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Erinnern als Auftrag

Gedenkweg für die Opfer des Faschismus in Regensburg: „Kämpfen wir für eine offene Gesellschaft.“

Beim Gedenkweg für die Opfer des Faschismus betonen Rednerinnen und Redner, dass Gedenken über das bloße Erinnern hinausgehen muss. Das neue Projekt im ehemaligen KZ-Außenlager Colosseum bleibt ein rosa Elefant, den niemand erwähnt.

Gemeinsamer Gedenkweg über politische und konfessionelle Grenzen hinweg: Martin Oswald (VVN), Katja Ertl (DGB), OB Gertrud Maltz-Schwarzfischer, Dekan Jörg Breu, Rabbiner Benjamin Kochan, Thomas Burger und Sylvia Seifert (Stolpersteingruppe). Foto: Herbert Baumgärtner

Es ist wichtig, dieses gemeinsame, pluralistische Erinnern an die Opfer des Nationalsozialismus – über alle politischen und weltanschaulichen Grenzen hinweg. Das betont Martin Oswald, Vorstandssprecher der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes, am Dachauplatz nachdrücklich.

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Donnerstag, kurz vor 19.30 Uhr. Letzte Station des „Gedenkwegs für die Opfer des Faschismus“, der jedes Jahr am 23. April in Regensburg stattfindet. An jenem Tag, als SS-Mannschaften vor 81 Jahren 400 bis 450 Gefangene des KZ-Außenlagers Colosseum kurz vor Kriegsende auf den Todesmarsch nach Süden trieben.

Seit elf Jahren: ein gemeinsamer Gedenkweg

2015 wurde die Vision eines gemeinsamen Erinnerns in Regensburg Wirklichkeit. Nach über 40 Jahren getrennten Gedenkens rufen seither die Stadt Regensburg, linke Gruppierungen, Gewerkschaften, die Kirchen, die Zeugen Jehovas und die Jüdische Gemeinde gemeinsam zur Veranstaltung auf.

Für die Regensburger Mehrheitsgesellschaft war dieses Erinnern nie ein großes Thema. 300 bis 400 Menschen kommen jedes Jahr am Abend vor dem Colosseum in Stadtamhof zusammen. So auch heuer. Doch diesmal stehen Vertreterinnen und Vertreter fast aller Stadtratsparteien dabei – bis hin zur CSU, die sich lange verweigert hatte.

Die Wahrnehmung des früheren KZ-Außenlagers hat sich gewandelt. Der damalige Eigentümer weigerte sich vor knapp 20 Jahren, eine Gedenktafel am Gebäude anzubringen. Der frühere Kulturreferent Klemens Unger ließ vor 15 Jahren in einer Nacht-und-Nebel-Aktion eine Platte mit verharmlosendem Text im Boden versenken.

Colosseum-Verein bleibt unerwähnt

An diesem Donnerstag hängt ein Text im Schaufenster: „Vor 81 Jahren befand sich an diesem Ort ein Außenlager des Konzentrationslagers Flossenbürg.“ Innen arbeiten Mitglieder des Colosseum-Vereins. Sie richten die Räume her – für einen Erinnerungs- und Begegnungsraum. Genau das fordern Redner seit Jahren. Die Stadt scheitert daran bislang.

Einen Erinnerungs- und Begegnungsraum: einen Ort des Austauschs und der Demokratiebildung, für Veranstaltungen und Experimente, zum Erproben neuer Formate – um Menschen die NS-Geschichte zu vermitteln und Schlüsse für die Zukunft zu ziehen.

Nicht nur Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer spricht vom „Auftrag für die Gegenwart“, den das Erinnern mit sich bringt. Diesen Auftrag betonen auch Katja Ertl vom DGB und Rabbiner Benjamin Kochan von der Jüdischen Gemeinde.

Maltz-Schwarzfischer sagt, dass es angesichts dieses Auftrags unangenehme Fragen gebe, denen man sich stellen müsse. „Wie konnte das passieren? Warum haben so viele mitgemacht? Was bedeutet das für unser Handeln heute?“

Vor diesem Hintergrund fällt auf: Keiner der Redner erwähnt an diesem Donnerstag das Projekt im Colosseum oder den Verein.

