sie nebenstraßen den Radfahrern überlassen (wie die Georg-Herbst-Straße) oder Hauptstraßen umwidmen ? Beides gegeneinander auszuspielen geht nicht.
@Irena Kuczynski
5. Februar 2026 um 18:52
“Aber das Verbot durchzusetzen wird auch nicht einfach sein.” -> Es gibt keinen Grund zur Annahme, dass eine Sperrung nicht auch umsetzbar wäre. Es ist äußerst unwahrscheinlich dass die Leute bewusst durch gesperrte Straßen fahren. Das passiert anderswo ja auch nicht. Mit diesem Argument könnte man quasi jedes Verbot infrage stellen.
@Manfred van Hove
5. Februar 2026 um 18:56
“Der vorliegende Fall könnte mit einer Abstimmung durch die regensburger Bürger gelöst werden.” -> So ein Bürgerentscheid kostet zur Durchführung gerne mal sechsstellig. Und das für die Sperrung einer kaum befahrbaren nebenstraße. Das ist meiner Meinung nach klar steuerverschwendung. Noch dazu dass sie eine “Mindestbeteiligung von 70 %” fordern, was höchstwahrscheinlich nicht erreicht wird, das Geld also ohne Zweck verschwendet werden würde. Ihre Annahme dass eine Minderheit, der Mehrheit etwas sonst vorschreiben würde halte ich auch für höchst fragwürdig. Ich führe jetzt nicht aus mit welchem Gedankengut das korreliert.
@JS hat Recht. Es gibt kaum rationale Gründe die Georg-Herbst-Straße in diesem Abschnitt zu befahren mit dem Auto. Wenn dann für den Durchgangsverkehr.
michinga
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@ studi: danke für die Ausführungen! Mir was das in diesem Fall tatsächlich zu mühsam auszuführen…
Roman Serlitzky
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@Irena: Guter Einwand. Jetzt steht da eine Ampel. Sie bei rot zu überfahren riskiert kein Autofahrer, weil er da 4 Wochen zu Fuß geht.
Ein Durchfahrt verboten Schild überfährt er. da riskiert er, wenn überhaupt nur eine Geldstrafe im zweistelligen Bereich.
Problem bei der Ampel: Die müssten halt Radfahrer auch beachten.
Manfred van Hove
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Mein genanntes Quorum von 70 % macht Sinn. macht. In vielen Städten ist schon lange zu beobachten, dass kleine Gruppen mit einem hohen Mobiisierungsgrad poltische Entscheidungen durhsetzen, die nicht der Meinung der Mehrheit entsprechen.
Alle Gewalt geht vom Volke aus – sagt unsere Verfassung. Aber nur, wenn es nichts kostet, würden sie ergänzen, wie ich aus ihren Zeilen entnehme.
In unserer zunemend alterden Gesellschaft werden immer weniger in der Lage sein, mit dem Rad zu fahren. Auch darauf sollte man Rücksicht nehmen.
Max Strasser
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Die Diskussion war von Anfang an politisch und nicht sachbezogen. Ich bin Anwohner und nutze diesen Straßenabschnitt sowohl mit dem Fahrrad als auch mit dem Auto. Somit habe ich eigentlich keine Platz in dieser Diskussion.
Trotzdem möchte ich etwas zur Sachlichkeit beitragen:
Ich kenne keine Initiative von Anwohnern, die sich über die aktuelle Situation beklagt haben, weder als Radfahrer, als Autofahrer, noch als Fußgänger. Von wem kam die Initiative, hier was zu ändern?
Der Radfahrer, der hier nur vorbeifahren will und sein Ziel der Westen ist, biegt hier nicht in diese Straße ein, auch wenn offitiell hier die rr05 verläuft. Wer stadteinwärts fährt, befindet sich sowieso auf der ganz anderen Straßenseite.
Die einzigen Nutzer sind hier die Anwohner, sowohl als Radfahrer als auch als Autofahrer. Wie gesagt, ich bin Anwohner und komme zurecht.
Ich sehe allerdings für mich hier eine erhöhte Gefährdung, wenn die Ampel weg ist. Als Radfahrer muss ich nun immer mit Gegenverkehr rechnen, weil Schilder, wie hier schon erwähnt, einfach ignoriert werden, im gegensatz zu einer Ampel. Autofahrer ignorieren dieses Schild genauso wie Radfahrer die rote Ampel bisher.
Absperrungen können auch nicht einfach so aufgestellt werden, sondern müssen erst begründet werden, aufgrund erhöhter Unfall- und Verletzungsgefahr. Als Radfahrer will ich keine baulichen Absperrungen, das wäre kontraproduktiv
Knatterbert
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„Radfahrer sollen auch mal ein paar Euro zahlen, um den Ausbau ihrer Radwege zu finanzieren“
Mir war gar nicht klar dass Radfahrer keine Steuern zahlen und nicht auch mal das Auto nehmen. Steuerbefreiung für Radfahrer wäre auf jeden Fall ein super Anreiz zur Mobilitätswende und zum Klimaschutz :D
Nedderschorsch
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Kann mir mal jemand erklären, warum die sich so aufregen? Der Umweg für die, die in der G.-Herbst-Str. wohnen, beträgt über die Eichenstraße zur Klenzebrücke ganze 500 m – und das ohne Ampel, die ja oft viel Zeit kostet. Wer ganz im Norden der Glashüttenstraße am Brandlberg lebt und über die Pilsenallee nach Norden fahren will, muss erst mal 900 m nach Süden fahren und dann wieder 900 m nach Norden. Dann ist man nach 1,8 km wieder genau auf Höhe des eigenen Hauses. Da wäre doch die logische Konsequenz, die Radlbrücke abzureißen und stattdessen eine Autobrücke dort zu bauen – oder? Und vielleicht schaffen wir dann auch gleich alle Fußgängerzonen ab, damit man endlich wieder direkt mitten durch fahren kann. Und wer ist eigentlich auf diese dämlich Idee gekommen, einen Fluss durch unsere Stadt zu leiten. Wie soll man denn da mit dem Auto auf die andere Seite kommen?
PS: Soweit ich die Vorlage gelesen habe, sollen ja die Rettungsdienste weiter durchfahren können. Aber solange es keinen Widerspruch gibt, kann man ja einfach mal so die Unwahrheit behaupten. Das Prinzip Trump funktioniert auch in Regensburg.
Noch ein PS: 26 % aller Wege werden in R mit dem Rad zurückgelegt, sogar 27 % zu Fuß. Das sind zusammen 53 %. Das Auto wird lediglich für 37 % der Wege genutzt. Wenn ich mir die Straßen in R so anschaue, dann haben aber Fußgänger und Radfahrer nicht die Hälfte der Fläche.
Informant
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Richtig, Herr van Hove, aktuelles Beispiel ist die Stadtbahn in Regensburg.
KW
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@Nedderschorsch, ich finde man braucht beim Thema Fakten-Leugnen bzw. ins Gegenteil verkehren nicht immer auf Trump verweisen, schliesslich wird das gleiche Prinzip in Perfektion vom Wurstinfluencer und dessen Stellvertreterlein angewandt.
Studi
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@Manfred van Hove
6. Februar 2026 um 12:12
70% Quorum sind absolut unrealistisch. Die meisten Leute in Regensburg kennen die Straße gar nicht. Selbst die Abstimmung zur Stadtbahn hatte eine niedrigere Wahlbeteiligung als die gleichzeitig stattfindende Landtagswahl, das heißt es gibt Einwohner die bewusst nicht abgestimmt haben, obwohl Sie zum Teil buchstäblich an der Urne standen. Zusätzlich gibt es den Status quo bias, der besagt, dass bei Entscheidungen zwischen Veränderung oder Status Quo die Bürger häufiger zum Status Quo tendieren. Und zwar überproportional. Das ist einerseits Psychologie, andererseits hat es mit der allgemeinen Wahlbeteiligung zu tun und Korrelationen damit. Diese Mobilisierungseffekte von angeblichen Minderheiten funktionieren nur mit starkem bürgerlichen Engagement. Das ist jedoch genau das was sich eine Demokratie wünscht. Engagierte Bürger die sich bei politischen Entscheidungen einbringen und aufklären. Es ist schwer zu legitimieren, dass ein Bürgerentscheid ungültig ist, nur mit der Vermutung, dass die Nichtwähler gegen das Ergebnis gestimmt hätten.
“Aber nur, wenn es nichts kostet” -> Bürgerentscheide sind genau deswegen eingeschränkt in Deutschland. Die entstehenden Kosten sind unverhältnismäßig bei den meisten Fragen. Desweiteren sind langfristige Planungen mit Bürgerentscheiden schwer umzusetzen da die Ergebnisse häufig kurzfristig nicht absehbar sind (wie hier der Fall). Da sind wir auch wieder bei dem Status Quo bias. Parlamente und Stadträte werden unter anderem genau deswegen für einen längeren Zeitraum gewählt, und selbst dieser scheint für manche Projekte noch zu kurz zu sein.
