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Beiträge mit Tag ‘Gedenkweg’

Beim Gedenkweg für die Opfer des Faschismus betonen Rednerinnen und Redner, dass Gedenken über das bloße Erinnern hinausgehen muss. Das neue Projekt im ehemaligen KZ-Außenlager Colosseum bleibt ein rosa Elefant, den niemand erwähnt.

Gemeinsamer Gedenkweg über politische und konfessionelle Grenzen hinweg: Martin Oswald (VVN), Katja Ertl (DGB), OB Gertrud Maltz-Schwarzfischer, Dekan Jörg Breu, Rabbiner Benjamin Kochan, Thomas Burger und Sylvia Seifert (Stolpersteingruppe). Foto: Herbert Baumgärtner

Es ist wichtig, dieses gemeinsame, pluralistische Erinnern an die Opfer des Nationalsozialismus – über alle politischen und weltanschaulichen Grenzen hinweg. Das betont Martin Oswald, Vorstandssprecher der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes, am Dachauplatz nachdrücklich.

Donnerstag, kurz vor 19.30 Uhr. Letzte Station des „Gedenkwegs für die Opfer des Faschismus“, der jedes Jahr am 23. April in Regensburg stattfindet. An jenem Tag, als SS-Mannschaften vor 81 Jahren 400 bis 450 Gefangene des KZ-Außenlagers Colosseum kurz vor Kriegsende auf den Todesmarsch nach Süden trieben.

Tag der Befreiung

Erinnern funktioniert nur ohne Schlussstrich

Vergangenen Sonntag beging die KZ-Gedenkstätte Flossenbürg den 76. Jahrestag der Befreiung. Erneut musste die Gedenkveranstaltung ohne Überlebende und deren Familien stattfinden. Ungewollt hat man damit auch einen Ausblick in die Zukunft erhalten. Denn in einigen Jahren werden keine Zeitzeugen mehr leben. Das hat auch Auswirkungen auf die Erinnerungsarbeit.

Gedenkweg am 23. April

“Ein Spiegelbild der Wiederentdeckung der Geschichte.”

„Seit sechs Jahren gedenkt die Stadtgesellschaft am 23. April allen Opfern des Nationalsozialismus“, heißt es in einer Presseerklärung der Stadt Regensburg im Vorfeld des diesjährigen Gedenkwegs, der aufgrund der Corona-Pandemie in Form eines virtuellen Rundgangs stattfindet. Doch ganz richtig ist diese Aussage nicht. Schon lange bemühten sich einzelne Regensburgerinnen und Regensburger um ein würdiges Gedenken der Opfer – ohne die Stadt. Eine kleine Geschichte der Regensburger Gedenkpolitik.

Gedenkweg für die Opfer des Faschismus

Opfer und Täter beim Namen nennen

Der Gedenkweg für die Opfer des Faschismus am 23. April: Über viele Jahre ein spaltendes Regensburger Politikum. Hier die Kirchen und die Bürgerlichen, dort die Gewerkschaften und die Linken. Am gestrigen Dienstag wurde der Gedenkweg zum fünften Mal über weltanschauliche und politische Grenzen hinweg gemeinsam begangen. Zumindest fast.

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