Wunsch nach Räumen und neuen Ideen

Immerhin bedankt sich ein Vertreter von „SDJ: Die Falken“ bei den Vereinsmitgliedern dafür, dass sie den Marsch mit dem traditionellen Transparent begleitet haben, auf dem die namentlich bekannten Todesopfer des Colosseum genannt werden. Das tut er ganz am Ende der Vernstaltung nachdem – ebenfalls Tradition – am Dachauplatz das Lied der Moorsoldaten gesungen wurde.

Sylvia Seifert, Vertreterin der Stolpersteingruppe, führt vor dem Colosseum aus, was es jetzt braucht, um das Erinnern neu aufzustellen. Denn die Überlebenden des Außenlagers fehlen – Menschen wie Zbigniew Kolakowski oder Tadeusz Sobolewicz, die den Gedenkweg früher begleiteten.

Seifert wünscht sich neue Ideen und Konzepte, offene Kommunikationsräume, Erinnerungsorte mit zeitgemäßer Präsentation. Dabei setzt sie Hoffnung auf die städtische Stabsstelle für Erinnerungs- und Gedenkkultur.

Expertenkommission verschwand sang- und klanglos

Doch diese Hoffnung wirkt trügerisch. Die beim Bildungsreferat angesiedelte Stabsstelle tritt seit Jahren auf der Stelle. Das zeigt sich nicht nur an der inzwischen peinlich anmutenden, erfolglosen Suche nach geeigneten Räumen.

2019 berief der Stadtrat eine hochkarätig besetzte Expertenkommission. Auftrag: Umsetzung eines Konzepts „NS-Erinnerungs- und Gedenkkultur“. Mitglieder waren unter anderem Dr. Andrea Löw, stellvertretende Leiterin des Zentrums für Holocaust-Studien in München, und Florian Dierl, damals Leiter des Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände in Nürnberg.

Diese Kommission gibt es inzwischen nicht mehr. Ob es Ergebnisse gab – unklar. Stattdessen ließ die städtische Bildungsreferentin zuletzt verlauten, man stehe bei der Diskussion über das „Wie“ des Erinnerns noch am Anfang.

NS-Dokumentationszentrum: eine ungehörte Forderung

Die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes fordert seit Jahren ein NS-Dokumentationszentrum. Martin Oswald begründet das am Dachauplatz ausführlich. Das Erinnern an die Opfer sei wichtig, sagt der VVN-Sprecher. Aber es habe auch viele Täter in der Regensburger Stadtgesellschaft gegeben.

Oswald nennt den fanatischen Gauleiter Ludwig Ruckdeschel, der die Verteidigung Regensburgs „bis zum letzten Stein“ forderte, selbst floh und unter anderem für die Hinrichtung von Domprediger Johann Maier verantwortlich war.

Nahm die Täter in den Fokus: Martin Oswald. Foto: Herbert Baumgärtner.

Er nennt den Reichsjustizminister Franz Gürtner, der die Reichstagsbrandverordnung und die „Gesetze zum Schutz des deutschen Blutes und der deutschen Ehre“ unterzeichnete. Gürtner stammt aus Stadtamhof.

Und den Landgerichtsdirektor Johann Josef Schwarz, der die Todesurteile für Domprediger Maier und den Lagerarbeiter Josef Zirkl unterschrieb, weil beide die kampflose Übergabe der Stadt an die US-Truppen gefordert hatten.

Das sind nur wenige von vielen Namen. „Es gibt noch viele Lücken in der Erinnerung“, sagt Oswald. Forschung und ein Dokumentationszentrum seien dringend nötig. Doch die seit Jahren erhobene Forderung nach einem solchen Zentrum hat es bislang nicht auf die politische Ebene – in den Stadtrat – geschafft.

Was bedeutet eigentlich „Nie wieder!“?