@Max Strasser
6. Februar 2026 um 12:51
“Der Radfahrer, der hier nur vorbeifahren will und sein Ziel der Westen ist, biegt hier nicht in diese Straße ein” -> Das liegt aber wohl maßgeblich daran, dass die Straße eben aktuell nicht ausschließlich für Rad und Fußverkehr umgwidmet ist. Zusätzlich (oder genau deswegen) ist die Route auch wenig bekannt. Als Teil des Hauptradroutennetz würde sich das vermutlich ändern. Als Autofahrer benutze ich auch Hauptstraßen bevorzugt als parallel dazu verlaufende Seitenstraßen, weil mir diese eventuell nicht bekannt sind und Ampelschaltungen diese auch benachteiligen.
“Die einzigen Nutzer sind hier die Anwohner” Berechnet man Entfernungen, Ampeln usw. mit ein dürften die wenigsten Anwohner aus rationalen Gründen die Strecke benutzen.
“weil Schilder, wie hier schon erwähnt, einfach ignoriert werden” -> Was macht Sie so sicher dass Schilder ignoriert werden? Ich sehe keinen Grund warum Bürger hier Regeln überschreiten die anderswo eingehalten werden.
Burgweintinger
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Max Strasser: “Ich sehe allerdings für mich hier eine erhöhte Gefährdung, wenn die Ampel weg ist. Als Radfahrer muss ich nun immer mit Gegenverkehr rechnen, weil Schilder, wie hier schon erwähnt, einfach ignoriert werden, im gegensatz zu einer Ampel. Autofahrer ignorieren dieses Schild genauso wie Radfahrer die rote Ampel bisher.”
Das ist einfach zu lösen: Boller hin, dann kann kein Auto durch jedoch Radfahrer schon.
Sebastian Wild
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Ich kenne dieses Stück Straße seit Ende der 70er Jahre. Aufgewachsen in der Prüfeninger Straße quasi ums Eck von der Margaretenau. Das war immer für uns der kürzeste Weg zur Oma nach Königswiesen (mein heutiger Wohnort) und ich fahre sogar heute noch immermal wieder so von Prüfening nach Königswiesen oder umgekehrt. Übrigens das alles außschliesslich mit dem Rad. Seit dort die Ampelanlage ist hatte ich nie ein Problem mit Autos. Das ist übrigens die erste Ampel in Regensburg mit Induktiver Fahrzeugerkennung gewesen damals. Deshalb haben Radlfahrer einen Taster – die Induktion erkennt sie nicht :)
Von daher erkenne ich jetzt auch keine Notwendigkeit aus Gründen der Verkehrssichereit oder weil Hauotradroute da jetzt für Autos zu sperren. Ein wesentlich größeres Problem für die Verkehrssicherheit ist meiner Meinung nach der sehr schlechte Zustand der Straße.
Ich habe da einen ganz anderen Verdacht: vor längerem war nämlich mal zu lesen , daß genau dieses Stück Straße um das es hier geht sanierungsbedürftig ist. Ich kann leider die Quelle nicht mehr bennenen.
Aufgrund der Bauweise (das ist ja schon fast eine Brücke) wäre eine Sanierung sehr aufwändig und entsprechend kostspielig. Wenn man das jetzt für Autos sperrt wäre das für die Stadt eine Win-Win-Situation weil man dann die Sanierung nach lange hinausschieben kann. Gleichzeitig kann man den Beschluss mit dem Thema Hauptradroute etc begründen …
Roman Serlitzky
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@studi:
“Ich sehe keinen Grund warum Bürger hier Regeln überschreiten die anderswo eingehalten werden.”
Ziemlich naiv, aber ich denke, dass wissen Sie selber. Würde der Bürger keine Regeln überschreiten, bräuchte es auch diese Sperrung nicht.
Friedhelm
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Leid tun mir die Fußgänger wenn die SUVRadler im Gegenverkehr über die Rampen sausen.
In den Radlstraßen und Fußgängerzonen erleben wir täglich, dass viele E-Roller-und Radlfahrer dringend einen Führerschein benötigen und vor allem Kontrollen.
Barbara Stefan
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@Sebastian Wild
Da bin ich völlig bei Ihnen, Herr Wild. Ich nutze das Brückerl ähnlich gelegentlich und aus ähnlichen Gründen, zu Fuss, mit dem Rad oder mit dem Auto. Es erschließt sich mir nicht im geringsten, warum sich dort was verändern sollte, ausser es geht tatsächlich um eine Sanierung. Sollte das Teil eines Hauptradwegs werden, würde eine „Fahrradstrasse” wie in der Prüfeninger Schlossstrasse völlig ausreichen, ansonsten müsste man auch die Schlossstrasse für Autos sperren. Ich glaub, den ganzen Zirkus gibt es deshalb, weil hier an einer Stelle, die absolut friedlich und unauffällig und ohne jegliche Unfälle ganz sinnbefreit eingegriffen wird. Ich empfehle jedem, der hier meint mitreden zu müssen, sich einfach mal einen Nachmittag mit warmem Tee in der Thermoskanne an die Ampel zu setzen und zu schauen, was dort los ist. Einfache Verkehrszählung: Radfahrer, Fussgänger, Autos. Manchmal schaltet die Ampel zweimal um und keiner kommt :-))))))))))
Das wär mein Vorschlag. Geht einfach mal hin und danach erst eine Meinung äussern.
Informant
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Max Strasser meint
Das stimmt doch ganz einfach gar nicht. Für den gesamten Westen südlich der Bahngleise und westlich des Krankenhauses ist das die angenehmste und schnellste Strecke zu Bahnhof, nördliche Altstadt, in den gesamten Osten.
Hier in einer Karte [1] veranschaulicht: Quellgebiet rot, Route durch die Stadt rot, potentielle Zielgebiete grün
[1] https://umap.openstreetmap.de/de/map/unbenannte-karte_123815#14/49.012288/12.087493
Studi
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@Sebastian Wild
6. Februar 2026 um 16:26
“keine Notwendigkeit aus Gründen der Verkehrssichereit oder weil Hauotradroute da jetzt für Autos zu sperren.” -> Sie haben gerade selbst beschrieben dass Fahrradfahrer an der Ampel in der Regel halten müssen. Wenn für Autos gesperrt würde, würde das entfallen, sodass Fahrrad fahren angenehmer und schneller wird. Und das ist exakt der Sinn der Hauptradrouten.
@Roman Serlitzky
6. Februar 2026 um 17:12
Das ist nicht “naiv”, ich gehe nur davon aus dass für alle Straßen dasselbe gilt. Man kann nicht Maßnahmen delegitimieren mit dem Argument, dass sich keiner daran halten wird. Mit diesem Argument lassen sich jegliche Regeln entfernen. Die Austauschbarkeit eines Arguments ist ein starkes Indiz dafür dass es ein schwaches Argument ist.
“Würde der Bürger keine Regeln überschreiten, bräuchte es auch diese Sperrung nicht.” -> Die Sperrung hat nicht den Zweck die Verkehrssicherheit zu verbessern. Das ist ein Nebeneffekt. Die Unsicherheit rührt desweiteren nicht daher dass sich leute nicht an die Regeln halten, sondern daher dass die Straße extrem eng mit kurzer Sicht ist. Nach heutigen Standards wäre eine solche Straße für Autos, Fahrräder und Fußgänger in beide Richtungen nicht mehr möglich. Der Kern der Sperrung liegt darin das Fahrradfahren attraktiver zu machen und gleichzeitig eine Fahrradinfrastruktur zu schaffen die unabhängig vom Autoverkehr geplant ist und somit Ampeln und Knotenpunkten aus dem Weg geht. Diese Stelle ist eine der wenigen in Regensburg die dafür prädestiniert ist seit die Klenzebrücke gebaut wurde.
@Friedhelm
6. Februar 2026 um 17:56
In diesem Zusammenhang sind die “SUVRadler” wohl doch in jeder hinsicht besser als die SUV Autofahrer. Die Straße würde bei der Umwidmung außerdem mehr Abstand zwischen Rad und Fußgängern erlauben.
Informant
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Leid tun mir die Radfahrer, wenn auf viel zu schmalen Radspuren neben ihnen SUVAutlern im Gegenverkehr durch die Straßen sausen. In den Wohnstraßen, zugeparkten Geh- und Radwegen sowie in Fußgängerzonen erleben wir täglich, dass viele Auto- und SUV-Fahrer dringend einen Führerschein brauchen und Kontrollen.
da_Moartl
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Das ganze Chaos entsteht doch nur, weil man bei der Stadt derart kurzsichtig handelt, dass man es nicht mal schafft, beim Neubau der Klenzebrücke eine Röhre für den Radweg zu integrieren und den Radschnellweg parallel zu den Bahngleisen direkt gen Westen führt. Mit wenig Aufwand kommt so zumindest bis zur Scharnhorstbrücke und vermeidet die Entstelle in der Georg-Herbst-Straße. Aber langfristige strategische Planung war ja noch nie die Stärke der Stadtplanung.
Barbara Stefan
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Ich möchte dem noch etwas hinzufügen: Ich hab jetzt versucht, über die städtische Webseite diese geplanten Fahrradrouten zu erkunden. (Gar nicht so einfach:-)))) Es scheinen spezialisierte Agenturen beauftragt, denen ich ihr Fachwissen nicht absprechen möchte. Das gelingt aber schlecht mit dem ausschliesslichen Blick auf Stadtpläne. Schaut super aus und verkauft sich gut.
