1. Schultag im neuen Landkreisgymnasium Lappersdorf

Landrat Mirbeth begrüßte die Schüler vor Ort

Landrat Herbert Mirbeth (l.) und Bürgermeister Erich Dollinger am ersten Schultag im neuen Landkreisgymnasium Lappersdorf.

Lappersdorf. (RL) Für 334 Schüler des neuen Gymnasiums Lappersdorf begann gestern der erste Schultag im frisch bezogenen Schulgebäude In der Pfeifing. Zum Schulbeginn begrüßte Landrat Herbert Mirbeth zusammen mit Schulleiter Ulrich Sellner und Lappersdorfs Bürgermeister Erich Dollinger die Schülerinnen und Schüler in der Aula. Insgesamt zwölf Klassen von der 5. bis einschließlich der 7. Jahrgangsstufe werden im neuen Schuljahr im Gymnasium Lappersdorf unterrichtet. Jedes Jahr kommt eine neue Jahrgangsstufe hinzu, bis im Endausbau acht Jahrgangsstufen an der Schule sind. Begeistert zeigte sich Mirbeth von der Architektur des Schulhauses, mit seiner imposanten Aula und dem Innenhof, der, wenn auch rechteckig, an ein Amphitheater erinnert. In nur 15 Monaten wurde das neue Gebäude erstellt. „Eine sportliche Leistung“, befand der Landrat und dankte allen Beteiligten für die rasche Umsetzung bis zum Schuljahresbeginn. Der Gymnasium-Neubau sei das Ergebnis effektiver Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten: Dem Landkreis Regensburg mit der Arbeitsgemeinschaft des Kreistags, in der die Kreisräte den Prozess über viele Sitzungen hinweg konstruktiv begleiten haben, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Landratsamts, dem Markt Lappersdorf, der Mittelschule Lappersdorf, dem Albertus-Magnus-Gymnasium in Regensburg, dem Ministerialbeauftragten für die Gymnasien in der Oberpfalz, dem Staatlichen Schulamt, den Architekturbüros Gutthann und HIW, den Ingenieuren, Technikern, vielen Firmen und vor allem deren Arbeitern. „Alle haben ihren Teil dazu beigetragen, dieses Gebäude in so kurzer Zeit zu schaffen“, so der Landrat. Das Gymnasium steht auch symbolisch für einen enormen finanziellen Kraftakt des Landkreises: Grundstück, Verkehrserschließung, Schulgebäude und Mobiliar haben circa 22 Millionen Euro gekostet, der Landkreis hat dabei einen Eigenanteil von 16 Millionen Euro geschultert, 6 Millionen Euro wurden durch einen Zuschuss des Freistaats Bayern beigesteuert. Dabei konnte der Neubau ohne Nettoneuverschuldung verwirklicht werden. Moderne energetische Bauweise im Passivhausstandard, Geothermie mit Beheizung im Winter und Kühlung im Sommer mittels Wärmepumpen, automatische Be- und Entlüftung – Ressourcen schonender Schulbetrieb schützt die Umwelt und hilft, die Betriebskosten möglichst niedrig zu halten. Moderne EDV-Netzwerke sowie ein elektronisches Zutrittsmanagement runden das neue Schulgebäude ab. Im Gebäude selbst finden die Schülerinnen und Schüler optimale Lernbedingungen vor. Zu diesem Zweck wurden 24 Klassenzimmer, fünf Intensivierungs- und Ausweichräume, ein Mehrzweckraum, drei Medienräume und je zwei Lehrsäle für Physik, Chemie, Kunst, Musik und Biologie geschaffen. Ein besonderes „Highlight“ stellen in den Klassenzimmern die digitalen „E-Boards“ dar, eine Art elektronische Tafel ganz ohne Kreide, dafür aber mit vielfältigen und spannenden Möglichkeiten, den Unterricht zu gestalten. Dem Landkreis sind allein diese modernen Lehrmittel über 100.000 Euro wert. Dazu kommen noch moderne Computer und Monitore mit Kosten von insgesamt rund 80.000 Euro. Ebenfalls beschafft wurde jeweils eine neue Ausstattung für den Biologie- und Physikunterricht. Auch eine Bibliothek wird eingerichtet. Die Schule bietet die Wahlmöglichkeit zwischen einem sprachlichen und einem naturwissenschaftlich-technologischen Zweig. Das Gymnasium Lappersdorf hat in den bisherigen beiden Jahren seines Bestehens bereits entscheidend zur Entlastung der Gymnasien in der Stadt Regensburg und über „Sickereffekte“ auch des Gymnasiums Neutraubling beigetragen. Das heißt, Lappersdorf hat Schüler aufgenommen, die ansonsten ein Regensburger Gymnasium besucht hätten. Dadurch wurden wiederum Kapazitäten freigesetzt für Schüler, die sonst nach Neutraubling hätten ausweichen müssen.

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