Die persönlichste Rede, die den direktesten Bezug in die Gegenwart schlägt, hält am Donnerstag Dekan Jörg Breu von der evangelischen Gemeinde. Er verweist auf einen Aufsatz von Jens Christian Wagner, ehemals Leiter der Gedenkstätte Buchenwald. Er fragt darin, was der Ruf „Nie wieder!“, geboren aus den Erfahrungen des Zweiten Weltkriegs und des Holocaust, eigentlich bedeutet.

Wagner warnt vor der Instrumentalisierung von Geschichte durch autoritäre Regime und Bewegungen, die das Gedenken selbst bedrohen. „Der Konsens, was wir wollen, wenn wir ‘Nie wieder!’ rufen, hat entweder nie wirklich existiert oder ist verloren gegangen“, so Breu.

Auch er spürt diese neue Unübersichtlichkeit. „Es ist oft gar nicht so einfach, Gut und Böse zu unterscheiden, Täter und Opfer zu benennen.“ Er halte das Regime im Iran für verbrecherisch, doch verbrecherisch sei auch der Angriffskrieg der USA mit Bombardements auf die Zivilbevölkerung.

Halt findet Breu in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte von 1948 – einem Text, der angesichts der heutigen Entwicklungen so wirke, als sei er „im Auenland verfasst“ worden.

In der Präambel heißt es:

„Da die Anerkennung der angeborenen Würde und der gleichen und unveräußerlichen Rechte aller Mitglieder der Gemeinschaft der Menschen die Grundlage von Freiheit, Gerechtigkeit und Frieden in der Welt bildet,

da die Nichtanerkennung und Verachtung der Menschenrechte zu Akten der Barbarei geführt haben, die das Gewissen der Menschheit mit Empörung erfüllen, und da verkündet worden ist, daß einer Welt, in der die Menschen Rede- und Glaubensfreiheit und Freiheit von Furcht und Not genießen, das höchste Streben des Menschen gilt,

da es notwendig ist, die Menschenrechte durch die Herrschaft des Rechtes zu schützen, damit der Mensch nicht gezwungen wird, als letztes Mittel zum Aufstand gegen Tyrannei und Unterdrückung zu greifen,

da es notwendig ist, die Entwicklung freundschaftlicher Beziehungen zwischen den Nationen zu fördern,

da die Völker der Vereinten Nationen in der Charta ihren Glauben an die grundlegenden Menschenrechte, an die Würde und den Wert der menschlichen Person und an die Gleichberechtigung von Mann und Frau erneut bekräftigt und beschlossen haben, den sozialen Fortschritt und bessere Lebensbedingungen in größerer Freiheit zu fördern,

da die Mitgliedstaaten sich verpflichtet haben, in Zusammenarbeit mit den Vereinten Nationen auf die allgemeine Achtung und Einhaltung der Menschenrechte und Grundfreiheiten hinzuwirken,

da ein gemeinsames Verständnis dieser Rechte und Freiheiten von größter Wichtigkeit für die volle Erfüllung dieser Verpflichtung ist, verkündet die Generalversammlung diese Allgemeine Erklärung der Menschenrechte als das von allen Völkern und Nationen zu erreichende gemeinsame Ideal (…).“

Breus Bitte an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Gedenkwegs:

„Verteidigen wir die Rechte aller Menschen in unserem Land, ob atheistisch oder religiös, ob hetero oder queer, ob mit Migrationshintergrund oder einem Stammbaum, der sich bis auf Kartoffelbauern ins 16. Jahrhundert zurückführen lässt. (…) Stehen wir zusammen und kämpfen für eine offene, liberale Gesellschaft für alle. Damit kein Mensch mehr zum Opfer von Menschen wird.“

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Kommentare (29)

  • Mr. T.