Vorort sind aber vielleicht dann doch Wege, wie im Ameisenhaufen oder alten Gehwegen zwischen Grundstücken, die eingegangen, wichtig und schützenswert sind. Eine lebendige Stadt machen diese Wege und die Menschen aus, die in der Margaretenau leben, und GOTTSEIDANK (im Vergleich zu den neu hochgezogenen Ghetto-Vierteln aussenrum) auch noch eine Gemeinschaft empfinden, die sich ordentlich aufregt und zurecht laut wird. Wunderbar, dass es das noch gibt, dass sich über 300 Menschen zusammenfinden, um gegen eine Veränderung in ihrem Viertel zusammen zu protestieren. Wunderbar. Weiter so! Ich würd sofort mitunterschreiben, wohne aber leider ein paar Strassen weiter. Aber würde gern diesen absolut friedlichen Zustand dieser kleinen Brücke als Fussgängerin, Radlerin oder Autofahrerin genau so erhalten. Ein Kleinod an Aufmerksamkeit aller Verkehrsteilnehmer aufeinander, das es in der ganzen Stadt vergleichbar nicht gibt.
Informant
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@Barbara: Gute Idee, wir sollten diesen Strassenabschnitt in ein Museum umwandeln. Mit einem kleinen Gebäude mit Info-Tafeln und Videos, wie harmonisch und vorbildlich auf diesen paar 100m alles ablief.
Eine Gedenkstätte für denn Fall des letzten Beispiels für ein Miteinander aller Verkehrsteilnehmer. Ein Mahnmal an alle, die an allen anderen Stellen der Stadt den Radweg blockieren, um “nur mal schnell” einen Kuchen oder eine Brezel zu kaufen.
Übrigends hat sich jemand sehr viel Mühe gemacht, die Radrouten und deren Umsetzungsstatus in eine Karte zu giessen:
https://umap.openstreetmap.de/en/map/hauptradrouten-regensburg-radmonitor-regensburg_33972#13/49.017382/12.113800
Infoseite dazu hier: https://radmonitor-regensburg.de/
P.S. Mit Ihren sozielen Betrachtungen haben Sie (leider) recht, dass ist aber ein Phänomen jeder grösser werdenden Stadt
Studi
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@Barbara Stefan
6. Februar 2026 um 18:33
“Sollte das Teil eines Hauptradwegs werden, würde eine „Fahrradstrasse” wie in der Prüfeninger Schlossstrasse völlig ausreichen, ansonsten müsste man auch die Schlossstrasse für Autos sperren.” –> Für den Vergleich mit der Prüfeninger Schlossstraße muss man die unterschiedliche Fahrbahnbreite beachten. Auf der Prüfeninger Schlossstraße ist es problemlos möglich, selbst bei zwei nebeneinander fahrenden Radfahrern an diesen mit ausreichend Sicherheitsabstand vorbeizufahren. Zudem ist die Prüfeninger Schlossstraße relativ flach, wesegen Radfahrer in der Regel eine angemessene Mindestgeschwindigkeit erreichen, sodass man im Falle von Gegenverkehr auch hinter den Fahrradfahrer herfahren kann. In der Georg-Herbst-Straße ist das nicht möglich, da man wegen der großen Steigung kaum vorankommt. Autofahrer müssten warten oder sehr knapp überholen. Im Sinne einer Fahrradstraße würde es auf warten hinauslaufen. Effektiv könnte ein Autofahrer die Georg Herbst Straße nur durchqueren wenn er wüsste dass ihm kein Radfahrer entgegenkommt, was aber ohne Ampel nicht möglich ist. Zusätzlich (und das ist fast schon ironisch) sind Fahrradstraßen für Autos gesperrt. Zusatzschilder müssten dieses Verbot wieder explizit aufheben. “Anlieger frei” ergibt für diesen Abschnitt keinen Sinn. Und ein pauschales “Autos frei” würde de facto an der jetzigen Situation nichts ändern, man bräuchte trotzdem eine Ampel um Autos und entgegenkommende Radfahrer zu trennen.
“Manchmal schaltet die Ampel zweimal um und keiner kommt” -> Genau das ist ja das Argument FÜR eine Sperrung für Autos. Die Straße wird kaum benutzt von Autofahrern (und Alternativen sind meist gleich schnell). Dass Radfahrer sie nicht stark nutzen liegt an der wenigen Bekanntheit und der Ampel. Ein Entfernen der Ampel und aufstellen von Schildern (gemäß dem Hauptradrouten Netz) würde die Attraktivität für Radfahrer deutlich steigern. Dann erfüllt die Straße auch einen Zweck im Vergleich zu jetzt.
@Barbara Stefan
6. Februar 2026 um 23:52
“Das gelingt aber schlecht mit dem ausschliesslichen Blick auf Stadtpläne.” –> Sie schreiben erst dass Sie den Agenturen ihr Fachwissen nicht absprechen wollen. Im buchstäblich nächsten Satz tun Sie aber genau das. Es ist höchst unwahrscheinlich dass die Planer die Routen nicht auch persönlich besichtigt haben, immerhin ist das Teil ihres Jobs.
“GOTTSEIDANK (im Vergleich zu den neu hochgezogenen Ghetto-Vierteln aussenrum) auch noch eine Gemeinschaft empfinden, die sich ordentlich aufregt und zurecht laut wird” –> Welche Ghetto-Viertel meinen Sie? Die sind mir nicht bekannt. Die Gemeinschaft der Magaretenau, sofern ich das ihrer Sichtweise entnehmen kann, reicht aber nur bis zur nächsten Straße. Ich würde mich sehr viel mehr freuen wenn wir Gemeinschaft wieder größer fassen würden, und nicht ein Stadtumgreifendes Infrastrukturprojekt zu blockieren. Das Verhalten der Blockierer ist per Definition (wenn man denn annimmt dass das Hauptradroutennetz ein sinnvolles Projekt ist) asozial, also das Gegenteil von Gemeinschaft.
“Ich würd sofort mitunterschreiben, wohne aber leider ein paar Strassen weiter.” –> Sehr ironisch, dass Sie sich trotz ihrer Betonung auf Gemeinschaft und Miteinander nicht mehr verantwortlich fühlen, nur weil Sie ein paar Straßen weiter wohnen.
Railexpert
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@Studi
6. Februar 2026 um 10:51
Dieser unsägliche Vergleich der Stadtbahn mit den 300 Radlern steht auf einem Flyer der Stadtbahnbefürworter und ist nicht von Gleisfrei-Regensburg. Die würden sich schämen solchen Unsinn zu verzapfen.
Vieleicht wärs besser mal zuende zu studieren, und dann nicht mehr solchen Unsinn wie in Ihren langatmigen Komentaren zu verzapfen.
Informant
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@Railexpert
“300 Räder ersetzen eine Stadtbahn” ist ein Plakat von gleisfrei regensburg, wie sich jeder hier (1) oder direkt hier (2) überzeugen kann.
1) https://gleisfrei-regensburg.de/component/content/article/plakate-f%C3%BCr-die-stadt?catid=20&Itemid=101
2) https://gleisfrei-regensburg.de/images/2024/05/04/WhatsApp%20Image%202024-05-04%20at%2021.07.30.jpeg
Vielleicht wär’s besser, mal irgendwas zu studieren und nicht mehr solchen Unsinn wie in ihrem unter Schnappatmung verfassten Kommentar zu verzapfen.
Railexpert
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@Informant
7. Februar 2026 um 17:18
Irgendwie haben Sie die überspitzte satirische Antwort auf den Flyer der Stadbahn AG nicht verstanden.
https://bayern.vcd.org/der-vcd-in-bayern/regensburg/stadtbahn-2
Zum Mitschreiben: 300 Radler, das war nur die logische Fortsetzung der dort in der Grafik im Flyer der Stadtbahn AG aufgestellten unsinnigen Vergleiche!
Informant
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@Railexpert: Es ist irrelevant, wer hier was (miss)versteht oder wie das Plakat von gleisfrei “gemeint” war. Ihre Aussage war:
Was nachweislich falsch ist. Die “unsägliche Aussage” steht auf einem Plakat von gleisfrei. Auf auf dem verlinkten Flyer der Stadtbahnbefürworter gibt es nicht mal einen Vergleich zwischen Rad- und Bahnverkehr.
Also, alle Gleisfrei-Regensburg, bitte alle 1x schämen.
Wahrscheinlich kommt jetzt gleich jemand ums Eck und behauptet, die gleisfrei-Website wäre von bösen Linksgrünen gehakt worden.
Gonzo
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@Informant: Wie, was? Fakten? Nein Danke. Dann kann ich mein langjährig kultiviertes Feindbild ja gleich in die Tonne treten.
Danke btw
Studi
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@Railexpert
7. Februar 2026 um 17:41
Die Vergleiche waren keineswegs unsinnig. Sie beschreiben sehr genau den Zweck der Stadtbahn. Falls sie mal zu stoßzeiten die Strecke DEZ-HBF-Uni mit dem Bus gefahren sind, merken sie schnell dass der Vergleich 3Busse vs 1 Stadtbahn Sinn ergibt. Der Vergleich mit den Autos ist ohnehin schon wohlwollend, da man explizit nicht populistisch annimmt in jedem Auto würde nur eine Person sitzen. Der Vegleich ist insgesamt plakativ, aber korrekt. Fahrradfahrer sind dabei allerdings eine ganz andere Zielgruppe.
