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Archiv für 29. Oktober 2026

„Ich halte mich nicht für einen Antisemiten, Rechtsextremen oder Verschwörungstheoretiker“, sagt der Mann, dessen Vortrag am Dienstagabend drei Polizeibusse vor das Kolpinghaus in Regensburg bringt. Im Eingangsbereich kontrolliert eine Frau die Taschen. Das Bündnis Sahra Wagenknecht Oberpfalz hat den Kommunikationswissenschaftler Michael Meyen eingeladen. Thema: „Journalismus und Macht – warum die Leitmedien ihren Auftrag nicht erfüllen“.

Die Kritik der Initiative gegen Rechts an seinem Auftritt bezeichnet Michael Meyen als „anonymen Rufmord“. Foto: as

Im Ankündigungstext heißt es, Journalismus solle Vielfalt liefern – doch: „Wir kennen zugleich die Wirklichkeit“. Die Leitmedien seien zum „Sprachrohr der Regierenden“ geworden, schränkten Debatten ein und dämonisierten Kritik. Meyens These wirkt nicht nur wissenschaftlich, sondern auch persönlich motiviert.

Meyen lehrte 24 Jahre als Professor an der LMU München, bis er im März 2026 in den Vorruhestand geschickt wurde. Seit 2020 geriet er immer wieder in die Schlagzeilen. Mit Beginn der Corona-Pandemie immer häufiger. Das Ministerium schaltete sich ein. Kurzzeitig auch das Landesamt für Verfassungsschutz. Kollegen und die Universität distanzierten sich schließlich.

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