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    Sehr wichtige Veranstaltung! Gedenken ist so wichtig, um sowas in Zukunft nicht wieder passieren zu lassen. Hans-Peter Kerkeling hat da zuletzt in Buchenwald auch sehr gute Worte dafür gefunden.
    Leider herrschen immer noch Bedenken vor zu viel Gedenken, vor allem zu tiefem Gedenken. Zu tief stecken viele unserer Vorfahren in der Sache drin. Natürlich nicht nur als Täter, aber auch als die, die das gutgeheißen oder wenigstens weggeschaut haben. Man könnte ja unangenehmes erfahren, wenn man zu genau hinschaut.
    Schade, dass Herrn Bräu da in seinem wichtigen Aufruf ein kleiner, unerheblicher Lapsus unterlaufen ist. Kartoffelbauern hat’s im 16. Jahrhundert in Deutschland noch nicht gegeben …

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  • BvG

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    Regensburg war im Dritten Reich von der Bedeutung für den Nationalsozialismus her nicht München, Nürnberg oder Berlin. Hitler hat sich nur kurz hier blicken lassen. Eine wohlsortierte Abteilung zum Dritten Reich im Historischen Museum scheint mir eine angemessene Lösung, diese Epoche permanent abzubilden.

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  • Novalis

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    Danke für den Bericht. Eine superwichtige Veranstaltung. Allerdings ist mir nicht klar, warum man eine mörderische Ideologie wie den Nationalsozialismus nicht mit Namen nennt. Das war nicht irgendein Faschismus wie in Spanien oder Italien oder wie in den USA (wo sich Trump ja nicht scheut, sich selbst so zu nennen). Den Rassismus des italienischen Rassismus und die Rasseideologie der Nazis unterscheidet erhebliches. Davon abgesehen ist diese Begriffsverschiebung m.W. DDR-Sprech. Es war den real existierenden Sozialisten schlicht peinlich, dass die Nazis im Parteinamen den Begriff Sozialismus hatten. Soviel geschichtliche Richtigkeit muss sein (neben den Kartoffelbauern).

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  • nixda

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    wehret den anfängen,
    csu, merkt euch das gefälligst
    und handelt danach!

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  • Kölner

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    Ergänzend möchte ich anfügen, dass auch deutlicher auf deutsche Kolonialverbrechen einzugehen ist. Leider geht es hierbei nicht um “Nie wieder”, sondern es muss erstmal mit der Kontinuität gebrochen werden

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  • Novalis

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    @BvG

    Das ist ein Verharmlosungsversuch, der zeigt, dass man eigentlich nicht behelligt werden will von den Nazis. Wir hatten 12 Jahre einen Nazibürgermeister (und einen CSU-Nachfolger, der sich in dieser Zeit massiv befleckt hat), es gab ein Außenlager eines KZ, die Messerschmittwerke haben massenhaft Zwangsarbeiter eingesetzt, eine große jüdische Gemeinde wurde fast ausgelöscht, eine städtebaulich herausragende Synagoge abgerissen, örtliche Nazissympathisanten machten nach dem Krieg vor Ort Karriere (unter anderem im Stadtmuseum). Und all das – ist das eigentlich wirklich so wenig im Vergleich zu Berlin, München oder Nürnberg? – wollen Sie ins Museum stecken statt an die Öffentlichkeit? Das ist ja zum Fremdschämen.
    Wer auf die Römer und das Mittelalter stolz ist, das an allen Ecken und Enden in Regensburg sichtbar ist – und ich zeige das gern Regensburgbesuchenden -, braucht keine Angst zu haben, auch die dunkelsten Schattenseiten vorzuzeigen, solange damit die Bereitschaft einhergeht, aus diesen Abgründen zu lernen.

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  • Nesrin

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    @Novalis: ich stimme dir zu, bis auf den Satz “Wer auf die Römer und das Mittelalter stolz ist, das an allen Ecken und Enden in Regensburg sichtbar ist “.

    Man kann nur stolz auf Dinge sein die man selbst geleistet hat. Im Duden wird “Stolz” definiert als a) Selbstwertgefühl und b) Selbstbewusstsein und Freude über einen Besitz, eine [eigene] Leistung.

    a) greift hier nicht. Zu b): ich habe weder die römischen noch die mittelalterlichen Bauwerke mit geplant oder errichtet. Somit kann ich nicht stolz darauf sein.