Falls ich ihnen recht geben würde, dass das Plakat ironisch gemeint war, so widerspricht es damit nahezu allen anderen Plakaten wo immer ein Statement mit Stadtbahn und eine Alternative ohne gegeben waren. Es gab sogar ein Plakat mit der Aufschrift “Radwege statt Gleise”. Wie soll man erkennen dass es sich dabei um ironie handelt? Jetzt im nachhinein die eigenen Plakate schlechtreden um sie als Ironie zu markieren wirkt nicht sehr glaubwürdig.
Desweiteren ist ihre Bemerkung zu meinem pseudonym höchst unpassend. Ich habe nie gesagt dass ich student bin. Genauso wenig wie ich hinter ihrem Pseudonym einen “Railexperten” vermute solange sie mir nicht das Gegenteil zeigen können.
Alois
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Es ist in den Kommentaren der Radler First-Komunity immer wieder zu beobachten wie spaßfrei und verbissen sie sind und mit ihrer Umwelt- und Klimaschutz-Ideologie den Verkehr verbösern und total umkrempeln wollen. Sie wollen immer ALLES, und das ohne jede Verkehrsprognose für Radfahrer.
Aber Radler First langt dazu nicht aus, man muss mit allen Verkehrsteilnehmern reden und sie mitnehmen, wenn sie Verkehrsraum abgeben sollen.In der Fußgängerzone teilen die Fußgäner auch Raum ab, können aber nach STVO verlangen, dass sie von Radler nicht bedrängt werden.Hier gilt Fußgäner first.
Auch das Rummaulen der Stadtbahnbefürworter nach einer demokratisch verlorenen Wahl geht einem gewaltig auf den Keks.
Man muss auch mit Anstand verlieren können, so wie es in einer gelebten Demokratie üblich ist.
Rainer Schmidt
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@studi: Dieses Durchfahrtsverbot hier wird wohl genauso “beachtet”, wie zur Rushhour die zahlreichen Einbahnstraßen in der Altstadt. Von daher stellt das Durchfahrtsverbot statt der Ampel tatsächlich ein Zugeständnis für die Autofahrer vor Ort dar.
Und die Stadtbahn wurde übrigens auch von vielen Radfahrern abgelegt, weil für sie die Gleise ein erhöhtes Unfallrisiko darstellten.
Studi
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@Alois
8. Februar 2026 um 21:49″
“den Verkehr verbösern und total umkrempeln” –> Zunächst mal verbessert diese “Klimaschutz-Ideologie” den Verkehr für Fußgänger und Radfahrer. Und je mehr Menschen mit dem Rad fahren, ÖPNV nutzen oder zu Fuß gehen, desto weniger Autos sind unterwegs. Es verbessert also den Verkehr auch für Autofahrer.
“Sie wollen immer ALLES, und das ohne jede Verkehrsprognose für Radfahrer” –> Was für eine Verkehrsprognose würden Sie sich denn wünschen um die Sperrung der Georg-Herbst-Straße zu begründen? Wie viel sollte das ihrer Meinung nach Kosten? Glauben Sie dass die Entfernung einer Ampel und Schaffung eines zusätzlichen Radweges die Zahl der Radfahrer nicht erhöhen würde in diesem Abschnitt? Ich denke diese Fragen sind leicht genug zu beantworten, sodass es nicht notwendig ist Steuergeld dafür auszugeben. Klimaschutz soll ja auch möglichst nicht teuer sein.
“man muss mit allen Verkehrsteilnehmern reden und sie mitnehmen, wenn sie Verkehrsraum abgeben sollen” –> Die Schieflage besteht darin, dass es keinen Verkehrsraum gibt den Fahrradfahrer abgeben könnten. Es ist mir bewusst dass es so wirkt als müssten immer nur “die Autofahrer” (die in den meisten Fällen selbst Fahrradfahrer sind) etwas abgeben. Aber in die andere Richtung ist es nunmal faktisch nicht möglich.
“Auch das Rummaulen der Stadtbahnbefürworter nach einer demokratisch verlorenen Wahl geht einem gewaltig auf den Keks.” –> Es geht nicht darum den Entscheid anzufechten. Es geht darum, die damit verbundenen Versprechungen zu hinterfragen. Gleisfrei hat suggeriert, dass eine Entscheidung gegen eine Stadtbahn eine Verbesserung der Radinfrastruktur nach sich ziehen kann. Nun ist es aber augenscheinlich so, dass genau die Stadtbahngegner sich gegen Maßnahmen für Radfahrer aussprechen. Das nicht anzusprechen wäre wie wenn sie bei einem Politiker sagen: “Die Wahl ist jetzt vorbei, ist doch egal was sie im Wahlkampf versprochen haben, natürlich können sie jetzt das Gegenteil machen.”
@Rainer Schmidt
9. Februar 2026 um 07:51
Die Verkehrsführung in der Innenstadt mit der Georg-Herbst-Straße zu vergleichen halte ich für nicht sinnvoll. Die Verkehrsführung in der Altstadt ist höchst kompliziert, Schilder können schnell übersehen werden, da schlecht platziert. Die Autofahrer in der Innenstadt sind zudem oft nicht ortskundig. In der Georg Herbst-Straße ist das Gegenteil der Fall da es höchst wahrscheinlich Anwohner betreffen würde oder Leute die den “Schleichweg” kennen, die die Regel wissentlich missachten. Damit wäre das Argument, dass die Anwohner damit drohen etwaige Regeln absichtlich zu boykottieren, was ich für kein gutes Argument in der Diskussion halte. Zudem gibt es einen qualitativen Unterschied zwischen Einbahnstraße und Fahrradweg. Eine Einbahnstraße zu missachten ist schnell passiert wenn man nicht aufpasst, sieht sie doch ohne Warnschilder aus wie jede andere Straße auch. Es passiert aber höchst selten, dass jemand zufällig auf einen Fahrradweg einbiegt.
“Und die Stadtbahn wurde übrigens auch von vielen Radfahrern abgelegt, weil für sie die Gleise ein erhöhtes Unfallrisiko darstellten.” –> Der Großteil der Linienführung hat bereits heute abgetrennte Radwege. Teil des Plans war auch bei der Neugestaltung Radwege mitzuplanen. Der Anteil der Strecke in der Fahrradfahrer auf den Straßenbahnschienen fahren müssten wäre buchstäblich 0% gewesen. Ein vertikales Kreuzen von Straßenbahnschienen ist ungefährlich. Die Informationen, dass Radfahrer auf Stadtbahnschienen fahren müssen, ist eine Falschinformation von gleisfrei. Gleisfrei ist dabei nicht einmal logisch konsistent geblieben. So wurde zum Beispiel behauptet das breite Lastenräder nicht genug platz auf etwaigen Radwegen hätten und diese deswegen auf der Straßenbahnschiene fahren müssten. Allerdings ist deren Reifenbreite dann auch wieder breiter als die Straßenbahnrille…
Anwohner
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Mittlerweile hat die Wortführerin des “Bürgerprotests” eine Petition gestartet. Man könnte fast meinen, das Bergerl sei ein Kulturgut, das vor Zerstörung bewahrt werden muss.
Lustig auch, dass in der Petition als Argument gegen die Sperrung vorgebracht wird, dass der Anwohnerverkehr dann durch die (Straße) Margaretenau führen würde, welche bei Gegenverkehr nur einspurig befahrbar ist. Das stimmt, trifft aber genauso auf die Georg-Herbst-Straße zu und ist daher ein Argument FÜR die Sperrung des Bergerls für Pkw.
Gonzo
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@Alois: Immer wenn jemand keine Argumente mehr hat kommt die “Ideologie-Keule”. Das Fahrrad hat innerstädtisch extrem viele Vorteile für die Kommune und die Bürger. Und dafür braucht es halt Infrasturktur, ganz ideologiefrei. (1)
Und mit Ihrem Demokratieverständnis könnte sich die Oppostion im Bundestag auch in Luft auflösen. Hat ja ganz demokratisch verloren.
@Rainer Schmidt : Also sollen wir Verkehrsregeln abschaffen, weil es zur Rush Hour ein paar Hanseln gibt die sich nicht an die Verkehrsregeln halten können? Und wenn das Durchfahrtsverbot jetzt ein Zugeständnis für die Autofahrer wäre, müssten nicht gerade Sie ganz dolle dafür sein?
Ihre letzte Aussage ist ohne entsprechende Umfrage halt einfach Humbug. Klar stellen Gleise ein erhöhtes Unfallrisiko dar, aber nur wenn, wie bisher, es kein eigenes klar abgetrenntes Redweg-Netz gibt. Übrigens stellt der Mischverkehr mit KFZ für die Radfahrer auch eine erhöhte Gefährdung dar. Den werden garantiert auch ein einige Radfahrer ablehnen.
(1) https://www.umweltbundesamt.de/themen/verkehr/nachhaltige-mobilitaet/radverkehr#vorteile-des-fahrradfahrens
Anna Sollenberger
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Es ist immer wieder erstaunlich mit welchem Selbstbewusstsein bis hin zur Selbstgerechigkeit die Pro-Radler-Fraktion ihre Meinung aka Ideologie durchdrücken will – und dank dem Stadtrat Regensburg (noch) allzu orft durchsetzt. Der Verweis auf den Radentscheid Regensburg finde ich besonders skuril, da Regensburg praktisch als Fahrradstadt dargestellt wird, in der sowieso nur Pro Radler/Anti Auto-Bewohner leben.
