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Archiv für 12. Januar 2026

Vor dem Hintergrund der sich verändernden Weltordnung plädiert unser Autor für ein anderes Sprachbild als Schach, um die geopolitische Lage zu erläutern.

Von Robert Riedl

Geopolitik wird oft als Schachspiel beschrieben. Dieses Bild galt zumindest für den Kalten Krieg, als sich zwei Blöcke unvereinbar gegenüberstanden. Politische Strategen nennen das eine bipolare Weltordnung. Als schließlich die Sowjetunion und ihre Bruderstaaten zusammenbrachen, verkündete der Politikwissenschaftler Francis Fukuyama 1992 das „Ende der Geschichte“.

Seine These: Der Kapitalismus und die liberale Demokratie hätten gesiegt und würden sich in der Welt ausbreiten. Wie falsch der gute Mann doch lag. Von nun an sprach man in der Geopolitik von einer unipolaren Weltordnung – mit den USA als einziger Supermacht.

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