    (Schön finden freilich, sehr schön sogar. )

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  • Cologne

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    ich weiß nicht, ob ich auf die Römer so stolz wäre.
    nicht gerade pazifisten

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  • Günther Herzig

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    @Kölner
    24. April 2026 um 17:40 | #
    Dank dafür: Sie haben einen wichtigen Hinweis gegeben!

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  • Novalis

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    @Nesrin: Mit der Kritik kann ich sehr gut leben! Danke!

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  • Günther Herzig

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    Wir haben eine offene Gesellschaft, eine Verfassung, um die uns viele Länder beneiden.

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  • BvG

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    @Novalis

    Regensburg hat es im Dritten Reich nicht mal zur Gauhauptstadt gebracht, trotz seiner Größe und zentralen Lage in Ostbayern. Gauhauptstadt der Ostmark wurde Bayreuth, das für den Nationalsozialismus viel bedeutsamer war. Regensburg war bis zuletzt bei freien Wahlen eine Hochburg des politischen Katholizismus. Also bitte, nur nicht größenwahnsinnig werden.

    Ein NS-Dokumentationszentrum wäre zumal überdimensioniert in einer Lage, in der in Regensburg die geschichtsdidaktische Vermittlung der Neuzeit in Gänze fehlt, was bei einer Stadt mit so reicher Geschichte in der Tat unerträglich ist. Zerstörung der Alten Synagoge, Kampf zwischen Protestanten und Katholiken, Napoleon, Dalberg, Ludwig I., 1848er Revolution, Industrialisierung, Kirchenkampf, Erster Weltkrieg, Revolution in Bayern, Weimarer Republik, Drittes Reich, Bundesrepublik, nichts davon wird im Historischen Museum derzeit vermittelt. Kein Wunder, dass jetzt private Initiativen auf den Plan treten.

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  • Novalis

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    Es ist natürlich wieder krasser, ich vermute, aus geschichtsrevisionistisch Absicht gestarteter Ablenkungsversuch von BvG – Whatsaboutismus nennt man das -, wenn nun aus der Größe und der Verwaltungssituation in der Nazizeit eine Bedeutsamkeit abgeleitet werden soll. Es ist auch kein Wunder, dass ein solches Scheinargument aufgebaut wird, es wird ja mit keinem Wort auf die Monstrosität vor Ort eingegangen (ich zitiere: “Wir hatten 12 Jahre einen Nazibürgermeister (und einen CSU-Nachfolger, der sich in dieser Zeit massiv befleckt hat), es gab ein Außenlager eines KZ, die Messerschmittwerke haben massenhaft Zwangsarbeiter eingesetzt, eine große jüdische Gemeinde wurde fast ausgelöscht, eine städtebaulich herausragende Synagoge abgerissen, örtliche Nazissympathisanten machten nach dem Krieg vor Ort Karriere (unter anderem im Stadtmuseum)”).
    Das ganze wird mit Halbwahrheiten garniert. So habe ich hier gar nicht ein NS-Dokumentationszentrum gefordert. Die Untaten des NS-Regimes zu dokumentieren ist nicht dasselbe. Dafür kann ein solches Zentrum sehr gut geeignet sein, und die Größe der Stadt ist keineswegs ein Ausschlusskriterium. Warum sollte es das auch sein? Zur jüdischen Gemeinde bis einschließlich 1519 gibt es sehr wohl eine sehr gut ausgestattete Abteilung im Historischen Museum, zum konfessionellen Zeitalter ebenso (auch wenn man das sicher besser machen kann). Soweit ich sehe, ist die Barockzeit derzeit in Restauration.
    Und im Übrigen kann ich dem Historischen Museum nicht vorwerfen, dass es nicht hat, was gar nicht auf seinem Programm steht:
    “Das Historische Museum im ehemaligen Minoritenkloster erläutert die Kunst- und Kulturgeschichte von der Steinzeit bis zum 19. Jahrhundert.
    Die Sammlungen umschließen Themenkreise der Vor- und Frühgeschichte, Römerzeit, Steinplastik des Mittelalters, Leben und Handel im mittelalterlichen Regensburg, Sakralkunst des 15./16. Jahrhunderts bis zu Wohnkultur und Kunsthandwerk des 16. bis 19. Jahrhunderts.” (https://www.regensburg.de/museen/die-museen/historisches-museum)

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  • Mr. T.