Darf ich darauf hinweisen, dass beim Radentscheid am Ende etwa 13.000 Unterschriften übergeben wurden? Und Regensburg besitzt etwa 150.000 Einwohner. Wir sprechen hier also von einer EINSTELLIGEN Prozentzahl, die sich dezidiert für die Pro-Radl-Ideologie ausgesprochen haben! Mehr als 90% haben zumindest nicht dafür gestimmt, oder der Status Quo war für sie ok oder halt einfach egal.
Und auch bei der Georg Herbst Straße werden die Anwohner, die sich gegen die Sperrung organsieren, wieder tendenziell als Ewiggestrige bezeichnet – auch in den Kommentaren hier. Wie super das Radwegenetz funktioniert sieht man ja im Dörnbergviertel…der Radweg wird kaum genutzt. Toll.
Nur noch zum Kopfschütteln.
Gonzo
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@ Anna Sollenberger: Und wieder die Ideologie-Keule. Ich darf Sie darauf hinweisen, dass Sie natürlich auch gerne 13.000 Unterschriften für einen Auto-Entscheid sammeln dürfen. Was da auch Immer dann drin stehen mag.
Wer nicht als Ewigestriger bezeichnet werden möchte, soll sich halt nicht wie einer aufführen.
Und ich würde Sie gerne bitten sich mal sieben Tage lang an den Radweg zu stellen, Radfahrer zu zählen und zu dokumentieren und den stündlichen Schnitt hier zu veröffentlichen. Ansonsten alles Humbug.
Barbara Stefan
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@anna sollenberger
Sehr geehrte Frau Sollenberger, volle Zustimmung.
Ich bin Fussgängerin, Radlerin und Autofahrerin. Mein Anliegen wäre tatsächlich eine Verkehrszählung vor Ort zusätzlich. Und wenn wir schon beim Dörnberg sind: Als Radlerin hat’s mich umgehauen, ebenso wie beim neuen Kreisverkehr beim Mercato, dass die Radlwege plötzlich enden und man dann auf die Strasse muss! Sapperlot. Alles neu gebaut. Ein paar NEU gebaute Georg-Herbst-Strassen also, an denen man vielleicht an echten Gefahrenpunkten eine Ampel schalten sollte! Ich bin jetzt raus aus dieser Diskussion, weil nur wenige Beiträge konstruktiv sind, scheinbar einige die Lage vor Ort gar nicht kennen und dieselbigen einfach auf der Strecke in der Margaretenau aufgrund des Bergerls auch in Zukunft (mit oder ohne Ampel) dort nicht radeln werden. Sondern gradaus ohne Bergerl durch die Prüfeninger. Wie ich auch, ausser ich will hoch Richtung Ziegetsdorf. Ich kauf mir dann ein Flugradl und verlasse diese irre Diskussion über 150 m Strasse, die eigentlich für alle Verkehrsteilnehmer kein Problem war. Man kann aus 150 Metern eine Ideologie machen oder einfach bei Sinnen bleiben. Entscheide mich für zweiteres :-))
Barbara Stefan
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@gonzo
Sehr geehrter Herr Gonzo,
Ich als Radlerin und Spaziergängerin hab das schon öfter gemacht zu verschiedensten Tageszeiten, da waren wenig Radler, wenig Fussgänger und manchmal auch kaum ein Auto an der Ampel. Ich bin sehr bei Ihnen, das mal ganz neutral zu zählen! Leiten Sie das in die Wege? Im Prinzip müsste es da Zahlen bereits geben von der Agentur.
michinga
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Jaja, ideologisch sind immer nur die anderen.
Die “Auto-gerechte-Stadt” ist eine Ideologie.
Würde man vernünftig – also nicht ideologisch – entscheiden und Vor- und Nachteile abwägen, würde in allen Städten z.B. flächenmäßig Tempo 30 gelten.
Stichwörter: Verkehrstote, Lärm- und Feinstaubbelastung u.v.m.
Studi
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@Anna Sollenberger
9. Februar 2026 um 21:31
“Darf ich darauf hinweisen, dass beim Radentscheid am Ende etwa 13.000 Unterschriften übergeben wurden? Und Regensburg besitzt etwa 150.000 Einwohner. Wir sprechen hier also von einer EINSTELLIGEN Prozentzahl, die sich dezidiert für die Pro-Radl-Ideologie ausgesprochen haben!” –> Das ist auf mehreren Ebenen falsch. Übergeben werden können nur Wahlberechtigte, das heißt die 13tsd abgegebenen Stimmen beziehen sich nicht auf die Gesamtbevölkerung sondern auf die in Regensburg Wahlberechtigten im Sinne eines Bürgerentscheids. Das wären laut damaliger Angabe 114 240 Wahlberechtigte gewesen. 13tsd davon entsprechen 11,4%. Zusätzlich können Sie sich fragen ob die nicht-wahlberechtigten, was vorwiegend Minderjährige und Studierende ohne Hauptwohnsitz in Regensburg sind, eher für oder gegen den Radentscheid wären. Außerdem müssen die Unterschriften aktiv eingesammelt werden. Erstens schafft man es nicht alle Personen in Regensburg zu erreichen und zweitens ist die Hürde, wenn man den angesprochen wird, zu unterschreiben deutlich höher als zum Beispiel bei einer Bundestagswahl, wo man eine Wahlbenachrichtigung erhält und in den Medien dauerhaft auf die Wahl und die Bürgerpflicht zum wählen hingewiesen wird. 13tsd Unterschriften sind für ein Bürgerbegehren deswegen sehr viel. Deswegen wurden die Unterschriften ja auch abgegeben und nicht noch weiter gesammelt, was ja auch möglich gewesen wäre. Dann kommt hinzu, dass bei einem Bürgerentscheid, also der letztendlichen Abstimmung, die Wahlbeteiligung in der Regel extrem niedrig ist. Wenn diese nicht von einer Wahl begleitet wird (im Gegensatz zu z.B. Stadtbahn) liegt die Wahlbeteiligung meist deutlich niedriger. Genauso bei von Bürgern initiierten Bürgerentscheiden. Das heißt statistisch gesehen könnte man von einer Wahlbeteiligung deutlich unter 40% ausgehen. Dabei kann man gleichzeitig davon ausgehen dass diejenigen die bei dem Bürgerbegehren unterzeichnet haben auch beim Bürgerentscheid abstimmen. Damit der Bürgerentscheid nicht durchgeht, müsste man also annehemen, dass nahezu die komplette restliche Bevölkerung den Vorschlag ablehnt. Da das höchst unwahrscheinlich ist, hat der Stadtrat den Vorschlag direkt angenommen, ohne Bürgerentscheid.
@Barbara Stefan
9. Februar 2026 um 23:22
“dass die Radlwege plötzlich enden” –> Vom Dörnberg kommend ist ein als Fahrradübergang markierte Verkehrsinsel, um weiter auf die Dechbettener Straße zu gelangen. Dort ist ein Fahradweg in Planung, aber noch nicht fertiggestellt. Der Kreisverkehr beim Mercato selbst hat keine Fahrradspur. Jeweils auf der Klenzebrücke, als auch Lessingstraße sind bis zum Kreisverkehr Radwege in beide Richtungen. Radfahrer haben beim Einordnen in den Verkehr gegenüber Autofahrern Vorrang, wenn ein Fahrradweg endet. Dass sich Radfahrer bei einem Kreisverkehr mit den Autos fahren erhöht die Verkehrssicherheit gegenüber abgetrennten Radwegen. Im Kreisverkehr selbst fahren Autos selten schneller als Radfahrer. Die Dechbettener Straße ist nicht Teil des Fahrradroutennetzes, weswegen dort auch kein Radweg geplant ist (sehe ich ehrlich gesagt auch keine Notwendigkeit).
“die Lage vor Ort gar nicht kennen und dieselbigen einfach auf der Strecke in der Margaretenau aufgrund des Bergerls auch in Zukunft (mit oder ohne Ampel) dort nicht radeln werden” –> Da ihnen das wichtig scheint, möchte ich anmerken, dass ich die Stelle schon oft geradelt bin, einfach weil es der schnellste Weg für meine Route ist und auch am wenigsten Ampeln hat.
“Man kann aus 150 Metern eine Ideologie” –> Da die Ampel-Befürworter gerne von Ideologie sprechen, kann man genauso von Anti-Rad-Ideologie oder MIV-Ideologie sprechen. Dass das nicht passiert spricht für den unterschiedlichen Argumentationsstil der sich gegenüberstehenden Seiten in dieser Diskussion.
@Barbara Stefan
9. Februar 2026 um 23:37
Was wäre denn die Konsequenz der Zählung? Das müssen Sie dazu sagen sonst ergibt es keinen Sinn. Zählen Sie mit Ampel oder ohne? Sind die Zahlen überhaupt belastbar bei einem frisch eröffneten Radweg der noch niemandem bekannt ist weil da jahrelang eine Ampel gestanden hat für Autofahrer?