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    Novalis, in manchen Kreisen ist das Erinnern an die Verbrechen im Dritten Reich störend. In Sachsen-Anhalt will die AfD jetzt im Rahmen einer idi…, äh “patriotischen Wende” die Provenienzforschung von Kunst stoppen, die von ihrer Vorgängerorganisation geraubt wurde. Gedenken soll wieder mehr aufs Kriegerdenkmäler und gefallen Soldaten gerichtet werden. Ein “Nie wieder” wollen sie verhindern.
    Genauso das Derailing mit den deutschen Kolonialverbrechen. Natürlich darf man diese nicht unter den Tisch kehren, aber es ist nicht so, dass wir uns hier in Regensburg zwischen der Aufarbeitung der vor Ort geschehenen Verbrechen im Dritten Reich und den deutschen Kolonialverbrechen entscheiden müssen.

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  • Kölner

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    Stimme zu. beides notwendig. Beteiligung der Kolonialverbrechen von Regensburger Seite und die Verbrecher während des NS müssen Nebeneinander und nicht gegeneinander aufgearbeitet werden. Zudem müssen die auch in Regensburg relevanten Bundestagsparteien kritisch dafür beäugt werden, weiterhin für Tod und Leid in den ausgebeuteten Staaten mitverantwortlich zu sein

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  • Novalis

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    @ Mr. T. Da bekommen Sie meine Zustimmung.

    @ Kölner: An welche Kolonialverbrechen denken Sie konkret und wie würden Sie ihrer gedenken?
    Und warum sollten die Bundestagsparteien mitverantwortlich sein? Ist es nicht vielmehr so, dass das Konsumverhalten von jedem einzelnen von uns für Tod und Leid in ausgebeuteten Staaten (übrigens auch für Tod und Leid von Ausgebeuteten in nichtkolonisierten Ländern) verantwortlich ist? Ich sage nur Smartphone/Computer -> Seltene Erden; Kleidung aus Ostasien. Das hat erstmal nix mit Parteien zu tun, sondern mit der ureigenen Unmoral des Individuum.

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  • Kölner

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    Sag nur: Lieferkettengesetz

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  • Novalis

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    @ Kölner
    “Als Kolonialismus wird die dauerhafte Inbesitznahme von Territorien und die Unterwerfung, Vertreibung oder Ermordung der dort ansässigen Bevölkerung durch eine auswärtige Macht bezeichnet.”

    Seien Sie mir nicht bös, aber ich kann jetzt beim Lieferkettengesetz, das die Menschenrechte und den Umweltschutz zu wahren helfen soll, weder in Hinblick auf dessen Zustandekommen noch in Hinblick auf dessen Abschwächung eine kolonialistische Haltung oder gar Kolonialismus selbst erkennen. Da reicht es nicht, einfach nur Dinge zu behaupten und dann nur “Sag nur: Lieferkettengesetz” in den Raum zu stellen. Wer die dicke Bertha von Insinuierungen und Anschuldigungen vorbringt, kann und darf sich nicht mit dürftigen Einzelwort-nichtargumenten zufriedengeben.
    Ganz davon abgesehen: Was sollte denn auf der Stadtratsebene diesbezüglich überhaupt gehen? Unsere repräsentative Demokratie ist gar nicht darauf angelegt, Druck im Stadtrat in den Bundestag abzuleiten.
    Und zu Kolonialverbrechen aus Regensburg haben Sie auch noch nichts gesagt. Also nochmal:
    An welche Kolonialverbrechen denken Sie konkret und wie würden Sie ihrer gedenken?
    Und warum sollten die Bundestagsparteien mitverantwortlich sein?

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  • Kölner

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    bin gerne offen für Vorschläge des Gedenkens.
    koloniale Beteiligung regensburgs gab es gute Stadtführungen. in meiner Erinnerung über den i Beirat mit organisiert. gerne dort erkundigen.
    neokoloniale Strukturen wirken fort. es läge an den Parteien dies zu ändern.
    wer Union, SPD, Grüne, FDP wählt, findet es in Ordnung, dass diese Parteien auf Landes, Bundes und EU Ebene gerne den globalen süden ausbeuten.
    auf lokaler Ebene streiten die Vertreter dieser Parteien in entsprechenden Landkreisen für agrarsubventionen, die westafrikanische Märkte vernichten.
    westliche Länder mischen sich negativ im globalen süden ein. sehen es also als ihr Territorium. die BRD nimmt das wohlwollend mit. damit die führenden Parteien.
    währen die Parteien unserer Bundesregierungen nicht komplett unmoralisch gegenüber dem globalen Süden (inklusive z.b. Osteuropa), würde es kein Lieferkettengesetz benötigen, da entsprechend Waren nicht auf den Markt kämen. und man würde nicht unterstützen, fähige Politiker zu beseitigen um korrupte, genehme Regierungen installieren zu können. übrigens hat den das mickrige EU Lieferkettengesetz noch weiter verwässert

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  • Kölner

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    Nachtrag:
    natürlich auch keine Reparationen, um den Schaden der Vergangenheit wieder gut zu machen. von keiner Regierung, egal welcher Partei. aber nur konsequent, wenn weiter aktiv geschadet wird.
    im Übrigen beschwert sich wohl kaum ein Politiker in Regensburg, wenn die Produkte für den wirtschaftlichen Aufschwung auf Kinderarbeit beruhen

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  • Novalis

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    bin gerne offen für Vorschläge des Gedenkens.
    -> Sie urgieren das, also bitte bringen Sie auch selber Vorschläge. Sonst ist das schwach.

    koloniale Beteiligung regensburgs gab es gute Stadtführungen. in meiner Erinnerung über den i Beirat mit organisiert. gerne dort erkundigen.
    -> Sie können also – vorausgesetzt Sie waren bei einer solchen Stadtführung dabei – nicht EINEN Namen nennen? Das ist schwach.

    “neokoloniale Strukturen wirken fort.”
    NEOkolonial oder kolonial? Man sollte nicht plötzlich begrifflich schwanken, sonst redet man nicht über dasselbe.
    “es läge an den Parteien dies zu ändern. wer Union, SPD, Grüne, FDP wählt, findet es in Ordnung, dass diese Parteien auf Landes, Bundes und EU Ebene gerne den globalen süden ausbeuten.”

    Wie beutet denn denn die Landes-CSU den globalen Süden aus?

    “auf lokaler Ebene streiten die Vertreter dieser Parteien in entsprechenden Landkreisen für agrarsubventionen, die westafrikanische Märkte vernichten.”

    Das ist behauptet, nicht bewiesen.

    “westliche Länder mischen sich negativ im globalen süden ein. sehen es also als ihr Territorium.”
    Wo genau?
    “die BRD nimmt das wohlwollend mit. damit die führenden Parteien.
    währen die Parteien unserer Bundesregierungen nicht komplett unmoralisch gegenüber dem globalen Süden (inklusive z.b. Osteuropa), würde es kein Lieferkettengesetz benötigen, da entsprechend Waren nicht auf den Markt kämen. und man würde nicht unterstützen, fähige Politiker zu beseitigen um korrupte, genehme Regierungen installieren zu können. übrigens hat den das mickrige EU Lieferkettengesetz noch weiter verwässert”.

    Verzeihens mir: Aber lassens doch vorher die Rechtschreibkorrektur über Ihre Postings laufen. Das macht sie inhaltlich nicht weniger wirr, aber doch ein bisschen lesbarer.

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  • Stadtrundgänge

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    die Stadtrundgänge zum Thema Kolonialismus in Regensburg sind aus einem Uni Seminar des Fachs Geschichte entstanden und werden in Kooperation mit dem EBW organisiert. Auch Stadtjugendbeirät*innen waren daran beteiligt. Sie finden seit mehreren Jahren regelmäßig statt.