Alois
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@Gonzo
9. Februar 2026 um 17:01
Wäre schön, wenn ihre Beträge Ideologiefrei wären. Gegen unsinnige Schein-Argumente kann man ruhig die Keule schwingen.
Schon die Initiatoren des Radentscheids haben wohl nicht ideologiefrei gehandelt.
Ich selbst bin in der Lage, das Land-Verkehrsmittel zu wählen, dass mich je nach Zweck am schnellsten und sichersten zum Ziel bringt, zu Fuß, das Rad (jawohl, sie haben richtig gelesen), den ÖPNV mit Deutschlandticket, den SPFV mit Bahncard und das Auto.
Insofern möchte ich nicht, dass ständig von der spaßbefreiten Radler-First-Community rumgemault wird, ohne dass bisher jemals ein anständiges Verkehrsgutachten mit Prognose für Anzahl der zu erwartenden Radfahrer gemacht wurde. Alle anderen Verkehrsarten brauchen solche Gutachten zum Verkehrsaufkommen, um Geld zu bekommen, sei es der ÖPNV, Bahn oder Straßenbau, nur die Radwege brauchen sowas nicht.
Die Radler-First-Ideologie wird einfach überbewertet.
Gonzo
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@Alois: Na dann halten Sie sich mal fest: auch ich fahre Auto! Wahnsinn! Jetzt kann ja, Verfassung sei dank, jeder selber wählen welches Transportmittel er wählt. Aber es gibt nunmal Zeiten und Orte wo eine bestimmte Fortbewegungsart nicht sinnvoll oder nicht erlaubt ist. Autobahnen, Gehwege, Radwege, Zugschienen, Buslinien, usw. sind alles exklusive Orte. Hier würden 150 Meter (in Worten Hundertfünfzig) für einen Modus gesperrt werden um es für zwei andere stark zu verbessern. Die enstehenden Nachteile für den MiV wären vernachlässigbar. Sie können mit dem Auto immer noch alles erreichen. Aber das beißt sich offentsichtlich mit dem Freiheitsempfinden so manchen Anwohners und wird als ein Beschneiden von angewöhnten Privilegien empfunden. Auf gut deutsch: “Scheiß auf die anderen. Ich will nichts hergeben!” Und das ist als Argument auch okay und verständlich, aber das ist halt auch alles. Ich stelle hier mal eine steile These auf: Wäre Georg-Herbst-Straße einfach nur gesperrt worden, wäre der Aufschrei kaum wahrnehmbar.
Aber kaum kommt das Fahrrad ins Spiel, geht bei einigen das Messer in der Tasche auf. Aber nicht bei Ihnen Herr Alois, Sie sind ja einer von uns.
Alois
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@Gonzo
10. Februar 2026 um 19:44
Sie werfen den anderen Verkehrsteilnehmern vor: “Scheiß auf die anderen. Ich will nichts hergeben!” Die Anwohner dort wollen aber mit den anderen Verkehrsteilnehmern teilen, sogar mit bei rot den Berg hinabfahrenden Radlern.
Ihre und die Fahrad-First-Ideologie lautet aber: “Scheiß auf die anderen. Ich will Alles!” Das sind die Fußgängerzonen zum Durchrauschen, die Bürgersteige zum Abstellen der Fahrräder (bis hin zur Behinderung von Rollator- und Rollstuhlfahrern), ohne Licht fahren und ohne Kenntnis bzw. unter Nichtbeachtung jeglicher Straßenverkehrsvorschriften Verkehrswege benutzen usw. usw. Und das sind wohl keine Einzelfälle und nicht immer die anderen Radfahrer, mit denen man ja nichts gemein hat (außer Radl-First).
Barbara Stefan
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@studi
Meine letzte Anmerkung in der Sache, sehr geehrter Herr Studi,
Ich bewege mich, wenn ich innerhalb der Stadt bin, eigentlich nur zu Fuß oder mit dem Fahrrad, von daher liegen Sie nicht ganz richtig, wenn Sie mich als Ampel-Befürworterin in die MIV-Ideologie abschieben.
Und ich erkläre Ihnen gern auch nochmal meine mehrfache Wiederholung, an der Stelle eine simple Verkehrszählung zu machen: Da ist einfach so wenig los. Ich frage mich, wo die ganzen Radler denn herkommen sollen?! Ich hab mich als Radlerin dort noch nie von Autos gefährdet gefühlt tatsächlich. Auch nicht als Fußgängerin. Drum, sehr geehrter Herr Studi, wäre so ein Überblick über das tatsächliche Radler- oder Autoaufkommen dort für mich interessant.
Das war’s dann für mich hier.
Burgweintinger
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Alois, ich weiß, es ist Faschingszeit, aber ich frage trotzdem: Meinen Sie das ernst, was Sie schreiben? =>”Ihre und die Fahrad-First-Ideologie lautet aber: “Scheiß auf die anderen. Ich will Alles!” Das sind die Fußgängerzonen zum Durchrauschen, die Bürgersteige zum Abstellen der Fahrräder (bis hin zur Behinderung von Rollator- und Rollstuhlfahrern), ohne Licht fahren und …”
Die Autofahrer können gerne die Strassen teilen mit den anderen Verkehrsteilnehmern, Bundesstraßen, Autobahnen, Prüfeninger Straße (den Fahradweg kann dann der Rollatorteilnehmer verwenden), usw., ebenso die Parkplätze und Parkhäuser…
“…die Bürgersteige zum Abstellen der Fahrräder…” => Dieser Hinweis ist ganz gut, gilt aber genauso für die Autofahrer, die ständig auf Fahrradwegen parken…
Autofahrer Burgweintinger
Gonzo
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@Alois: Na wenn ich und meine ominöse Fahrrad-First-Ideologie “Scheiß auf die anderen. Ich will Alles!” forden würde, dann würde ich dass ja auch so sagen oder? Dann würde ich ein volles Ein-und Ausfahr Verbot für alle KFZ forden, Rückbau der Gehwege und sobald das kind nicht mit dem Lastenrad in den Kindergarten gebracht wird, wird GeRaPo (Geheime Rad Polizei) informiert.
Spaß beiseite. Einige (auch Anwohner) wollen nicht, wie von Ihnen behauptet, mit anderen Verkehrsteilnehmern teilen, sie wollen, dass mit ihnen geteilt wird, auch wenn damit andere behindert werden. Die Ampel existiert ja rein aufgrund des Autoverkehrs und wird damit für alle anderen zum Nadelöhr. Auch für Fußgänger wird es aufgrund der Breite ganz schön kuschelig, sobald ein Auto an ihnen vorbei fährt. Würde man teilen wollen, also etwas abgeben, wäre das kein Problem für den kfz-Verkehr, schließlich sind genug auf diesen Transport – Modus zugeschnittene Straßen vorhanden.
Aber jetzt mal ganz konkret, werter Alois: was spricht faktisch gegen eine Sperrung der Georg-Herbst-Straße für Autos? Abgesehen von einer, nicht näher definierten, Radl-First-Ideologie?
Benedikt Benz
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Hier wurde mehrmals der Radentscheid erwähnt, darum möchte ich mich als aktives “Mitglied” hier kurz äußern:
In Deutschland und Regensburg wurde jahrzentelang alles dafür getan, das Auto so bequem wie möglich zu machen. Das tut unserer Stadt und der Gesellschaft nicht gut, das Fahrrad ist ein Verkehrsmittel, das der Gesellschaft Nutzen bringt (kann man gerne die entsprechenden vielfältigen Studien lesen). Wir haben Aufholbedarf bzgl. Radverkehr (und auch Fußverkehr und ÖPNV!). Diesen Aufholbedarf gehen wir an.
Die Hauptrouten wurden extra soweit möglich abseits von Hauptverkehrsstraßen gelegt.
Kurz: wir möchten, dass Radfahren so gefördert wird wie Autoverkehr sie letzten 70 Jahre und mehr.
Man bekommt den Verkehr, für den man plant und ausbaut
Baut man ein gutes Radwegenetz, werden die Leute es nutzen. Das lässt sich immer wieder beobachten, im Ausland und bei uns. Verkwhrsplanung ist Angebotsplanung.
13.000 Unterschriften sammelt man nicht nebenbei. 6.000 waren nötig, der Stadtrat hat es dann beschlossen.
Informant
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@Alois
“die Bürgersteige zum Abstellen der Fahrräder (bis hin zur Behinderung von Rollator- und Rollstuhlfahrern),”
Ja, das sehe auch ich als Radfahrer als Problem an. Ich würde mein Fahrrad lieber auf der Fahrbahn abstellen, wie es die Autos machen. Aber was denken Sie, würde mit meinem Fahrrad passieren?
– Wenn es gut geht, steht es irgendwann auf dem Gehweg, weggetragen von einem Autofahrer, weil es ja “einen Parkplatz wegnimmt”.
– Im Normalfall fährt es ein Autofahrer beim aus- oder einparken einfach um und lässt es liegen.
Ich habe das in München mal mit einem älteren Fahrrad ausprobiert und StVO-Konform am Fahrbahnrand geparkt. Manche Autler sind vor Wut rot angelaufen. Soviel zu Autofahrern und kennen die Verkehrsregeln und so….