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  • Kölner

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    danke für die ergänzung. auch über Suchmaschine findest such bisschen was. auch ohne an vorderster Front als Regensburg gewesen zu sein, tut Beschäftigung Europäern gut.
    tut mir leid, wenn ich nicht so handle, wie sie es erwarten, Novalis. meine aufrechte Entschuldigung.
    es tut mir auch leid, schwach zu sein. bitte verzeihen sie nochmals ergebendst.
    ansonsten ist zu ergänzen, dass politisch denken ohne Beweise auskommen muss. niemand wird zugeben, andere vernichten zu wollen. außer Trump vll.
    neokolonialismus bedeutet, dass weiterhin, nur versteckter ausgebeutet wird.
    wenn sie die Symbiose zwischen einer Partei auf Landes -, Bundes und EU Ebene nicht verstehen können und wollen, möchte ich nicht meine Zeit damit verschwenden, ihnen Nachhilfe in Politik zu geben.
    indes schlage ich vor, die Diskussion zu beenden. wenn es ihnen gut tut, werfen sie mir noch ein paar weitere Beleidigungen an den Kopf. werde es überstehen, soweit ich dazu komme, sie zu lesen.
    ursprünglicher Gedanke, war eine m.e. legitime ergänzung und gerne noch eine Erklärung.
    und auch wenn es anders wirken mag, war es nicht beabsichtigt, eine Weitdiskussion zu eröffnen.
    maximaler Respekt an das eigentliche Thema und seine absolute Wichtigkeit.
    daher schlage ich vor, diese OT Diskussion final zu beenden.
    kann wieder eröffnet werden, wenn ein Artikel mit passenderer Thematik hier oder andernorts erscheint

    @Stefan Aigner und RD: Entschuldigung für das sicherlich etwas nervige abschweifen (v.a. aus Sicht der Moderation)

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  • Novalis

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    ansonsten ist zu ergänzen, dass politisch denken ohne Beweise auskommen muss.

    Das ist hoffentlich Satire. Denn wenn es ernstgemeint ist, kann man mit so einem Satz eben auch Kolonialismus begründen.
    Ich habe darum gebeten, mir Namen und Fakten zu nennen. Das sollte jemand tun, der hier ganz große Töne gespuckt hat und nun die Diskussion beenden will, die nie eine war, war politisches Denken eben NICHT ohne Daten und Fakten auskommt.

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  • Kölner

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    wie bereits erwähnt lässt sich nicht alles beweisen.
    und habe keine einen wissenschaftlichen Aufsatz zu verfassen.
    Literaturtip: Wie Europa Afrika unterentwicklte, vor kurzem auf d übersetzt. Walter Rodney.
    Grundlage um über modernes nachzudenken.
    zum Thema schädliche Einflüsse der EU agrarsubventionen auf Westafrika (und auch vor Ort) sei suchmaschinennutzung empfohlen. auch zu Waffenexporten.
    wird weniger g Beweise für das gute geben.
    auch dw greift das Thema bisweilen auf
    gerne können wir es dabei bewenden lassen…

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  • Mr. T.

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    Die Kolonialverbrechen bestreitet kein normaler Mensch. Genauso wenig wie die Probleme durch die Ausbeutung weniger entwickelter Länder.
    Aber was soll das Thema wenn es um das Gedenken für die Opfer des Faschismus mit dem Ziel so etwas nie wieder geschehen zu lassen geht? Soll das Gedenken zugunsten angeblich wichtigerer Themen abgewürgt werden? Nichts spricht dagegen, sich zu gegebener Zeit auch anderen wichtigen Themen zu widmen, gerne auch den in Köln präferierten.

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  • Kölner

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    lieber Mr t,

    sie haben vollkommen Recht.
    wie ich bereits oben feststellen wollte, will ich genau diesen Eindruck vermeiden.
    ursprünglich als Ergänzung gegen Selbstgerechtigkeit gedacht, hat es sich unbeabsichtigt weiter entwickelt.
    natürlich geht es nicht gegen das Gedenken oder eine törichte Konkurrenzdebatte aufzumachen.
    schief gelaufen. …
    qed

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  • Mr. T.

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    Kölner, ich hab’s positiv zur Kenntnis genommen.

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