So gesehen kommt die von Ihnen fälschlicherweise “Radfahrer-First” [1] bezeichnete Politik auch Ihnen entgegen: Beispiel Obermünsterstraße: Hier gab es KEINE nennenswerte Möglichkeiten, außer auf dem engen Gehweg, ein Fahrrad abzustellen. Jetzt gibt es ausreichend Stellplätze für Fahrräder auf der Fahrbahn (für 10 Fahrräder, wo vorher 1 Auto stand) und die Gehwege sind frei.
[1] Diese Maßnahmen als Radfahrer-First zu bezeichnen ist völliger Unfug. Selbst wenn alle geplanten Maßnahmen des Radentscheids umgesetzt würden, wären wir immer noch bei einem Autoverkehr-First zustand. Die meisten verkennen, dass der aktuelle Zustand eine massive Bevorzugung des Autoverkehrs darstellt und wir Lichtjahre von einer “Gleichheit” entfernt sind. Von “Radler-First” wage ich nicht mal zu träumen – und ich glaube das will auch gar niemand.
Studi
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@Barbara Stefan
10. Februar 2026 um 22:41
“Ich bewege mich, wenn ich innerhalb der Stadt bin, eigentlich nur zu Fuß oder mit dem Fahrrad, von daher liegen Sie nicht ganz richtig, wenn Sie mich als Ampel-Befürworterin in die MIV-Ideologie abschieben.” –> Ihre Fortbewegungsmittel spielen keine Rolle für die Bewertung ihrer vorgebrachten Argumente. Der Ist-Zustand ist, dass die Straße gesperrt und in das Hauptradroutenetz eingebunden wird. Diese Planung mithilfe einer Verkehrszählung oder dem Betonen der Gefahrlosigkeit der Strecke anzuzweifeln ist defacto ein Argument für die Ampel-Befürworter. Auch wenn ihnen das vielleicht nicht bewusst ist, sind Sie mit ihren Argumenten klar in der Ampel-Befürworter Fraktion.
“Drum, sehr geehrter Herr Studi, wäre so ein Überblick über das tatsächliche Radler- oder Autoaufkommen dort für mich interessant.” –> Genau hier ist der logische Fehler in ihrer Argumentation. Sie fordern eine Verkehrszählung. Aber was ist die Konsequenz? Bei wie vielen Fahrrad oder Autofahrern soll die Ampel erhalten werden, bei wie vielen abgebaut? Das muss im Vorlauf geklärt sein, sonst kann das Ergebnis immer für einen Erhalt der Ampel interpretiert werden. Sind es viele Radfahrer, ist das Argument dass die Strecke doch für Radfahrer auch so attraktiv ist, sind es wenige, ist das Argument, dass die Strecke ohnehin nicht von Radfahrern befahren wird. Gleichzeitig ist es nicht möglich ein potentielles Verkehrsaufkommen mit der Zählung zu prognostizieren. Der Sinn der Maßnahme besteht ja darin dass danach die attraktivität erhöht wird und deswegen im Laufe der Zeit immer mehr Radler den Weg nutzen. Von einem plötzlichen, kurzfristigen Anstieg der Radfahrer ist nicht die Rede. Natürlich kann man eine umfassende Mobilitätsstudie in Auftrag geben. Aber das halte ich für unverhältnismäßig. Der Ruf nach einer Verkehrszählung im aktuellen Zustand ist ungefähr vergleichbar mit der Begründung einer Donaubrücke mittels des Verkehrsaufkommens bei Fährfahrten.
Auch ihr Argument, dass Sie sich nicht gefährdet fühlen ist rein subjektiv. Auch wenn keine Gefahr ausgehen würde (was faktisch nicht stimmt), gibt es doch auch psychologische Effekte. Desweiteren, geht die Sperrung vor allen Dingen mit dem Abbau der Ampel einher, was für die Fortbewegungsgeschwindigkeit signifikant besser wäre.
Wuzzi
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@Benedikt Benz
11. Februar 2026 um 10:20
“Man bekommt den Verkehr, für den man plant und ausbaut”
Und da hapert es schon bei der Planung. Ohne Prognose zum erwarteten Verkehrsaufkommen, sprich der zu erwartenden Zahl von Radlern, zu planen, wie das beim Radwegbau geschieht ist einfach nonsens. Man plant ohne belastbare Zahlen einfach ins Blaue hinein. Nice to have.
So etwas geschieht in keiner anderen Verkehrssparte zu Luft, Wasser oder Land und widerspricht jeglicher vernünftigen Verkehrsplanung. Dort muss ein Nutzen-Kosten-Faktor ermittelt werden, es gibt ohne Verkehrprognose einfach keine Fördergelder.
Diese klare Regelung sollte wie für alle anderen Verkehre auch für den Radwegbau gelten.
Benedikt Benz
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@Wuzzi:
“ohne Zahlen ins Blaue hinein”?
Lesen Sie gerne den 80-seitigen Abschlussbericht zu den Hauptradrouten: https://www.regensburg.de/leben/verkehr-u-mobilitaet/fahrrad/radroutennetz/hauptroutennetz
Enthalten: 172 km Routen, 186 Einzelabschnitte. Für all das fordern Sie einzeln Prognosen?
Für unser zusammenhängendes Straßennetz (alles ist durchgehend mit dem Auto zu erreichen – ich sage nicht, dass das schlecht ist) wurden größtenteils auch keine Prognosen erstellt, also warum sollte das für den Radverkehr nötig sein? Es geht hier einzig darum, endlich den Standard, den wir für den Autoverkehr seit Jahrzehnten anlegen auch beim Radverkehr zu schaffen und durchgehende sichere Befahrbarkeit mit entsprechender Beschilderung zu schaffen. Aufholen können wir nicht durch mehr Bürokratie. Es ist anerkannt, dass Radwege dazu führen, dass mehr Menschen Rad fahren. Es gab bereits messbare Steigerungen beim Radverkehrsanteil in Regensburg durch ein paar km. Alle, die gerne Rad fahren und auch die, die Auto fahren müssen sollten sich darüber freuen – weniger Autos auf den Straßen. Das ist als Gesamtkonzept zu sehen und durch regelmäßige Erhebungen gerne zu bewerten.
Was wir hier in Regensburg mit dem Radentscheid geschafft haben wird bundesweit beneidet, weil wir in die Umsetzung gekommen sind und die Stadt es tatsächlich verfolgt.
Gonzo
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@ Wuzzi:
Sie vergessen da aber was. Bei fast jeder anderen Verkehrssparte kommt es zu massiven baulichen Eingriffen. Dazu kommt Lärmbelästigung, Schadstoffbelastung, Schleppkurvenanalysen, Bodenbeschaffung, Grundwasser, Überkreuzungen mit vulnerablen Gruppen und so weiter und so fort. All das trifft auf den Fahrradverkehr, mehr oder minder nicht zu.
Dazu kommt ein einfacher, aber nicht zu verachtender Punkt: Geld! Moneten! Klunker!
Das Fahrrad, im urbanen und angrenzenden Raum, ist sowohl für den Nutzer, als auch für die Kommunen sehr, sehr viel günstiger (wer sich eine Studie dazu geben möchte, hier bitte: https://zidapps.boku.ac.at/abstracts/download.php?dataset_id=8320&property_id=107&role_id=NONE )
Es geht also nicht darum eine Kosten-Nutzen-Analyse zu erstellen (die ist beim Radverkehr quasi immer positiv), sondern den Radverkehr ohne große Hürden zu fördern und den motorisierten Individualverkehr, auf ein gesellschaftlich verträgliches Maß, zurück zu drängen.
Ich hoffe ich konnte mal ganz ohne Sarkasmus aushelfen. Uff
Wuzzi
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@Gonzo
“Geld! Moneten! Klunker!”
Fahrradverkehr kostet ja überhaupt nichts, siehe Sinzinger Radlbrücke, Fahrradboxen am Hbf und woanders Fahrradparkhäuser.
“Es geht also nicht darum eine Kosten-Nutzen-Analyse zu erstellen (die ist beim Radverkehr quasi immer positiv), sondern den Radverkehr ohne große Hürden zu fördern.”
Geld her, wir sind Radler. Das ist das typische Gehabe der Radler-First-Ideologie.
Nein, es geht darum dass zu jeder seriosen Verkehrsplanung eine Verkehrsprognose gehört und warum sollte man etwas so ohne Nutzen-Kosten-Analyse einfach so fördern.
KW
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Wow Wuzzi! Langsam wird es absurd, gar manisch was Sie so absondern.
Schon mal überlegt, was man z.B. mit dem Geld für den 6-streifigen Ausbau der BAB3 (rund um Rgbg) an Radlinfrastruktur hätte bauen können?
Dafür hätte man wahrscheinlich die ganze Stadt mit unterirdischen, klimatisierten und künstlichem Tageslicht ausgestatteten Radwegen ausstatten können. Und nebenbei noch eine Tram hinklatschen können.
Gonzo
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@ Wuzzi
Zwischen “sehr viel günstiger” und “überhaupt nichts” passt bei ihnen anscheinend kein Blatt Papier. Aber wurscht. In Berlin wird eine neue Autobahn gebaut, da kostet der Kilometer 246.000.000 Euro. Im Vergleich: der Kilometer Radweg kostet im Schnitt 600.000 Euro.
Beides sind exklusive Wege nur für einen Verkehrsmodus und beide verlaufen im urbanen Raum. Ich weiß nicht wie sie persönlich den Kosten-Nutzen-Faktor berechnen, aber ich glaube der Radweg schneidet besser ab.
Es ist einfach ein unumstößlicher Fakt, dass es den Kommunen, den Krankenkassen und hintenrum natürlich auch dem Steuerzahler, Geld in die Kassen bringt so viele gefahrenene Kilometer wie möglich vom Auto auf das Rad zu bringen. Ich fordere Geld her, nicht als Radfahrer, sondern als Steuerzahler.
Und nachdem mir jetzt zum fünften mal diese ominöse “Radl-First” – Ideologie unterstellt wird, würde ich jetzt gerne mal wissen was das genau ist. Gibts da einen Wikipedia Eintrag?
Informant
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@Gonzo
Mit “Radfahrer-First” wird ein Strohmann aufgebaut, eine nicht existierende Person, der man extreme Ansichten unterstellt, damit man dann auf sie einprügeln und sie beschuldigen kann. Ich kenne keinen Radfahrer, der einer “Radfahrer-First” “Ideologie” anhängt. Es geht darum, dass man es mit dem Fahrrad genauso sicher und bequem hat wie mit dem Auto.
Wenn man aber, wie einige hier im Forum, kaum mit dem Rad fährt, bekommt man den Eindruck, jede noch so winzige Maßnahme, die den Autoverkehr ein bischen was wegnimmt, sei das Ende des Autoverkehrs.
Dann gibt es noch die Radfahrenden, welchen seit ihrer Kindheit die Vorrangigkeit des Autos so hart eingetrichtert wurde, dass sie selbst als Radfahrer sich nicht trauen, irgendwelche Forderungen zu stellen oder die Probleme beim Radfahren sich selbst anstatt der Infrastruktur zuschreiben.
Christian
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@ Gonzo
Berlin ist ein Extrem und damit ein schlechtes Beispiel. Die hohen Kosten resultieren aus der bestehenden dichten Bebaubung und aus notwendiger Umverlegung von bestehender Infrastruktur in diesem Ballungsraum. Im Normalfall kostet der km Autobahn 6 bis 10 Millionen Euro.
Und die Radfahrer (wie ich einer bin) sollten froh sein dass diese Autbahnen vorhanden sind bzw. gebaut werden damit die Lastenräder in die Ballungsräume transportiert werden können um sie dort zu verkaufen.
Ich lese mir die Diskussion etwas verwundert durch. Es erscheint mir eher eine Art Kulturkampf zu sein als eine Diskussion um die Sache. Jede Fraktion scheint um jeden Preis “siegen” zu wollen.
Das passiert alles im Windschatten einer lächerlich anmutenden politischen Wahlkampfzuspitzung.
Vielleicht wäre es sinnvoller wenn sich die Kommunalpolitiker und auch die Bürger den schwerwiegenden Problemen der Stadt Regensburg zuwenden würden wie beispielsweise Investitions- und Produktionsstandort Regensburg, voranschreitende Verwahrlosung des öffentlichen Raumes, öffentliche Sicherheit, Budgeteinsparungen, Schuldenabbau (zu Beginn des Jahres 2025 hatte die Stadt Regensburg über 230 Mio. Schulden angehäuft –> Tendenz steigend) etc.
Ich könnte die Liste noch um ein paar Zeilen verlängern. Gemessen an diesen ernsthaften drängenden Problemen frage ich mich wirklich wie man sich über die Sperrung oder Freigabe dieses kleinen Straßenanbschnittes so echauffieren kann.
Vielleicht weil es nur um den eigenen Sieg über den “ANDEREN” geht?
Studi
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@Wuzzi
11. Februar 2026 um 23:03
Eine Verkehrszählung wäre noch möglich, hätte aber wenig Aussagekraft über die Sinnhaftigkeit der Maßnahme (da es hier ja um ein Gesamtkonzept geht). Eine Verkehrsprognose wäre schon aufwändiger aber auch hier schwer zu bewerten. Jedoch wäre die offensichtliche Prognose dass die Sperrung der Straße und damit lückenlose Umsetzung des Radnetzes tendenziell eine erhöhung des Radverkehrs und eine Reduzierung des Autoverkehrs auf Null in dem Abschnitt nach sich zieht. Das ist grob gesagt der best-case der bei einer Verkehrsprognose rauskommen kann (stichpunkt Lärmschutz, Luftverschmutzung, Verkehrssicherheit). Darüber hinaus fordern Sie nun auch eine Nutzen-Kosten-Untersuchung. Zunächst wäre diese (wie auch schon die Verkehrsprognose) für die meisten Radwege unverhältnismäßig teuer. Die Untersuchung würde einen Großteil der Umsetzungskosten ausmachen. Und das Ergebnis in fast jedem Fall positiv. Gehen wir es mal für die Georg-Herbst-Straße durch. Kosten sind minimal, eine Ampel wird abgebaut, Schild aufgestellt, eventuell Makierungen gemacht. Das ist maximal ein kleiner vierstelliger Betrag. Was ist der Nutzen. Die Ampel kann woanders benutzt werden, Attraktivität für Radfahrer gesteigert (können wir von mir aus auch vernachlässigen), Betriebskosten der Ampel werden eingespart, Verkehrssicherheit verbessert, Erneuerung der Fahrbahn wird eingespart. Alleine das Verhältnis von Betriebskosten der Ampelanlage zu den Baukosten würde zu einer positiven Nutzen-Kosten-Untersuchung führen.
Es ist übrigens durchaus üblich für größere Radwege auch eine Nutzen-Kosten-Untersuchung zu machen. Diese fällt in der Regel extrem positiv aus. Das liegt vor allen Dingen auch an Gesundheitseffekten. Also rein Volkswirtschaftlich ist eine Verbesserung der Radinfrastruktur eine klare Sache. Wozu also eine Nutzen-Kosten-Untersuchung wenn man mit sehr hoher wahrscheinlichkeit das Ergebnis bereits kennt?
Zudem sind auch Nutzen-Kosten-Rechnungen nicht rechtlich bindend. Ein Projekt mit NKU 1 trotzdem scheitern. Das beste Beispiel hierfür ist die Stadtbahn, sie hatte eine NKU von 1,54. Jedoch wurde dieser Wert von der politischen Gegenseite nicht akzeptiert und das Projekt auch nicht umgesetzt. Wenn wir nach NKU planen würden gäbe es deutlich mehr Radwege und Schienen und weniger Autostraßen.
@Christian
12. Februar 2026 um 10:15
“Und die Radfahrer (wie ich einer bin) sollten froh sein dass diese Autbahnen vorhanden sind bzw. gebaut werden damit die Lastenräder in die Ballungsräume transportiert werden können um sie dort zu verkaufen.” –> Der Lastenverkehr benötigt nur einen Bruchteil der Fahrbahn, erst recht der für Fahrräder benutzte Lastenverkehr, viel öfter (vom Volumen) werden Autos transportiert als Räder. Insbesondere braucht dieser keine dreispurige Autobahn, die darauf ausgelegt ist ohne Geschwindigkeitsbegrenzung befahren werden zu können.
“Vielleicht weil es nur um den eigenen Sieg über den “ANDEREN” geht?” –> Die Faktenlage ist nicht so ausgeglichen wie Sie suggerieren. Die Sperrung der Straße ist beschlossen, die Einplanung im Radroutennetz schon lange. Auf Seiten der Befürworter der Maßnahme gibt es keinen Diskussionsbedarf. Wie Sie erkennen können, geht es eher darum Falschbehauptungen und Fehlannahmen der Gegenseite zu korrigieren und sich gegen Anschuldigungen zu wehren. Es handelt sich hier nicht um eine offene Diskussion bei der ein Kompromiss gefunden werden soll. Eher versucht man den “Betroffenen” ihre eigenen Vorteile zu erklären. Das sage ich nicht, weil ich auf einer Seite stehe, sondern weil man das schlicht aus dem Diskussionsverlauf hier herauslesen kann. Diejenigen die sich beschweren, dass es größere Probleme zu lösen gibt als diese Straße, sind diejenigen, die die Diskussion am meisten befeuern, bzw erst aufgemacht haben.
Wolfgang Theine
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Du meine Güte, welch ein absurder Aufstand! Wenn man nicht zur Beton-Autofahrerfraktion gehört, welche jeden wegfallenden Parkplatz und jeden noch so kleinen, im Sinne einer Verkehrsberuhigung notwendigen Umweg mit wütenden Geschrei quittiert, muss doch einleuchten: das in Regensburg geplante ( und längst fällige) Rad-Wegenetz ist eine gute Sache. Auf diesem Wegenetz sollte der Radverkehr unbeeinflusst und ungefährdet vom Autoverkehr sich abspielen können. Und dazu dient die Sperrung der fraglichen 150 Meter. Ampel weg, freie Fahrt für Radfahrer, kaum messbare und daher zumutbare Umwegzeiten für Autofahrer und dazu Wegfall eines Schleichweges und damit Reduzierung des Durchgangverkehres für die Margarethenau. Wo also ist das Problem?
Alois
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Kommentar gelöscht. Bitte nicht irgendswelchen KI-Mist. Was soll das?